Die Bücherdiebin

Ab 12 Jahren
Hardcover
20,00 [D] inkl. MwSt.
20,60 [A] | CHF 28,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Eine unvergessliche Geschichte: lebensfreudig und tragisch, wütend und tröstend

Sie hielt immer noch das Buch in der Hand. Verzweifelt klammerte
sie sich an die Worte, die ihr das Leben gerettet hatten.

1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.

Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.

Tragisch und witzig, wütend und zutiefst lebensbejahend – vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod.

»Ein großes Buch.«

Deutschlandfunk / Ute Wegmann (05. April 2008)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Originaltitel: The Book Thief
Originalverlag: Random House US/UK
Hardcover mit Schutzumschlag, 592 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-570-13274-6
Erschienen am  27. Februar 2008
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension: Die Bücherdiebin

Von: seitenbummlerin

20.05.2019

Zur Zeiten des Nationalsozialismus wird das Leben in der deutschen Stadt Molching beschrieben. Die kleine Bewohnerin Liesel Meminger lässt bei günstigen Gelegenheiten das ein oder andere Buch mitgehen. Nicht nur ihre Rolle als Bücherdiebin, sondern auch als Freundin, Tochter und Deutsche spielen in dieser Zeit eine große Rolle. Mir hat das Buch unfassbar gut gefallen, weil die Geschichte sehr gut geschrieben ist. Der Autor verwendet eine sehr bildliche Sprache, die den Leser beeindruckt. Besonders faszinierend finde ich, dass die Geschichte aus der Perspektive des Todes erzählt wird. Man erhält einen völlig anderen Blickwinkel auf das Geschehen. Das Buch ist berührend, spannend und herzergreifend. Die Geschehnisse der Nazizeit werden gut mit den fiktiven Charakteren der Stadt Molching verbunden. Wer gerne Bücher rund um den Zweiten Weltkrieg liest und zusätzlich ein literarisches Meisterwerk lesen möchte, hat mit "Die Bücherdiebin" die richtige Wahl getroffen.

Lesen Sie weiter

Wenn der Tod eine Geschichte erzählt

Von: derknappebuchblog

16.05.2019

Wie soll es einem gehen, wenn man eine Geschichte liest, die im zweiten Weltkrieg stattfindet. Man weiß: es geht nicht gut aus. Man weiß: es ist keine Fiktion. Man weiß nicht: Was war nur los mit den Menschen? Man weiß noch viel weniger: Was ist eigentlich immer noch los mit den Menschen? Viele Bücher habe ich schon gelesen über diese dunkle Zeit. Immer haben sie mich berührt. Dieses hat mich tief getroffen. Ich musste es immer wieder weglegen, weil ich emotional nicht stark genug bin, um mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Seit ich selbst Mutter bin, halte ich es beinahe gar nicht mehr aus, von Kindern zu lesen, die Leid erleben. Liesels Leid ist nicht zu ertragen. Es lähmt mich. Als ich das Buch geschlossen habe, war mir übel. Erzählt werden die Ereignisse aus der Sicht des Todes und in einer Sprache, als würde er ein Märchen erzählen. Dies auch deswegen, weil es als Jugendbuch geschrieben wurde. Für mich hat diese Art des Erzählens etwas von dem Schrecklichen wieder wett gemacht und es gleichzeitig teilweise ins Unerträgliche verstärkt. Weil hier in einer ungeschönten und glasklaren Sprache gesagt wird, wie es war. Das macht einen einfach nur traurig und lässt ein unglaubliches Entsetzen über die Abscheulichkeiten der Menschen zurück. Der Tod als Erzähler greift manchmal in der Geschichte voraus und macht bereits Andeutungen auf deren Ausgang. Das macht es spannend und andererseits will man eigentlich nicht mehr weiterlesen, weil man nicht möchte, dass kommt, was er vorhersagt. Zusak spielt in jeder erdenklichen Weise mit dem Bild von der Macht der Worte. Er zeigt auf, dass Hitler ohne Worte nicht groß werden hätte können, dass es ohne Worte diesen Krieg nicht gegeben hätte, dass den Menschen die Worte gefehlt haben und jenen, die Worte einsetzten, bitterliche Strafen blühten. Worte heilen in diesem Roman einen kranken und bewahren ihn vor dem Tod und sie trösten ein kleines Mädchen,das alleine zu fremden Menschen kommt. Durch Worte entstehen neue Beziehungen und in einem Luftschutzkeller nehmen Worte die Angst der Menschen entgegen. "Wenn er ihn nicht verabscheut hätte, hätte er sich vielleicht nicht ein paar Wochen später auf seinen Platz gesetzt, als sie auf einer scheinbar harmlosen Straße unterwegs waren. Ein Sitzplatz, zwei Männer, ein kurzer Streit und ich. Es bringt mich schier um, wie manche Menschen sterben." S. 498 Sogar der Tod findet noch so viele Worte. Ein zentraler Aspekt dieses Romans für mich: Ich glaube, dass niemand mehr nach dieser Lektüre seine Vorfahren vorwurfsvoll fragen kann: Warum habt ihr nichts dagegen getan? Warum habt ihr dabei untätig zugesehen? Ich denke, in "Die Bücherdiebin" findet man die Antworten darauf. Antworten die einen bis ins Mark treffen. Das Buch ist in seiner Originalausgabe übrigens fast 15 Jahre alt. Für mich ist es ein moderner Klassiker, der nicht an Aktualität verliert. Im Gegenteil. Leider.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Der Bestsellerautor Markus Zusak hat sechs Romane geschrieben, darunter »Die Bücherdiebin« und »Der Joker«. Seine von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Bücher sind in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Sydney.

www.zusakbooks.com

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Markus Zusak zeigt die tiefe Menschlichkeit, die seine Personen ausstrahlen, als einzige Waffe, die den Unmenschen in dieser Zeit etwas anhaben konnte.«

Augsburger Allgemeine / Birgit Müller-Bardorff (11. März 2008)

»Die Bücherdiebin Liesel bricht auch jedes erwachsene Herz. Ein für alle Mal.«

Märkische Allgemeine (08. März 2008)

»Eine Ode an das Leben und an das Buch in düsteren Zeiten.«

BuchMarkt (04. März 2008)

»Zusak [rührt] mit dieser überaus expressiv geschriebenen Geschichte die Herzen seiner Leser.«

Schweizer Illustrierte (25. Februar 2008)

»Es gibt Jugendbücher, die sind so gut, dass sie auch erwachsene Leser in ihren Bann ziehen.«

Süddeutsche Zeitung (01. März 2008)

»Eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort und die Kraft, mit der es Seelen retten kann.«

WDR5 Scala (26. Februar 2008)

»Ein gewaltiges Buch, das man nie mehr vergisst!«

bücher (01. März 2008)

»[Zusak] spart Grausamkeit nicht aus, zeigt aber zugleich auch Herzlichkeit und Solidarität im Alltag der Menschen.«

AP / Susanne Gabriel (03. April 2008)

»Eine grossartige Geschichte über eine dunkle und im Grunde unfassbare Zeit.«

Berner Zeitung (20. März 2008)

»Für mich der absolute Favorit im Frühjahrsprogramm 2008 - unbedingt empfehlenswert, nicht nur für Jugendliche.«

BuchMarkt (04. März 2008)

»Ein sehr berührendes Buch, das es unbedingt verdient, Pflichtlektüre zu werden.«

BuchMarkt (04. März 2008)

»Man muss Alexandra Ernst danken, dass sie dem finsteren Poeten eine so faszinierende Übersetzung in den Mund gelegt hat.«

Eselsohr (01. März 2008)

»Markus Zusak ist für mich die Entdeckung des Bücherfrühlings. (…) Wer dem Charme der Bücherdiebin erliegt, der kann nur gewinnen.«

Buchhändler heute (15. April 2008)

»Aufwühlend und traurig, zugleich humorvoll und unbedingt lebensbejahend.«

Nordwest Zeitung (18. April 2008)

»Erstaunlich, wie groß das Herz des Todes ist. Und wie schön er erzählen kann.«

Hamburger Morgenpost (24. April 2008)

»'Die Bücherdiebin' berührt und wühlt auf.«

Dresdner Morgenpost (30. April 2008)

"Ein starkes Stück Geschichte mit auf 600 Seiten kaum nachlassender Spannung."

»Ein Buch, das man so schnell nicht mehr vergisst.«

Rheinpfalz (04. Juni 2008)

»Dies ist ein bemerkenswerter Roman, der sowohl Zeitgeschichtliches als auch die Liebe zu Büchern, zum Lesen vereint.«

Buchkultur (01. August 2008)

"Der Welt-Bestseller erzählt in einer poetischen Geschichte von dem Grauen der Nazizeit und der Macht der Sprache - einfach großartig!"

Für Sie (03. März 2014)

Weitere Bücher des Autors