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SPECIAL zu Barry Jonsberg »Das Blubbern von Glück«

Hier kommt Candice Phee!



Candice Phee ist zwölf Jahre alt, wundervoll ehrlich und ein bisschen … anders. Candice hat ein riesiges Herz und die allerbesten Absichten, aber leider versteht das nicht jeder sofort, denn in der Regel fällt es ihr schwer, länger vor anderen Menschen zu sprechen. Mit ihrer unschlagbar logischen, hundertprozentig ehrlichen Art bringt sie außerdem so manchen ins Schleudern.

Zum Beispiel ihre Klassenkameradin Jenny, die permanent mit den Augen rollt, wenn sie Candice sieht. Ile, nennt Jenny sie, und das steht für I.LE. („individuelle Lernförderung“). Für Jenny ist das das genaue Gegenteil von cool.

Das Leben von A bis Z
Aber deswegen gibt Candice noch lange nicht auf. Als sie von ihrer Klassenlehrerin die Aufgabe bekommt, einen Aufsatz über ihr Leben zu schreiben, widmet sie sich dem mit der ihr eigenen Hingabe. Eine Besonderheit soll ihr Aufsatz haben: Er muss in 26 Abschnitte eingeteilt sein, die bei A beginnen und bei Z enden.
Hinreißend logisch, witzig, traurig, zutiefst berührend, schräg – und immer warmherzig erzählt uns Candice ihr Lebensalphabet von A bis Z. Und ganz schnell wird ihr selbst dabei klar: Hier geht es nicht nur um sie. Hier geht es auch um die anderen Menschen, die mit ihr verbunden sind: ihre Mutter und ihren Vater zum Beispiel, ihre tote Schwester Sky, ihren Reichen Onkel Brian, ihre Brieffreundin Denille, obwohl die niemals antwortet, ihr philosophisches Haustier Erdferkel Fisch, ihren Freund Douglas Benson, der aus einer anderen Dimension auf die Erde gefallen ist …
Das sind die Menschen (mit Ausnahme von Erdferkel Fisch, der ein Fisch ist, würde sie selbst verbessern), die sie geprägt haben, die sie zu dem gemacht haben, was sie ist. Das ist ihre Welt.

Die Welt braucht Candice
Und Candice hat eine Mission: Sie will die Welt ein dickes Stück glücklicher machen. Und die Welt braucht das dringend.
Denn schnell erfahren wir, dass in Candice´ Familie das Glück derzeit Mangelware ist. Und das hat einen traurigen Grund: Vor einiger Zeit hatte Candice noch eine kleine Schwester und damals hat ihre Familie geleuchtet und geblubbert vor Glück. Frances hieß Candice´ kleine Schwester eigentlich, aber Candice brauchte nur einmal in ihre blauen Augen zu schauen, um zu wissen, wie sie sie nennen würde: Sky. Eines Nachts starb das Baby an plötzlichem Kindstod, lautlos, in Candice' Zimmer.
Candice weiß, dass sie nicht am Tod ihrer kleinen Schwester schuld ist, und das wissen auch ihre Eltern. Aber das ändert nichts daran, dass seit jenem Tag das Blubbern von Glück aus ihrer Familie verschwunden ist. Die Trauer ist uferlos, sie kennt kein Ende – bis Candice beschließt, dass sie wenigstens versuchen muss, das Glück in ihre Familie zurückzubringen.
Und auch sonst gibt es rings um Candice viele Menschen, die ein bisschen mehr Glück gut gebrachen könnten: Ihr Dad zum Beispiel, der mit seinem Bruder Brian hoffnungslos zerstritten ist. Candice' Onkel Brian ist zwar reich, aber trotzdem nicht glücklich. Douglas Benson aus der Englischklasse, der sich mit „Faksimile-Eltern“ begnügen muss, was ihn auch nicht gerade fröhlich stimmt.
Und zum Schluss ist da noch Erdferkel Fisch, der Goldfisch im Kugelglas, den Candice vom Reichen Onkel Brian bekommen hat. Die besorgte Candice liebt ihn sehr, aber gerade deshalb muss sie sich der Frage stellen, ob ihr immer wieder auftauchendes Gesicht hinter dem Goldfischglas das arme Tierchen philosophisch nicht völlig verwirrt. Ob der Fisch sie zum Beispiel für etwas Mystisches halten könnte? Und ob auch er am Ende darüber unglücklich ist?

Der Glücks-Rettungsplan
Fragen über Fragen. Aber Candice grübelt nicht länger, sondern beginnt mit einem ausgeklügelten Glücks-Rettungsplan, der gleichzeitig auf allen Ebenen ansetzt. Was sie nicht bedacht hat: Leider steht das „C“ im Leben und auch in Candice' Aufsatz für „Chaos“, und deshalb läuft nicht alles ganz so, wie sie es geplant hatte. So richtig Fahrt nimmt ihr Plan erst auf, als alle auf ihre Weise mitspielen. Doch viele Verwicklungen später (die u.a. ein Yachtunglück, einige verstauchte Knöchel, viele Beefburger zweifelhafter Herkunft, einen Heiratsantrag und einen zweiten Goldfisch mit sich bringen) stellt sich tatsächlich auf allen Ebenen ein gut bekanntes, lang vermisstes Blubbern ein. Und zum Schluss, und das ist wirklich ein Glücksfall, bekommt Candice dann noch einen wunderschönen Brief – den allerersten von Freundin Denille!

Ein Buch, das jeden Leser glücklich macht.
Ab 10 Jahre.