Leserstimmen zu
Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Walter Moers

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Das Labyrinth folgt auf die Stadt – ein Fortsetzungsroman, der seinem Vorgänger im Grunde nicht viel nimmt. Die Handlung ist ein Repetitorium für die eingefleischten Fans, die Figuren und Handlungsschauplätze purer Fanservice, die Fantasie nach wie vor unvergleichbar mit jeglicher Fantastik-Literatur. Zunächst einmal ist es, wieder mal, wie nach Hause zu kommen. Hildegunst von Mythenmetz ist erfolgsverwöhnter, arroganter fauler Ausnahme-Schriftsteller geworden, der sich selbst viel zu ernst nimmt, obwohl er das Orm schon lange nicht mehr gespürt hat, und suhlt sich in Ruhm und Anerkennung. Bis zu einem fatalen Brief, der ihn dem Tode nahebringen wird, ein Brief, unterzeichnet von ihm selbst, eine Parodie auf die vielen kleinen Fehler, perfekt imitierte Hochstapelei und Abschweifungen, wie eigentlich nur er sie beherrscht. Und noch ein Satz, der ihn dem Tod in die Augen blicken lässt: Der Schattenkönig ist zurückgekehrt. Mythenmetz macht sich umgehend auf die Reise nach Buchhaim, und begegnet dort einer vollkommen veränderten Stadt voller neuer Rätsel und Abenteuer, die nur darauf warten, ihm ihre Geschichten zu erzählen. Und so fängt die Geschichte an. Von altbekannten Gesichtern, wie der Schreckse Inazea Anazazi, dem Eydeeten Dr Hachmed Ben Kibitzer oder einem Vertreter der Smeik Familie, bis hin zu einer Stadt, die unveränderter und gleichzeitig fremder nicht sein könnte, wartet dieser Roman mit einer Welt auf, die ganz andersartig Heimat ruft, als jeder bisherige Zamonien-Roman. Die Bücher sind allgegenwärtig, die Kunst, die Schriftsteller und Gelehrten strömen nach wie vor zahlreich nach Buchhaim, aber etwas scheint sich grundsätzlich verändert zu haben. Das denkt jedenfalls Mythenmetz und sucht nach Antworten. Es sind ausgerechnet Qualmoire, der Puppetismus und Ovidios von Verschleifer, der gefallene Dichter der Lindwurmfeste, die ihm bei seiner Suche weiterhelfen, nach etwas, das nicht einmal Hildegunst von Mythenmetz selbst glauben kann: Dem Schattenkönig. Und die Formel bleibt weiterhin außergewöhnlich. Seien es noch so viele Anspielungen an den ersten Teil der Träumenden Bücher, dieser Band steht allein für sich und erzählt von einem gefallenen Schriftsteller, der sich zurück ins Leben kämpft, um sich nicht selbst zu verlieren – nur um festzustellen, dass er sich selbst radikal verändern muss, um er selbst zu bleiben, und das nutzen seine Feinde schamlos aus. Das alles gesprenkelt mit dieser Mythenmetzschen Hochnäsigkeit und Narrenfreiheit, wie sie sich sonst niemand leisten darf, die dem ganzen aber den Rahmen geben, die der Roman braucht. Jede weitere Seite, die nicht die Hochspannung in sich gepachtet hat, trumpft dafür mit Charakter, Selbstständigkeit und Aufmüpfigkeit, die der Realität den Kampf ansagt. Denn in Zamonien gilt es, die Bilder im Kopf anzuschalten und zu genießen was man sieht, wie man es sieht und mit wem man es teilen möchte. Und dabei vorsichtig zu bleiben: Denn Hexen stehen immer zwischen Birken. PS (mit Spoilerwarnung!): Das Buch endet in einem famos furchtbaren Cliff-Hanger, den ich so nach der ersten Lektüre von vor einigen Jahren vollkommen - wirklich VOLLKOMMEN - verdrängt hatte. Wie kann Walter Moers uns das antun?! Ein Ende, das ein Anfang ist, von etwas, das erst 2025 weitererzählt werden soll, come on. Ich hoffe für uns, dass das kommende Buch, Der Bücherdrache, erscheint am 25. März '19, uns wenigstens ein paar Anhaltspunkte liefern wird, wie es weitergehen könnte, und wenn das nicht, dann wenigstens einen guten Batzen Nostalgie und Zamonien-Liebe (daran habe ich keinen Zweifel). Ich werde berichten.

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Meine Meinung: Das Cover des Buches ist sehr schön und ansprechend gestaltet, sodass es sofort ins Auge sticht. Mitunter ein Grund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Zudem war ich auf die Fortsetzung des ersten Teils sehr gespannt. Da der erste Teil meiner Meinung nach grandios war, lag die Messlatte natürlich sehr hoch und war es schwierig, diesen zweiten Teil zu toppen. Da die Geschichte jetzt 200 Jahre später spielt, wird anfangs sehr viel erklärt. Daher war es schwierig in die Geschichte hineinzufinden. Im ersten Teil war total viel Spannung, Magie und Abenteuer enthalten, wovon in der Fortsetzung hier leider nicht mehr viel spürbar ist. Positiv hervorzuheben sind die liebevoll & detailliert gestaltete Zeichnungen. Diese finde ich durchaus gelungen. Insgesamt bewerte ich das Buch mit 3 von 5 Sternen und freue mich dennoch auf den dritten Teil, welcher hoffentlich bald erscheinen wird. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Penguin Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar!

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Wer „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers gelesen hat, kennt sicherlich den sehnsuchtsvollen Wunsch einer Rückkehr nach Buchhaim. Im vierten Band der Zamonien-Reihe nimmt Walter Moers uns endlich wieder mit in die schönste Stadt der zamonischen Welt. Und in das Labyrinth „wo alte Bücher Träume träumen, von Zeiten als sie Bäume waren“. Jedenfalls ein bisschen. Seit Hildegunst von Mythenmetz‘ letztem Besuch in Buchhaim sind nun 200 Jahre vergangen; für den Leser ist es glücklicherweise nicht ganz so lange her. Mythenmetz durchlebt eine Sinnkrise und macht sich zur Selbstfindung erneut auf den Weg in die Bücherstadt. Doch das Stadtbild hat sich in den beiden letzten Jahrhunderten stark verändert, womit der gewohnheitsliebende Lindwurm anfangs nicht besonders gut umgehen kann. Auch dem Leser fällt der Einstieg zunächst schwer, aber sobald bekannte Gesichter wie das des Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer und der Schreckse Inazea Anazazi auftauchen, ist man wieder ganz in der Geschichte angekommen. Bis man erneut den Boden unter den Füßen weggerissen bekommt. Denn die Erzählung endet nach einigen Umwegen sehr plötzlich mit einem fiesen Cliffhanger. Da Moers stets als Übersetzer der Werke auftritt, sei dies (so die Anmerkung am Schluss) der Übersetzung geschuldet. Der Folgeband soll den Titel „Das Schloss der Träumenden Bücher“ tragen, Erscheinungstermin unbekannt.

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Willkommen zurück in buchhaim Inhalt Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt. Fazit: nachdem mich der erste teil regelrecht begeistert hat, hatte ich hohe Erwartungen in die Fortsetzung - welche leider nicht eingetroffen sind. Zum einem ist es ein ziemlich langes Zeitraffer - 200 jahre später - was dazu führt, daß im Buch ziemlich lang über das neue buchhaim gesprochen wird. Es ist schwer anzuknüpfen, wenn der Vorgänger für viele Leser ein absolutes Highlight war - mir hat auch etwas der witz im schreibstil von Walter moers gefehlt. Wie in vielen Sachen is das Buch Geschmackssache, aber bekommt von mir leider nur 2,5 von 5 sternen

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Nachdem " Die Stadt der Träumenden Bücher" gelesen war, konnte ich überhaupt nicht anders, als sofort seinen Nachfolger zu lesen. Wo ich den ersten Teil als E-Book las, konnte ich diesmal das Buch als Printausgabe genießen. Doch was heißt genießen, denn von genießen konnte diesmal nicht die Rede sein. Dazu aber jetzt mehr. Wenn man ein gerade zu unvergleichliches Buch geschrieben hatte, ist es natürlich nicht gerade leicht dieses zu topen. Doch das ein Buch so überhaupt nix von der Magie des Vorgängers mit brachte schockierte mich regelrecht. Wo war der Zauber? Wo das Abenteuer? Wo die fesselten Momente? Sie waren einfach nicht da. Unauffindbar. Ich ging mit voller Begeisterung an dieses Buch und musste schon nach den ersten Seiten feststellen, das es in eine ganz andere Richtung ging. Denn nun hatten wir es mit Hildegunst zutun, der ein gefeierter Star der Literatur war und es nicht mehr für nötig hielt, seine Fanpost richtig durch zu sehen. Das er überhaupt in sein neustes Abenteuer stolperte, war purer Zufall. Wer den Vorgänger gelesen hatte, der wusste auch was am Ende mit Buchhaim geschehen war. Das man allerdings nicht direkt an die Geschichte anschloss sondern ihr ein paar Jahrhunderte Zeit ließ, störte dann doch etwas. Wie schön wäre es gewesen zu erleben wie Buchhaim neu entstand und es nicht im nachhinein zu erfahren. Das neue Buchhaim, hatte nur noch ein Thema und das war Puppinismus, oder kurz gesagt die Kunst des Puppenspiels. Allerdings erlebt man dies nicht gerade von der spaßigen Sorte, sondern man wird förmlich mit Informationen zu diesem Thema voll gebombt. Dies füllte zwar einige Seiten, gab mir als Leser, allerdings keinerlei Befriedigung. Man erwartete ein Abenteuer und dieses bekam man einfach nicht. Schriftlich konnte man Walter Moers Stil klar heraus lesen. Seine teils ausufernden Beschreibungen waren stellenweise sehr interessant, manchmal aber auch sehr lang und übertrieben. Trotzdem erfreute ich mich wenn es wieder einmal hieß, ... meine Freunde. Diese zwei Worte sorgte dafür das man sich stets in der Geschichte wohl und willkommen fühlte. War ich beim ersten Teil noch gepackt und gefesselt, war ich diesmal fast durchgehend emotional kalt. Es gab einfach zu wenige Momente in denen man überrascht wurde. Selbst der Tod einer wichtigen Figur, ging gerade zu an mir vorbei, weil einfach etwas fehlte. Schade eigentlich. Hildegunst von Mythenmetz, der sympatische Lindwurm aus der Lindwurmfeste, machte es mir diesmal nicht gerade leicht. Nicht nur das er außergewöhnlich verwöhnt wirkte, er hatte auch irgendwie seinen Reiz verloren. Er versteckte sich durchweg und gab alles um nicht erkannt zu werden. Dabei hätte er stolz seines Weges gehen können, ohne wie ein Trampel zu wirken. Seine erneute Reise nachdem Orm hätte man vielseitiger gestalten können, denn nur am Ende des Buches spürte man den echten Abenteuergeist. Neben neuen Charakteren gab es natürlich noch weitere bekannte Gesichter wie Kibitzer der Antiquar oder die Schreckse Inazea Anazazi, welche diesmal sehr viel sympathischer war. Ja, Inazea war für mich diesmal eine wahre Offenbarung, da man soviel neues über ihre Art erfuhr. Was es an neuen Wesen zu berichten gab, war nicht gerade sehr viel. Hier da und spürte man noch den Hauch von Fantasie, aber oftmals musste ich vorlieb nehmen, mit dem was es gab. In diesem Fall war es das Volk der Puppenspieler, welche nicht unbedingt aus neuen Wesen bestanden, aber einer Arbeit nachgingen die sie in die unterschiedlichsten Berufe einbrachte. Allerdings versteifte sich der Autor zu sehr auf jene Gestalten, weshalb ich sie sehr schnell über hatte. Von Vielfalt war diesmal leider nicht die Rede. Wenig neues und wenig spannendes. Es war gerade zu ein Kampf dieses Buch zu beenden. Ich konnte es problemlos weg legen und wehrte mich fast dagegen es weiter zu lesen. Aber ich hielt durch und wurde zumindest am Ende überrascht. Diesen Überraschungseffekt hätte ich mir gerne mehr im Buch gewünscht. Auch dieses Cover gefiel mir wieder sehr. Ähnelte es seinem Vorgänger auch nur etwas, so gab es genau so viele Unterschiede. Und doch hätte ich mir nicht Hildegunst auf den Cover gewünscht, sondern eine der vielen Puppen aus dem Buch. Der rote Ton des Buches weißt Hildegunst hin, welcher im Buch eine Veränderung durchlebt. Ansonsten wirkt das Buch wieder sehr interessant und anziehend, was wohl auch seinem Vorgänger zu verdanken ist. Eine enttäuschende Fortsetzung, bei der ich das Gefühl bekam, das es überhaupt keine leitende Handlung gab. Von Spannung und dem Witz Walter Moers´ fehlte jede Spur.

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Schon dass erste Band hatte mich gefesselt und in eine Welt, voller Bücher mitgenommen. Auch in diesem Teil geht es weiter, wobei ich hier einige stellen etwas verwirrend fand und man wirklich immer weiter lesen musste, um die Geschichte wieder zu verstehen. Aber auch hier floss eine Menge Fantasy hinein. Inzwischen ist Hildegunst von Mythenmetz, der berühmteste Schriftsteller Zamoniens und feiert seinen Ruhm und seinen Erfolg auf der Lindwurmfeste. Er bekommt viel Fanpost, bei denen er ein Brief entdeckte, dass ihm zurück nach Buchhaim logte. Doch innerhalb von wenigen Jahren, ist die Stadt komplett abgebrannt und neu aufgebaut wurden. Er trifft alte Freunde und ein geheimniss, dass er lüften will.

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