Leserstimme zu
Zweimal Sommer zum Verlieben

Was wäre, wenn? Eine Geschichte- zwei Möglichkeiten

Von: Die VOR-Leser
29.09.2018

Vor ihrem Flug nach Frankreich erhält Summer einen Anruf. Doch sie muss genau in der Minute zum Flugzeug, weil es sonst ohne sie abhebt. Und dann erlebt Summer zwei Versionen ihres Sommers. In der ersten geht sie nicht an das Telefon und verbringt den Sommer bei ihrem Vater in Frankreich. Wobei man genauer sagen muss: Ihr Vater ist gar nicht in Frankreich, sondern in Berlin bei einer Ausstellung. Deshalb lebt Summer in seinem Haus zusammen mit einer anderen Künstlerin und ihrer mürrischen Tochter. In einem kleinen Café lernt sie Jaques kennen – und die wunderschönen Seiten der Provence. In der zweiten Version der Geschichte nimmt Summer den Anruf am Flughafen an und steigt nicht in den Flieger nach Frankreich, sondern bleibt in New York. Dort lebt sie ihr gewöhnliches Leben, welches dennoch auf den Kopf gestellt wird. Sie macht einen Fotokurs bei ihrer Tante und kommt dadurch ihrem heimlichen Schwarm näher. Doch bei beiden Versionen der Geschichte wartet ein Geheimnis darauf, gelüftet zu werden. „Was wäre wenn? Was, wenn das hier wichtig ist? Was, wenn mein Leben eine ganz andere Richtung nehmen würde, wenn ich diesen Anruf annehme?“ Hach, ich war sofort Feuer und Flamme, als Summer in Frankreich ankam. Die Autorin hat alles so bildhaft beschrieben, dass ich mich fühlte, als wäre ich neben Summer. Und jetzt möchte ich dorthin (Danke an dieser Stelle für ein neues Reiseziel). Der Schreibstil ist locker, man liest die Seiten schnell und die Autorin weiß wirklich, wie sie einen mit ihren Worten fesselt. Vieles beschreibt sie nebenbei, was mir sehr gut gefiel, da man dadurch nicht von der Handlung oder anderem abgelenkt wurde, sondern weiterhin Spannung bestand. Die Charaktere waren vielfältig und gut gewählt, man hatte nicht den Eindruck, dass es zu viele wären. Summer gefiel mir als Protagonistin sehr gut! Ihre ruhige und dennoch lebhafte Art hat mich angesprochen. Jaques ist auch für mich im Buch ein kleiner Schwarm gewesen, einfach ein toller Kerl! Ruby, Summers beste Freundin, dagegen mochte ich gar nicht. Sie war mir schon von Anfang an unsympathisch und auch Eloise war mir zu Beginn eine nervige Nebenrolle. Bei Eloise hat sich das jedoch vor allem zum Ende hin sehr gelegt! Was mir bei dem Buch besonders gut gefällt, ist der Aufbau. Anfang und Ende sind „neutral“, sodass sie beide zu den zwei verschiedenen Versionen passen und das fand ich sehr gelungen. Es ist mal etwas Neues und auch Ausgeklügeltes. Zusammenfassend also ein wirklich tolles Buch, das ich jedem kleinen Romantik-Liebhaber nur empfehlen kann. (Vielleicht verliebt ihr euch ja, wie ich, noch ein wenig mehr in Frankreich)! Sarah Schröder, 19 Jahre