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Unterleuten Roman

Kundenrezensionen (23)

€ 24,99 [D]
€ 25,70 [A] | CHF 33,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87487-6

NEU
Erschienen: 08.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 2
Spiegel Hardcover Belletristik

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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

"Der 41-Jährigen ist ein packender Gesellschaftsroman gelungen." ttt über "Unterleuten" zum Video

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06.03.2016)

Juli Zeh (Autorin)

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel” (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015).

www.juli-zeh.de

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06.03.2016)

"So kann Literatur sein: anregend, aufregend, amüsant, engagiert und voller Ungewissheiten."

Karin Grossmann / Sächsische Zeitung (02.04.2016)

"Um es mit einem Wort zu sagen: Juli Zehs neues Buch ist vorzüglicher Lesestoff. Spannend, lebendig, lehr- und kenntnisreich zum Platzen."

Ursula März / DIE ZEIT (17.03.2016)

"Ist das schon das Buch des Jahres? Juli Zeh legt bei ihrem neuen Verlag Luchterhand einen großen Gesellschaftsroman vor."

Jörn Meyer / BuchMarkt (02.01.2015)

"Ein meisterhafter Gesellschaftsroman, der sich wie ein Thriller liest und blutig endet."

Verena Lugert / Annabelle (01.03.2016)

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Weitere Videos bei YouTube

Interview mit Juli Zeh

06.06.2016 | 20:00 Uhr | Tübingen

Lesung und Gespräch
Moderation: Wolfgang Niess (SWR)
Eintritt: 12 €, erm.: 10 €, Studenten: 5€

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Mehr Infos

Sparkassen Carré
Mühlbachäckerstr. 2
72072 Tübingen

Weitere Informationen:
Osiandersche Buchhandlung GmbH

Tel. 07071/9201129, wws@osiander.de

20.06.2016 | 20:15 Uhr | Braunschweig

Lesung und Gespräch
Moderation: Joachim Dicks (NDR)
Eintritt: 12 €, erm.: 10 €

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Mehr Infos

Buchhandlung Graff
Sack 15
38100 Braunschweig

Tel. 0531/480890, infos@graff.de

28.06.2016 | 19:30 Uhr | Frankfurt am Main

Lesung und Gespräch
Moderation: Alf Mentzer (hr)
Eintritt: 16 €, erm.: 8 €

In Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt

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Mehr Infos

Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17
60311 Frankfurt am Main

Weitere Informationen:
Literaturhaus Frankfurt

Tel. 069/7561840

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87487-6

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen: 08.03.2016

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Ich war unter Leuten

Von: Gisela Simak aus Landshut Datum: 25.05.2016

lese-himmel.blogspot.de/2016/05/meine-meinung-zu-unterleuten-von-juli.html

Meine Meinung

Ich war ein paar Tage in Unterleuten. Das Dorf in der ehemaligen DDR hat mich stellenweise das Fürchten gelehrt. Wer nun denkt, das fiktive Örtchen in der Priegnitz im westlichen Brandenburg wäre ein lauschiges Plätzchen, liegt falsch! Im Gegenteil! Die Anonymität einer Großstadt lässt einen viel freier leben. Der Lärm und die Menschenmassen sind einkalkulierbar. Den Bürgermeister kennt man selten persönlich.
Damit kann Unterleuten nicht dienen. Die wunderbare Landschaft und die idyllischen Häuschen bergen skurrile Charaktere. Da wird einem Ehepaar, mit einem kleinen Kind, Atemluft und Stille madig gemacht. So etwas passiert, wenn der Nachbar eine Autowerkstatt im Garten nebenan errichtet und oft Rauchschwaden zu den Nachbarfenstern ziehen. Da erübrigt sich das Öffnen der Fenster. Wer tauscht schon gerne Naturluft mit verbranntem Gummi ein? Bei hohen Temperaturen wird das Haus schnell mal zur Sauna.
Wer denkt, in Unterleuten dürfte es kein Problem sein, eine Pferdekoppel zu errichten, wird bald eines Besseren belehrt. Eine Genehmigung von Naturschützern zu erhalten, kann da leicht zu einer Lebensaufgabe werden. Noch dazu, wenn das heiß ersehnte Pferd noch in Berlin lebt.
Die wunderbare Natur, mit ihren seltenen Vögeln, soll mit Windrädern verziert werden. Das führt bald dazu, dass in einigen Dorfbewohnern die korrupte Seite auf Hochtouren läuft.
Die Charaktere und ihre Handlungen kamen mir oft ziemlich aus der Luft gegriffen vor. Nach längerem Überlegen habe ich aber festgestellt, dass jeder solche Menschen kennt. Würde ich heute über die Menschen, die ich bisher in meinem Leben kennengelernt habe, eine Geschichte schreiben, wäre ich auf der Stelle in Unterleuten angekommen. Ich muss sie nicht mal alle persönlich kennen. Mal ganz ehrlich ... können wir immer verhindern, was die Politik uns vorschreibt? Sind wir immer damit einverstanden, welche Veränderung ein Bürgermeister in Städte und kleinere Ortschaften bringt?
Selbst wenn man gute Nachbarn hat, kennt man doch jemanden, der sich mit seinen Nachbarn ständig ärgern muss.
Wer kennt sie nicht, die alte Frau die nur noch für Katzen lebt? Oder eine junge Frau, die einen älteren Mann heiratet? Nicht immer hat die junge Frau einen Grund, zu ihrem älteren Mann aufzuschauen. Das wird besonders in dieser Geschichte deutlich. Oder das junge Paar, wo ein Partner ausschließlich seine eigenen Interessen vertritt. Nicht selten verlässt eine Ehefrau ihren brutalen Ehemann, nach vielen Ehejahren.
Irgendwie ist in Unterleuten einer dem anderen was schuldig. Ein Todesfall ist auch nach Jahren noch nicht geklärt.

Fazit

Ich habe mir die Namen der Personen gespart. Ihr werdet die Leute alle selber kennen lernen. Ich bin mir sicher, Ihr kennt sie schon. Intrigen und eine sehr detaillierte Schreibweise haben Unterleuten zu einem Ort gemacht, den ich jetzt wirklich kenne. Gewalt, Lügen und Intrigen hauchen der Geschichte 635 Seiten Spannung ein.
Hundeliebhaber wird es bei einer bestimmten Szene Tränen in die Augen treiben.
Stimmt, ich wollte keine Namen nennen. Ich habe es mir anders überlegt! Einen nenne ich Euch. Von einem Mann, der mich in dieser Geschichte am meisten beeindruckt hat. Ich wusste lange nicht, ist dieser große, dicke Mann, mit Tränensäcken und Hängebacken, nun eigentlich gutmütig oder gefährlich? Meint er es mit sämtlichen Menschen wirklich gut? Ich dachte eigentlich schon. Er wirkte auf mich oft unbeholfen und traurig. Wie ein armes Hündchen kam er mir vor. Sein Name ist: GOMBROWSKI!!!!
Gombrowski hat mich am Ende total schockiert! Ich habe mich sehr geekelt. Ihr werdet Euch auch ekeln! Sagt bitte hinterher nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!
Juli Zehs Gesellschaftsroman wird nicht umsonst so hochgelobt. Mich konnte die Geschichte überzeugen.

Vielen Dank Juli Zeh. Unterleuten ist eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

Mein Dank gilt dem Luchter-Verlag

Menschliches und Zwischenmenschliches

Von: wal.li Datum: 21.05.2016

wallis-buechersichten.blogspot.de/

Ein kleines fast vergessenes Örtchen in der Nähe von Berlin ist Unterleuten. Mit seiner relativen Nähe zur Stadt und der gleichzeitigen landschaftlichen Idylle und preisgünstigem Wohnraum bietet das Dörfchen etwas für am Zuzug Interessierte. Genau dieses Angebot haben einige Neu-Unterleutener genutzt. Und sie tun einiges dafür, sich in die Dorfgemeinschaft einzufügen. Dass einigen Plänen Steine in den Weg gelegt werden, erscheint ihnen nicht ganz verständlich. Warum brennt der Nachbar alte Reifen ab? Er müsste doch wissen, dass das der kleinen Tochter von Gerhard Fließ nicht guttun kann. Und wieso hat das Haus von Linda Franzen einen so schlechten Ruf. Allerdings sind auch die Alt-Unterleutener sich gegenseitig nicht grün. Zwischen Gombrowski und Kron herrscht eine ewige Fehde.

Was vorher lediglich unterschwellig spürbar war, bricht ans Tageslicht als eine Investmentgesellschaft plant in Unterleuten einen Windpark zu errichten. Nun beginnt der Kampf Befürworter gegen Gegner der Anlage und gleichzeitig versuchen findige Dorfbewohner das Meiste aus ihrem Grundbesitz herauszuschlagen.

Ruhig erzählt Juli Zeh die Lebensgeschichte jedes Einzelnen der Dorfbewohner. Da wird das Tier beinahe sympathisch, während der Umweltschützer zum Monster mutiert. Dazwischen reiben sich die weiteren Dorfbewohner. Jeder hat einen guten Grund, mit dem er sein Handeln rechtfertigt. Die vielbeschworene Gemeinschaft, von der nach der Wende über das Dasein im Osten geschwärmt wurde, scheint schon lange zerbrochen. Kleinkriege werden mit großer Gründlichkeit geführt. Jeder ist sich selbst der Nächste, sogar wenn er meint, er setze sich für andere ein. Wenn man gerade meint, eine Person verstanden zu haben, begeht diese eine Tat, durch die man vor den Kopf gestoßen wird. Die Sympathiepunkte sind verspielt. Am Ende fragt man sich, für wen das Ganze zu einem guten Schluss geführt haben könnte. So richtig will sich keine Antwort bilden, obwohl die meisten der Beteiligten der Situation mit größeren oder kleineren Blessuren entronnen sind.

Ausgesprochen gut vorgetragen wird die Misere von Helene Grass, die unaufgeregt so manche Seite zum klingen bringt. Wenn Lektüre sei sie gelesen oder vorgelesen Emotionen, Gedanken und Nachdenken auslöst, kann sie nur gut sein. Die fein geschliffenen Worte der Autorin entfalten ihre Wirkung langsam und nachhaltig. Die Strömungen des Dörflichen sind vielleicht etwas überspitzt, wer allerdings selbst vom Lande kommt, wird einiges wieder erkennen. Ob man die ländliche Idylle der Anonymität der Stadt vorzieht, bleibt jedem selbst überlassen. Einem kleinen Teil der Gesellschaft hält Juli Zeh jedenfalls einen äußerst lesenswerten Spiegel vor.

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 16.03.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Der Gesellschaftsroman aus der Provinz liest sich spannend wie ein Thriller und enthält eigentlich alles, was uns zeitgeschichtlich umtreibt. Mein Frühjahrsfavorit!

Großartig

Von: Waltraud Dawood aus Stuttgart Datum: 14.03.2016

Buchhandlung: BUch im Süden

Schon immer, ihr “ganzes schriftstellerisches Leben lang”, wollte Juli Zeh einen Gesellschaftsroman schreiben. Es ist ihr mit dem Roman Unterleuten (oder heißt das Buch “Unter Leuten”?) mehr als gelungen. Sie wirft einen Blick auf Unterleuten, ein Dorf im ehemaligen Osten Deutschlands. In diesem Dorf kommt es zur Krise, als Windräder gebaut werden sollen. Bei Einwohnern, Alteingesessenen und auch bei den Neuen, die sich im Paradies wähnten, brechen Konflikte und alte Gräben auf. Es passieren sonderbare Dinge, Feindschaften spitzen sich zu. Ein Buch, in dem die Protagonisten durch die Krise nicht geläutert werden und auch nicht ihre Schattenseiten und Konflikte überwinden.
Im Gegenteil: Irgendwann eskaliert der Streit, alle haben Recht und haben genauso nicht Recht.

Spannend geschrieben, überzeugende Figuren, die ganz verschieden sind. Am Ende bleibt die Frage, wer denn nun zu den Guten gehört, unbeantwortet.
Gehaltvoll, sprachlich gelungen, grandios erzählt.

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