VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Die Mutter meiner Mutter

Kundenrezensionen (14)

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87454-8

Erschienen: 14.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Videos

  • Lesungen

  • Links

  • Service

  • Biblio

Von der Autorin des SPIEGEL Bestsellers "Eisenkinder"

Als der Krieg zu Ende war, fing für die vierzehnjährige Anna der Kampf erst an. Ihre Mutter war lange tot, ihr Vater von den Russen verhaftet worden, ihre Heimat verloren. Als Flüchtling machte sie sich mit ihren kleinen Brüdern allein auf den Weg nach Westen und fand in Kosakenberg, einem Dorf in der sowjetischen Besatzungszone, Unterschlupf. Am Hof der Familie Wendler kann sie als Magd härteste körperliche Arbeit leisten. 1949 kehrt Friedrich Stein aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Kosakenberg zurück. Das Deutschland, das er verlassen hat, gibt es nicht mehr: seine Familie ist tot, sein Anwesen von Flüchtlingen besetzt, das Dorf voller Sowjet-Propaganda. Ein gebrochener Mann, zwanzig Jahre älter als Anna. Anna macht die Traurigkeit in seinen Augen vom ersten Tag an Angst.

Sabine Rennefanz bei 3sat auf der Frankfurter Buchmesse 2015 zum Beitrag

"Packend wie ein Roman: Bestsellerautorin Sabine Rennefanz ("Eisenkinder") erzählt die Geschichte eines lange gehüteten Familiengeheimnisses."

Claudia Kirsch / Brigitte EXTRA (30.09.2016)

Sabine Rennefanz (Autorin)

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, studierte Politologie in Berlin und Hamburg. Sie arbeitet seit 1993 als Journalistin, seit 2001 als Redakteurin für die Berliner Zeitung, für die sie mehrere Jahre aus London schrieb. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis. Ihr erstes Buch, "Eisenkinder", erschien 2013 und stand mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

"Packend wie ein Roman: Bestsellerautorin Sabine Rennefanz ("Eisenkinder") erzählt die Geschichte eines lange gehüteten Familiengeheimnisses."

Claudia Kirsch / Brigitte EXTRA (30.09.2016)

„In nüchternem Tonfall erzählt Sabine Rennefanz von der großen Brutalität, die manchmal Familie ausmacht, und davon, wie sich Traumata über Generationen hinweg weitervererben.“

Anna Mayrhauser / Missy Magazine (05.08.2015)

"Ein kluges und, bei aller Tragik, spannendes Buch über Scham, Schweigen und das, was man ein "transgenerationales" Trauma nennt."

EMMA (14.12.2015)

17.07.2016 | 17:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch
Begleitprogramm zur Ausstellung "Berlin - Stadt der Frauen"
Moderation: Marion Brasch
Eintritt: 5 €

  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Märkisches Museum
Am Köllnischen Park 5
10179 Berlin

Tel. 030 24 002-162

Weitere Informationen:
Literaturforum im Brecht-Haus

Tel. 030 2822003

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87454-8

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 14.09.2015

Bestellen Sie bei Ihrem Buchhändler vor Ort oder direkt bei:

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Berührende Spurensuche

Von: Petra Radtke Datum: 18.05.2016

petrasbuecherinsel.blogspot.de/

Mit diesem autobiographischen Roman nimmt die Autorin uns mit auf Spurensuche in ihrer Familiengeschichte. Sie führt zur Aufdeckung eines schrecklichen Familiengeheimnisses, das ihre Mutter nach sechzig Jahren erfahren hat und dass den Großvater und die Großmutter der Autorin betrifft. Es fällt der Autorin schwer zu glauben, dass ihr Großvater etwas Schreckliches getan haben soll, denn für sie ist es ihr Kinderheld, der immer für die Familie da war, der sie vor allen Gefahren des Lebens beschützt hat. Ganz anders hat sie ihre Großmutter erlebt. Sie zeigt nie Gefühle, man sieht sie nie lachen, Berührungen weicht sie aus....Die Großeltern reden sich nie mit Vornamen an. Aber die Großmutter kümmert sich gut um ihre drei Töchter, besonders sorgt sie sich um die Erstgeborene, Sabines Mutter....Diese erzählt in einem Telefonat ihrer Tochter von der schrecklichen Entdeckung - der grausamen Tat, die der Großvater begangen haben soll. Wie konnte es dazu kommen und wieso verschwiegen die Mitwissenden diese Tat über die vielen Jahre. Die Spurensuche führt Sabine auf den schicksalshaften Lebenweg ihrer Großmutter, die eine glückliche Kindheit in einem polnischen Dorf erlebt hat. Als in den letzten Kriegsmonaten russische Soldaten ihren Vater festnahmen, musste diese, 14jährig, mit ihrer Stiefmutter und ihren kleinen Brüdern flüchten. Ihr Weg führte sie in ein ostdeutsches Dorf, wo sie die Stelle als Magd bei einer Bauernfamilie annahm. Dort begegnete dem Mädchen der Kriegsheimkehrer Friedrich Stein. Obwohl seine Anwesenheit ihr immer Angst machte, heirateten die beiden eines Tages - warum ?
Die Erzählung hat mich sehr berührt. In ihrer schon fast dokumentarischen Erzählweise bringt die Autorin die psychische Kälte rüber, von der ihre Großmutter in ihrem Leben umgeben war. Man erfährt beim Lesen, wie der Krieg das Leben von Generationen von Menschen beeinflusst und verändert hat. Ich glaube jeder, der das Buch liest, wird darüber nachdenken, ob es nicht sehr wichtig ist, mehr von den Großeltern oder Eltern zu erfahren, die selbst den 2. Weltkrieg oder die Nachkriegszeit erlebt haben. Dieses Wissen würde sicher das Verständnis der jungen Generation gegenüber der älteren verbessern und das Miteinander in den Familien verstärken.
Die Erzählung ist auch Mahnung an alle, dass die Geschichte nicht vergessen werden darf, damit auch die künftigen Generationen daraus lernen können und mit dafür einstehen, Kriege zu verhindern.
Besonders in der heutigen Zeit, wo die Flüchtlingskrise in Europa zum größten Problem geworden ist, ist dieses Buch sehr aktuell.
Mir hat die Erzählweise der Autorin sehr gefallen, mich fesselte die Geschichte und ich konnte kaum erwarten den Ausgang zu erfahren. Persönlich hat mich diese Geschichte sehr berührt, da meine Mutter auch ein Flüchtlingskind aus den Ostgebieten war, die gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem damals 4 Monate alten Bruder im Winter 1945 nach Ostdeutschland kam...
Die verschiedenen Erzählstränge, z.B. aus der Sicht der Enkelin, die Geschichte ihrer Großmutter und ihrer Mutter, sowie deren Schwestern belebten die Handlung.
Sehr gefallen hat mir der Bericht von der gemeinsamen Fahrt in die alte polnische Heimat der Großmutter und deren persönliche Wandlung beim Besuch ihres Elternhauses.
Ein Buch, das berührt, zum Nachdenken anregt. Für alle Leser, die historische autobiographische Erzählungen lieben.

Ein Buch, das einen tief berührt

Von: Sabs Bookparadise Datum: 06.05.2016

sabsbookparadise.blogspot.ch/

Ein Buch, das in der Nachkriegszeit spielt. Die vierzehnjährige Anna hat einige Schicksalsschläge hinter sich, doch das ist erst der Anfang. Sie landet in Kosakenberg, einem Dorf in der sowjetischen Besatzungszone, und findet dort Unterschlupf. 1949 kehrt Friedrich Stein aus seiner Kriegsgefangenschaft nach Kosakenberg zurück. Und das Schicksal der beiden Menschen verknüpft sich, bis es sich nicht mehr trennen lässt.

Sabine Rennefanz bringt uns in diesem Buch näher, wie sehr der Krieg auch Jahre und Jahrzehnte später die Menschen verändert hat. Die Überlebenden müssen Dinge verarbeiten, die wir uns nur schwer vorstellen können. Und die Nachfahren wissen oft nicht, was ihren Eltern und Grosseltern wiederfahren ist. Sie zeigt auf, wie viel Leid und Schmerz in die Zukunft mitgenommen wird und wie es einen Charakter und das Leben eines Menschen verändern kann.

In 'Die Mutter meiner Mutter' erfahren wir durch die Erzählung einer Enkelin das Schicksal ihrer Grossmutter und ihrer Mutter und den beiden Tanten. Auf nüchterne Weise wird aufgezeigt, dass auch nach dem 2. Weltkrieg Dinge passiert sind, die oft totgeschwiegen werden. Dabei sollte man genau diese Grausamkeit, auch die der Nachkriegszeit, aufzeigen. Nur so können wir lernen und hoffentlich verhindern, dass dies wieder geschieht - oder zumindest das Leid mindern und so gut wie möglich verhindern.

Es gab eine Szene, die mich ein wenig gestört hat: Als ein Hund umgebracht wird. Diese Szene hätte man auch weglassen können. Ich bin mir sicher, das hätte die Botschaft des Buches nicht geschmälert. Und dieses Buch hat mehr als eine Botschaft und ich finde, dass jeder sich dieses Buch zu Gemüte führen sollte. Es regt zum Nachdenken an und berührt einen auf eine Art, die man schlecht in Worte fassen kann.

Der Aufbau der Geschichte war für mich manchmal etwas schwierig; ab und an wusste ich nicht, wessen Geschichte nun weiter erzählt wird, da sich mehrere Stränge zu einem entwickeln. Der Schreistbil der Autorin selbst hat mir aber gut gefallen.

Die Aufmachung des Buches finde ich klasse und das Cover passt sehr gut zur Geschichte.

Fazit

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das man gelesen haben muss. Es bekommt 4 Sterne von mir.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin