Leserstimme zu
80 Days - Die Farbe der Begierde

2. Band der 80-Days-Reihe

Von: Kerry
02.03.2015

Dominik ist nach New York gekommen, um Summer zu sehen. Ohne es zu ahnen, hat er sie somit aus den Fangen Viktors befreit, der sie zu seiner persönlichen Sklavin machen wollte. Doch Dominik ist nur kurz in New York - sein Lebensmittelpunkt ist nach wie vor London, wohin er auch unbedingt zurück muss, was für ihn aber auch bedeutet, dass er Summer in New York alleine lassen muss, ein Gedanke, der ihm gar nicht gefällt. Und tatsächlich, zurück in London fühlt Dominik vor allem eines: Einsamkeit. Durch Zufall entdeckt er eine Anzeige, in der Literatur-Stipendien in New York vergeben werden und die Qualifikationen, die nötig sind, hat er auch. Er bewirbt sich für ein solches Stipendium, denn wenn er eines erhält, kann er 9 Monate in New York bei Summer bleiben. Summer beschließt derweil, in New York nach einer Kinky-Szene Ausschau zu halten. Wenn es so was in London gibt, dann doch bestimmt auch in New York. Leider gesagt als getan, aber sie findet tatsächlich einen passenden "Kurs" und schließt sogar neue Freundschaften. Beruflich läuft es für Summer ganz hervorragend. Dirigent Simón fördert sie wo er kann und nach einem Soloauftritt währendes eines Konzertes hat sie solch einen Erfolg, dass sie sofort unter Vertrag genommen wird und umgehend eine Tournee starten soll. Doch soll sie wirklich gehen? Immerhin hat Dominik in der Zwischenzeit die Zusage für das Stipendium bekommen und lebt mit ihr seit wenigen Wochen zusammen in New York. Aber irgendwie harmoniert es zwischen den Beiden nicht mehr so, wie zuvor und da ist dann auch noch Simón, der deutliches Interesse an Summer hat. Doch wäre das alles nicht kompliziert genug, schmiedet Viktor derweil Rachepläne - denn wenn er Summer nicht hat, soll sie niemand haben ... Kann eine solch extreme Beziehung bestehen, wenn das Paar zusammenlebt? Der Plot des Buches wurde wieder sehr detailliert ausgearbeitet, wobei es hier weniger um den erotischen Teil der Beziehung zwischen Summer und Dominik geht, sondern um den zwischenmenschlichen, der bei solch ungleichen Partner nicht leicht zu bewerkstelligen ist. Die Protagonisten wurden wieder sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass der Leser immer nachvollziehen kann (auch dank der jeweiligen Sichtweisen, in denen das Buch geschrieben wurde), warum sie die Protagonisten so und nicht anders verhalten. Der Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich von selbst gelesen hat. Auf den 3. Band der Reihe "80 Days. Die Farbe der Erfüllung" freue ich mich bereits jetzt.