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Spiel der Zeit

Gekürzte Lesung mit Ulla Hahn

Kundenrezensionen (2)

€ 24,99 [D]*
€ 28,10 [A]* | CHF 35,50*
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch CD (gek.) ISBN: 978-3-8445-1650-0

Erschienen: 29.09.2014
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LANG ERWARTET: der neue große Roman von Ulla Hahn

Hilla Palm, Arbeiterkind vom Dorf, ist als Studentin in Köln angekommen. In den turbulenten 68er Jahren sucht sie hier heimisch zu werden, erkundet die Welt der Sprache, genießt die Freiheit des Denkens, sehnt sich nach Orientierung im Leben und muss doch erkennen: Ich bin meine Vergangenheit. Erst als sie ihrer Liebe begegnet, findet sie die Kraft für einen neuen Blick auf alte Verletzungen. Ulla Hahn verwebt in diesem großen Epos eigene Erfahrungen mit Erfindungen – ein imposantes Epochengemälde der 68er Jahre.

(4 CD, Laufzeit: 5h 34)

"Ulla Hahn liest in Münster" - Westfälische Nachrichten

"Frauen sind die größten Gewinner" - Interview mit Ulla Hahn auf bz-berlin.de

ÜBERSICHT ZU ULLA HAHN

Lyrik

Romane

Romantrilogie um Hildegard Palm

Erzählungen

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Ulla Hahn (Autorin, Sprecherin)

Ulla Hahn, aufgewachsen im Rheinland, arbeitete nach ihrer Germanistik-Promotion als Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, anschließend als Literaturredakteurin bei Radio Bremen. Schon ihr erster Lyrikband, "Herz über Kopf" (1981), wurde zu einem großen Leser- und Kritikererfolg. Ihr lyrisches Werk wurde u. a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Für ihren Roman „Das verborgene Wort“ (2001) erhielt sie den ersten Deutschen Bücherpreis. 2009 folgte der Bestseller "Aufbruch", der zweite Teil des Epos, und auch Teil drei, "Spiel der Zeit" (2014), begeisterte Kritiker wie Leser.

Hörbuch CD (gekürzt), 4 CDs, Laufzeit: 334 Minuten

ISBN: 978-3-8445-1650-0

€ 24,99 [D]* | € 28,10 [A]* | CHF 35,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 29.09.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Lommer jonn!

Von: Poesie und so Datum: 17.03.2015

poesieundso.blogspot.com

Schon seit ich im Frühjahr 2013 in der DVA-Vorschau gesehen hatte, dass Ulla Hahn endlich den dritten Teil der Trilogie um ihr Alter Ego Hilla Palm geschrieben hat, war ich hibbelig – und vor ein paar Wochen lag das Buch endlich in meinem Briefkasten. Vielen Dank an DVA für mein Leseexemplar!

Warum diese große Begeisterung? Wie kürzlich schon einmal erwähnt, hatte Band 1 der Trilogie, „Das verborgene Wort“, maßgeblichen Anteil an meiner späteren Studien- und damit auch Berufswahl. Dieser Roman (den ich mit 16 Jahren gelesen habe), hat meine ohnehin schon ziemlich ausgeprägte Liebe zur Literatur geradezu potenziert und einiges in mir bewirkt – bis hin zum Literaturstudium und späterer Anstellung in einem Verlag :-) Auch den zweiten Band, „Aufbruch“, in dem wir Hilla während ihrer Jugendjahre und dem allmählichen Erwachsenwerden begleiten, habe ich in kurzer Zeit verschlungen.

Worum geht es nun in „Spiel der Zeit“? Wir treffen Hilla als frischgebackene Studentin in Köln. Im turbulenten Jahr 1968 versucht sie hier heimisch zu werden, erkundet die Welt der Sprache, genießt die Freiheit des Denkens und sehnt sich nach Orientierung im Leben. Sie liest sich durch die großen Theoretiker der deutschen Literaturwissenschaft, besucht erste Demos und lernt zwischen Literaturseminaren und „Ho-Ho-Ho-Chi-Minh“ ihre erste Liebe kennen: Hugo, der auf intellektueller wie auch körperlicher Ebene ein Seelenverwandter zu sein scheint. Es wird diskutiert und debattiert, geliebt und gezweifelt.

Raus aus dem erzkatholischen und wenig von Liebe und Zuneigung geprägten Elternhaus, rein ins pralle Studentenleben also – jedoch immer in dem Wissen, dass sie auch ein Stück weit ihre Vergangenheit ist und bleibt. Sie ist immernoch „Hilla Selberschuld“, sie bleibt „dat Kenk vun nem Prolete“, das nun seinen Platz inmitten von jungen Erwachsenen aus dem Bildungs- und Großbürgertum finden muss. Die Nacht auf der Lichtung (wer „Aufbruch“ kennt, weiß wovon ich rede) kann sie so schnell nicht abschütteln. Auch die Werte, die ihre Erziehung geprägt haben, muss sie erst mühsam abstreifen wie eine Raupe bei der Verpuppung. Auffallend oft tritt dann Ulla Hahn als Erzählerin aus dem Hintergrund nach vorne und lässt uns an ihren Gedanken über ihr Alter Ego Hilla teilhaben: „So sehr ich weiß, dass es weitergehen muss, so dringend mein erzählerisches Pflichtgefühl gebietet, Hilla endlich vorwärtszuschicken ins neue Leben, so mächtig treiben mich meine Gefühle zurück zu den Orten und Menschen meiner Kindheit. Erst jetzt beim Schreiben merke ich das. All das Neue, das Hilla erlebt, wird erst neu, wird erst zur Gewissheit, zum Eigen, wenn es sich widerspiegelt im Alten, wenn es zum Vergangene in Beziehung gesetzt wird.“

Hilla auf dieser Reise zu begleiten hat mir große Freude gemacht. Ich bedauere es sehr, dass die Trilogie nun abgeschlossen ist – aber zum Glück kann ich ja jederzeit zu Hilla zurückkehren. Zusammen genommen ist diese Trilogie ein wunderbarer Entwicklungs- und Bildungsroman, eine kraftvolle und sprachgewaltige Liebeserklärung an die Macht der Literatur und der Sprache, die ich jedem ans Herz legen möchte. Ob man nun direkt beim dritten Band einsteigt oder sich die Freude macht, ganz von vorne zu beginnen: ich bin mir sicher, dass jeder, der Literatur mag, direkt angefixt sein wird.

Auch diesmal wieder hat Ulla Hahn es geschafft, mich derart zu fesseln, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte

Von: ChristineBorg Datum: 27.02.2015

anima-libri.de

Worte sind das, womit Ulla Hahn meisterlich umgehen kann und Worte ermöglichen es ihrer Protagonistin Hilla Palm sich die Welt zu erobern und über den Tellerrand ihres kleinbürgerlichen Elternhauses zu schauen.Im dritten Buch, der zum Teil autobiographischen Romane, hat Hilla es geschafft und geht aus der Kleinstadt am Rhein und der Enge ihres Elternhauses nach Köln um die Freiheit zu genießen und zu studieren. Das geschieht 1968 und Hilla gerät mitten hinein in die Zeit der Studentenrevolte. Doch schnell wird klar, dass ihre Vergangenheit auch ein Teil ihres Lebens ist. Erst als sie Hugo, Kommilitone und Sohn aus reichem Haus kennen und lieben lernt schafft sie es, die Vergangenheit zu bewältigen und frei zu werden für das neue Leben. Mit Hugo verbindet sie die Liebe zur Sprache und die Freude an der intellektuellen Herausforderung. Gemeinsam erlebt sie mit ihm die wilden 68er mit all ihren Facetten.

Nach “Das verborgene Wort” und “Aufbruch” schildert “Spiel der Zeit” einen weiteren Abschnitt in Hilla Palms Leben, der gleichzeitig einen guten Einblick in ein Stück deutscher Geschichte zulässt. Für Leser, die ihre Kindheit und Jugend ebenfalls zu dieser Zeit im Rheinland verbracht haben, eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit, für die Jüngeren ein informativer Einblick in diese Zeit. Auch diesmal wieder hat Ulla Hahn es geschafft, mich derart zu fesseln, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und die 600 Seiten in Rekordzeit verschlungen habe. Absolut empfehlenswert!

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