Leserstimme zu
Störfall in Reaktor 1

Rezension "Störfall in Reaktor 1"

Von: Kathis Bücherstapel
11.06.2015

Klappentext: Als Lukas, Jannik und Alex eines Nachts Strahlenalarm auslösen und per Megafon behaupten, es hätte im nahe gelegenen Atomkraftwerk einen Störfall gegeben, wollen sie eigentlich nur ein Zeichen setzen und die Menschen aufrütteln. Doch am nächsten Tag stehen plötzlich zwei Typen vor Lukas‘ Tür, die wissen wollen, wie sie von dem Störfall erfahren haben. Hat es tatsächlich einen solchen Fall gegeben? Warum weiß niemand etwas davon? Wild entschlossen, hinter die Machenschaften des AKWs und die verdächtig vielen Leukämiefälle in der Stadt zu kommen, hackt sich Lukas' Freundin Hannah in die Betriebsdaten des Kraftwerkbetreibers – und gelangt auf eine heiße und gefährliche Spur … Aufbau: Das Jugendbuch wird aus der Sicht von Lukas erzählt. Hierbei wird in chronologischer Reihenfolge das Geschehen wieder gegeben. Für mich wäre es spannender gewesen man hätte am Anfang einiges weg gelassen oder gekürzt und dann direkt, wo das Buch eendet eingestiegen. Ich dachte, dass man mehr über die Machenschaften des Atomkraftwerks erfährt und wie die Bevölkerung damit umgeht, aber leider hat man dazu nur ganz wenig erfahren. Gestaltung: Das Cover sieht wirklich sehr cool aus. Wegen des Covers bin ich auch auf das Buch aufmerksam geworden. Es sieht einfach so geheimnissvoll und gefährlich aus – da dachte ich mir, dass das bestimmt etwas für mich ist. Charaktere: Die einzelnen Charaktere fand ich ganz okay. Lukas war mir die meiste Zeit als Protagonist sympathisch, aber manchmal, wenn es um Hannah ging, hat er für mich nicht nachvollziehbar gehandelt. Er hat sich leider viel von ihr sagen lassen, was den Charakter für mich schwach wirken lassen hat. Für mich hätte er stark wirken sollen. Jannik und Alex haben in ihren Rollen nachvollziehbar gehandelt und waren mir auch sympathisch. Hannah war nicht ganz mein Fall. Für mich kam sie mir manchmal echt verzogen rüber. Und wie sie manchmal Lukas behandelt hat, fand ich, wie gesagt, nicht toll. Ende: Das Ende hat mich leider nicht sehr überzeugt. Für mich blieb der ganz große WOW-Effekt aus, den der Klappentext versprochen hat. Ich dachte, dass viel mehr das Vorgehen in dem Atomkraftwerk und wie danach mit dem Thema umgegangen wird. Von dem Danach erfährt man leider nur in einem kleinen Epilog. Fazit: Den Aufbau der Geschichte war nicht ganz mein Fall. Er war anders, wie man es aus dem Klappentext heraus lesen würde. Die Gestaltung hingegen finde ich top. Die einzelnen Charaktere fand ich ganz okay. Schade, dass Lukas manchmal schwach gewirkt hat und dass Hannah manchmal echt mies zu ihrem Freund war. Das Ende hat mich jetzt nicht so ganz vom Hocker gerissen. Es war okay, aber ich habe mir sicher mehr davon erhofft. Insgesamt ein gutes Jugendbuch für seine Altersklasse. Ich glaube jüngere Leser, die nicht all zuviel lesen, werden mit dem Buch garantiert ihren Spaß haben.