Leserstimme zu
Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

Die Reihe ist einfach toll

Von: Kitty
04.07.2015

Inhalt Es sollte ein normaler Auftrag werden, nichts Ernstes. Doch dann kommt alles anders, als das Team von Lockwood & Co. sich vorher ausgemalt hat. Zuerst wird George von einem ominösen Spiegel wie magisch angezogen und dann verschwindet dieses Artefakt auch noch spurlos. Zwischen der Geisterjagd macht es sich die Agentur nun zur Mission mehr über den Spiegel und deren Hintergründe herauszufinden. Dies ist allerdings auch noch nicht alles, was den Agenten alles widerfahren wird... Meine Meinung "Der Fall ist easy. Das geht ganz leicht. Kurz hin und innerhalb von ein paar Minuten haben wir es hinter uns." Wenn Anthony Lockwood so einen Satz von sich gibt, kann man zu einhundert Prozent davon ausgehen, dass mal wieder irgendetwas in die Hose gehen wird und dieser Fall absolut nicht "mal eben schnell" abgehandelt werden kann. Welche Dinge den Agenten einen Strich durch die Rechnung machen, kann man zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht erahnen, allerdings ist der Weg dahin es zu erfahren, äußerst spannend auch ziemlich lustig. Aber mal von vorne: In Der wispernde Schädel geht es gleich wieder richtig gut los. Der Autor befasst sich nicht lange mit drumherum Gerede, sondern wirft seinen Leser gleich in die Geschichte. Es gibt, für alle, die den ersten Teil der Reihe nicht gelesen haben sollten, auch Rückblicke. Allerdings sind diese so kurz gehalten und so rar gesät, dass ich sie weniger als störend, sondern eher als hilfreich empfunden habe. Die Geschichte wird zu jeder Zeit aus der Sicht von Lucy beschrieben, die uns die Ereignisse in der Ich-Form schildert. Ich bin mir sicher, dass dies einen großen Anteil daran hatte, dass ich mich so gut mit ihr anfreunden konnte. Sie ist eine richtig starke Protagonistin, zwar nicht perfekt, aber absolut authentisch, was ich sehr an ihr schätze. »Der Tod ist flüchtig: Selbst wenn man auf ihn wartet, rinnt einem der tatsächliche Eintritt durch die Finger. Es ist nicht so wie im Film, wo plötzlich der Kopf auf die Brust fällt. Man sitzt einfach da und wartet darauf, dass etwas geschieht, und dann merkt man plötzlich, dass man es verpasst hat. Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen, nichts mehr, nie wieder.« Zitat aus: "Der Wispernde Schädel" Die Story wirkte auf mich äußerst lebendig. Zuerst sind die Settings unglaublich toll beschrieben. Ich hatte des Öfteren das Gefühl, mir den dreien mitzugehen. Mich mit ihnen zusammen in den dunklen Gassen Londons zu bewegen, bzw. auf dem dunklen Friedhof neben ihnen zu stehen, was mir manchmal ein äußerst beklemmendes Gefühl beschert hat. Und dann sind da noch die Dialoge, die so herrlich erfrischend und manchmal ziemlich lustig zu lesen sind. Hier steht natürlich George im Vordergrund, der mit seinen verrückten Experimenten allerlei, ich nenne es mal, Unruhe stiftet, aber auch der Schädel, der diesem Buch den Titel geschenkt hat, kann sich auf jeden Fall sehen lassen. An dieser Stelle möchte ich aber natürlich nicht allzu viel verraten. Trotz der schon ziemlich düsteren Stimmung bin ich förmlich durch die Seiten geflogen, weil es einfach niemals langweilig wird. Jonathan Stroud schafft es einfach seine Leser bei der Stange zu halten und ist grundsätzlich für die ein oder andere Überraschung gut. Ich kann sagen, dass ich mich im Hause von Lockwood & Co. schon äußerst zu Hause fühle und ich bin absolut geschockt darüber, wie die Geschichte endete. So einen miesen Spoiler hätte ich wirklich nicht erwartet. Aber wie ich schon sagte: Der Autor ist eben immer für eine Überraschung gut... Fazit: Der wispernde Schädel steht dem ersten Band in Nichts nach, Er ist genau so spannend und gut durchdacht, wie es schon in Die seufzende Wendeltreppe der Fall gewesen ist. Die Charaktere sind an sich und ihren Aufgaben gewachsen. Mir gefällt die Entwicklung sehr. Zudem hat das gesamte Buch jede Menge Überraschungen zu bieten. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung! Die Reihe: 1. Die seufzende Wendeltreppe 2. Der wispernde Schädel 3. Die raunende Maske (26.10.2015)