Leserstimme zu
Mein Date mit den Sternen - Rotes Leuchten

Würdige Fortsetzung, die mir beim Lesen viel Spaß bereitet hat - Band 3 kann kommen!

Von: Kristina aus dem Tintenmeer
03.12.2018

„Mein Date mit den Sternen – Rotes Leuchten“ ist eine Reihenfortsetzung, auf die ich mich schon tierisch gefreut habe, denn erstens LIEBE ich Bettina Belitz Geschichten und muss ALLES von ihr haben und zweitens hatte mich der Vorgänger auch schon prächtig unterhalten. Es war also klar, dass ich unbedingt wissen musste, wie es mit der liebenswert-nerdigen Joss und ihrer Sternen-Mission weitergeht! Also habe ich mich mit ihr zusammen ins Abenteuer gestürzt … Wie ihr als aufmerksame Leser schon wisst, verehre ich Bettinas Schreibstil und würde von ihr auch einen Einkaufszettel lesen. Wie gewohnt fliegen wir förmlich durch die Geschichte, so „süffig“ und locker-flockig ist sie geschrieben. Ich konnte beim Lesen die Welt ausblenden und vollkommen mit Joss gemeinsam abtauchen, was will ich mehr? Joss‘ Liebeskummer wegen Maks wird ausführlich thematisiert und sehr authentisch und vor allem witzig rüber gebracht. Auch die Veränderungen, die mit ihr aufgrund ihrer „Sternen-Herkunft“ vorgehen, waren sehr unterhaltsam, ich sage nur „Haare färben“. xD Ihre Entwicklung steht neben dem Liebeskummer ebenfalls im Vordergrund und ich war stets nah bei ihr und konnte ihre Gefühle aus meiner eigenen Jugendzeit so gut nachvollziehen. Buchcover Mein Date mit den Sternen 2 – Rotes Leuchten von Bettina BelitzLeider zog sich ihre Mission, Maks seine Erinnerungen zurückzugeben, etwas in die Länge und die übergeordnete Handlung mit den Männern in Schwarz trat auf der Stelle. Sie bleiben stets eine nebulös-mysteriöse Bedrohung am Rande (gewollt, wie ich vermute). Dennoch habe ich weiter gehofft, dass wir noch etwas mehr zu den Planeten und der Suche nach den Auserwählten erfahren. Aber erst zum Ende hin gab es ein paar Andeutungen, was uns in den Folgebänden wohl noch erwarten wird. Bewundernswert fand ich übrigens, dass Bettina hier einem gelähmten Schüler im Rollstuhl eine große Rolle gegeben hat, dem Joss zu Anfang sehr unsicher gegenübersteht. Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, kennen wir das Gefühl auch, oder? Wir wollen gern so tun, als ob „alles normal wäre“ und haben doch Berührungsängste mit behinderten Menschen. Es braucht meist einige Zeit, um sich daran zu gewöhnen und auch Joss tut das irgendwann. Das fand ich ein wichtiges Thema und erfrischend ehrlich und ohne Scheu umgesetzt. Das Ende kommt mit einem Showdown aus, der nicht viel Action bietet und doch einige spannende (aber unspektakuläre) Hintergründe enthüllt. Das hat mich leider nicht ganz zufrieden gestellt, da ich mir das alles schon denken konnte und irgendwie auf eine überraschende Wendung gehofft hatte, die dann nicht kam. Die nächsten geplanten Schritte klingen aber richtig verheißungsvoll und ich habe jetzt schon richtig Lust auf Band 3, der hoffentlich in irgendeiner Weise noch das Licht der Welt erblickt. Hat der Verlag doch leider durchblicken lassen, die Reihe wahrscheinlich einzustellen … *heul* Fazit: „Mein Date mit den Sternen – Rotes Leuchten“ ist eine würdige Fortsetzung, die mir beim Lesen viel Spaß bereitet hat. Auch hier punktet Bettina Belitz wieder mit ihrem authentischen und detaillierten Schreibstil. Ich war direkt an Joss‘ Seite und habe mit ihr alle Höhen und Tiefen durchlebt! Ein wenig mehr Action und Aufklärung zur Sternen-Mission wären allerdings schön gewesen, denn diese kommt leider kaum voran. Ich hoffe weiterhin auf die Folgebände, denn ein paar Andeutungen über die Zukunft machen mich verdammt neugierig auf Band 3 …