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Hanns-Josef Ortheil

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Georg-K.-Glaser Preis, dem Koblenzer Literaturpreis, dem Nicolas Born-Preis und jüngst dem Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.
"Hanns-Josef Ortheil ist ein Romancier, erfahren im Umgang mit Handlung, geschickt im Aufbau von Spannung: Ein Epiker."

Neue Zürcher Zeitung

Hanns-Josef Ortheil

© Lotta Ortheil

 
 
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Autorenvita:

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Da seine Mutter aufgrund traumatischer Kriegsereignisse (seine vier älteren Brüder kamen ums Leben) an einer Sprachstörung litt, wuchs Ortheil in einer Art autistischer Sprachlosigkeit auf, die sich erst durch den frühen Schreibunterricht seines Vaters langsam behob. Schon im Alter von acht Jahren veröffentlichte Ortheil seine ersten Erzählungen in Tageszeitungen, das Schreiben wurde immer mehr zu einem existentiellen Medium des Überlebens. (Ausführlich hat er diese Jahre seiner frühen Kindheit in dem Buch "Das Element des Elephanten. Wie mein Schreiben begann" dargestellt.) Neben der Literatur hatte die Musik für den anfangs Sprachlosen die größte Bedeutung. Er erhielt früh Klavierunterricht und setzte seine pianistische Ausbildung später als Schüler von Daniela Ballek und Claudia Arrau fort. In Wuppertal und im Westerwald aufgewachsen, machte er 1970 in Mainz Abitur, von wo aus er für längere Zeit nach Rom ging. Dort finanzierte er sein pianistisches Studium als Organist an einer deutschen Kirche; seit 1970 arbeitete er auch als Film- und Musikkritiker. Nach einem krankheitsbedingten Abbruch seiner pianistischen Laufbahn begann er ein Studium der Musikwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Mainz, Rom, Göttingen und Paris, das er 1976 in Mainz mit der Promotion abschloß. Von 1976 bis 1988 war er Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz, seit 1990 ist er Dozent für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 1988 war er "Writer in residence" an der Washington-University in St. Louis/Missouri und 1991 und 1993 als "Villa Massimo-Stipendiat" in Rom. 1993/94 gab er Poetik-Vorlesungen an der Universität Paderborn und 1994/95 an der Universität Bielefeld bevor er 1998 die Heidelberger Poetik-Dozentur übernimmt. 2002 erhielt er an der Universität Hildesheim die erste Professur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Deutschland. Hanns-Josef Ortheil lebt seit 1982 in Stuttgart.

Zitate:

"Hanns-Josef Ortheil ist ein Romancier, erfahren im Umgang mit Handlung, geschickt im Aufbau von Spannung: Ein Epiker."

Neue Zürcher Zeitung

 
 

Veröffentlichungen:

1998 Faustinas Küsse. Roman, Luchterhand Literaturverlag
1999 Im Licht der Lagune. Roman, Luchterhand Literaturverlag
2000 Die Nacht des Don Juan. Roman, Luchterhand Literaturverlag
2001 Lo und Lu. Roman eines Vaters. Luchterhand Literaturverlag
2003 2003 Die große Liebe. Roman, Luchterhand Literaturverlag
2004 2004 Die weißen Inseln der Zeit, Lektüren. Orte. Bilder. Luchterhand Literaturverlag
2005 Die geheimen Stunden der Nacht. Roman, Luchterhand Literaturverlag
2005 2005 Das Glück der Musik. Vom Vergnügen, Mozart zu hören. Sammlung Luchterhand
2007 Das Verlangen nach Liebe. Roman, Luchterhand Literaturverlag
2008 Wie Romane entstehen. (Mit Klaus Siblewski). Sachbuch, Sammlung Luchterhand
2009 Lesehunger. Ein Bücher-Menu in 12 Gängen. Sachbuch, Sammlung Luchterhand
2009 Die Erfindung des Lebens. Roman, Luchterhand Literaturverlag
2010 Die Moselreise, Luchterhand Literaturverlag
2011 (September) Liebesnähe, Luchterhand Literaturverlag
 
 

Auszeichnungen:

1979 Aspekte-Literaturpreis des ZDF für den Roman „Fermer“
1982 Sonderpreis der Lektoren beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt
1982 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
1989 Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart
1991 Villa Massimo-Stipendium
2000 Brandenburger Literaturpreis
2000 Stadtschreiber von Mainz
2002 Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck
2004 Georg-K.-Glaser-Preis für „Die weißen Inseln der Zeit“
2005 Literarischer Ehrenbürger der Stadt Venedig
2006 Koblenzer Literaturpreis
2007 Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen
2009 Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis der Stadt Alzey
 
 
 

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