Leserstimmen zu
Die Bestimmung - Letzte Entscheidung

Veronica Roth

Die Bestimmung-Reihe (3)

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Trauriges Finale

Von: JK

18.11.2017

Tris, Cara und Christina sind Gefangene der Kastenlosen. Nach der Ausstrahlung des Videos und dem Sturz der Gelehrten hat Tobias Mutter Evelyn mit den Kastenlosen die Macht übernommen. Zwar hat das Video, für das Tris ihr Leben riskiert hat, allen Einwohnern Chicagos gezeigt, dass die in Kasten aufgeteilte Bevölkerung dazu auserwählt wurde, Abweichende hervorzubringen, um den Rest der Welt zu retten, und diese Welt nun auf sie wartet, doch Evelyn will damit nichts zu tun haben. Stattdessen will sie ihre neu errungene Macht sichern. Sie stellt alle an der letzten Auseinandersetzung zwischen den Kasten Beteiligten vor Gericht. Die Prozesse enden zumeist in Exekutionen. Die Angehörigen der alten Kasten mischt sie durcheinander, damit sich kein Widerstand bildet. Durch gezielte Provokationen erzeugt sie Unruhen und nutzt diese als Begründung für Ausgangssperren. Im Untergrund formiert sich unterdessen die neue Gruppe der Loyalen. Sie wollen zum einen die Kasten wieder einführen und zum anderen Leute aus der Stadt schicken, damit diese herausfinden, was aus der Menschheit geworden ist. Nachdem ihr Tobias aus dem Gefängnis geholfen hat, gehören er und Tris zu den ersten, die die Flucht aus der Stadt riskieren wollen. Obwohl er sie verraten hat und beinahe für ihren Tod verantwortlich gewesen wäre, will Tris jedoch nicht ohne ihren zum Tode verurteilten Bruder Caleb gehen, um ihre verstorbenen Eltern nicht zu enttäuschen. Tobias soll ihn aus den Klauen seiner Mutter befreien. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Tris und Tobias erzählt. Dies ermöglicht es dem Leser teils dieselben Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Anfangs erlebt man häufig eine Szene aus der Sicht eines Charakters und wechselt dann rasch in die Sicht des anderen, der darüber noch nachdenkt. Dies ist eine durchaus interessante Verbesserung des Erzählstils, der ansonsten recht unverändert ist. Er ist spannend geblieben und erneut bietet sich dem Leser viel Gewalt, Leid und Tod. Wie in den beiden vorherigen Bänden der Reihe ist die Überwindung von Ängsten, Schuld und Trauer ein zentrales Motiv für Veronica Roth, dem sich alle Charaktere auf unterschiedliche Art und Weise stellen müssen. Außerdem sind Selbstaufopferung, Diskriminierung, Klassenkampf, Aufstände und Misstrauen den Regierungen gegenüber weitere Themen des Buches. Vielleicht hat die Autorin hier versucht, etwas zu viel in nur einem Abschlussband unterzubringen. Mir persönlich gefällt es besser, wenn Bücher auf positivere Art als Letzte Entscheidung enden. Nach der Trauer der letzten Kapitel hat sich im Epilog die Welt dann doch überraschend schnell zum Positiven verändert. Nach dem langen Kampf zuvor wirkt das übereilt. Schade ist auch, dass obwohl die Charaktere als größere Gruppe aus Chicago geflohen sind, erfährt man fast ausschließlich von Tris und Tobias, was sie von dieser neuen Welt denken und wie sie auf sie einwirkt.

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Das Cover: Viel zu düster. Ich fand die ersten beiden Cover wesentlich schöner und auch bedeutungsvoller. Wenn man hier genau hinschaut, dann sieht man tatsächlich, dass es dieses Mal nicht Chicago ist, die man im Vordergrund sieht, sondern eine andere Stadt. Oder besser: ein Flughafen. Dieser spielt die wichtigste Rolle in diesem Buch. Was allerdings die Welle bedeuten soll, die auf dem Cover gezeigt wird, die meiner Meinung nach rein gar nichts mit den Fraktionen zu tun hat (die hier ja auch schon nicht mehr existent sind), weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es so etwas bedeutet wie: Die Welt ändert sich komplett. Alles was du weißt wird überrollt und du muss mit den neuen Ereignissen klarkommen. Das Buch: Tris, Four und ein paar andere machen sich auf den Weg um zu sehen, was hinter dem Zaun existiert. Falls etwas existiert. Schon bald kommen sie zum „Amt“, dass im Flughafen nähe Chicago Platz gefunden hat. Sie werden herzlich Willkommen geheißen, aber schnell wird klar, dass es hier zwar keine Fraktionen gibt, aber trotzdem eine Spaltung der Gesellschaft. Sie werden definiert in „Gen-Perfekte“ und „Gen-Defekte“. Schnell wird klar, dass die Unbestimmten eine weitaus größere Rolle spielen als gedacht, dass aber nicht jeder, der als Unbestimmt galt, wirklich Unbestimmt ist. Meine Meinung: Dieses Mal beginne ich mit der Beziehung von Tris und Four. Wieder gibt es Spannungen, wieder gibt es Geheimnisse und wieder gibt es Vertrauensprobleme. Dieses Mal kommt allerdings Eifersucht hinzu, was ein wenig neu ist. Four versucht ehrlich zu Tris zu sein, allerdings etwas spät. Es werden Menschenleben in Gefahr gebracht. Ein kleines bisschen Romantik kommt leider nur in einer einzigen Szene auf und hier kommen sich die beiden sehr nah, allerdings hat die Autorin diese Stelle sehr schnell erzählt und dieser „Moment“ war dann auch schon wieder vorbei. Das war etwas schade. Das „Amt“ hat seine eigenen Geheimnisse, die Tris und Four mit ein paar Sympathisanten und offiziellen „Gen-Defekten“ lösen und die Probleme beseitigen möchten. Hier hatte ich den Eindruck, dass es ein wenig so ist wie in Chicago, aber mit irgendwas muss man ja ein ganzes Buch füllen sonst wäre die Geschichte schnell erzählt gewesen. Bisher habe ich noch nicht über die Beziehung zwischen Tris und Caleb, ihrem Bruder gesprochen. Dieser hatte sich in Band 2 für die Ken entschieden und das Leben von Tris gefährdet. Sie wäre gestorben, wenn nicht jemand anderes eingegriffen hätte. Nachdem Caleb verstanden hatte, was er falsch gemacht hatte, war es zu spät. Tris konnte und wollte ihm das nicht verzeihen. Caleb weiß, dass er Schuld auf sich geladen hat und versucht diese mit allen Mitteln zu tilgen. Und wenn es sein Leben kostet. Tris willigt ein. Doch am Ende kommt alles ganz anders. Aber als Leser liebe ich Überraschungen und komme daher nicht umhin zu sagen: Hut ab, Frau Roth! Das Ende ist klasse.

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Erste Sätze Ich gehe in meiner Zelle im Hauptquartier der Ken auf und ab, ihre Worte hallen mir noch in den Ohren. >>Ich werde Edith Prior heißen. Und es gibt vieles, was ich frohen Herzens vergessen werde.<< Klappentext Die Lüge hinter dem Zaun holt Tris und Four ein Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht... Meine Meinung Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet im Gegensatz zu den Vorgängern nicht nur aus der Sicht von Tris, sondern auch aus der Sicht von Tobias. Tris ist stur, stark, klug, emotional und neugierig. Sie muss ich wieder neuen Umständen anpassen, das Verhältnis zu ihrem Bruder ist zerrüttet und die Mutter ihres Freundes Tobias ist nun die neue Anführerin der Stadt. Sie ist ein wenig auf der Suche nach einer neuen Aufgabe und möchte die Welt außerhalb der Stadt kennenlernen, um die Wahrheit zu erfahren. Ihre Unsicherheit verbirgt sie gekonnt. Tobias alias Four hat eine wichtige Rolle zugespielt bekommen, denn seine Mutter Evelyn ist nun die neue Anführerin der Stadt. Das verleiht ihm eine Macht, die er nicht haben will, aber nutzt, um Tris zu helfen. Er ist klug, emotional und neugierig, aber vor allem will er Tris helfen. Beide Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, wachsen über sich hinaus und stoßen an ihre Grenzen. Ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar. Die Geschichte an sich ist spannend, dramatisch, emotional und actionreich. Sie ist politischer als die Vorgänger und die beiden Protagonisten werden vor neue Probleme gestellt, die interessant sind, aber doch recht ähnlich zu denen in den vorherigen Bänden. Dennoch wurden einige Fragen beantwortet und Entscheidungen gefällt, die nötig für die Geschichte und einen gelungenen Abschluss der Reihe bildeten. Die Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen. Bewertung Ein gelungener Abschluss, der zwar Ähnlichkeiten zu den Vorgängerbänden zeigte, aber mich ansonsten wieder gut unterhalten hat, daher gibt es von mir wieder 4,5 von 5 Würmchen

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"Letzte Entscheidung" ist der Abschluss der Divergent-Trilogie von Veronica Roth und eines der wenigen Bücher, die ich gleich zum Erscheinungstermin haben und lesen musste. Die spannende Geschichte, in deren Mittelpunkt Tris Prior steht hat nämlich alles, was eine gute Dystopie braucht. Nachdem Tris am Ende des zweiten Bandes der Öffentlichkeit ein rätselhaftes Video über die Welt außerhalb der Stadt gezeigt hatte, wurde sie von der Rebellenführerin Evelyn im Ken-Hauptquartier festgenommen, wo sie auf ihre Anhörung wartet. Vom Vorwurf des Verrats wird sie kurz darauf zwar freigesprochen, doch sie und ihre Freunde erkennen bald, dass die neue Regierung auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um die endgültige Auflösung der Fraktionen herbeizuführen. Tris schließt sich den "Allegiant" an, einer ungleichen Gruppe aus verschiedenen ehemaligen Fraktionsmitgliedern, die wissen wollen, was wirklich außerhalb der Stadt ist. Tris, Four, Christina und Uriah melden sich als Freiwillige für einen Stoßtrupp und finden eine Realität, in der Wahrheit und Lüge nur schwer zu unterscheiden sind. Dieser letzte Teil hat mich nicht so sehr begeistert wie die beiden Vorgänger. Die Handlung wirkte auf mich teilweise etwas "zusammengesetzt" und es gab einige Ungereimtheiten im Timing (ich meine, darüber wäre ich bei Teil 2 auch schon gestolpert, aber vielleicht liegt es auch an mir). Die Auflösung des großen Geheimnisses über die Außenwelt war für mich zwar zunächst eine Überraschung, doch blieb der Hintergrund kulissenhaft, da hätte man mehr herausholen können. Sehr gut fand ich hingegen auch hier wieder die psychologische Tiefe der Charaktere und deren Entwicklung. Anders als in den ersten beiden Bänden, wechselt die Erzählperspektive zwischen Tris und Four, was einen viel besseren Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt zulässt. Der Leser versteht zum ersten Mal so richtig, wie stark Four seine Kindheitstraumata belasten und wie sehr sie sein Handeln und in gewisser Hinsicht auch seine Beziehung zu Tris immer noch beeinflussen. Diese stark belastete Liebe muss sich in "Letzte Entscheidung" noch einmal ganz neu finden und beweisen. Das war für mich als Leser nur schwer auszuhalten. Und das Ende, ach, das Ende...

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Die Fraktionen sind zerfallen, Tris' Heimat liegt im Chaos. Die Fraktionslosen schließen sich zusammen und greifen unter Fours' Mutter Evelyn nach der Macht. Allerdings sind nicht alle von der Veränderung in der Stadt begeistert, es bilden sich Gruppen, die die Fraktionen wieder einrichten wollen. Mitten in diesen Geschehnissen versuchen Tris und Four sich zurecht zu finden und landen in einer Mission, die sie aus der Stadt herausführen soll. Den Grenzzaun aber hinter sich gelassen, sind sie im Begriff eine Wahrheit zu erfahren, die ihr gesamtes bisheriges Leben absurd erscheinen lässt. Mit "Letzte Entscheidung" schließt die Trilogie um Tris und Four. Wir erleben die Geschichten von liebgewonnen Charakteren, die wir nun über drei Bücher begleiten durften und schon auf den ersten Seiten gelingt es Veronica Roth mit Leichtigkeit die LeserInnen wieder in ihr dystopisches Universum zu entführen. Tris und Four sind nicht nur ein Liebespaar sondern auch ein disharmonisches Team. Ihr größtes Problem scheint die zu große Liebe zum jeweils anderen zu sein. Mit ihrem Bestreben den, die Andere vor Schaden zu bewahren, fügen sie einander oft Schmerz zu. Die beiden sind ein Beispiel für gute Absichten, die wenn nicht ausgesprochen zu Katastrophen führen können und ihre verzweifelten Anstrengungen, alles richtig zu machen, begleiten wir im abschließenden Band von "Die Bestimmung". Roth gelingt es über drei Bände einen logischen Bogen zu spannen, der in sich schlüssig ist, und bleibt ihrem Stil und der Geschichte bis zum Ende treu. Uneingeschränkte Leseempfehlung für alle drei Bände.

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Das Cover des dritten Bandes der Trilogie gefällt mir, wie die beiden ersten auch, sehr gut. Schade fand ich zwar, dass das Wassersymbol keines der Fraktionssymbole ist, wie es bei dem Feuer- und Baumsymbol war. Zurückzuführen kann man es aber, da es die Fraktionen ursprünglich nicht mehr gibt und das Buch in einer „anderen“ oder „neuen“ Welt spielt, so ist es zumindest für die Protagonisten des Buches zu sehen. Das Grün des Covers finde ich gut gewählt, da es einen etwas düsteren Eindruck hinterlässt und auf die zerstörte Welt schließen lässt. Schon von einigen Lesern und gelesenen Rezensionen wurde ich darauf hingewiesen, dass das Buch wirklich schlecht sein sollte und besonders das Ende die Erwartungen nicht erfüllt habe. Ich ging schon mit etwas negativen Gedanken an dieses Buch heran und ich konnte mich schon etwas darauf einstellen. So fand ich es nicht mehr ganz so schlecht, wie ich es befürchtet habe. Veronica Roth ist es auch in diesem Band gelungen sich sehr passend der Situation auszudrücken und hat eine sehr verständliche Ausdrucksweiße. Die Erzählweiße ist etwas anders als in den beiden ersten Teilen und zu Beginn hat mich dies immer etwas verwirrt. Es ist zwar auch in der ICH-Erzählerperspektive geschrieben, jedoch abwechselnd aus der Sicht von Tris und von Tobias. Im Großen und Ganzen ist es sehr einfach zu lesen, an einigen Stellen musste ich mich zwar etwas besser konzentrieren um die Zusammenhänge korrekt zu erschließen, dies stellte aber keine Blockade dar. Leider ist auch zu erwähnen, dass es sich im mittleren Teil eher hingezogen hat und fast schon etwas Langweilig war. Dadurch musste ich es oft zur Seite legen und mir eine Pause gönnen um meine Konzentration wieder einzufangen. Einige Stellen hätte man auslassen können, oder nicht in dem Maß ausführen müssen, wie es das war. Zum Ende des Buches ist es aber nochmal extrem spannend geworden und die Seiten flogen nur so dahin. Tris und Four haben mir schon am Anfang der Bücher super gefallen und waren mir fast sofort sympathisch. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich im letzten Teil sehr weiterentwickeln und erwachsender werden. Beide haben sehr ausschlaggebende und reife Handlungen gewählt. Die Beziehung zwischen den beiden ist eine ganz besondere und man konnte spüren wie sehr sie sich immer mehr zu einander binden und ihren Gefühlen freien Lauf lassen können. Christina war mir zu Anfang eher unsympathisch und ich konnte mit ihrer Art nicht besonders viel anfangen. Auf den letzten 100 Seiten hat sich dies aber enorm geändert. Relativ am Anfang machen sich Tris, Four und ihre Freunde auf den Weg um die Welt hinter dem Zaun zu erkunden. Sie begegnen einer Welt voller Lügen und erfahren erschreckende Wahrheiten. Der Leser wird mit einer völlig neuen und anderen Welt bekannt gemacht und jedes einzelne wird ausführlich erklärt, so kommt man sehr schnell in die Handlung hinein. Viele Fragen, die in den ersten beiden Bänden angefallen sind, werden in diesem Band beantwortet und man erfährt sehr viel über die Entstehung der Fraktionen und den wahren Grund dafür. An einigen Stellen war dies etwas zu langatmig, wie ich vorhin schon erwähnt habe. Zum Ende hin konnte ich mich wieder komplett in die Welt fallen lassen und war beeindruck welch eine Wendung das Ganze noch nimmt.Alles in allem, ist es ein guter Abschluss einer Trilogie, die jedoch mehr Pepp zur Mitte hin vertragen hätte. Das Ende hätte sich zwar jeder anders vorgestellt und auch ich hätte es mir anders gewünscht, aber es passt zur Geschichte. Ein Muss für alle, die die Trilogie schon angefangen haben und ein Muss für alle die es noch vor sich haben. Rezension auch hier zu finden: http://dieserbuecherblog.blogspot.de/2015/10/rezension-die-bestimmung-letzte.html

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Autorin: Veronica Roth Preis: 9,99€ Verlag: Goldmann Es ist nicht immer ganz einfach, eine Rezension zu einem guten Buch zu schreiben, doch noch schwerer ist, es eine negative Rezension zu verfassen. Leider muss ich dies im Fall von „Die Bestimmung - letzte Entscheidung“ tun. Es ist mir wirklich ein Rätsel, was sich die Autorin beim letzten Teil dieser Trilogie gedacht hat. Das erste Buch hatte so viel Neues und war bestückt von fantasievollen Charakteren, einer spannenden Welt- aus der man wirklich etwas hätte machen können - und einer, wie ich finde sehr neuen und schönen Liebesgeschichte. Mit dem letzten Teil hat die Autorin alles wieder zerstört. Die Charaktere wurden von Seite zu Seite unsympathischer. Gut und schön wenn man aus verschiedenen Sichten schreibt. Aber dann doch bitte mit Herz und für den Leser nachvollziehbar! Ich muss sagen Fours Sicht hat mir noch ziemlich gut gefallen, es war spannend und einfallsreich. Doch was die Autorin mit (Bea)Tris vorhatte ist mir ein Rätsel. Anfangs die starke Protagonistin an welcher man Freude hat doch im letzten Teil nur noch anstrengend, oberflächlich und charakterlos. Dazu kam noch, dass die Geschichte sich stellenweise einfach nur noch hingezogen hat. Ich habe nichts mehr von dem großartigen,lockeren und doch sehr anspruchsvollen Detail verliebten Schreibstil aus dem ersten Teil gemerkt. Dementsprechend hat es auch sehr lange gedauert, bis ich halbwegs in die Geschichte reinkam. Aber wirklich „versunken“ bin ich in diesem Buch leider nicht. Da stelle ich mir allerdings auch ganz klar die Frage: Hätte ein 3. Teil noch unbedingt sein müssen? Im 2. Teil aufgehört wäre die die Story großartig gewesen und Anwärter für mein Lieblingsbuch, aber so war ich wirklich froh, dass dieses Buch ein Ende hatte. Und auch das Klischee der Dystopien: „zum Ende sterben alle Charaktere die man das Buch über liebgewonnen hat“, bestätigt sich leider. So ist es für mich unfassbar wie man auf 100 Buchseiten alle starken Handlungsträger der Geschichte sterben lassen kann. Leider konnte ich mit diesem Ende der einst so tollen Trilogie überhaupt nichts anfangen. Oberflächliche Charaktere und eine sich hinziehende Story sind einfach no go´s für eine schöne Dystopie. Ich gebe dem Buch 2/5 Sternen. Denn der Charakter Four hat es für mich an einigen Stellen noch etwas gerettet und auch die Handlung war spannend.

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Die Bestimmung 3

Von: denisf

15.11.2015

http://booksandfreaks.blogspot.de/2015/11/rezension-zu-die-bestimmung-3-titeldie.html

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