Leserstimmen zu
Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl

Katharina Zweig

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Ein Algorithmus hat durchaus kein Taktgefühl – Katharina Zweig, die Autorin dieses Buches, hingegen sehr wohl. Klug und witzig führt uns die Informatikprofessorin durch die Welt der künstlichen Intelligenz. Mit Beispielen und Abbildungen ist die Thematik (auch) für Laien verständlich erklärt. Dieses Buch zeigt, dass trockene Themen auch lebendig dargestellt werden können.

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Unterhaltsames Buch, trotz fehlleitendem Untertitel

Von: Madeleine Coenen

17.12.2019

Sehr humorvoll erzählt Katharina Zweig in ihrem Buch "Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl" von ihrem Beruf als Data Scientist – dem sexiest Job auf Erden. Sie macht den Leser in ihrem "ABC der Informatik" mit sämtlichem Know-how bekannt, das er für das Verständnis über Algorithmen und künstliche Intelligenz benötigt. Und das Ganze in unterhaltsamer und sehr verständlicher Weise. Selbst ich – eine selbsternannte Technik-Allergikerin – habe es dank ihrer bildlichen Vergleiche und Beispiele geschafft, diesem komplexen Thema folgen zu können. Und an der einen oder anderen Stelle sehr schmunzeln müssen. Dass Zweig ihr "ABC der Informatik" so ausgesprochen ausführlich erklärt, hilft zwar dem Verständnis des Lesers, macht es aber auch sehr schwierig den Spannungsbogen zu halten. Erst nach über zwei Drittel des Buchs kommt Zweig tatsächlich zu den interessanten Fragen, mit denen sie auf dem Buchcover wirbt: Wo irrt sich künstliche Intelligenz? Warum betrifft uns das? Was können wir dagegen tun? Was mir in Zweigs Buch aufgefallen ist, sind die zahlreichen Anmerkungen. Der Text ist mit fast 200 Fußnoten versehen, die den Lesefluss leider sehr stören. Die Anmerkungen an sich sind leider nicht differenziert – ob man also beim Nachschlagen nur eine Quellenangabe, eine Erklärung oder tatsächlich einen unterhaltsamen Kommentar der Autorin zum Text findet, das weiß man erst, nachdem man nachgeschlagen hat. So hat man als Leser entweder sehr viel unnötige Blätterarbeit oder verpasst die ein oder andere hilfreiche Anmerkung, falls man des Blätterns überdrüssig geworden ist. Alles in allem ist der Schreibstil von Prof. Dr. Katharina Zweig sehr angenehm zu lesen und das Buch hat einen hohen Informations- und Unterhaltungswert. Der Untertitel ist leider ein wenig fehlleitend. Das Buch legt nicht Hauptaugenmerk darauf, was die Einsatzgebiete von künstlicher Intelligenz sind und wie wir damit umgehen sollten. Es befasst sich hauptsächlich damit, warum Algorithmen so funktionieren, wie sie funktionieren. Empfehlen würde ich es demnach denjenigen, die sich für die Funktionsweise von Algorithmen und künstlicher Intelligenz interessieren.

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Dieses Buch gliedert sich in 3 Teile. Man erhält zunächst das geistige Rüstzeug und macht sich mit den Fachtermini vertraut, um das Thema zumindest oberflächlich zu verstehen, um somit der Argumentation in den späteren Kapiteln folgen zu können. Welche Auswirkungen hat die Datengrundlage und Programmierung der Algorithmen auf das Resultat das eine KI erzielen kann und wie kann und muss der Mensch darauf Einfluss nehmen und wer überwacht das, damit kein Missbrauch betrieben wird. Interessant ist das Buch eigentlich für alle Bevölkerungsschichten, aber besonders sollten sich Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft damit befassen. Die Bedeutung künstlicher Intelligenz bzw. die der zu Grunde liegenden Algorithmen wird stetig zunehmen und wahrscheinlich ähnliche Umwälzungen mit sich bringen wie die Erfindung der Elektrizität. Wenn man die Grundlagen versteht, kann man besser abschätzen, welche Entwicklungen sich positiv oder negativ auf die Gesellschaft auswirken. Der Schreibstil ist eher untypisch locker für ein Sachbuch, was aber meiner Einschätzung nach die Thematik für Nichtinformatiker leichter zugänglich macht. Inhaltlich stellt das Werk eine gute Einführung in die Problematik und deren Lösungsansätze dar. Eine zukünftige aktualisierte Auflage sollte die Entwicklungen in China von Social Credit Scores und KI Richtern mit berücksichtigen. Eine Dystopie ist vielleicht weniger weit entfernt als man denken sollte, deshalb ist es auch so wichtig dieses Buch zu lesen.

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Die Autorin Katharina Zweig informiert mit ihrem Buch über ein sehr aktuelles und immer wichtiger werdendes Thema in unserer Gesellschaft. Thematisch handelt das Buch über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz; besonders wenn es darum geht das Maschinen die Macht bekommen über Menschen zu entscheiden und was für Auswirkungen daraus resultieren. Darüberhinaus werden zunächst grundlegende Begriffe und Methoden für ein besseres Verständnis erklärt. Daher ist das Buch auch für Leser zu empfehlen, welche sich noch nicht mit dem Bereich der Informatik beschäftigt haben. Der Schreibstil ist ganz und gar nicht theoretisch wie vielleicht ihre Stelle, als Informatikprofessorin an der TU Kaiserslautern, vermuten ließe. Im Gegenteil, mit sehr vielen Beispielen und bildlichen Darstellungen, bricht sie das komplexe Thema auf ein sehr verständliches und gut lesbares Niveau herunter. Meiner Meinung ein empfehlenswertes Buch welches zum Nachdenken anregt.

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Oft fühle ich mich ein wenig ohnmächtig gegenüber der Herausforderung, die immer rasanter fortschreitende digitale Entwicklung zu verstehen, deren Einflüsse auf berufliche wie private Entscheidungen wahrzunehmen, diese sinnvoll zu nutzen oder aber abwehren zu können. In „Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl“ von Katharina Zweig habe ich ein hervorragendes Lehrbuch gefunden, das ausgesprochen anschaulich die Grundlagen der auf Algorithmen beruhenden Künstlichen Intelligenz und eine Fülle an lebensnahen Beispielen vermittelt – ohne belehrend zu sein. Immer wieder führt die Autorin in ihren Erklärungen auf die schlichten Grundprinzipien zurück und vereinfacht dadurch dem Leser, schrittweise weiter in die Materie vorzudringen. Die grafische Veranschaulichung durch die Cartoon-Figur (Buchbegleiter KAI) hat mein Lesevergnügen etwas getrübt – erinnerte sie mich doch zu sehr an die naseweise Büroklammer Karl von Microsoft. Dessen vorausschauende Einführung „Seien Sie nett zu ihm“ (… denn er sei noch ein wenig naiv), habe ich mir dann aber zu Herzen genommen und KAI einfach ignoriert :) Eine gute Handvoll sehr nützlicher Hinweise konnte ich beruflich verwerten. Schon mehrfach weiter empfohlen, bleibt dieses Buch in jedem Fall ein heißer Tipp an alle Altersklassen.

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Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl

Von: Jonas161

16.12.2019

In ,,Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl,, führt die Autorin Katharina Zweig den Leser Schritt für Schritt ans Thema heran. Einzelne Begrifflichkeiten werden ausführlich und verständlich erklärt. Anhand von vielen Vergleichen mit Handlungen aus dem alltäglichen Leben und Grafiken, wird das Thema künstliche Intelligenz auch für Laien verständlich gemacht. Durch die Karrikaturen die einen durch das ganze Buch begleiten wird dem Leser ein abwechslungsreiches Leseerlebnis geboten. Ein wenig Interesse am Thema sollte jedoch gegeben sein, da sonst nach einiger Zeit langeweile auftreten könnte.

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sehr informativ

Von: Leseviel

15.12.2019

Die digitale Zukunft ist ein hochaktuelles Thema, dass uns alle betrifft, ob gewollt oder nicht. Die Thematik ist gut recherchiert und verständlich dargestellt. Es gibt Antworten auf viele Fragen und hilft ein besseres Verständnis für diese Thematik zu entwickeln. Man versteht besser, wo bereits heute Algorithmen eingesetzt werden und welche Möglichkeiten bestehen, darauf Einfluss zu nehmen. Absolut lesenswert.

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Die meisten von uns bedienen sich ihrer tagtäglich: In Navigationssystemen zeigen sie uns den Weg, beim Onlineshopping unterbreiten sie uns auf uns abgestimmte Angebote, ja selbst Nachrichten werden von ihnen vorsortiert – Algorithmen. Ihnen zu entkommen ist all denen, die digitale Medien nutzen, heute kaum noch möglich. Und wie immer gilt: Des einen Freund, des andern Feind. Was die einen als Errungenschaft der modernen Gesellschaft feiern, beäugen andere – und zu denen zähle ich mich – eher kritisch. In ihrem 320-seitigen Sachbuch „Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl. Wo künstliche Intelligenz sich irrt, warum uns das betrifft und was wir dagegen tun können“, erschienen im Oktober 2019 bei Heyne, lässt Katharina Zweig Laien hinter die Kulissen der künstlichen Intelligenz blicken, erklärt, was sich hinter Begriffen wie „Algorithmus“, „Big Data“ oder „Computerintelligenz“ verbirgt, und gibt Leserinnen und Lesern Handwerkszeug mit auf den Weg, mit dieser Entwicklung mündig umzugehen. Das Buch besteht aus insgesamt drei Teilen, ergänzt durch einen umfangreichen Anhang, bestehend aus „Anmerkungen“ und „Glossar“. Im ersten Teil gibt die Autorin den Leser/innen Werkzeug mit auf den Weg, anhand dessen es möglich sein sollte zu entscheiden, an welchen Stellen wir als Menschen beim Einsatz von Computerintelligenz einschreiten sollten. Im zweiten Teil, betitelt mit „Das kleine ABC der Informatik“, werden grundlegende Begriffe aus der Informatik sowie ihre Arbeitsweise erklärt. Abschließend beschäftigt sich die Autorin in einem dritten Teil mit den ethischen Fragen beim Einsatz von Algorithmen: Wo können sie uns helfen, unser Leben erleichtern? An welchen Stellen haben sie ihre Grenzen? Wie steht es um ihre „Moral“? In diesem letzten Teil gibt die Autorin uns Leser/innen auch ein m.E. wertvolles Tool, die sog. „Risikomatrix“, mit auf den Weg, anhand dessen man überprüfen kann, wie sinnvoll und vor allem gefährlich bestimmte Entscheidungssysteme sind. Hier stehen vor allem Systeme im Fokus, die schädlich für den einzelnen Menschen und das soziale Miteinander sind. Und hier sieht die Verfasserin auch den Punkt, an dem der Einfluss künstlicher Intelligenz auf jeden Fall eingeschränkt oder vermieden werden sollte, nämlich wenn es darum geht, „über Menschen“, „über Ressourcen, die Menschen betreffen“ oder „die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten von Personen“ (S. 25) zu entscheiden. Katharina Zweigs Sprache ist leicht verständlich, und sie schafft es, auf den ersten Blick komplizierte Inhalte verständlich und kurzweilig zu kommunizieren. Anhand von Grafiken, vor allem aber von der Comic-Figur „KAI“ (der Name ist eine Zusammensetzung aus den Begriffen „künstliche Intelligenz“ und „artificial intelligence“), die mir allerdings gerade wegen ihres Comic-Stils weniger zusagt, wird das Geschriebene illustriert und verdeutlicht. Außerdem unterstützen zahlreiche Beispiele, beginnend mit Navigationssystemen bis hin zu Software wie „COMPAS“, die in den USA tatsächlich in Gerichten eingesetzt wird und Rückfälligkeitsvorhersagen von Strafgefangenen machen soll, Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen vom Einsatz vermeintlich intelligenter Computersysteme. Letztlich haben Zweigs Ausführungen mich darin bestätigt, was ich schon immer geahnt habe: Eine „starke Computerintelligenz", die menschlichen Fähigkeiten entspricht oder diese gar überbietet, gibt es (bis jetzt) noch nicht. Alle Systeme sind so gut oder schlecht wie die Menschen und Daten, die dahinterstehen. Was auf der einen Seite beruhigen (oder einige auch frustrieren) mag, birgt auf der anderen Seite Gefahren in sich, nämlich die, dass Menschen durch solche Systeme in ihrer Freiheit und in ihrem Entwicklungspotenzial eingeschränkt und zum Spielball von Interessen anderer werden. Genau hier sollten wir als Menschen uns einmischen und wehren, wenn wir merken, dass dieses der Fall sein könnte.

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