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Das Lied von Eis und Feuer 01 Die Herren von Winterfell

Das Lied von Eis und Feuer (1)

Kundenrezensionen (34)

€ 15,00 [D]
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-26774-3

Erschienen: 14.12.2010
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 17
Spiegel Paperback Belletristik

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Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe!

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

Übersicht der Bücher und Trailer zur Fernsehserie "Game of Thrones" Zum Special

„Epochal!“

TV Movie (13.04.2012)

GEORGE R. R. MARTIN: DAS LIED VON EIS UND FEUER

Das Lied von Eis und Feuer

Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, dass der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler.

Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde unter Mitwirkung des Autors als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt.

Der Heckenritter von Westeros

Illustrierte Chronik zu "Das Lied von Eis und Feuer"

Wild Cards

Traumlieder

Dass George R. R. Martin einer der erfolgreichsten Fantasy-Autoren aller Zeiten ist, steht außer Frage. Dass er noch viel mehr kann, beweist er in seinen Erzählbänden Traumlieder, deren Vielseitigkeit Fantasy- und Science-Fiction-Fans jeder Generation begeistern wird.

Weitere Bücher

Das offizielle Malbuch zu "Das Lied von Eis und Feuer"

Die Länder von Eis und Feuer

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

George R.R. Martin (Autor)

George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt. George R.R. Martin wurde u. a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.

„Epochal!“

TV Movie (13.04.2012)

"Freunde großer Schlachten und kleiner Kämpfe, innerer Zerrissenheit und wilder Liebe kommen voll auf ihre Kosten."

Badische Zeitung (31.07.2013)

"Gigantische Reise durch Westeros: eine Sogkraft, der sich Fantasy-Fans schwer entziehen können."

Kölner Stadt-Anzeiger (01.08.2013)

„George R.R. Martin ist absolut kein Märchenonkel, der wohlige Geschichten am Kaminfeuer erzählt.“

Nürnberger Zeitung (25.03.2012)

„Ein absoluter Klassiker. Als Leser wird man von der Handlung gefangengenommen.“

www.splashbooks.de (29.04.2011)

mehr anzeigen

Aus dem Amerikanischen von Jörn Ingwersen
Originaltitel: A Game of Thrones (A Song of Ice and Fire 1, Pages 1-359)
Originalverlag: Bantam, New York 1996

Paperback, Klappenbroschur, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-26774-3

€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 14.12.2010

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  • Leserstimmen

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Ich bin erschlagen und unheimlich glücklich, diese Welt nun endlich eröffnet und bestritten zu haben!

Von: Floh Datum: 30.06.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Floh/

Die Oberfläche ist nach Band eins angekratzt. Wie tief wird man noch mitgerissen?

Vermutlich hat der grandiose High Fantasy Autor George R. R. Martin um Jahre gebraucht, um sich diese ganz einzigartige und fantastische Welt der Saga um Winterfell zu erbauen. Ich stehe nun vor der Herausforderung in Kürze eine Rezension zu „Die Herren von Winterfell – Das Lied von Eis und Feuer“ zu verfassen, die diesem Autor gerecht wird und seinem unschlagbaren und bemerkenswerten Können gebührt. Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so intensiv gefangen hielt und in eine absolute High Fantasy Welt geholt und nicht mehr losgelassen hat. Meine Erwartungshaltung an GRRMs´ Schreibkunst war sehr hoch, denn bei Fantasy bin ich wirklich keine leicht zu überzeugende Leserin. Doch George Marin hat es tatsächlich bereits mit seinen ersten Zeilen geschafft, mich in seine Welt zu holen und mich zunächst in das atmosphärische Winterfell im hohen Norden zu platzieren um den Epos zu beginnen… Mit jeder geschriebenen Zeile, mit jedem einzelnen Wort, wurde ich mehr und mehr Teil dieser Saga und Teil Winterfells und Eddard Starks Leben.
Erschienen im blanvalet Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Blanvalet/1000.rhd)
"Dunkle Schwingen, dunkle Worte." (Seite 323)


Inhalt / Beschreibung:
"Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe!
Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!"

"...und wir halten an dem Glauben fest, dass ein Mann, der sein Urteil spricht, auch selbst das Schwert führen soll. Wenn du jemanden das Leben nehmen willst, bist du es ihm schuldig, ihm in die Augen zu blicken und seine letzten Worte zu hören. Wenn du es nicht ertragen kannst, verdient der Mann vielleicht auch nicht den Tod." (Seite 23)

Handlung:
Eddard Stark wird von seinem langjährigen Freund aus jungen Jahren, dem König Robert, zu Hofe gerufen um ihm als seine neue Rechte Hand zu dienen. Lord Jon Arryn, Roberts erste Rechte Hand, verstarb und nun soll Eddard in den Süden kommen um Robert bei seinem Regiment zur Seite zu stehen. Doch Jon Arryns Tod scheint kein natürlicher Tod gewesen zu sein. Lady Catelyn, Neds Frau, erhält von ihrer Schwester Lysa (Jon Arryns Ehefrau) einen Brief, indem sie die Lennister an dem Tof ihres Mannes beschuldigt. Fast zeitgleich versucht jemand Bran Stark zu töten, indem er zuvor aus einem Fenster gestoßen wurde und später am Krankenbett nach seiner Kehle bestochen wird… Dieser zweite Mordversuch konnte durch Zufall verhindert werden. Doch Catelyn will ihren keimenden Verdacht nicht ungeachtet lassen. Auch Lord Eddard Stark macht sich im Süden bei Hofe daran, Antworten auf Jons Tod zu finden und den Auftragsmörder und Mörder seines Sohnes zu entlarven und ihn zu sühnen… Derweil scheinen die Sieben Königslande von einer neuen Entwicklung beeinflusst, gar bedroht, zu sein. Prinzessin Daenerys, die Sturmtochter, erwartet ein Kind. Königin Cersei und König Robert trachten nach dem Leben der jungen Prinzessin und ihres ungeborenen Kindes. Von einem neuen großen Krieg ist die Rede… Und der Winter naht…

"Wir haben keine Familien. Keiner von uns wird jemals Söhne zeugen. Unser Weib ist die Pflicht. Unsere Geliebte die Ehre." (Seite 71)

Meinung:
Zunächst bin ich wirklich sehr positiv überrascht und ärgere mich sogar ein bisschen, warum dieser erste Band des Epos so lange bei mir ungelesen im Bücherregal lauerte um endlich enthüllt und gelesen zu werden… Wie viele Teile sind inzwischen von diesem Epos erschienen? Knapp 10 Bände und noch kein Ende in Sicht? Band 1 „Das Lied von Eis und Feuer“ hat schon enorm viel geboten und so viel vorangetrieben, und doch ist gerade mal die vereiste Oberfläche zart angekratzt. Wie tief und wie weit wird dieser Fantasy-Wahnsinn noch reichen und seine Leser mitreißen?
Im Bereich High Fantasy ist es schwierig genau meinen Geschmack zu treffen und mich wirklich in eine so facettenreiche Welt zu holen. George R.R. Martin hat es bereits mit seinen ersten Zeilen geschafft. Mir fehlen schier die Worte, die meiner Begeisterung einen Namen und Ausdruck geben könnten. Ich bin wirklich froh solch ein meisterhaftes Buch endlich nach so langer Zeit des stillen Weilens in meiner Obhut entdeckt und gelesen zu haben. Und ich freue mich sehr auf die vielen Fortsetzungen und viele weitere überwältigende Erzählungen, Ereignisse, Geheimnisse und Wendungen. Wie schon erwähnt, waren meine Erwartungen an dem Buch von Beginn an sehr hoch, George R. R. Martin konnte all meine Erwartungen erfüllen. Obwohl ich auch etwas skeptisch war, da mir sein erster Band zur „Wild Cards“-Reihe „Das Spiel der Spiele“ überhaupt nicht zugesagt hat. Das war damals mein erster GRRM (George R. R. Martin)und ich habe das Buch nicht beenden wollen, da es für mich ein wahrer Flopp war. Umso erfreulicher ist es, dass mich „Die Herren von Winterfell“ sofort und ohne Barriere mitreißen und begeistern konnten und hoffentlich noch lange begeistern werden… Das was ich in diesem Werk gesucht habe, habe ich auch in „Die Herren von Winterfell – Das Lied von Eis und Feuer“ gefunden, und noch viel mehr. Im Klappdeckel des knapp 570 Seiten Wälzers befindet sich vorn und hinten jeweils eine Übersicht der Welt der Sieben Königslande, in der Eddard Stark und die Figuren sich bewegen. Das schafft für den Leser einen guten Überblick über die Gegenden und Distanzen. Zudem vergehen die Tage in besonderen Zeitrechnungen. Es ist von Sommern und andauernden Wintern die Rede. Eddard Stark (Ned) ist ein sympathischer und sehr rechtschaffender und gutherziger Lord. Er liebt sein Winterfell und seinen hohen kalten Norden. Er liebt seine Frau Catelyn und seine beiden Töchter Sansa und Arya, sowie seine Söhne Rickkon, Robb und Bran. Und seinen Bastardsohn Jon Schnee, den er mit einer anderen Frau im Krieg gezeugt hat und diesen „Seitensprung“ zu tiefst bereut. Doch Jon ist für ihn wie ein richtiger Sohn und er hat ihn auch als solchen angenommen. Wir Leser müssen uns gerade in den ersten Kapiteln mit vielen Königshäusern, Stammbäumen, Verwandtschaftsgraden, Personen und Konstellationen vertraut machen. Das Glossar am Ende des Buches bietet eine ausführliche Übersicht der Personen und Häuser. Ich habe dieses Buch ohne vorheriges Studium der Personen und Zusammenhänge aus dem Glossar begonnen und auch zu Ende gelesen. GRRM hat es tatsächlich geschafft, bei dieser Fülle an Charakteren für Klarheit und Struktur zu sorgen, ohne dass man sich zusätzlich belesen muss. Alles, was man zum gegenwärtigen Zeitpunkt wissen sollte ergibt sich aus dem Text, oder erklärt sich spätestens einige Zeilen später. Großes Lob an dieser intelligenten Ausarbeitung und Präsentation seiner Welt und Akteure. Hut ab! Selten ist ein so komplexes Fantasywerk so detailreich und dennoch klar und leicht zu verstehen. Ganz intensiv habe ich die schon fast poetischen Momente genossen, in denen sich Ned in seinen Gedanken verliert, Momente, in denen die sagenhafte und atemberaubende Kulisse beschrieben wird, die Turniere, die Reise, die Landschaft, die Vegetation, das Wetter, Flora und Fauna, die Kultur, die Mentalität, die Burgen und Bollwerke, die eiserne Mauer, die klirrende Kälte, das Überleben, Speis und Trank, Gaukelei und Schauspiel… GRRM malt mit seinen Worten Bilder und lässt sein Buch wie ein Blockbuster-Streifen Seite um Seite lebendiger werden. Der Autor führt mehrere Handlungsstränge an und bedient sie alle mit der gleichen Sorgfalt, mit dem gleichen Herzblut und der gleichen Akribie. So fügt sich ein komplexes und nachvollziehbares Bild, was beim Lesen Kapitel um Kapitel Abwechslung, Wendung, Ereignisse und neue Emotionen bringt. Dadurch, dass einige Kapitel in sich mit einem kleinen Cliffhanger enden, feuert dass das Lesetempo und die Spannung enorm an.
Ein unbeschreibliches und grandioses Meisterwerk was über die Jahrzehnte gewachsen und gereift ist. Man merkt dem Autor George R. R. Martin die ausgiebige Recherche und Verbundenheit zu diesem Meisterwerk an. Ein so komplexes Werk, mit vielen Figuren, Ereignissen, Fakten und Hintergründen so geschickt in seine Zusammenhänge zu präsentieren vermag großes Talent und Herzblut. Solch einen Epos stanzt man nicht einfach so aus dem Boden, so ein Werk will gut konstruiert sein und verlangt Genialität. Genialität, die der Autor hier uneingeschränkt beweist. Wenn ich mir diese Reihe als einen Ladebalken vorstelle und mich noch ganz am Anfang sehe, dann bin ich erstaunt, wie viel schon passiert ist und wie wenig dieses Buch von seiner ganzen Fülle bisher durch Band 1 geladen hat… WOW. Der Leser wird mit in eine fremde Welt entführt und kann nach zögerlichen Kennenlernen der Schauplätze und vielen Charakteren den Kampf der Herrschaft begleiten. Ein Rollenspiel in Buchform. Grandios, innovativ und einzigartig komplex.


Ein Glossar und die sehr bescheidene (grundlos bescheiden) Danksagung des Autors runden das Buch gekonnt ab. Ich bin einfach nur begeistert und weiß gar nicht, wie ich meine Euphorie und Empfehlung zu diesem Werk ausdrücken soll. Einfach selbst lesen und sich selbst entführen lassen. Ich wollte dieses Buch einfach mögen, und nun liebe ich es. Und Band 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, …. Müssen unbedingt anschließen. Das Ende von Band 1 ist ein Ende, weder offen noch geschlossen. Eigentlich zufriedenstellend, denn einen krassen Cliffhanger hätte ich nicht ausgehalten. So ist es versöhnlich und lässt dennoch den Wunsch weiterlesen zu wollen.

"Vergiss nie was du bist, denn die Welt wird es ganz sicher nicht vergessen. Mach es zu deiner Stärke, dann kann es niemals deine Schwäche sein. Mach es zu deiner Rüstung, und man wird dich nie damit verletzen können." (Seite 74)

Schreibstil:
Der Schreibstil erlaubt zunächst kein einfaches lesen und setzt Zeit und Muße sowie Konzentration voraus. Passagen und Fakten die man zuvor gelesen hat, setzten sich erst mit fortschreitenden Seiten zusammen und ergeben einen Sinn. Manches erklärt sich aber auch erst sehr viel später, oder erst beinahe am Ende des Buches. Der Leser sollte also Geduld für dieses knapp 570 Seiten starke Werk mitbringen. Diese Geduld zerrt jedoch nicht, es bleibt alles in einem entspannten und leichtfüßigen Rahmen. Auch das ist ein besonderes Merkmal des Autors: Anspruch zu bieten, ohne den Leser zu belasten. Sprachlich gekonnt, und sehr beeindruckend. Keine Frage, GRRM besitzt das Händchen trotz seiner zahlreichen Handlungsstränge ein eher ruhiges und voranschreitendes Buch zu bieten. Komplex, Stet, Bodenständig und von enormer Facette. Ich bin stolz, dieses Meisterwerk der hohen Schreibkunst und des großen Intellekts gelesen und mit jeder Faser genossen zu haben! Der Autor hat eine bemerkenswerte Sprache und eine talentierte Kunst, Welten zu erschaffen und diese vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden zu lassen.
Trotz der anfänglichen Skepsis, und der befürchteten Schwierigkeiten für mich, dem hohen Niveau standzuhalten, bin ich sehr begeistert von dem Buch und muss den Autor loben, dass er Komplexität und Anspruch harmonisch und flüssig darbieten kann. Was vor allem an den Beschreibungen und der wortgewandten Sprache liegt, Bilder zu formen und ein Gespür für Atmosphäre, Flair und Umgebung zu bekommen. Der Autor GRRM hat eine Poesie in seinem Schreibstil, welche unvergleichlich ist. Seine Worte beginnen zu Tanzen und zu Kämpfen, sie zweifeln, lieben und bangen… So hat mich der Autor als Leserin gewonnen, er lässt durch seinen Ausdruck und seiner Worte eine Atmosphäre entstehen, die einen sofort in den Bann zieht und in die Zeit aus Fantasy, mittelalterliche Welt, großer Herrschaften, Kriege und Magie und der Suche nach Antworten reisen lässt.

"Der Sturz hatte ihn irgendwie schrumpfen lassen. Halb sah er wie ein Blatt aus, dass der erste harte Windhauch ins Grab wehen könnte." (Seite 120)

Kritikpunkte:
Eigentlich gab es keine Kritikpunkte, aber um auf hohem Niveau zu nörgeln könnte ich das offene und unschlüssige Ende bemängeln, welches kein Ende darstellt. Denn dieses Epos geht weiter… Vielleicht könnte ich hier auch einige Längen anbringen, die jedoch nur den Zweck dienen, Dinge zu erklären und größere Ereignisse vorzubereiten, also in dem Sinne auch wieder keine üblichen Längen sind oder Schwächen in der Umsetzung darstellen könnten… Ah, eine kleine Kritik habe ich dann doch: Das Kartenmaterial lässt sich nur sehr schwer erkennen, bzw. die einzelnen Stationen entziffern. Da eine verschnörkelte Schriftart gewählt wurde, kann man die Namen der Orte nur sehr schwer lesen. Keinesfalls ziehe ich hierfür einen Stern ab! Never!!!

"Vielleicht erzählt ihr mir später, wie ein neunjähriges Mädchen von der Größe einer nassen Ratte es geschafft hat, Euch mit einem Besenstiel zu entwaffnen und Euer Schwert in den Fluss zu werfen... Löwenfang...." (Seite 198)


Charaktere:
George R. R. Martin besitzt das Talent, die einzelnen Charaktere dem Leser besonders nahe zu bringen. Vor allem natürlich unseren Hauptprotagonisten und Dreh- und Angelpunkt Eddard (Ned) Stark. Lord Ned ist der Herr von Winterfell im hohen schneereichen Norden. Ned ist rechtschaffend, sympathisch und hat das Herz am rechten Fleck. Nun soll er die rechte Hand des Königs werden. König Robert regiert den Süden. Doch scheinbar setzt ihm das Regiment sehr zu. Seine Frau Cersei spielt falsche Spielchen und schmiedet Intrigen. Selbst vor dem Tod kleiner Kinder und der Sklaverei schreckt sie nicht zurück. Ned hat nun die Aufgabe zum Hofe des Königs zu gehen und ihm zu dienen. Hier prallen Welten aufeinander und eine alte Freundschaft wird hart auf die Probe gestellt.
„Ich schwöre dir. Nie war ich so lebendig wie damals, als ich den Thron erstritten habe, und nie so tot wie jetzt, da ich darauf sitze.“… (Seite 392)
GRRM ist es gelungen eine Fantasy Chronik zu erschaffen, die auch ohne Trolle, Orks und Feen ein unglaubliches Portfolio an Persönlichkeiten und Charakteren mit sich bringt. Ihm ist es wahnsinnig grandios gelungen, die Macht und die Besonderheiten dieser Charaktere auszumachen und unglaublich genau einzufangen. Ihre Hintergründe, Prägung und Beweggründe werden dem Leser jedoch erst schrittweise deutlich und klar gemacht.
Als Nebendarstellerin lernen wir auch Dany (Prinzessin Daenery) kennen, die von ihrem scheusaligem Bruder Visery an Khal Drago verkauft wird. Visery erhofft sich so die Krone zurück. Doch Visery schaut nicht über den Tellerrand hinweg und übersieht, dass seine unterdrückte Schwester an neuer Stärke gewinnt und sich ihm mehr und mehr widersetzt… Jon Schnee, der verstoßene Sohn Eddard Stark hat mich ebenfalls sehr beeindruckt. Er nimmt sein Schicksal mit Fassung und geht zu den Schwarzen Männern der Nachtwache. Er nimmt den lebenslangen Dienst auf der Mauer an. Sansa und Arya sind Neds beiden Töchter. So unterschiedlich wie Tag und Nacht, aber beide sorgen für ausreichend Trubel und Gesprächsstoff bei Hofe. Sansa soll Roberts Sohn Prinz Joffrey heiraten. Catelyn, Neds Frau, macht sich derweil ebefalls auf die Suche nach Antworten. Sie erhielt einen bedrohlichen Brief von ihrer Schwester Lysa, der Witwe von Jon Arryn. Hat es jemand auf das Leben von Bran, ihrem Sohn abgesehen? Stecken die Lennisters dahinter? Hat sie mit Tyrion Lennister den wahren Schuldigen? Oder ist der Königsmörder Jaime der Drahtzieher dieser Morde? Schwebt auch Eddard in Gefahr? … Natürlich dürfen wir auch die Schattenwölfe in diesem Epos nicht ungenannt lassen.
"Sie war älter als die Sieben Königslande, und wenn er darunter stand und aufblickte, wurde Jon ganz schwindelig. Er konnte das Gewicht des Eises spüren, das auf ihr lastete, als wolle sie umstürzen, und irgendwie wusste Jon, dass, wenn sie fiele, die Welt mit ihr fallen musste." (Seite 234)
Das überzeugende bei Autor George R. R. Martins Umsetzung und Darstellung der Protagonisten ist, wie er einfache kleine Handlungen der Charaktere detailliert beschreibt, bei denen man sich oft selbst ertappt fühlt. So werden diese auf den ersten Blick unbedeutsamen Taten zu großen Schlüsselelementen im Buch. Das ist auch der Grund, wieso das Buch einem so lange im Gedächtnis bleibt und man nach dem Genuss so stolz und fasziniert ist: Weil man George R. R. Martins Botschaften, seinem Fantasy und seiner Phantasie folgen kann!

"Meine Knochen sind alt, Lennister, doch haben sie nie zuvor eine Kälte wie diese gespürt... Der Winter naht..." (Seite 265)

Der Autor:
"George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt. George R.R. Martin wurde u. a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico."

Fazit:
Es gehört für mich ohne Zweifel zu den größten Werken der Fantasy!
Voller Poesie und Atmosphäre. Hier zolle ich all meinen Respekt und all meine Hochachtung dem Autor gegenüber. 5 Sterne +++

Fulminanter Auftakt eines grandiosen Fantasy-Epos!

Von: Claudia Bett Datum: 28.06.2016

www.claudiabett.com

Es ist nicht ganz einfach, 'Die Herren von Winterfell', den ersten Band der Reihe von 'Das Lied von Eis und Feuer' von George R. R. Martin zu rezensieren, denn dieses Buch wurde schon so häufig besprochen, dass dem bereits Gesagten kaum noch etwas hinzuzufügen ist und ich im Grunde nur wiederholen kann, was vor mir schon Tausende von Lesern geschrieben oder gesagt haben. Außerdem ist dieses Buch lediglich der Auftakt einer Reihe, die so komplex, vielschichtig und facettenreich ist, dass man ihr kaum gerecht werden kann, wenn man nur einen einzelnen Teilband betrachtet.
Bei 'Die Herren von Winterfell' handelt es sich strenggenommen sogar nur um die erste Hälfte des ersten Bandes, denn die englischsprachige Originalfassung umfasst bislang fünf Bände, die in der deutschen Übersetzung im Blanvalet Verlag jedoch in jeweils zwei Bände aufgeteilt wurden, also derzeit zehn Teilbände umfasst. Inzwischen gibt Penhaligon diese deutsche Übersetzung jedoch auch als ungeteilte Sonderausgabe im Hardcover heraus.
Obwohl das bei mir recht selten der Fall ist, fehlen mir nun einfach die Worte und vor allem die Adjektive, um zu beschreiben, wie grandios ich bereits den ersten Band dieses gewaltigen Epos fand. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen, bin vollkommen sprachlos und einfach nur begeistert.
Dabei war ich zunächst ganz furchtbar skeptisch, denn bislang habe ich die Erfahrung gemacht, dass mich Bücher, die von der breiten Masse geradezu enthusiastisch gefeiert werden, recht selten überzeugen konnten. Außerdem gehört Fantasy ohnehin nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres. Ich habe mich noch bei keinem Buch so unendlich gelangweilt wie bei 'Der Herr der Ringe' von J. R. R. Tolkien, und da George R. R. Martin häufig mit Tolkien verglichen wird, hat mich dieser Vergleich nicht gerade beflügelt, seine Bücher lesen zu wollen. Sobald ein Buch vollkommen ins Fantastische abdriftet und es um Elfen, Vampire, Trolle oder andere seltsame Wesen geht, die mir im realen Leben noch nie begegnet sind und es vermutlich auch nie werden, verliere ich in der Regel recht schnell das Interesse. Wenn Fantasy-Elemente aber recht sparsam zum Einsatz kommen, als Metapher oder Symbol verwendet werden und die Hauptprotagonisten menschliche Wesen sind und wie solche denken, fühlen und agieren, dann kann ich auch mit Fantasy-Literatur etwas anfangen. Obwohl man bereits im Prolog mit Weißen Wanderern und Wiedergängern konfrontiert wird, spielen fantastische Wesen in 'Die Herren von Winterfell' eine eher untergeordnete Rolle. Auch Schattenwölfe, die bereits zu Beginn des Buches in Erscheinung treten, sind mir in der freien Wildbahn freilich noch nie begegnet, aber sie verfügen (zumindest in diesem Band) über keine erkennbaren magischen Fähigkeiten, sind einfach nur besonders große und intelligente Wölfe und haben vor allem Symbolcharakter, zumal ein Schattenwolf das Wappen des Hauses Stark ziert. Ich fand es fast schon ein wenig enttäuschend, dass diese Wölfe im Grunde nicht viel mehr können als jeder herkömmliche Hund. Die primär handelnden Protagonisten in diesem Band sind jedenfalls allesamt Menschen und so interessant, vielschichtig und präzise ausgearbeitet, wie man es nur selten in Büchern findet.
Häufig wird George R. R. Martin für seine detaillierten Charakterzeichnungen und recht ausführlichen Erklärungen und Beschreibungen kritisiert, aber gerade das macht dieses Buch eben aus. Schließlich bildet 'Die Herren von Winterfell' den Auftakt zu einer Buchreihe, an der der Autor seit mehr als zwanzig Jahren schreibt, die immer noch nicht abgeschlossen ist und in der er eine völlig neue Welt erschaffen hat. Um sie zu verstehen, sich in ihr zurechtzufinden und vollkommen in sie eintauchen zu können, muss der Leser zunächst in diese Welt eingeführt werden, die Protagonisten, die Ausgangssituation und auch die Schauplätze kennenlernen.
Martin ist ein so brillanter Erzähler, dass selbst ausschweifende Landschaftsbeschreibungen spannend zu lesen sind. Seine Sprache ist nüchtern, einfach und schnörkellos, aber gleichzeitig unglaublich bildgewaltig und prägnant. Er kann mit Worten Bilder zeichnen, die vor den Augen des Lesers Gestalt annehmen und ihn somit zu einem Teil dieser fiktiven Welt werden lassen. Der Literaturkritiker Denis Scheck hat das erzählerische Talent des Autors jedenfalls sehr treffend beschrieben, als er meinte, George R. R. Martins Erzählweise sei „so realistisch, dass man die Drachenscheiße buchstäblich zu riechen meint“.
Jedes gute Buch steht und fällt allerdings mit seinen Protagonisten. Derer gibt es reichlich in 'Das Lied von Eis und Feuer', und es ist mitunter recht schwierig, den Überblick über alle Figuren, ihre Herkunft und ihre Beziehungen untereinander zu behalten. Praktischerweise befindet sich im Anhang des Buches aber ein detailliertes Glossar, das diesbezüglich sehr hilfreich ist. Martin nimmt sich sehr viel Zeit, seine Figuren zu entwickeln und lebendig werden zu lassen. Keiner seiner Protagonisten entspricht den gängigen Klischees eines klassischen Helden oder typischen Bösewichts. Alle Charaktere sind so dreidimensional, facettenreich und ambivalent angelegt, sodass es recht schwierig ist, einen wahren Sympathieträger oder ein wirkliches Scheusal auszumachen. Die einzige Figur, bei der ich bislang nicht einen einzigen liebenswerten Charakterzug entdecken konnte, ist Joffrey Lennister, der Sohn und Thronfolger von König Robert Baratheon. Dass aber ausgerechnet ein äußerlich engelsgleiches Kind mit so negativen Eigenschaften ausgestattet wurde, widerspricht schon allen üblichen Klischees und macht diesen Knaben zu einer recht interessanten, wenn auch verabscheuungswürdigen Figur. Ansonsten ist es aber nahezu unmöglich, klar zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, weil selbst die Antagonisten durchaus positive Charaktereigenschaften haben können und auch die vermeintlichen Helden zu mitunter abscheulichen Taten fähig sind. Dennoch gibt es Charaktere, die ich sofort ins Herz schloss (allen voran Tyrion Lennister) und solche, die mich eher langweilten (vor allem Bran Stark).
Jedes Kapitel wird aus der Perspektive eines anderen Hauptprotagonisten erzählt, sodass der Leser die Möglichkeit erhält, diese Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und enden natürlich dann, wenn es am spannendsten wird, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, weil man ja wissen will, wie das Leben der einzelnen Figuren weitergeht. Und so viel sei gesagt: niemand ist in diesem Buch sicher, denn George R. R. Martin scheut sich nicht, auch seine Hauptprotagonisten erbarmungslos sterben zu lassen. Überall lauern Gefahren, ständig müssen Konflikte ausgetragen werden und die Bedrohung ist stets spürbar, allgegenwärtig und geradezu beklemmend. Manchmal hatte ich vor dem Umblättern einer Seite fast Angst, weil ständig etwas Unvorhersehbares und Erschütterndes passiert. Häufig ist man ja schon froh, wenn es in einem Buch zu einer einzigen überraschenden Wendung kommt, aber in 'Die Herren von Winterfell' wendet sich das Blatt in nahezu jedem Kapitel. Es kommt bei mir recht selten vor, dass ich beim Lesen ungläubig innehalte und manche Stellen zweimal lesen muss, weil ich einfach nicht fassen kann, dass das, was ich eben gelesen habe, tatsächlich passiert ist. Nüchtern, fast beiläufig lässt George R. R. Martin seine Helden scheitern oder siegen und den Leser häufig vollkommen fassungslos zurück.
Die Welt, die der Autor in diesem Buch entwirft, ist stark an das europäische Mittelalter angelehnt. Dennoch handelt es sich freilich nicht um einen historischen Roman. Martin hat sich von realen historischen Begebenheiten, wie etwa den Rosenkriegen oder dem Hundertjährigen Krieg, lediglich Inspirationen geholt und ließ diese in sein Werk einfließen.
Trotz fantastischer Elemente und einer mittelalterlich anmutenden Kulisse wirkt das Erzählte geradezu erschreckend real und nachvollziehbar. Vermutlich wird sich jeder Leser in der ein oder anderen Person wiederfinden und sich mit Themen konfrontiert sehen, die ihn auch selbst betreffen, denn im Zentrum der Handlung steht all das, was uns Menschen von jeher an- und umtreibt – Hass, Liebe, Macht, Geld, Familie, Freundschaft, Verrat, Rache und der ständige innere Konflikt mit uns selbst.
Somit hat George R. R. Martin ein zeitloses Werk geschaffen, das in jeder Hinsicht als epochal angesehen werden kann. Ich kann es kaum abwarten, nun bald die folgenden Bände zu lesen und bin nach diesem fulminanten Reihenauftakt sicher, dass dieses gewaltige Epos mir noch viele wunderbare und spannende Lesestunden bereiten wird.

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