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Monica Murphy im großen Fan-Interview

Monica Murphy im großen Fan-Interview

Zur diesjährigen Love Letter Convention am 20. und 21. Mai in Berlin kam auch unsere Bestsellerautorin Monica Murphy, ihr neues Buch „FAIR GAME – Jade & Shep“ im Gepäck. Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ihr Eure Fragen gestellt, die Ihr uns zuvor auf Facebook und Instagram eingesendet hattet. Natürlich wollen wir Euch Monica Murphys Antworten in diesem exklusiven Fan-Interview nicht vorenthalten!

Wie suchst Du die Namen Deiner Charaktere aus? Sind die Namen von Deinen Bekannten inspiriert oder magst Du einfach, wie sie klingen? Haben sie eine besondere Bedeutung für Dich?

Monica Murphy: Manchmal haben sie eine besondere Bedeutung für mich, manchmal sind es Leute, die ich kenne, manchmal sind es einfach nur schöne Namen, die ich mag. Ich mag einzigartige Namen. Aber nichts zu spezielles, sodass die Leute sie nicht verstehen könnten, sondern ich habe immer eine fortlaufende Liste mit Namen, die ich für meine Charaktere verwenden möchte.

Wie würdest Du reagieren, wenn Dein Freund Dich in einer Wette als Wetteinsatz verlieren würde?

Monica Murphy: (lacht) Nun, ich wäre sehr sauer auf meinen Freund, wenn er mich bei einer Wette verlieren würde. Es gefiele mir schon nicht, wenn er mich überhaupt als Einsatz anbieten würde, also würde mich das selbstverständlich ärgern. Genau wie Jade, die ihren miesen Freund dafür verlassen hat.

Welchen Charakter aus Deinen Büchern magst Du am liebsten und warum?

Monica Murphy: Oh, es ist so schwer, nur einen auszuwählen, den ich mag! Normalerweise mag ich diejenigen, an denen ich momentan arbeite, am liebsten, weil ich normalerweise am tiefsten in deren Leben zu dem Zeitpunkt eingetaucht bin. Aber ich nenne auch immer Drew und Fable als eines meiner liebsten Paare, einfach, weil sie die Favoriten eines Großteils der Leser sind und, weil sie mir geholfen haben, meine Karriere als Monica Murphy zu starten. Also nehme ich Drew und Fable.

Über welchen Charakter Deiner Bücher hast Du intensiv nachdenken müssen, auch nachdem Du mit dem Schreiben fertig warst?

Monica Murphy: Bestimmte Bücher beeinflussen mich mehr als andere. Wie Drew und Fable, einfach weil ich durch vier Bücher so vertieft in ihr Leben war, weil sie in jedem einzelnen Band in der Reihe auftauchen – nicht so sehr im dritten Band, aber trotzdem, sie sind immer da. Ein anderes Buch, das mich noch eine Weile begleitet hat, nachdem ich es beendet hatte, war „Sisters in Love“, Violets Buch, der erste Band. Das war vermutlich das längste Buch, das ich je geschrieben habe und ich habe intensiv mit Violet gefühlt und den Veränderungen, die sie während des Verlaufs dieser Geschichte in ihrem Leben durchmachen musste.

Tauschst Du Ideen mit anderen Autoren aus, während Du schreibst?

Monica Murphy: Wir Autoren neigen dazu, einige unserer Ideen für uns zu behalten. Es gab Leute, die mir gesagt haben „sprich nichts laut aus, denn fremde Ohren hören zu“, aber ich habe ein paar sehr enge Freunde, denen ich vertraue und die Autoren sind. Wir teilen Ideen oder lesen gegenseitig unsere Arbeiten und helfen uns gegenseitig mit unseren Geschichten.

Sind Deine Charaktere inspiriert von Models, Schauspielern oder sogar bestimmten Bildern von Berühmtheiten?

Monica Murphy: Normalerweise nicht. Am Anfang habe ich vielleicht Models, Schauspieler oder Berühmtheiten verwendet. Heute habe sich sie meistens komplett im Kopf. Ich kann nicht direkt sagen, dass sie sind wie ein bestimmter Schauspieler oder Star.

Falls das möglich wäre, welchen Charakter Deiner Bücher würdest Du am liebsten in der Realität treffen?

Monica Murphy: Ich würde sagen, Fable, weil ich denke, sie wäre eine gute Freundin und jemand, der einfach bedingungslos für dich da wäre. Also ich sage immer, ich würde gern Fable treffen – falls sie eine echte Person wäre.

Wie viel von Monica Murphy – von Deinem Charakter und Deiner Erfahrung – steckt in Deinen Büchern?

Monica Murphy: Ich würde sagen, in jedem Charakter – ob männlich, weiblich, jung, alt –, der auftaucht, steckt ein kleines Stück von mir. Wir Schriftsteller können nicht anders, als ein kleines bisschen von uns selbst in jede Geschichte einzubauen. Ich glaube das wirklich und ich denke, jeder Autor würde dasselbe sagen.

Welche Szenen schreibst Du am liebsten und mit welchen hast Du immer noch Probleme?

Monica Murphy: Ich schreibe immer gern den Anfang, denn es fühlt sich frisch und neu und aufregend an und es ist jedes Mal so spannend, eine neue Geschichte zu beginnen. Der Teil, mit dem ich am meisten Schwierigkeiten habe, ist der Mittelteil. Manchmal, weil ich an einen bestimmten Punkt komme, an dem ich unsicher bin, was als nächstes passieren soll.
Ich habe kein Problem, Liebesszenen zu schreiben. Ich weiß, dass das manchen Leuten schwerfällt – mir nicht. Streitszenen – das kommt darauf an. Normalerweise stört es mich nicht, das zu tun, denn dann kannst du Figuren Dinge sagen lassen, die sie wahrscheinlich niemals in der Realität sagen würden, also ist das immer unterhaltsam. Manchmal möchte ich sichergehen – wenn ich körperliche Szenen schreiben muss, zum Beispiel bei Kämpfen oder wenn ich Sportromanzen geschrieben habe und sie ihren Sport betreiben – das kann schwierig sein, denn du willst sichergehen, dass die Szenen gut genug beschrieben und realistisch genug sind, sodass man beim Lesen sehen kann, was passiert. Du möchtest sichergehen, dass alle Körperteile richtig und alle physischen Beschreibungen akkurat sind. Und manchmal kann das schwer sein, das gebe ich zu.

Vielen Dank, Monica Murphy, für Deine Zeit und den Einblick in Deine Arbeit! Und vielen Dank Euch Leserinnen und Lesern für die interessanten Fragen.

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