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Leserstimmen (33)

A.G. Howard: Dark Wonderland - Herzkönigin (Die Dark Wonderland-Reihe) (1)

Dark Wonderland - Herzkönigin Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16319-1

Erschienen: 24.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Dark Wonderland - ein Must-Read

Von: BookPrincess by Sarah Datum : 03.08.2017

https://bookprincessbysarah.wordpress.com/2017/06/27/dark-wonderland-herzkoenigin-von-a-g-howard/

Wie gefällt es mir?
Ich muss ehrlich sagen, dass ich die ersten hundert Seiten von Dark Wonderland sehr gruselig fand. Hier werden Alyssas Leben, ihre verrückte Mutter, die sprechenden Insekten und Blumen vorgestellt, wie auch viele mysteriöse Kleinigkeiten, die den Leser erschaudern lassen. Mir war es fast zu viel, aber ich war tapfer und habe durchgehalten. Und es hat sich gelohnt.
Alyssa ist eine Protagonistin, die man zunächst etwas seltsam findet, denn wer hört schon Blumen und Insekten reden und macht aus toten Insekten Kunstwerke. Doch nach und nach erfährt man mehr über Alyssa, ihre Familie und Jeb, und lernt, sie zu verstehen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Alyssa ist unglaublich mutig, sarkastisch, humorvoll, liebenswürdig und selbstlos. Sie tut alles, um ihrer Mutter und später auch Jeb zu helfen. Ihre Wandlung vom Aussenseiter zur Heldin passt sehr gut zu ihr, und der Leser entwickelt ein Gefühl von Stolz ihr gegenüber für das, was sie alles schafft.
Jeb ist Alyssas bester Freund, doch er hat eine Freundin, die weder Alyssa noch der Leser leiden können. Es ist ziemlich eindeutig zu erkennen, dass Alyssa ihn liebt, aber es bleibt lange fragwürdig, ob er ihre Gefühle nicht vielleicht doch erwidert. Jeb ist einfach cool, das kann man gar nicht anders sagen. Er haut einen lustigen, sehr passenden Spruch nach dem Nächsten raus, hilft und unterstützt Alyssa, wo er nur kann. Ein wahrer bester Freund.
Morpheus darf man an dieser Stelle nicht vergessen. Ein Nethilitim, den der Leser, wie auch Alyssa, nicht so wirklich durchschauen kann. Er sieht gut aus, ist anziehend, kann charmant sein, gibt Alyssa lebenswichtige Tipps und hat große schwarze Flügel. Doch er scheint weitere Pläne hinter den offensichtlichen Plänen zu haben, er hat eine herrische, fast bösartige Seite an sich und es bleibt ständig die Frage, ob man ihm wirklich trauen kann.
Alle drei Charaktere sind sehr glaubwürdig dargestellt, ihre Handlungen und Reaktionen sind genial. Ich weiß nicht, ob ich in Alyssas und Jebs Situation auf das ein oder andere gekommen wäre.
Der Schreibstil passt sehr gut zu der Geschichte: Düster, spannend, humorvoll, zeitweise verwirrend, verrückt und aufregend. Der Leser hat kaum eine Seite zeit zum Durchatmen, ständig folgen neue, unerwartete Ereignisse, die das Vorangegangene toppen.
Ich muss gestehen, dass ich Alice im Wunderland nie gelesen habe, die Disney-Version kenne ich zu meiner Schande auch nicht. Vor ein paar Jahren habe ich mal die Kinoversion gesehen, aber auch an die kann ich mich nicht mehr richtig erinnern. Die Grundelemente von dem Kaninchenbau, der Raupe, dem Schachspiel, Königin Rot und Königin Weiß hatte ich aber zum Glück im Kopf. Ich fand es schwer, die Parallelen und Erzählungen von Alice‘ Geschichte, in Dark Wonderland zu folgen, einfach, weil ich sie nicht richtig kenne. Meine Empfehlung an dieser Stelle: Lest zunächst Alice im Wunderland. Vermutlich, ist es dann einfacher, Dark Wonderland zu folgen, denn bekannte Wunderland-Charaktere werden gar nicht mehr erklärt oder beschrieben. Aber ich bin auch so mit der Zeit ganz gut zurecht gekommen.

Magisch, düster, mitreißend

Von: Plimaus.buechertraume Datum : 05.03.2017

bookishdreamland.blogspot.de/

Die Wendungen des Plot beruhen anfangs auf dem Fluch der Liddels, wechseln dann zu der Dunkelheit des Wunderlandes, bis sie schließlich, kurz vor der Hälfte des Buches, auf Morpheus Plänen und Taten liegen bleiben.
Dies tut der Spannung allerdings keinen Abbruch – ganz im Gegenteil: die vielen Wendungen lassen dem Leser zwar kurze Pausen, reißen ihn danach aber weiter durch die Geschichte.

Auch die Charaktere sind sehr sympathisch.
Alyssa fürchtet sich davor, verrückt zu werden. Auch möchte sie ihre Mutter aus der Irrenanstalt befreien. Darum entschließt sie sich dazu, das Wunderland zu betreten, auch wenn ihre Mutter sie mehrfach davor gewarnt hat.
Jeb ist ihr gefolgt, obwohl er nicht wusste, was ihn erwartet. Er würde alles für sie tun – sogar sterben.
So geht es auch Morpheus, der durch seine Geheimnisse einen mysteriösen, zwielichtigen Eindruck hinterlässt, wenn es darauf ankommt aber auch sehr viel Mut zeigt.

Das dunkle Wunderland spiegelt den Wahnsinn von Alyssas Vorfahrinnen, eine Mischung aus dem magischen Inhalt von ‚Alice im Wunderland‘ und allen möglichen Horrorvorstellungen.

Die Welt hinter den Spiegeln

Von: Lena von Awkward Dangos aus Essen Datum : 26.01.2017

awkward-dangos.blogspot.de/

Ich mag Geschichten um Alice, das Wunderland und die unsichtbare Grinsekatze sehr, wenn es auch nicht ganz Teil meiner Kindheit war, denn den Disneyfilm habe ich nicht so oft sehen wollen wie bspw Dumbo oder Das Dschunglebuch. Ich lese aber gerne mal Bücher und Mangas, die sich mit dem Thema beschäftigen und die Geschichte neu interpretieren. Als ich das Cover und die Beschreibung zu Dark Wonderland las, war ich daher sofort fasziniert von diesem Buch und wollte es unbedingt lesen. Der Aufbau der Geschichte ist sehr verwirrend, abstrus und verrückt und der Wahnsinn des Wunderlands entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Die Beschreibungen der fremden Welt und Howards Neuinterpretation dieser wirkten schon eine gewisse Faszination auf mich aus, denn die Handlung ist unberechenbar, düster und schlägt oftmals plötzlich eine andere Richtung ein. Trotzdem las sich das Buch stellenweise sehr zäh, langatmig oder auch verwirrend, sodass ich gar nicht mehr richtig wusste, was da gerade passiert - das hat mich dann aber auch nicht sonderlich interessiert und ich war mehr als einmal versucht, die öden Passagen einfach zu überspringen. Nur dann hätte ich wahrscheinlich noch weniger verstanden. Leider haben mich die Gefühlsausbrüche und romantischen Szenen meist auch kalt gelassen, da ich einfach nicht so richtig mit den Charakteren mitfühlen konnte.

Die Geschichte in sich ist sehr stimmig, bietet noch den ein oder anderen Plottwist und weist ein rundes Ende auf, das zwar abgeschlossen wirkt, aber noch Spielraum für die weiteren Bände bietet. Auch wenn ich das Buch nach einem schönen Ende zufrieden beiseite legte, so war ich doch wirklich froh, es endlich beendet zu haben.

Ein Reihenauftakt, der zwar mit Originalität und Fantasie punkten, mich jedoch nicht vollständig in seinen Bann ziehen konnte. Stellenweise war es mir einfach etwas zu langatmig und durcheinander. Für das spannende Ende, die fantasievolle Welt und den wunderschönen Schreibstil gibt es jedoch ein halbes Extraherz. ;) Die weiteren Bände werde ich wohl eher nicht lesen.

Bewertung: 3,5/5

Eine dunkle Geschichte über ein Wunderland der ganz anderen Art!

Von: Lexy´s Bücherwelt Datum : 26.10.2016

lexysbuecherwelt.blogspot.de/

Klappentext
Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?

Cover
Ein wunderschönes Cover wie ich finde. Es sagt sehr viel über den Titel aus. So stelle ich mir Alice vor. Es hätte nicht passender sein können. Daumen hoch!

Inhalt
Es ist eine komplett andere Wunderland Geschichte. Sie spielt nach der eigentlichen Geschichte von Lewis Caroll. In diesem Buch geht es um die Nachfahrin von Alice Liddell. Sie muss einen Geheimnisvollen Fluch brechen der angeblich auf ihrer Familie liegt. Alyssa ist ein glaubwürdiger Hauptcharakter "Vorerst". Die Story ist super aufgebaut und ist nicht zu beanstanden.
Jedoch habe ich ziemlich lange gebraucht um mit diesem Buch warm zu werden. Der Charakter von Alyssa fängt ab der Mitte der Geschichte an zu bröckeln. Spätestens als Morpheus ins Spiel kommt. Sie liebt seit Anfang an den charmanten, humorvollen, zuvorkommenden und liebevollen Jeb, doch als Morpheus wieder in ihr leben tritt glaubt sie ihm alles was er sagt und lässt sich in die dunkelsten tiefen ihres inneren ziehen. Irgendwie konnte ich das nicht ganz glauben. Um die Wahrheit zu sagen, dachte ich mir die ganze Zeit -Alyssa kann doch nicht so dumm sein-.
Ansonsten hat mir das Buch sehr gefallen und ich freue mich schon darauf den zweiten Teil zu lesen.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Details
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: cbt (24. November 2014)
Sprache: Deutsch
Broschiert: 17,99€
eBook: 13,99€
ISBN-10: 3570163199
ISBN-13: 978-3570163191
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Splintered
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4,3 x 22,1 cm

Großartig

Von: MayaS Datum : 16.06.2016

mayashepherd.blogspot.de

Es passiert selten, kommt aber immer wieder vor, dass ich ein Buch zu lesen beginne und schon nach den ersten Seiten weiß, dass ich es LIEBEN werde, so auch bei „Herzkönigin“.

Mir war Alyssa vom ersten Moment durch ihre skurrile Art sympathisch und ich mochte ihr ganzes Umfeld. Bei Jeb war ich mir erst nicht sicher, doch das spürbare Knistern zwischen den beiden ließ auch bald mein Herz für ihn höher schlagen. Aber auch Morpheus hat es mir angetan.

Der größte Teil der Geschichte spielt im Wunderland. Die Welt, die A. G. Howard sich ausgedacht hat, erinnert zwar an „Alice im Wunderland“, ist aber dennoch eigenständig.

Nach den letzten Seiten war ich mir sicher: Dark Wonderland sieht mich bald schon wieder. Wie gut, dass Band 2 bereits auf meinem SUB wartet.

Fazit:
UNBEDINGT lesen!

Folge der schwarzen Motte...

Von: Lisa Hess Datum : 19.02.2016

traeumenvonbuechern.blogspot.de/

Klappentext: Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?

Cover: Ich finde das Cover sehr hübsch, vor allem, weil es perfekt zur Geschichte und zur geheimnisvollen Stimmung des Buches passt. Blumen und Insekten spielen eine große Rolle in "Dark Wonderland", was man auch auf dem Cover erkennen kann.

Meine Meinung: Nachdem die liebe Tessa mir mehrmals von "Dark Wonderland" vorgeschwärmt hat, habe ich es mir von meinem Weihnachtsgeld endlich gekauft und ich muss sagen: Es ist wirklich großartig!
A. G. Howards Schreibstil ist wunderschön, detailreich und bringt dem Leser die Geschichte auf eine ganz besondere Art nahe.
Alyssa ist eine sympathische Protagonistin. Ich mochte sie schon zu Beginn des Buchs, allerdings fand ich sie nach einigen Ereignissen im Wunderland noch toller und glaubwürdiger.
Jeb war meiner Meinung nach allerdings etwas nervig und klischeehaft. Manchmal war er aber auch sehr süß... ;-)
Morpheus war mit Abstand mein Lieblingscharakter. Er war manchmal böse, oft aber auch wirklich bezaubernd. Man kann ihn nicht in irgendeine Schublade stecken, dafür ist er einfach zu perfekt. ♥
Bevor ich euch noch spoilere, höre ich jetzt lieber auf, euch von Morpheus vorzuschwärmen ;-)
Das Wunderland in diesem Buch ist ganz anders, als wir es von Lewis Caroll kennen: Düster und auch ein wenig gruselig. Es gibt zwar viele Anspielungen auf das Original, allerdings sind die Kreaturen, die in dieser Welt ihr Unwesen treiben, sehr viel gefährlicher und teilweise auch ein bisschen ekelig oder angsteinflößend.
Insgesamt fand ich das Buch wirklich schön, es hatte sowohl Action als auch Liebe, Spannung und emotionale Szenen und ein bittersüßes Ende. Allerdings finde ich, das kein zweiter bzw. dritter Band nötig wäre. Aber für meinen Morpheus werde ich die Trilogie natürlich weiterlesen. ;-)

Fazit: Ein absolutes Muss für alle "Alice im Wunderland"-Fans, die auch mit düsteren und gruseligen Szenen klarkommen und sich sowohl Spannung als auch Emotionen wünschen.
5 von 5 Sternen!

Die Welt hinter den Spiegeln...

Von: Lena von Awkward Dangos Datum : 01.02.2016

awkward-dangos.blogspot.de

Ziemlich lange lag es ungelesen herum, ziemlich lange habe ich dann auch zum Lesen gebraucht. Zwar war das Buch nicht ganz so meins, greift aber die Geschichte um Alice im Wunderland auf faszinierende Weise auf. Ich habe mich wirklich bemüht es zu mögen, konnte letzten Endes aber nicht wirklich in Dark Wonderland abtauchen.


♥ Cover & Aufmachung ♥

Wunderschön! ♥ Ich bin echt froh, dass hier mal das hübsche US-Cover übernommen wurde. Das Mädchen mit den roten Lippen, der Schlüssel, die Blüten und Insekten und all das vor diesem sattgrünen Hintergrund wirkt einfach unglaublich geheimnisvoll und außergewöhlich, was sehr gut zum Inhalt und der Geschichte des Romans passt. Das Buch selbst ist komplett schwarz mit einer roten Metallicschrift auf dem Buchrücken.


♥ Inhalt ♥

Folge dem Flüstern … in das Reich hinter dem Spiegel Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen? (Quelle: cbt)

Ich mag Geschichten um Alice, das Wunderland und die unsichtbare Grinsekatze sehr, wenn es auch nicht ganz Teil meiner Kindheit war, denn den Disneyfilm habe ich nicht so oft sehen wollen wie bspw Dumbo oder Das Dschunglebuch. Ich lese aber gerne mal Bücher und Mangas, die sich mit dem Thema beschäftigen und die Geschichte neu interpretieren. Als ich das Cover und die Beschreibung zu Dark Wonderland las, war ich daher sofort fasziniert von diesem Buch und wollte es unbedingt lesen. Der Aufbau der Geschichte ist sehr verwirrend, abstrus und verrückt und der Wahnsinn des Wunderlands entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Die Beschreibungen der fremden Welt und Howards Neuinterpretation dieser wirkten schon eine gewisse Faszination auf mich aus, denn die Handlung ist unberechenbar, düster und schlägt oftmals plötzlich eine andere Richtung ein. Trotzdem las sich das Buch stellenweise sehr zäh, langatmig oder auch verwirrend, sodass ich gar nicht mehr richtig wusste, was da gerade passiert - das hat mich dann aber auch nicht sonderlich interessiert und ich war mehr als einmal versucht, die öden Passagen einfach zu überspringen. Nur dann hätte ich wahrscheinlich noch weniger verstanden. Leider haben mich die Gefühlsausbrüche und romantischen Szenen meist auch kalt gelassen, da ich einfach nicht so richtig mit den Charakteren mitfühlen konnte.

Die Geschichte in sich ist sehr stimmig, bietet noch den ein oder anderen Plottwist und weist ein rundes Ende auf, das zwar abgeschlossen wirkt, aber noch Spielraum für die weiteren Bände bietet. Auch wenn ich das Buch nach einem schönen Ende zufrieden beiseite legte, so war ich doch wirklich froh, es endlich beendet zu haben.


♥ Charaktere ♥

Gleich zu Anfang sei gesagt: Ich mochte keinen der Charaktere sonderlich und konnte mich auch bis zum Schluss nicht richtig mit ihnen identifizieren. Alyssa hat für mich einfach keine wirklich greifbare Persönlichkeit: Mal ist sie ruhig, dann plötzlich impulsiv, mal steht sie nutzlos in der Gegend herum, um dann die große Retterin von Wunderland zu spielen, der natürlich alles perfekt gelingt, obwohl sie keinen blassen Schimmer hat, was sie da eigentlich tut.
Ihr bester Freund Jeb war mir von Anfang an unsympathisch und ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, wie er mit so einer Zicke wie Taelor überhaupt erst zusammenkommen konnte. Seine Beweggründe blieben mir die ganze Zeit über schleierhaft.
Zuletzt haben wir da noch Morpheus, der Alyssa eigentlich nur benutzt, manipuliert und für seine Zwecke missbraucht. Bei ihm habe ich mich die ganze Zeit gefragt, warum er das tut, wenn sie doch angeblich so kostbar für ihn ist. Außerdem habe ich einfach nicht verstanden, weshalb Al immer wieder auf ihn reingefallen ist und wie ein kleines Hündchen zurückgekrochen kam.
Über die restlichen Charaktere habe ich hinterher schlicht und einfach den Überblick verloren, weil es so viele waren, alles drunter und drüber ging und immerhin zwischen den einzelnen Kapiteln, die ich gelesen habe, mehrere Wochen vergangen sind.


♥ Schreibstil ♥

Was mir an dem Buch dagegen richtig gut gefallen hat, ist der Schreibstil, denn der ist wirklich schön ausgeschmückt und bildhaft, was sehr schön zur Geschichte passt. Das Wunderland nimmt dadurch Farben uind Formen an und auch die Atmosphäre, ob chaotisch oder bedrohlich, kam dadurch gut zum Ausdruck. Besonders aufgefallen sind mir die Beschreibungen der Kleidung und der eigenartigen Merkmale der Netherlingsbewohner. Hier werden Alyssas Reifröcke, die Tattoos und leuchtenden Steine sowie Morpheus' Flügel so wunderschön beschrieben, dass ich sie fast vor mich sehen konnte. Allerdings kamen durch den detailreichen Schreibstil auch oft langatmige Passagen zusatande.


♥ Fazit ♥

Ein Reihenauftakt, der zwar mit Originalität und Fantasie punkten, mich jedoch nicht vollständig in seinen Bann ziehen konnte. Stellenweise war es mir einfach etwas zu langatmig und durcheinander. Für das spannende Ende, die fantasievolle Welt und den wunderschönen Schreibstil gibt es jedoch ein halbes Extraherz. ;) Die weiteren Bände werde ich wohl eher nicht lesen.

Bewertung: 3,5/5

"Dark Wonderland - Herzkönigin" von A.G. Howard

Von: Nelly Datum : 31.12.2015

nellysleseecke.blogspot.de/

Der Klappentext
Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?
[ Quelle: cbt ]


Meine Meinung
Komischerweise hat mich die Dark Wonderland-Reihe kurz nach Veröffentlichung des ersten Teils so gar nicht angesprochen. Alle fanden vor allem das Cover so toll, und ich find es jetzt auch nicht hässlich, aber irgendwie konnte es meine Aufmerksamkeit nicht erregen. Das schaffte erst Teil 2. Aber dann gleich so, dass ich fast wahnsinnig geworden bin, weil ich die Reihe unbedingt lesen wollte.

Alyssa ist eine Nachfahrin von Alice Liddell, der Alice, die einst ins Wunderland gestolpert ist. Seitdem liegt auf den Frauen dieser Familie ein Fluch, der Alyssa dazu befähigt, Insekten und Pflanzen reden zu hören. Ihre Mum ist noch viel schlimmer dran, denn die sitzt zwischenzeitlich in einer Irrenanstalt und soll in Kürze Elektroschocks in den Kopf erhalten. Um den Fluch zu brechen, hat Alyssa nur eine Möglichkeit: sie muss ins Wunderland.

Diese Geschichte ist vor allem eines, nämlich skurril. Fast jeder kennt die Geschichte von Alice im Wunderland und die ist ja auch schon ein kleines bisschen verrückt. Spontan fällt mir da die Teegesellschaft ein und die gebutterten Uhren und Zahnräder. Aber Dark Wonderland schlägt das klassische Wunderland noch um Längen. Nicht weiße Hasen laufen da rum, sondern skelettartige Wesen mit Geweihen und komische Kobolde, die die Toten einsammeln, mit Grubenlampen auf dem Kopf.

Normalerweise mag ich es ja nicht so fantastisch, aber Howard hat mich fasziniert mit ihrer ganz eigenen Version des altbekannten Märchens. Schon nach kürzester Zeit war ich von der Geschichte gefangen und bin immer tiefer in die verworrenen Strukturen vom Dark Wonderland eingetaucht.

Dem Ganzen liegt aber auch eine tolle Geschichte zugrunde, denn so einfach, wie Alyssa denkt, ist ihr Fluch gar nicht. Da laufen im Hintergrund gleich mehrere Intrigen ab, die der Story eine tolle Komplexität geben.

Das Buch beginnt schon mit einem recht rasanten Tempo, das die Autorin auch beibehalten konnte. Obwohl mir vorher schon nicht langweilig war, stieg der Spannungsbogen nochmal krass an, als Alyssa mit Jeb gemeinsam das Wunderland betritt.

Richtig verliebt war ich in die Charaktere. Alyssa mochte ich von der ersten Sekunde an, da sie alles andere als perfekt ist, was man schon daran erkennen konnte, dass sie die ungeliebten Insekten als Bestandteile ihrer Kunst verwendet - freilich erst, nachdem sie ihnen das Leben ausgehaucht hat. Diesen morbiden Zug fand ich für sie klasse gewählt, da es sie so normal machte. Ich meine, wer von uns würde nicht irgendwann mal zu drastischen Mitteln greifen, wenn man ständig kleine piepsige Stimmen hört?

Die beiden Männer in ihrem Leben, Jeb und Morpheus könnten unterschiedlicher nicht sein. Jeb war genauso, wie man ihn in einem klassischen Jugendbuch erwartet. Er ist cool, locker, gutaussehend und Alyssa ist seit Ewigkeiten in ihn verliebt. Er war Everybodys Darling, ganz nett, vielleicht ein wenig blass, aber wichtig für die Geschichte. Wirklich beeindruckt war ich dagegen von Morpheus. Was 'ne coole Schweinebacke... Ein wenig hat er mich an Snape aus Harry Potter erinnert. Nicht weil sie sich irgendwie ähnlich wären, denn das sind sie eigentlich überhaupt nicht. Aber wie bei Snape damals wusste ich bei Morpheus nie so recht an was ich bin. Gehört er zu den Guten oder ist er eigentlich ein ganz ausgefuchster Schlingel? Ich wusste es nie so recht... Aber genau das hat unglaublich Spaß gemacht. Hinzu kommt, dass A.G. Howard ihm eine auffallende Schlagfertigkeit auf die Lippen gelegt hat, die einfach Spaß gemacht hat, zu lesen.

Einen Punkt abziehen muss ich allerdings wegen des Schreibstils der Autorin. Damit kam ich nicht so recht klar, da ich an vielen Stellen das Gefühl hatte, dass die Autorin nicht alles aufgeschrieben hat, was sie gerne erzählen wollte. Der Schreibstil war dermaßen sprunghaft, dass ich manchmal zurückgeblättert habe, um zu sehen, ob ich irgendwas überlesen habe. Das ist umso trauriger, da Howard eine ganz eigene Welt erschaffen hat, die sie eben nur mit eigenen Worten an den Leser bringen kann.


Mein Fazit
Der Auftakt zur Dark Wonderland-Reihe konnte mich wirklich begeistern. Die Welt, die Howard geschaffen hat, ist skuril, aber auch faszinierend und einnehmend. Obwohl ich durch den eigenwilligen Schreibstil an manchen Stellen Probleme hatte, mir alles genau vorzustellen und auch ein wenig der Geschichte zu folgen, konnte ich kaum das Buch aus der Hand legen. Durch die wundervollen Charaktere habe ich mir recht schnell in die Reihe verliebt und kann es kaum erwarten mit Herzbube weiterzulesen.

Berauschend ...

Von: Anna Thur Datum : 21.11.2015

www.annathur.de/blog/

Das Buch ist im Guten wie im Schlechten in seiner Bildsprache berauschend. Es ist ein schönes Märchen, dass dich von der ersten Seite an entführt, mitreißt und doch wird der oder die Lesende leider auch besoffen geschrieben. Zwiespältig und trotzdem bleibt am Ende die Vorfreude auf den zweiten Teil ...

Dark Wonderland ist eine Reise wert

Von: Vanessa Datum : 17.11.2015

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Das ist keine klassische Nacherzählung, hat aber etwas besonderes! Es ist morbider, aber hat Atmosphäre! Die Autorin hat so einen detaillierten Schreibstil, dass man mit ins Wunderland genommen wird.
Ich mag die weich gespülte Disney Version sehr, aber muss sagen, dass diese mir auch sehr gut gefällt.
Ich finde das Buch absolut lesenswert, weil es halt anders ist und sich dadurch hervorhebt.

Ein klares Muss für Fans von Alice, die aber offen für skurriles sein sollten.

Von: Büchersüchtiges Herz³ Datum : 30.10.2015

buechersuechtiges-herz.blogspot.de/

INHALT:
Alyssa hört Insekten sprechen und hat Angst genau so verrückt zu werden, wie ihre Mutter, die bereits in einer Anstalt ist. Doch ist sie auch die Nachfahrin von der berühmten Alice im Wunderland und als sich ihr die Chance bietet ins Wunderland zu reisen um den Fluch um ihre Familie zu brechen, da tritt sie der Herausforderung mutig entgegen.

MEINUNG:
Das Cover dieses Buches ist wirklich magisch, einzigartig schön. Dieser leicht irre Blick und das Zusammenspiel von rot und grün zieht einen absolut zu dem Buch hin.
Alle die die Geschichte um Alice im Wunderland mögen, werden sicher nicht drum herum kommen, dieses Buch zu kaufen.
Der Einstieg in das Buch ist ganz leicht, der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Bereits auf den ersten Seiten wird man etwas geschockt und somit ist auch eine große Verlockung da weiterzulesen. Ich konnte mich sofort mit der Protagonistin anfreunden, ihre Gedanken und Gefühle waren leicht zugänglich für mich und sie zu begleiten machte mir von Anfang an Spaß. Ihr Alltag wurde beschrieben und man lernte sie schnell kennen. Irgendwann jedoch wurde ich leicht ungeduldig und wollte wissen, warum das Buch nun Dark Wonderland heisst, es müsste doch mal etwas passieren.
Kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, ging es auch endlich, grade noch rechtzeitig los.
Ab da wurde es dann im Laufe des Buches wirklich skurril. Es gibt viele, viele Parallelen zu Alice im Wunderland, denn es geht indirekt ja auch um diese Geschichte. An der Stelle habe ich mir gewünscht, das Buch zu kennen, denn die Disney Verfilmung ist ja doch etwas anders. Zwischendurch wurde es mir letzendlich auch wirklich zu skurril. Es gab Stellen, da fand ich die Fantasie und das Einfallsreichtum der Autorin grandios und konnte mir die Situationen und Geschöpfe sogar bildlich vorstellen - aber ich bin hier irgendwann an meine Grenzen gestoßen. Einige Dinge waren in meinem Kopf nicht formbar und manche Gedankensprünge in der Geschichte waren mir zu seltsam.
Was mich aber am Meisten gestört hat, war die Tatsache, dass ich dem Ganzen irgendwann nicht mehr folgen konnte. Die Geschichte um Alyssa und ihre Reise durchs Wunderland ist wirklich sehr verworren und kompliziert. Ich wusste irgendwann nicht mehr, warum wer nochmal was getan hat, wer welche Absichten, Hintergründe hatte, was war nun Lüge und was Wahrheit? Wer war nochmal genau welche Person und stand in welchem Zusammenhang dazu?
Ich habs mir an dieser Stelle dann einfach gemacht und angefangen die Fragen in meinem Kopf zu ignorieren. Das klappte auch ganz gut, obwohl ich eher der Mensch bin, der alles verstehen muss, da ich sonst den Sinn in etwas nicht sehen kann. Ich habe die Geschichte einfach als "verrückt" hingenommen und konnte so unbeschwerter weiter lesen. Nachdem ich mich damit abgefunden hatte schaltete ich also ab und genoss die Reise durch das Wunderland sehr. Es blieb durchgehend spannend, da immer neue Situationen eintraten und man nie wirklich durch alles durchblicken konnte.
Das Ende ist sowohl abgeschlossen, als auch offen und ich bin gespannt, was dann wohl im nächsten Band kommen soll.

FAZIT:
Alice im Wunderland reloaded - oder auch die Entdeckung wie alles wirklich war. Ein klares Muss für Fans von Alice, die aber offen für skurriles sein sollten. Ich fand es zwar schwer den Überblick zu behalten, die Geschichte war aber trotzdem fantastisch anders und schillernd bunt.

Rockt mein Herz mit 4 von 5 Punkten!

Wer möchte, kann hier nochmal schnuppern, in meinem Bericht zum Leseabend von Dark Wonderland!
http://buechersuechtiges-herz.blogspot.de/2014/11/bericht-leseabend-zu-dark-wonderland.html

Schleudertrauma inklusive

Von: Buechernixen Datum : 10.06.2015

https://www.youtube.com/channel/UCzETLDRDGv7gGciZ-SCyK0g

Zu dem Cover braucht man nichts sagen. Es ist einfach traumhaft. Wenn nicht das schönste in meinem Bücherregal.
Die Geschichte ist auch wundervoll. Das kann ich sagen nachdem ich mich durchgekämpft habe. :) Die Zeit- und Charaktersprünge haben mich geschafft. Aber dennoch bin ich froh dieses Buch zu Ende gelesen zu haben.
Vielleicht habt ihr ja Lust meine Videorezension anzuschauen:
https://youtu.be/GoTx9HHu4Ys

Nicht nur ein Hauch von Wahnsinn!

Von: Mein Buch, Meine Welt Datum : 25.05.2015

meinbuchmeinewelt.blogspot.de/2014/12/rezension-dark-wonderland-ag-howard.html

Alyssa ist nicht wie normale Mädchen, ihre Großmutter war Alice. Alice im Wunderland.
Und das Wunderland kann nicht so wunderbar sein wie es in dem Roman von Lewis Carroll beschrieben wurde, denn es hat Alice und auch Alyssas Mutter in den Wahnsinn getrieben.
Auch Alyssa denkt sie ist nicht bei verstand denn sie kann Insekten und Blumen reden hören.
Als ihre Mutter einen Zusammenbruch erleidet wird Alyssa klar, sie muss ins Wunderland und das Geheimnis, welches sie und ihre Familie umgibt zu lösen, denn nur so kann sie sich selber und auch ihre Mutter retten.
Als jedoch ihr guter Freund Jeb mit ins Wunderland gerät, welches so gar nicht wunderbar ist, geht es um mehr als nur um sie uns ihre Familie. Was sich hinter der Geschichte von Alice im Wunderland wirklich verbirgt ist erschreckend und faszinierend zugleich.


Die Geschichte um Alice im Wunderland von Lewis Carroll hat mich schon als Kind immer begeistert auch Alice hinter dem Spiegel ist für mich eine Geschichte die in keinem Regal fehlen darf. Daraufhin konnte ich mir Dark Wonderland natürlich nicht entgehen lassen. Wer hat sich nicht schon immer gefragt was Alice im Wunderland wirklich passiert ist ;-)
Dark Wonderland interpretiert die Geschichte ganz neu und auf eine Wahnsinnige, witzige, verwirrende Art und Weise.
Die Geschichte war von Anfang an fesseln und ich habe mir oft gedacht „OH MEIN GOTT IST ALYSSA IRRE“.
Das ganze Buch ist spannend geschrieben und flacht auch nicht ab, immer möchte man wissen was als nächstes verrücktes geschieht und welche Wendung sich als nächstes ergibt.
Immer wieder erwarten den Leser kleine Überraschungen und wenn man denk „ AHHH jetzt hab ich endlich alles durschaut“ – Nix da! Nichts hat man durschaut.


Um dieses Buch zu lieben benötigt man glaube ich selber einen Hauch von Wahnsinn und man muss sehr offen sein für diese tolle neue Interpretation der Geschichte von 1865.


Meiner Meinung nach strahlt das Cover schon einen gewissen Grad an Wahnsinn aus. Das Mädchen auf dem Cover kann ich mir super als Alyssa vorstellen. Die Farben gefallen mir sehr gut und der rote Lippenstift kann auch als Hinweis auf die roten angemalten Rosen sein die jeder von uns kennt. Auf jedenfalls ist viel Spielraum für Interpretationen gelassen, die ich hier gar nicht alle weiter ausführen möchte.

Wenn das Wunderland Realität wird … düstere Realität

Von: Ramona | El Tragalibros Datum : 23.05.2015

www.eltragalibros.de/

Alyssa Victoria Gardner hört Stimmen. Stimmen von Insekten, die sie nur zum Schweigen bringt, indem sie die Insekten für ihre morbiden Mosaike verwendet und tötet. Alyssa weiß, dass diese Wahnvorstellungen vererbter Wahnsinn ihrer Mutter Alison sind. Denn Alison und Alyssa stammen von Alice Liddell ab. Der Alice, die im Wunderland dem Weißen Kaninchen, dem verrückten Hutmacher und der Herzkönigin begegnet ist. Doch was, wenn das Wunderland keine Ruhe gibt? Wenn Alice dort so viel Chaos hinterlassen hat, dass ihre Nachfahren vom Wahnsinn ergriffen werden und ein Flüstern raunt: Er ist hier.

Wenn das Wunderland Realität wird …

Alyssas Mutter ist seit ihrer Kindheit in der Irrenanstalt, als sie ihre kleine Tochter mit einer Gartenschere angriff und damit lebenslange Narben auf Alyssas Händen hinterließ. Sie hat sich damit arrangiert, nur mit ihrem Vater zu leben, verheimlicht vor den meisten Menschen aber, dass ihre Mutter geisteskrank ist. Besonders deshalb, weil die Hänseleien über ihre Wunderland-Abstammung ihr schon genug zu schaffen machen. Denn Alyssa weiß, dass sie nicht normal ist. Seit ihrer Pubertät haben auch bei ihr die Stimmen angefangen zu sprechen. Doch das Mädchen verheimlicht diese Eigenschaft vor allen, denn sie will nicht so enden wie ihre Mutter: in der Irrenanstalt. Die Angst, dass der Wahnsinn, der sie befallen hat, eines Tages aufgedeckt wird, ist ihre größte.

Alyssa hat aber auch Freunde, denen sie soweit vertraut, dass sie ihnen von ihrer Mutter erzählt: die Geschwister Jeb und Jenara, die seit sechs Jahren im Nachbarhaus wohnen. Seit damals ist sie in Jeb verliebt, der ihr bester Freund und Kumpel geworden ist. Doch Alyssa hat Angst, ihm ihre Gefühle zu gestehen. Sie will ihn nicht in all ihre wahnsinnigen Probleme hineinziehen, die sie vor der Welt verheimlicht. Als sich in Soul’s Asylum, der Irrenanstalt, ein schrecklicher Vorfall ereignet und Alison durchdreht, ändert sich alles: Elektroschocks sollen Alyssas Mutter helfen, da die Medikamente nicht mehr wirken. Alyssa ist schockiert, denn sie weiß jetzt endlich, dass das Wunderland existieren muss und ihre Mutter keine zusammenhanglosen Phrasen von sich gibt. Alyssa macht sich auf den Weg nach London, um unter der Uhr ins Kaninchenloch zu gelangen und ihrem Vater zu beweisen, dass Lewis Carolls Geschichte kein Hirngespinst eines kleinen Mädchens war.

Dark Wonderland – Manipulation und Düsternis

Jeb und Alyssa landen tatsächlich im Wunderland und müssen ganz schnell feststellen, dass dort nichts so ist, wie es in Carolls Buch beschrieben ist. Düsternis und Grauen herrschen im Wunderland. Doch Alyssa trifft dort auf alte Bekannte: Morpheus ist der Junge ihrer Kindheitserinnerungen, die Motte, die ihre Mutter Alison damals im Garten versucht hat zu töten, mit der Gartenschere, die Alyssa am Ende getroffen hat. Hat Morpheus ihr die dunklen Albträume aus Wunderland geschickt um ihn zu finden? Und was tat Alice, um ihre Familie mit einem Fluch zu belegen?

Alyssa weiß nicht, wem sie trauen oder was sie glauben kann. Jeb gesteht ihr seine Liebe und sie fühlt sich im siebten Himmel. Gleichzeitig ist sie von Morpheus angezogen, mit dem sie so viele kindliche Erinnerungen teilt. Doch sie weiß auch, dass er ihr nicht die ganze Wahrheit sagt. Manipuliert er ihre Gefühle? Ist Wunderland tatsächlich nur ein Ort grausamer Netherlinge, wie die Wesen, die dort leben genannt werden? Und warum wird Alyssa den Netherlingen immer ähnlicher? Das Wunderland aus Alices Kindheit ist eine Phantasterei, denn die Wahrheit sieht ganz anders aus: Königin Rot ist tot, die Elfenbeinkönigin lebt in Gefangenschaft und Geheimnisse und Intrigen spannen ein Netz um Alyssa und Jeb, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Und die Zeit wird knapp: der Tag, der ersten Elektroschockbehandlung ihrer Mutter rückt näher.

A. G. Howard erschafft mit Dark Wonderland – Herzkönigin ein ganz eigenes Wunderland. Es ist düster, geheimnisvoll, aber ebenso verrückt, wie das von Caroll. Als alter Wunderlandfan konnte ich mich aber mit der dunklen Version des Kindermärchens recht schnell anfreunden. Man trifft alte Bekannte, die sich ganz anders artikulieren und doch nicht so schnuffig-süß sind, wie die Wesen aus der ursprünglichen Geschichte. Dark Wonderland lebt von dieser Welt, die kuriose Gestalten beherbergt, aber leider weniger von seiner Protagonistin.

Alyssa ist im ständigen Zwiespalt und lebt eine starke Passivität während der gesamten Geschichte, die mich als Leser doch sehr angestrengt hat. Sie befindet sich in einer unfreiwilligen Dreiecksbeziehung und stellt alles in Frage. Sie lässt sich blindäugig manipulieren und zweifelt selbst an den Dingen, die ihr vertraut sind. Durchaus ist das Wunderland ein Ort des Chaos, des Lärms und der Verwirrung für Gefühle, Verstand und Körper. Doch Alyssa verblasst gegenüber ihren Mitspielern, denn sowohl Morpheus als auch Jeb strahlen als Widersacher gegeneinander. Sie wissen, was sie wollen, sie spielen das Spiel des düsteren Wunderlands, während Alyssa lediglich ein Spielball im Geschehen ist und sich hauptsächlich damit beschäftigt: will ich ihn oder will ich ihn nicht? Aber auch wenn mich das gestört hat, fand ich die Welt von A. G. Howard aufregend, denn die Netherlinge des Wunderlands sind keine Menschen, sie sind eigennützig, intrigant und bunt. Dark Wonderland hat eine eigene Stimme, die mich auf einen zweiten Band hoffen lässt, in welcher die Heldin des Buches vielleicht aktiver wird – jetzt, nachdem sie weiß, dass die Welt hinter den Spiegeln tatsächlich existiert.

Das Wunderland - ganz anders, als man es kennt, aber genauso voller Wunder

Von: Ruby's Cinnamon Dreams Datum : 15.05.2015

zimttraeumereien.wordpress.com

Willkommen im Unterland – im Skatepark der besonderen Art, wo ihr Alyssa begegnen werdet. Sie, gerade 16 Jahre alt, hat es wirklich nicht leicht: die Mutter in der Irrenanstalt, der Vater unnahbar und sie selbst unsterblich in ihre unerreichbare Kindergartenliebe Jeb verliebt. Doch das ist nicht alles: Sie kann Insekten und Blumen sprechen hören, genau wie ihre Mutter. Und: Sie ist die direkte Nachfahrin der Alice aus dem Buch von Llewis Carroll. Alice, die das Wunderland besuchte. Und all dies soll wahr sein? Als plötzlich Morpheus, der Mottenmann und Gefährte aus Alyssas Kinderträumen vor ihr steht und ihr sagt, dass nur sie den Familienfluch lösen und ihre Mutter retten kann, gerät Alyssas Welt aus den Fugen. Dennoch macht sie sich auf den Weg ins Wunderland, auf eine Reise, nach der nichts mehr so sein soll wie es war.

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Und schon sind wir mitten im Dark Wonderland. Was für eine wahnsinnig tolle Adaption des Klassikers. Howard hat eine Welt gestaltet, die man nicht so schnell vergessen wird. Eine Welt, die zugleich bunt und düster, etwas schräg und undurchsichtig und verrückt, aber definitiv einmalig gezeichnet wurde. Eine Welt, aus der man so schnell gar nicht auftauchen will, da sie so vielschichtig ist, dass man alles ganz tief in sich aufnehmen möchte.

Klassische Figuren wie der Hutmacher und die Grinsekatze scheint man zu kennen, genau wie das weiße Kaninchen, doch bei genauerer Betrachtung weisen sie doch mehr oder weniger liebenswerte Eigenschaften auf. So auch die Soldaten, die Rubine bluten und und und.

Action, Spannung und Liebe treffen aufeinander als Alyssa beginnt, ihre Prüfungen abzulegen und man weiß irgendwann nicht mehr, wer gut und wer böse, wer Freund und wer Feind ist. Man ist gefangen in dieser Welt und froh dabei!

Die Charaktere sind einmalig und wundervoll gezeichnet. Alyssa, die Hauptprotagonistin hat dabei ziemlich schnell mein Herz erobert. Ihr Mut und Kampfgeist, eiserner Wille, Liebe und Freundschaft machen sie zu einer einzigartigen Persönlichkeit, die sich dem Geschehen offen entgegenstellt und keine Aufgabe scheut. Sie zeigt authentische Gefühle und auch ihre dunkle, verrückte Seite kommt zum Vorschein – was in der Umgebung kein Wunder ist.

Ihr Gegenstück ist Morpheus. Was für ein beeindruckender Charakter! Für Alyssa ist er einerseits der Kindheitsfreund aus den Erinnerungen und andererseits der Mottenmann aus dem Wunderland – undurchschaubar, definitiv verrückt, aber auch in gewisser Weise der einzige, der Alyssa richtig verstehen kann und somit ihr Gefährte ist. Oder ist er doch derjenige, der seine eigenen Ziele verfolgt und nur mit Alyssa spielt?

Und dann ist da noch Jeb, der Kindheitsfreund und die wahre Liebe Alyssas, der jedoch weggehen möchte und seinem alten Leben den Rücken kehren möchte. Als er plötzlich auch im Wunderland landet, scheint alles noch komplizierter zu werden, denn dort bleiben auch die wahren Gefühle nicht verborgen.

Worte reichen nicht, um die Charaktere und die Örtlichkeiten wiederzugeben. Jeder Alicefreund sollte dieses Buch lesen und das Wunderland einmal auf eine ganz besondere andere Art kennen lernen, an der Tim Burton seine helle Freude hätte. Wie im Original “Alice im Land hinter dem Spiegel” werden auch hier die Figuren auf einem Schachfeld hin und her gerückt und geschickt durch die manchmal etwas konfus dargestellte Handlung geleitet, bevor am Ende alle Fäden auf eine absolut tolle Art und Weise zusammenlaufen.

Wunderland ist Fantasie, Wunderland ist anders, Wunderland kann auch dunkel sein und dabei wunderschön! Ich hoffe, die Folgebände werden bald erscheinen und bis dahin werde ich sicher nochmals zu diesem Teil greifen, da einmal Lesen definitiv nicht reicht, um alle Facetten dieses Wunderwerks zu erfassen!

Magisches grausames Wunderland

Von: Traumzirkus Datum : 01.05.2015

traumzirkus.blogspot.co.at/

Zum Cover:
Seht euch bitte dieses wunderschöne Coverbild an! Man denkt sofort an eine wundersame Zauberwelt, die nur schön sein kann. Weit gefehlt, jetzt da ich das Buch gelesen habe, erkenne ich einige Parallelen zum Inhalt und die sind eher schaurig als schön. Man darf sich von diesem, doch etwas unschuldigen Coverbild mit dem beruhigenden Grün nicht in die Irre führen lassen.
Dieses Buch birgt ein schauriges, ja gar groteskes Wunderland, das einem schon man die Gänsehaut über den Rücken laufen lässt.

Zum Inhalt:
Alyssas Familie ist verflucht seit sie denken kann. Sie hört Blumen und Insekten reden, ein Umstand der schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Alyssa versucht sich dagegen zu wehren. Als sich der Zustand ihrer Mutter rapide verschlechtert stellt sie sogar Nachforschungen an, um dem Fluch ein Ende zu bereiten. Ein Fluch der mit ihrer UrUrGroßmutter Alice begann, dem Mädchen, das Lewis Carroll zu seinem Kinderbuch inspirierte.
Eines Nachts zerbirst der Spiegel in ihrem Zimmer zieht sie förmlich in das Land, das soviel finsterer und grausamer als in dem Kinderbuch ist. Das Fatale an dieser Sache bei dieser Reise nach Wunderland hat sie Jeb, ihren besten Freund und gleichzeitig ihre geheime Liebe mit sich genommen.
Zusammen müssen sie nun versuchen den Fluch zu brechen.....

Mein Leseeindruck:
Ich bin verliebt in dieses Buch. Es ist eines meiner neuen Lieblingsbücher. Eine Empfehlung für jeden, der Fantasy liebt, vorallem wenn sie schauerlich eingekleidet ist und sich von ihrer grausamsten Seite zeigt. Dazu wurde noch eine wunderbar verwirrende Liebesgeschichte aufgebaut, die jedoch nicht unbedingt an Überhand gewinnt. Herrlich verzwickt, da zwei Männer um Alyssas' Herz kämpfen, wärend sie mit sich selbst um ihre Identität kämpft. Auch die Action kommt nich zu kurz. Ich will gar nicht allzuviel Schwärmen, für mich ist dieses Buch die perfekte Mischung all der Dinge, die ich an einem guten Buch schätze <3
10/10 Zirkuspunkten für dieses wunderschöne Prachtexemplar schwärm ;)


Bezauberndes Wunderland

Von: Mein Bücherchaos Datum : 20.04.2015

jennybuecher.blogspot.de/

Das Buch hat sich schon allein mit seinem unglaublich tollen Cover in mein Leserherz geschrieben. Es sieht so unglaublich toll aus - so verspielt und so stellt man sich zum Teil eben Wunderland vor. Dann noch der klasse Klappentext und schon wollte ich es besitzen und lesen.

Den Anfang des Buches empfand ich ein bisschen zäh und ich wusste nicht so recht, in welche Richtung es gehen soll. Nach ca. 150 Seiten ist dann der Knoten geplatzt und ich kam richtig gut in die Geschichte rein.

Der Schreibstil von A. G. Howard ist flüssig und gut geschrieben, aber ich musste in der Story immer aufpassen, dass ich keinen Satz aus Versehen überlese, da hier fast jeder Satz wichtig für das Verstehen des Buches wichtig ist. Das heißt wiederum ja nur, dass es kaum "unnötiges" Rumgeplänkel gibt. Der erste Band ist rein aus der Sicht von der weiblichen Protagonistin Alyssa geschrieben. Ich habe mich ihr sehr nahe gefühlt und habe mit ihr mitgefühlt und gelitten.

Alyssa ist eine Nachfahrin von der Alice Liddell - der Protagonistin von Alice im Wunderland. Seit sie ein Teenager ist kann sie Insekten und Blumen reden hören. Dies ist für alle weiblichen Nachfahren von Alice ein Fluch, da sie irgendwann dadurch verrückt werden. Alyssa versucht ihrer Mutter in der Irrenanstalt zu helfen und versucht den Fluch zu brechen. Doch dazu muss sie wie Alice in das Kaninchenloch steigen. Jedoch hat sie dabei nicht mit ihrem tollen Nachbarn Jeb als Reisebegleiter gerechnet. Ausgerechnet in ihn ist sie schon seit Jahren heimlich verliebt. Wird sie im Wunderland endlich ihre Gefühle gestehen? Und wie passt ihr Kindheitsfreund Morpheus in die ganze Geschichte rein?

Alyssa ist willensstark und versucht um fast jeden Preis ihre Familie von dem Fluch zu befreien. Doch sie ist auch eine wahre Freundin und weiß was richtig und was falsch ist. Sie ist einfach eine authentische Charakterin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.

Das Ende des Buches hat mir richtig gut gefallen. Ich habe bei den letzten 100 Seiten geradezu an dem Buch geklebt und wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Mit diesem Ende hätte ich nicht ganz so gerechnet, aber es hat mir sehr gefallen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung der Trilogie, der im November erscheinen wird.

Der erste Band der Dark Wonderland Trilogie hat mir sehr gut gefallen, jedoch musste ich mich am Anfang durch ein paar zähere Seiten kämpfen. Nachdem der Knoten geplatzt war begann für mich das Lesevergnügen. Die Autorin hat mit ihrer Geschichte ein ganz anderes Wunderland erschaffen, das aber nicht schlechter als das "normale" war. Man muss das Buch einfach lesen, um sich eine eigene Meinung über diese Geschichte zu bilden. Von mir bekommt es ganz klar eine Leseempfehlung. Für die volle Punktzahl war der Anfang zu zäh, aber das kann die Fortsetzung ja noch besser machen.

Mehr als ich erwartet habe mit einem nervigen Freund

Von: Sine Datum : 20.04.2015

buecherblumen.blogspot.de

Fazit:

Die Geschichte ist durchgehend spannend und Alyssa ist ganz nett. Wäre da nicht Jeb gewesen, der mir durch sein ständiges Generve das Buch echt vermiest hat. Ohne ihn, wäre das Buch ganz schön gewesen. Ich denke, jeder der mit Jeb klarkommt, wird dieses Buch um einiges besser finden. Daher kann ich diesem Buch nur 3 geben.

Bewertung:

Was ich erwarte:
Ich erwarte nicht viel. Ich gehe davon aus, dass das Buch nicht so interessant wird und nicht spannend ist.

Was sich erfüllt hat:
Von meinen Erwartungen hat sich nichts erfüllt, das Buch was sehr interessant und war durchgehend spannend.

Alyssa hört Insekten flüstern und sobald sie das tun, bringt sie sie um. Sie kann das Geflüster nicht ertragen und damit macht sie dann morbide Collagen. Ja, was soll ich dazu sagen, da war ich schon ziemlich geschockt.

So wie ich es verstanden hat, kann Alyssa seit dem sie zur Frau wurde, also ihre Periode bekam, Pflanzen und Tiere reden hören. Das liegt daran, das eine Uroma von ihr Alice selbst war und dadurch, dass sie ins Wunderland ging, wurde dieser Fluch ausgelöst. Das hört sich sehr interessant an, finde ich. Ihre Mutter ist dadurch schon verrückt geworden. Hier nennt sie es den Wunderlandfluch. Diesen möchte sie jetzt natürlich, wo sie herausgefunden hat was los ist, auflösen.
Im Wunderland laufen ihr auch einigen Figuren aus Alices Welt über den Weg, die allesamt nicht das sind, was sie seien sollten. Da hat die Autorin eine interessante Welt geschaffen.
Das Ende ist für mich sehr überraschend, an sowas hätte ich nicht im Mindesten gedacht.
Es ist alles sehr spannend gestaltet, diese fast neue Welt, die die Autorin schafft.
Es gibt aber und das bis zum Ende eine Wirkungen im Buch, die sich um die Charaktere ranken. Die mich selbst am Ende noch im Regen stehen lassen.

Alyssa hat es nicht ganz einfach in der Schule, sie wird immer aufgezogen mit irgendwelchen Dingen, die über Alice handeln. Die Anführerin dieser Clique ist die Freundin von Jeb.
Und Jeb ist der Bruder ihrer besten Freundin, mit dem sie sich auch bisher gut verstanden hat.
Ich frage mich immer bei solchen Geschichten, wie kann es sein, dass der Typ nicht merkt, was für eine Zicke er als Freundin hat. Und selbst wenn sie nett ist in seiner Gegenwart, bekommt man da nicht mal was mit... Also ich hätte keine Lust mit so einer fiesen Person zusammen zu sein.
Er nimmt sie immer in Schutz und ist eine beschützende Personen.
Daher finde ich das Ende nicht gut, wie er mit Tae umgeht und auch der plötzliche Sinneswandel von Alyssa finde ich komisch. Er passt einfach nicht zu ihr.
Außerdem ist Jeb echt schräg drauf. Er versucht immer Alyssa zu beschützen und möchte sie zu Dingen zwingen, die sie nicht will. Besonders als beide im Wunderland landen, geht mir Jeb bei jedem Wort auf den Keks. Er versucht weiterhin Alyssa von allem abzuhalten und hat dennoch auch keine Ahnung. Ich mag solche bestimmenden Personen nicht, die meinen, alles besser zu wissen. Und Fehler muss man nicht machen. Da ist wie eine Glucke.

Was mir nicht so gefällt ist, dass Alyssa so ahnungslos ist. Sie kennt das Buch Alice im Wunderland wohl, aber ich habe immer das Gefühl, wenn sie in eine ähnliche Situation kommt, weiß sie erstmal nicht was sie machen soll. Und dabei hat sie das Buch auch noch dabei. Außerdem ist mir ziemlich schnell klar, was sie machen soll, bei ihr dauert es aber immer einen Moment.

Gänzlich anders, als erwartet

Von: Caseylain22 Datum : 05.04.2015

www.moeglichkeitenundmomente.de

Meine Meinung:

Als ich mir dieses Buch bestellte, erwartete ich trotz des Klappentextes ein modernes Märchen. Das Buch hingegen ist so gänzlich anders, als erwartet.

Der Schreibstil ist toll, das Buch flüssig geschrieben und die Autorin versteht es einem in ihren Bann zu ziehen. Die Geschichte ist neuartig und lässt sich mit keinem anderen Buch, das ich kenne, vergleichen.

Die Hauptprotagonistin Alyssa ist willensstark und sympathisch. Ihr Leben ist geprägt von Sehnsüchten, Leid und Wahnvorstellungen, denn sie kann wie ihre Mutter Insekten und Blumen sprechen hören. Diese Fähigkeit bestimmt ihr gesamtes Sein und zerstört nach und nach ihre Familie.

Als sich ihr die Möglichkeit bietet diesen Umstand zu ändern, zögert sie also nicht lange und stürzt sich in ein riesiges Abenteuer, hin- und her gerissen zwischen Ihrer großen Liebe Jeb und dem verführerischen Morpheus, ihrem dunklen Freund aus Kindertagen.

Die Geschichte spielt teilweise in unserer Welt und zum anderen Teil im Wunderland. Sie ist gespickt mit spannungsgeladenen Elementen und wenigen Längen.

Die Wendungen im Buch sind nicht vorhersehbar, was mir ausgesprochen gut gefällt. Wenn man der Meinung ist, dass man über alles Bescheid weiß, passiert etwas Unvorhergesehenes und die komplette Ansicht ändert sich. Dieser fantasiegeladene Aspekt ist besonders faszinierend an diesem Buch.


Fazit:

Auch mein Mann fand das Buch herausragend gut und hat es nach mir innerhalb kürzester Zeit gelesen, was bei ihm eher eine Seltenheit ist.

Aus diesem Grund möchte ich Euch dieses Werk auch wärmstens empfehlen. 5 von 5 Buchsternen.

Dark Wonderland Herzkönigin - A. G. Howard [Rezension]

Von: Miri Datum : 02.04.2015

bemybookhero.blogspot.de

Inhalt

Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?

Meinung

Alyssa ist eine Nachfahrin von Alice Liddell. Von der Alice, die einst ins Kaninchenloch stieg und sich auf wundersamer Weise im Wunderland wieder fand. Genau wie Alice und Alyssas Mutter Alison kann sie Blumen und Isekten flüstern hören, diese Gabe brachte ihre Mutter in die Anstalt für Nervenkranke. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert muss Alyssa sich ihrem Erbe stellen und den Fluch brechen, den Alice einst über ihre Familie brachte. Auf der anderen Seite des Spiegels gelangt Alyssa in das finstere Reich Wunderland, dort muss sie sich gefährlichen Aufgaben und dem sowohl düsteren als auch verführerischen Morpheus stellen.

Schrille Outfits, gruseliges Setting und sowohl charismatische als auch düstere Charaktere, das macht Dark Wonderland aus. Alles ist ein bisschen verrückt und durchgeknallt aber all das verträgt sich wirklich wunderbar miteinander. Die Charaktere sind aufregend, anders und vorallem echt.

Alyssa, die Protagonistin wirkt auf den ersten Blick total eigenartig. Ihr styling provozierend auffällig, knallig und total punk. Dazu bringt es ihr Spaß Insekten zu töten, diese verwendet sie für Collagen oder hängt sie in Schaukästen ihn ihrem Zimmer auf. Im Verlauf der Geschichte lernt man ihre verrückte aber auch sanfte persönlichkeit immer besser kennen und man merkt das hinter ihrer "Maske" mehr steckt als nur eine verrückte und punkige Nachfahrin Alice Liddells. Sehr gut an Alyssa hat mir auch ihre Stärke gefallen, sie ist nicht naiv und weiß genau was sie will. Sie verhält sich erwachsen, weiß mit schwierigen Situationen um zu gehen und versucht alles um ihrer Familie zu helfen.

Mit auf ihrer Reise ins Wunderland begleitet sie Jeb, ihr bester Freund. Jeb ist eine sanfte Persönlichkeit, er versucht zu helfen wo er kann und gleichzeitig will er Alyssa beschützen. Für mich hat er gut in die Rolle des besten Freundes gepasst aber trotzdem wirkte er ein bisschen verloren, denn die Show des edlen Ritters hat doch eher Morpheus eingenommen. Morpheus ist definitiv mein favorit der Geschichte. Er besitzt die perfekte Mischung aus düster, charismatisch und stilvoll. Morpheus ist eigenartig und man weiß nie so recht woran man bei ihm ist aber seine Persönlichkeit ist spannend und vor allen Dingen unheimlich.
Natürlich darf man neben den dreien die restlichen Bewohner des Wunderlandes nicht vergessen. Alle samt sind sie verrückt, skuril und auch ein bisschen in Richtung Horror gestaltet. Die dunkle Atmosphere die durch die Figuren verstärkt wird gefällt mir wirklich gut.

Die Geschichte ist super durch dacht, einzelene Handlungsstränge werden mit Fakten verwebt und es entsteht eine unbändige Spannung. Man möchte mehr über das dunkle Reich der Netherlinge erfahren und man wird von spannenden Szenen und skurillen sowie humorvollen Dialogen in den Bann gezogen. Dazu ist der Schreibstil der Autorin mit ganz weit vorne, man hat das Gefühl ihre Art zu schreiben und zu erzählen stammt aus einer altertümlichen Epoche und ist angehaucht von etwas exotisch und verrücktem.

Fazit

A.G. Howard schafft es mit einer spannenden Geschichte, düsteren Charkteren und einer unheimlich faszinierenden Art zu schreiben mich mit "Dark Wonderland" in den Bann zu ziehen. Die Geschichte wird durch kleine Details unterstrichen und man möchte mehr von verrückten und gruseligen Orten wie das Wunderland lesen. Ich bin begeistert und kann das Buch nur weiter epmfehlen. Ob man die Geschichte mag oder nicht, liegt nur daran wie verrückt man selber ist! Ich freue mich auf die weiteren Bücher der Reihe.

ich liebe es!

Von: engelsmomente Datum : 31.03.2015

engelsmomente.blogspot.de/

Es beginnt mit dem Tod. Es ist sofort klar, dass Alyssa ein ernsthaftes Problem hat. Sie hört Käfer und Pflanzen reden. Um die Stimmen abzuschalten, spießt sie alle möglichen Insekten auf und macht darauf morbide Kunstwerke. Die ist die Ur-Ur-Ur-Ur-Urenkelin von Alice Liddell, die damals in Wonderland war und Lewis Caroll ihre Geschichten erzählt hat. Seit dem sind alle weiblichen Liddells etwas... verrückt. Ihre Mutter zum Beispiel wurde weggesperrt, isst nur aus Teetassen, redet mit Pflanzen und anderen und hat sich auch ansonsten zu sehr in das Alice-Thema gestürzt.
Als ihrer Mutter eine Elektroschock-Therapie verordnet wird, muss Alice etwas unternehmen. Sie muss den Fluch, der auf ihrer Familie liegt brechen. Der Schlüssel zu allem ist Wonderland, jetzt muss sie nur noch den Hasenbau finden und alles rückgängig machen, was die kleine Alice angerichtet hat.

Also den Anfang fand ich einfach genial. Man weiß sofort, womit man es zu tun hat und das die Story in jedem Fall außergewöhnlich sein wird. Die Story ist nahe ans Original angelegt, hat aber z.b. das Aussehen einiger Charaktere stark verändert. Wer also Lust auf eine bizarre Reise ins Wonderland hat, wird seinen Spaß haben.

Die Charaktere haben mich sofort überzeugt, auch wenn sie nicht immer leicht zu durchschauen waren.
Alyssa ist anders, als andere Charaktere. Sie hört Stimmen, lässt sich davon aber nicht unterkriegen. Es muss aber auch nicht jeder wissen, dass sie anders ist. Neben dem Aufspießen von Käfern, Motten und anderem Getier, zählt vor allem das Skateboarden zu ihren Hobbies. Sie ist tough und trägt das Herz am rechten Fleck. Alyssa würde alles tun, um ihrer Mutter zu helfen, selbst wenn sie dazu nach Wonderland muss.
Natürlich gibt es auch einen Schwarm, in diesem Fall ist es Jeb. Er ist Künstler und will bald mit seiner Freundin,Tae nach London ziehen, wegen eines Studiums. Allerdings hat er es nicht für nötig gehalten, Alyssa davon zu erzählen. Nach einem Streit mit ihr, kann er allerdings nicht so einfach beilegen und taucht nochmal bei ihr auf, was dazu führt, dass er mit ihr durch das Portal triff und so im Hasenbau landet. In Wonderland erweist er sich als ehrenhafter Ritter, der an Alyssa glaubt und sein Leben für sie geben würde. Auch muss er sich endlich eingestehen, dass seine Beziehung zu Tae eigentlich nur Fassade war.
Zuletzt noch Morpheus, bei dem nie sicher war, ob er der Gute oder der Böse ist. Er vertritt die Figur des Absolem, nach der Metamorphose. Er war es, der Alyssa nach Wonderland gebracht und sie, während ihrer Kindheit, auf ihre Abenteuer bzw. Aufgaben vorbereitet hat. Als Leser wusste ich nie, ob er es ehrlich meint, oder Alyssa nur für seine Zwecke benutzt. Er lässt in ihr Zweifel aufkommen, was Jeb betrifft, treibt sie voran, verschweigt aber allerlei Informationen.

Insgesamt fand ich die drei ganz interessant. Gerade Jeb und Morpheus konkurrieren miteinander und stellen verschiedene Entscheidungen oder Seiten von Alyssa dar. Morpheus ist eher der Verführer, der geheimnisvolle dunkle Fremde, wohingegen Jeb eher für der Vertraute, Sichere und Ritterliche steht. Den Kontrast fand ich ziemlich gut und Alyssa muss sehen, auf welcher Seite sie steht. Natürlich ist es mit der Liebe nicht so einfach, gerade auch weil Morpheus sich zu gern einmischt, sodass das Thema etwas mehr im Vordergrund steht. Weder Wonderland noch die Liebe tritt wirklich in den Hintergrund, sodass es fast schon ein Kopf an Kopf Rennen wird.

Der Stil hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte mit dem Englischen kaum Probleme, nur stellenweise kam ich etwas holprig voran. Es ist aber schön geschrieben, vor allem sehr bildhaft, sodass ich mir Wonderland sehr gut vorstellen konnte. Es ist aber schon eher außergewöhnlich, morbide und düster, weshalb es wohl nicht jeden Leser ansprechen wird.
Das Buch ist größtenteils spannend geschrieben, wobei die Spannung auch oft durch die Charaktere ausgelöst wird, einfach, weil man wissen will, was mit ihnen passiert, was Morpheus' wahre Motive sind und wie sich Alyssa entscheidet. Es passieren aber auch immer wieder bizarre Abenteuer, sodass es auch in dem Bereich nicht langweilig wird.

Die Idee mochte ich sehr gern. Klar ist Alice nicht die neuste Geschichte oder das innovativste Thema, aber in jedem Fall das vielfältigste. Wenn ich mir da z.B. »Alice im Zombieland« ansehe, wo sich eher weniger Parallelen finden und dann ein Buch wie »Dark Wonderland« habe, sieht man schon wie viel Potential in der ursprünglichen Geschichte steckt.
Es war schön zu sehen, was die Autorin aus den gegebenen Figuren gemacht hat. So wurde aus der Raupe Absolem eben Morpheus, der dunkle Verführer und aus dem Weißen Kaninchen ein Skelett mit Hörnern, den sprechenden Pflanzen in Wonderland fleischfressende Humanoide, die nur auf den nächsten Snack warten und so weiter. Wirklich interessant aufgezogen, in dem viel Bekanntes in neuem Gewandt erscheint. Natürlich durfte eine Teeparty oder die Grinsekatze auch nicht fehlen ;)

Das Ende rundet das Buch gut ab und bringt viele lose Fäden bzw. Fragen zusammen. So ein wirkliches Finale habe ich nicht gesehen, einfach weil Alyssa vorher schon so viel erlebt, dass es quasi nur eine weitere Aufgabe war. An sich aber dennoch gut gelungen, gerade die Verknüpfung der ganzen Hinweise fand ich gut. Die Auflösung hat mich dann auch noch positiv überraschen können.
So bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen, in einem ansonsten sehr guten Schluss.

Fazit:
Ein Buch, dass ich definitiv weiterempfehlen kann. Ich habe gelacht, geschnieft und mitgefiebert. Meine Erwartungen wurden definitiv nicht enttäuscht. Die Fortsetzung hab ich quasi schon bestellt ;)
Alle Fans von der Tim Burton Adaption »Alice in Wonderland« werden ihren Spaß mit dem Buch haben, da es ähnlich düster und krude ist, wie die Verfilmung.
Ansonsten würde ich sagen: Einfach mal reinschnuppern!

Von mir gibt es 4,5 von 5 Herzen!

Düster, verrückt und absolut atemberaubend

Von: Miss Foxy Datum : 15.03.2015

missfoxyreads.blogspot.com

Inhalt: Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen? (Quelle: Randomhouse)

Meine Meinung: Wenn man die kleine, 6-jährige Jule, die gerade lesend in neue Welten eintaucht, fragen würde, wohin sie den selbst gerne mal reisen würde, würde sie voller Begeisterung sagen ins Wunderland. Und da mich Alice und ihre Geschichte schon so lange begleitet, egal ob als Buch, als Film, als Serie oder mit der tollen Neuverfilmung von Tim Burton, habe ich mich schon direkt in das Cover und den tollen Klappentext von A.G. Howards Dark Wonderland verliebt.

Der Einstieg ins Buch war ziemlich verrückt und auch komisch. Schnell erfahren wir um Als Eigenschaften, die sie durch einen Fluch, der auf ihrer Familie lastet, geerbt hat. Ich muss zugeben, nach dem ersten Kapitel war ich ziemlich verwirrt, vielleicht ein bisschen schockiert. Aber hey, muss die düstere Version von Alice im Wunderland nicht genau das sein? Denn Dark Wonderland kann man wirklich als eine düstere Version von unserem liebsten Kinderbuchklassiker bezeichnen. Aber sie ist noch viel mehr. Liebesgeschichte, Jugendbuch und Fantasyroman. Immer, wenn man erfolgreich eine Stelle aus Lewis Carrolls Meisterwerk entdeckt hat, kommt es dann doch anders als man denkt und auch sonst überrascht die Autorin den Leser immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen und kann darüber hinaus mit einer tollen Liebesgeschichte und ganz vielen Gefühlen punkten. A.G. Howard hat es also auf eine beeindruckende Weise geschafft ein Märchen-Retelling zu schreiben, was aber darüber hinaus eine eigene und nicht weniger interessante eigene Geschichte enthält.

Was die Charaktere betrifft, so sind alle perfekt für ein Buch, wie Dark Wonderland gestaltet. Egal ob Al, Jeb, Morpheus oder alle anderen mehr oder weniger wichtigen Wunderland- und Menschenweltbewohner, alle sind besonders und werden auf wunderlandartige Weise wundervoll beschrieben und bekommen einen einzigartigen Charakter eingepflanzt. Obwohl ich jedoch ein riesiger Fan von Al war, fiel es mir schwer zu Jeb und Morpheus einen Draht zu finden. Obwohl ich mich im Zweifelsfall ganz klar für Jeb entscheiden würde, war ich weder von dem einen noch vom anderen komplett überzeugt bzw. nicht überzeugt und so wird Dark Wonderland für mich zu einem Buch, in dem es kein Fangirling geben wird und dieses Mitfiebern habe ich schon vermisst.

Was mich außerdem während des Lesens gestört hat war das Fehlen eines roten Fadens, der sich durch die Geschichte zieht. Zwar wird am Ende vieles klar und letztendlich kann man diesen roten Faden auch erkennen aber mir hat er zu Beginn gefehlt. Ich habe beim Lesen gerne etwas auf das ich hinaus arbeite und genau dieses Ziel war mir bei Dark Wonderland wieder zu vage gesetzt.

Was mich aber mit am meisten begeistern konnte, war natürlich der Weltenentwurf. Der ist für mich das Highlight des Buches oder besser gesagt, ein Highlight, was das Buch aus vielen anderen Büchern herausstechen lässt. Wie oben schon erwähnt, hat A.G. Howard geschafft in das Retelling ihr ganz besonderes eigenes Etwas einzubauen. Das hat sie vor allem durch den wundervollen Weltentwurf geschaffen, der das Wunderland zu einem Underland macht und uns eine düstere Welt präsentiert, die man trotz der Gefahren nur allzu gerne erkunden mag.

Bewertung: Dark Wonderland: Herzkönigin bekommt von mir 4 von 5 Füchschen. Das tolle Buch konnte mich vor allem durch den Weltenentwurf, die tolle Idee und die vielen Parallelen zu Alice im Wunderland überzeugen. Ein roter Faden und ein bisschen mehr Sympathie zu den männlichen Charakteren haben mir jedoch leider gefehlt, weshalb ich ein Füchschen abziehe.

Vielen herzlichen Dank an cbt für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

Alice im Wunderland - neu, anders, fantastisch, bizarr und sehr bunt

Von: Lielan Datum : 05.03.2015

lielan-reads.blogspot.de/

Story + Schreibstil: A.G. Howards "Herzkönigin" ist der Reihenauftakt ihrer Märchen-Adaption "Dark Wonderland", angelehnt an Lewis Carrolls "Alice im Wunderland". Die unglaublich, grandiose Covergestaltung, die ich nun hier einfach noch einmal positiv hervor heben muss, weil sie einfach so fantastisch zum Inhalt des Buches passt, und der perfekt gewählte Klappentext, haben mich gleich von der ersten Sekunde verzaubert und mir ist sofort klar gewesen, dass ich um dieses Buch nicht herum komme. Ersteinmal vorweg, ich habe bislang das Original noch nicht gelesen, wollte es immer, habe es allerdings nicht geschafft, aber natürlich kenne ich das Grundgerüst des Originalmärchens. Demnach kann ich von mir aus sagen, dass "Dark Wonderland" auch etwas für Leser ist, die nicht unbedingt in der ersten Fraktion der Alice-Fans stehen. Als ich die ersten Seiten aufgeschlagen habe, musste ich erst einmal schlucken, denn die Story hat sich meines Erachtens ziemlich in die Länge gezogen. Deswegen habe ich das Lesen auch mehrfach unterbrechen müssen, weil mir ansonsten die gesamte Leselust genommen würde. Allerdings muss ich gestehen, dass ich wahnsinnig froh, weitergelesen zu haben, denn ab einem gewissen Punkt in der Handlung, gibt es dann für den Leser kein Halten mehr. Die Seiten verfliegen vor Spannung und atemberaubenden, fantastischen, verrückten, extrem bunten, typisch Alice-im-Wunderland Szenen. Das Alice-Fieber schlägt zu und lässt dich nicht mehr los. Deswegen muss ich der Autorin A.G. Howard ein großes Kompliment aussprechen, weil sie mir diese abgedrehte Welt näher gebracht hat und ihr Schreibstil einfach perfekt zu dieser Kuriosität gepasst hat.

Charaktere: Die Protagonistin Alyssa ist die Nachfahrin von Alice Liddell, der echten Alice, die zur Alice im Wunderland Geschichte beigetragen hat und behauptete tatsächlich im Wunderland gewesen zu sein. Seitdem liegt eine Art Fluch auf Alyssas Familie, jede weibliche Nachkommin, kann sobald sie zur Frau wird, Blumen und Insekten reden hören. Natürlich ist dies vollkommen abstrus und extrem nervtötend, teilweise sogar in den Wahnsinn treibend, und Alyssa will ihr Schicksal so auch definitiv nicht hinnehmen. Denn sowohl ihre Mutter als auch ihre Großmutter sind letzendlich in der Anstalt gelandet. Alyssa hat demnach kein einfaches Schicksal, aber sie ist ein wahnsinnig starker, selbstbewusster und einfühlsamer Charakter, sodass sie ihr Leben so nicht länger akzeptieren möchte und sich und ihre Mutter aus der Zwickmühle des Wahnsinns befreien will. So setzt sie sich als Ziel das Wunderland auf zu suchen und diesen Fluch zu beenden. Natürlich schickt die Autorin ihre Protagonistin nicht alleine in die Höhle des Löwens, sondern lässt ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb ihren Weggefährten spielen. Der dritte im Bunde hört auf den Namen Morpheus und wie ihr euch nun sicher schon denken könnt, gehört dieser zur Wunderland-Fraktion. Er wird als verführerisch und zwielichtig beschrieben, beim zwielichtig stimme ich voll und ganz zu, denn schnell wird klar, dass er einige Hintergedanken pflegt während er Alyssa unterstützt. Aber verführerisch ist anders, für mich war er extrem nervig und anstrengend, obwohl ich ja normalerweise auf die düsteren Charaktere fliege, könnte mich Morpheus keinesfalls für sich einnehmen. So bin ich ein großer Jeb Fan geworden und habe den beiden natürlich die Daumen gedrückt, dass sie das Wunderland- Abenteuer heil überstehen und sich endlich näher kommen.

Alice im Monsterland: düster, romantisch, bedrückend, spannend

Von: Books and Biscuit Datum : 04.03.2015

booksandbiscuit.blogspot.de

Alyssa hat ein dunkles Geheimnis. Sie stammt von Alice Liddell ab, jenem Mädchen, das Lewis Carroll die Inspiration für seinen Roman Alice im Wunderland gab. Doch was das Buch nicht verrät, ist, dass die kleine Alice mit einem Fluch belegt wurde, der alle ihre Nachfahren den Verstand verlieren lässt. Alyssas Mutter Alison ist bereits in der geschlossenen Anstalt und auch Alyssa zeigt erste Symptome: Pflanzen und Insekten reden mit ihr. Sie schafft sich Abhilfe, indem sie die Insekten fängt und zu morbiden Mosaiken aufspießt. Als ihr Vater sich zu einer Elektroschocktherapie entschließt, fasst Alyssa einen Entschluss: sie will ins Wunderland reisen, um den Fluch aufzuheben. Doch sie hat die Rechnung ohne ihren besten Freund Jeb, in den sie heimlich verliebt ist, gemacht - denn der folgt ihr promt ins düstere Wunderland. Was immer Alice Lewis Carroll erzählt hat, Wunderland ist viel, viel bedrohlicher und dunkler als in dem Roman. Jeb und Alyssa müssen schnell lernen, dass es hier sogar die Blumen auf ihr Fleisch abgesehen haben.

Alice im Wunderland hat mich schon immer fasziniert und ebenso spannend finde ich moderne, verdrehte, abgewandelte Märchenadaptionen. A. G. Howard hat Carrolls Geschichte genommen und in etwas sehr Düsteres verwandelt. Das Weiße Kaninchen besteht aus einem winzigen Skelett mit menschenähnlichem Kopf, die Blumen erinnern an Zombies und überhaupt ist hier alles viel tödlicher, blutrünstiger und düsterer. Trotzdem erkennt man die einzelnen Elemente des Buches wieder - warum, das erzählt Morpheus. Es wird viel erklärt und gelöst, aber einiges bleibt auf offen. So zum Beispiel die Macht der wahren Namen. Es wird zwar darüber berichtet und gewissem Maße spielt es auch eine Rolle, aber vielleicht folgt eine Fortsetzung, in der das Phänomen greifbarer wird?

Auch in Dark Wonderland gibt es eine Liebesgeschichte und bis zu einem gewissen Grad auch eine Dreiecksgeschichte. Alyssas Gefühle für Jeb konnte ich nachvollziehen, die für Morpheus nicht so richtig. Dafür bekommt man als Leser einfach zu viel von seiner schlechten und zu wenig von seiner guten Seite mit. Positiv ist aber, dass die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht, sondern der Wunderlandgeschichte Raum lässt, sich zu entfalten.
Auch die Figur der Grenadine und die der Elfenbein blieben etwas verschwommen, da ging mir am Ende alles ein bisschen schnell.

Trotz kleinerer Kritikpunkte konnte mich Dark Wonderland von sich überzeugen. Düster, romantisch, bedrückend, spannend. Ich bin gespannt, wie es in Unhinged (Originaltitel) und Ensnared (Originaltitel) weiter geht. Wobei ich sagen muss, dass ich das Cover von Band 1 zwar unglaublich schön finde (vor allem, aus der Nähe betrachtet), die von zwei und drei dagegen etwas seltsam aussehen.

A.G. Howard - Dark Wonderland - Herzkönigin

Von: Tintenbloggerin Datum : 02.03.2015

tintenbloggerin.de

Alyssa ist unsere Hauptprotagonistin. Sie muss vieles mitmachen, so ist zum Beispiel ihre Mutter in der Psychiatrie und sie selbst kann Insekten sprechen hören. Das alles rührt vom Alice Fluch her, welcher die Frauen ihrer Familie betrifft, da sie die Nachkommen von Alice aus dem Wunderland sind. Natürlich erzählt sie selbst niemanden, dass sie Insekten hören kann, doch ihre Mutter konnte die Eigenheiten nicht verbergen und wurde natürlich nicht ernst genommen. Alyssa ist nicht mutiger als jeder andere auch, übertrumpft das Ganze aber gekonnt durch Tapferkeit und Stärke. Abgesehen davon bekommt sie bei dem Versuch den Fluch zu brechen auch Hilfe von Jeb, ihr bester Freund seit Kindheitstagen. Ihm gegenüber ist sie völlig loyal, doch da gibt es auch noch Morpheus, welcher sie seit Kindheitstagen manipuliert, ohne dass sie es merkt. Man weiß gar nicht so recht, ob er ehrlich ist, oder alles wirklich pure Manipulation ist, wobei man das auch erst am Ende erfährt. Abgesehen davon treffen wir natürlich auch noch einige altbekannte Charaktere aus dem Wunderland, wobei diese hier etwas anders im Charakter und Optik dargestellt werden, wofür es aber eine wunderbare Erklärung gibt. Alle Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, haben ihren Sinn und Zweck und erfüllen diese auch perfekt.

Eigentlich war es nicht anders zu erwarten: Es gibt natürlich auch wieder eine Dreiecksbeziehung, die mir ein wenig auf den Senkel ging. Das passiert mittlerweile einfach viel zu oft!

Mit dem Wunderland-Original von Lewis Caroll kann ich ehrlich gesagt nicht besonders viel anfangen. Die ganze Geschichte wirkte auf mich immer so verrückt, ein wenig sinnlos und auch seltsam, dass ich es nicht auf mich wirken lassen konnte. Bei „Dark Wonderland“ ist dies nicht so, auf der einen Seite erwarten einen die typischen Wunderlandelemente, und dennoch wirkt es nicht zu überladen, sondern eher genau richtig. Irgendwie wirkt es sogar logischer auf mich als Lewis Caroll’s Version. Wobei man jetzt bedenken muss, dass es kein Ersatz dafür ist, sondern eher eine Art Fortsetzung in heutiger Zeit. Es wird gerade genug aufs Original aufgebaut, um die beiden Bücher miteinander zu verbinden, und dennoch wurden soviele eigene Elemente und Versionen eingebracht, dass es doch wieder schwer zu vergleichen ist. Mir gefällt auf jeden Fall die neue Variante besser – was ich nicht gerne zugebe.

Eine wirkliche Empfehlung für all jene, die vielleicht schon immer eine skurrile, etwas morbide Wunderland-Version lesen wollten oder es zumindest jetzt tun wollen. Von mir volle 5 Eulen mit Sternchen :D

entführt uns in eine düstere Version von Carrolls Alice im Wunderland

Von: Favola Datum : 28.02.2015

www.favolas-lesestoff.ch/

Alyssas Urururgrossmutter ist besagte Alice Liddell, besser bekannt als Alice im Wunderland. Seit damals lastet auf den weiblichen Familienmitgliedern ein Fluch. Alyssas Mutter ist in einer psychiatrischen Klinik und auch sie selber hört Insekten und Blumen sprechen. Als sich der Zustand ihrer Mutter drastisch verschlimmert, entscheidet sie sich, den Familienfluch zu brechen und das Kaninchenloch zu suchen.

Schon lange kennt sie die Geschichte von Lewis Carroll und als sie wirklich im Wunderland eintrifft, erkennt sie das meiste aus dem Buch. Doch sie realisiert schnell, dass nichts ganz so ist, wie sie es bisher angenommen hatte, denn allem Anschein nach hat Alice als Kind vieles nicht richtig wahrgenommen und Lewis Carroll hat vielleicht auch noch einiges anders interpretiert.

Und so ist"Dark Wonderland" wortwörtlich eine düstere Adaption des originalen Märchens. Ich finde es toll, wie A. G. Howard all diese Elemente von Lewis Carroll übernommen, abgeändert und an ihre neue, moderne Version angepasst hat. So hat sie eine düstere und mysteriöse Atmosphäre geschaffen, die mich total überzeugen konnte.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Alyssa erzählt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, was wohl aufgrund ihrer Familiensituation auch nötig ist. Sie ist mutig und recht rebellisch, was sie gleich sympathisch macht. Ihr zur Seite steht Jeb, ihr bester Freund, der sie liebevoll 'Skatergirl' nennt. Insgeheim ist sie schon seit langem in den attraktiven Jungen verliebt und man ahnt schnell, dass sich da im Wunderland wohl etwas anbahnen könnte.

Dort treffen die beiden dann auf Morpheus, der Alyssa irgendwie bekannt vorkommt. Anscheinend hat er sie oft in ihren Träumen besucht und ihr einiges beigebracht. Es ist sehr schwer zu durchschauen und Alyssa und auch der Leser weiss einfach nicht so recht, woran sie mit ihm ist. Doch sobald Alyssa in seiner Nähe ist, wird sie zur Marionette und fühlt sich stark zu Morpheus hingezogen. Dieses Liebesdreieck konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen und hat mich an manchen Stellen auch gestört.

Die Autorin punktet mit überbordender Fantasie, vielseitigen Charaktere, dieser tollen, düsteren Atmosphäre und unerwarteten Wendungen, so dass es einem beim Lesen ganz bestimmt nie langweilig wird. Mir persönlich waren einige Szenen etwas gar skurril, doch ich denke, dass sich jeder Alice-Fan auch gerne in Howards düstere Version entführen lässt. Aber auch für alle, die Carrolls Märchen nicht gelesen haben, ist "Herzkönigin" eine fantastische Reise.

Fazit:
"Dark Wonderland. Herzkönigin" ist ein toller Reihenauftakt. Howard interpretiert Carrolls Originalfassung ganz neu und taucht alles in eine düstere, mysteriös Atmosphäre, die zu überzeugen weiss. Obwohl es mir ab zu etwas gar skurril zu und her ging, bescherte mir die Nachfahrin von Alice Liddell kurzweilige Lesestunden.

Alice im Wunderland reloaded – kurios, düster, spannend

Von: Skyline Datum : 27.02.2015

skyline-of-books.blogspot.de/

Klappentext

„Folge dem Flüstern … in das Reich hinter dem Spiegel

Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?“

Gestaltung

Das Cover wurde vom englischen Original übernommen und gefällt mir sehr gut. Die unterschiedlichen Grüntöne des Hintergrundes heben das Mädchen mit den blonden Haaren und ihre roten Lippen sehr schön hervor. Zusammen mit dem roten Titel wirkt es dabei schön düster und mythisch.

Meine Meinung

Der Reihenauftakt von A. G. Howards „Alice im Wunderland“ Adaption ist nicht nur Wunderland-Fans zu empfehlen, sondern jedem ans Herz zu legen, der atmosphärische, wundersame Geschichten mag! Schon das Cover deutet mythisch, mystische und düstere Handlungsstränge mit einem Hang zum geheimnisvollen an und genau das ist es auch, was der Leser von „Dark Wonderland“ bekommt.

Die Protagonistin Alyssa ist mit Lewis Carrolls Alice verwandt. Allerdings ruht auf ihr ein Fluch, der durch Alice ausgelöst wurde und den Alyssa nun versucht zu brechen. So ergibt es sich, dass auch unsere Alyssa, wie einst Alice, ins Wunderland gelangt und sich dort auf die Suche begibt, die begleitet ist von allerhand Kuriosem. Was wäre auch ein Wunderland ohne seltsame, verrückte und kuriose Begegnungen?

A.G. Howard versteht sich dabei vorzüglich darauf, die Kuriosität des Wunderlands einzufangen und in der Atmosphäre des Buches wieder zu spiegeln. Durch ihre Beschreibungen, die nicht zu ausufernd sind wie es bei vielen anderen Märchenadaptionen der Fall ist, schafft die Autorin es, das altbekannte Wunderland vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen. Dabei verleiht sie ihm jedoch auch einige neuere Aspekte, da sie den Fokus auf die Gefahren und die düstere Seite legt. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da gerade in vielen aktuellen Alice Verfilmungen das Wunderland ein recht düsterer Ort ist und man als Leser so sofort viele Bilder vor Augen hatte, wie diese fantastische Welt aussehen könnte.

Bei der Beschreibung des Wunderlandes kommen auch die Figuren nicht zu kurz. Jeder Charakter ist individuell und hat seine eigenen Charaktereigenschaften. Gerade Protagonistin und Ich-Erzählerin Alyssa ist dabei sehr vielschichtig. Zum einen erlebt der Leser die Handlung durch ihre Augen aufgrund der Ich-Form, sodass man wirklich nah am Geschehen dran ist. Zum anderen vereint Alyssa in sich ein einerseits taffes und ein andererseits manchmal doch hilfebenötigendes Mädchen. Diese Mischung macht sie sehr menschlich und für den Leser greifbar, sodass man ihre Perspektive sehr gut nachvollziehen kann (nicht nur durch die Ich-Erzählung).

Zudem war die Handlung wirklich spannend. Ständig ist etwas passiert. Seien es nun neue Hürden oder Probleme, die auftauchten und überwunden werden wollten oder aber neue Gefahren, die es zu bezwingen galt. Allerdings muss ich hier anmerken, dass es mir manchmal etwas zu chaotisch und verworren war. Es kam nie Langeweile auf, aber man musste sich konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren.

Fazit

A.G. Howards Reihenauftakt „Dark Wonderland“ vermag es wirklich sehr gut, die düsteren, gefährlichen Seiten von Lewis Carrolls Wunderland zu zeigen und dem Leser bildlich vor Augen zu führen. Jedem, der Fantasy mag und sich nicht von Kuriositäten abschrecken lässt, wird „Dark Wonderland“ gefallen. Die Protagonistin ist sehr vielschichtig und auch die anderen Figuren haben ihre individuellen Züge, sodass dieser Roman nicht zu einem Einheitsbrei in der Masse verschmilzt, sondern hervorsticht. Auch die spannende Handlung, die manchmal allerdings etwas dazu neigt, zu verworren zu werden, sorgt für ein paar unterhaltsame Stunden.

4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos

1. Dark Wonderland - Herzkönigin

2. Unhinged (engl.)

3. Ensnared (engl.)

Von sprechenden Blumen und riesigen Motten

Von: Nabura Datum : 26.02.2015

zwei-sichten-auf-buecher.blogspot.de/

Alyssa hat seit einigen Jahren Wahnvorstellungen, denn sie hört Blumen und Insekten sprechen. Das darf allerdings niemand wissen, denn ihre Mutter ist dem Wahnsinn bereits so sehr verfallen, dass sie in eine Anstalt gesperrt wurde. Die beiden sind Nachfahren der berühmten Alice, die einst das Wunderland besuchte, und all ihre weiblichen Ahnen zeigten seither ähnliche Anzeichen. Durch Zufall erfährt Alice, dass sie ihrer Mutter helfen kann, indem sie selbst ins Wunderland zurückkehrt, wo der geheimnisvolle Morpheus schon auf sie wartet. Bei ihrem Sprung durch den Spiegel zieht sie aus Versehen ihren Nachbarn Jeb mit sich, in den sie seit Jahren verliebt ist. Können die beiden die Dinge im Wunderland in Ordnung bringen und den Fluch brechen, der auf Alyssas Familie liegt?

Zu Beginn des Buches lernt der Leser Alyssa als sehr spezielle Person kennen. Nicht nur hört sie Insekten sprechen, ihre Reaktion darauf ist, sie zu töten und für ihre Collagen zu benutzen. Schnell merkt man zudem, dass es sie stark belastet, ihre Mutter in der Anstalt in einem solch hilflosen Zustand zu sehen. Am Anfang fiel es mir schwer, den Überblick über die Geschichte zu gewinnen, da relativ wenig erklärt wird und man stattdessen erst im Laufe der Handlung mehr über die einzelnen Personen und ihre Beziehungen zueinander erfährt.

Bald kommt es zu ersten, schockierenden Zwischenfällen, die dem Leser deutlich machen, dass diese Geschichte sicherlich kein lustiger Spaziergang wird. Wie kann es zum Beispiel sein, dass Alyssas Mutter beinahe von ihren eigenen Haaren erwürgt wird? Das Unverständnis, das Alyssa und ihrer Mutter von allen Seiten entgegen schlägt, machte mich wütend, und ich wünschte mir sehr, dass Alyssa einen Weg finden wird, gegen die Wahnvorstellungen zu kämpfen.

Alyssas Nachbar Jeb spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle, doch mir fiel es nicht leicht, ihn zu verstehen. Obwohl die beiden seit Jahren Freunde sind, ist er mit Taelor zusammen, die ihr das Leben schwer macht. Seine Motivation, mit dieser furchtbar unsympathischen Person zusammen zu sein, war für mich nicht verständlich. Im Laufe der Geschichte zeigt er aber seine loyale Seite und steht Alyssa bei.

Mit Alyssas Aufbruch ins Wunderland wird die Geschichte noch skurriler und noch bedrohlicher. An jeder Ecke warten neue Gefahren. Und was führt der geheimnisvolle Morpheus im Schilde? Dieser war für mich die faszinierendste Person des Buches, zu dem ich bald eine Hassliebe entwickelte. Mit seiner verschlagenen Art führt er Alyssa mehr als nur einmal hinters Licht, bleibt dabei jedoch stets auf eigenwillige Weise charmant.

Im Wunderland stolpern Alyssa und Jeb von einer verzwickten Situation in die nächste, und dabei offenbart sich bald ein komplexes Netz aus Verstrickungen. Zahlreiche unerwartete Wendungen und interessante Charaktere haben den Ausflug ins Wunderland zu einem düsteren, unterhaltsamen Erlebnis gemacht. Obwohl das Buch der Auftakt einer Trilogie ist, ist das Buch in sich recht abgeschlossen und läuft in den letzten Kapiteln noch einmal zu Höchstform auf, was Spannung und Dramatik angeht.

„Dark Wonderland“ ist skurril, düster und steckt voller Überraschungen. Alyssa ist ein sehr spezieller Charakter, den ich im Laufe der Zeit liebgewonnen habe. Wagemutig stürzt sie sich von einer gefährlichen Situation in die nächste, um den Familienfluch aufzuheben und ihre Mutter zu retten. Warum sich das als noch schwerer als gedacht herausstellt, solltet ihr unbedingt selbst herausfinden!

Düster, verrückt und einfach absolut wundervoll, eine Pflichtlektüre für alle, die “Alice im Wunderland” von Lewis Carroll mögen.

Von: Filia Libri Datum : 26.02.2015

anima-libri.de

Was wäre, wenn der düstere Unterton aus “Alice im Wunderland” stärker hervorgehoben würde? Genau das ist der Grundsatz für A.G. Howards “Dark Wonderland”-Serie und damit war meine Aufmerksamkeit ja sofort geweckt – und meine Erwartungen nicht gerade gering. Und zu meiner großen Begeisterung wurden diese Erwartungen auch nicht enttäuscht, denn “Dark Wonderland: Herzkönigin” ist wirklich ein geniales Buch.

Als Urururenkelin von Alice Liddell, dem Mädchen, das Lewis Carroll zu “Alice im Wunderland” inspiriert hat, ist Alyssa alles andere als ein normales Mädchen. Denn ihre Vorfahrin Alice war damals tatsächlich im Wunderland und seitdem lastet ein Fluch auf den Frauen der Familie, der sie alle verrückt werden lässt – denn Wunderland ist viel gruseliger und düster, als es in den Werken von Lewis Carroll zu sein scheint.

Alyssa ist eine Protagonistin, mit der ich wirklich sehr schnell warm geworden bin. Sie ist eine starke, sympathische Persönlichkeit, war immer schon irgendwie anders, handhabt das aber ziemlich gut. Auch ihr bester Freund Jeb, der mit ihr im Wunderland landet, ist eine gelungene Figur, die Alyssa und ihre Persönlichkeit hervorragend ergänzt.

Und dann gibt es da natürlich noch Wunderland – einerseits hatte ich wahnsinnig hohe Erwartungen daran, was A.G. Howard aus dem Stoff von Lewis Carrolls Klassiker macht, andererseits auch etwas Zweifel daran, ob sie dem Original wirklich gerecht werden kann.

Umso größer war meine Begeisterung daher, als klar geworden ist, dass “Dark Wonderland: Herzkönigin” in keinster Weise eine Neu- oder Nacherzählung ist, sondern stattdessen auf dem Originalstoff aufbaut und diesen quasi weiterspinnt, ohne ihn dabei zu verändern – eine sehr elegante Art althergebrachte Materie neu zu verarbeiten, die die Autorin hier auch wirklich gut nutzt.

Insgesamt ist A.G. Howards “Dark Wonderland: Herzkönigin” düster, verrückt und einfach absolut wundervoll, eine Pflichtlektüre für alle, die “Alice im Wunderland” von Lewis Carroll mögen. Von mir jedenfalls gibt es eine dicke, fette Empfehlung für diesen Roman und Serienauftakt – ich jedenfalls erwarte den nächsten Teil schon mit großer Spannung ;)

absolutes Lesehighlight

Von: Manuela Gref Datum : 17.02.2015

manustintenkleckse.blogspot.de/

Über die Autorin:
A.G. Howard hatte sich schon immer gefragt, was wohl passiert wäre, wenn die gruselige Stimmung in Alice im Wunderland deutlicher zutage getreten wäre. "Dark Wonderland" ist ihr Tribut an Lewis Carroll. Wenn A.G. Howard nicht schreibt, liest sie, fährt Rollerblades, gärtnert und macht Urlaub mit ihre Familie.

Zum Inhalt:
Folge dem Flüstern … in das Reich hinter dem Spiegel

Alyssa hat eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte: Sie kann Blumen und Insekten flüstern hören. Denn sie sind Nachfahrinnen von Alice Liddell - besser bekannt als Alice im Wunderland. Alyssa versucht ihr Erbe zu leugnen, doch als sich der Zustand ihrer Mutter rapide verschlechtert muß sie versuchen den Fluch zu brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt und zieht dabei ihren besten Freund (und heimliche Liebe) Jeb mit sich. Auf der anderen Seite wartet schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Wem aber kann sie vertrauen?

Meine Meinung:
Ich fand die Idee zu diesem Buch grandios. Ein dunkles Wunderland, das mußte ich einfach lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Diese dunkle, düstere Welt hat es mir total angetan. Die Charaktere sind großartig gestaltet und sehr glaubwürdig. Die Geschichte wurde mit sehr viel Liebe zum Detail geschaffen und ich fand mich die ganze Zeit über an Alyssa´s Seite um mit ihr dieses phantastische Abenteuer zu erleben. Alyssa ist ein tolles Mädchen und so mutig und tough. Wie sie mit einer Situation umgeht, an der die Meisten zerbrechen würden ist extrem genial dargestellt. Sie lebt in ständiger Angst und Sorge um ihre Mutter und würde alles tun um ihr zu helfen. Sie ist loyal und stark. Jeb, der gutaussehende beste Freund, mit sehr viel Charakter, hat es mir regelrecht angetan. Er steht Alyssa in jeder Lage zur Seite und hat mich oft mit sehr cleveren Ideen überrascht. Um ihr zu helfen begibt er sich selbst oft in Gefahr und er ist sehr impulsiv. Morpheus ist geheimnisvoll und sehr charmant, aber auch hinterlistig. Ein Meister der Manipulation. Ihn kann man überhaupt nicht einschätzen und das macht ihn so herrlich gefährlich und interessant. Er ist mein heimlicher Star der Geschichte, ihn habe ich beim Lesen geliebt und gehasst gleichzeitig. Die verrückten Wunderland Bewohner haben einen ganz eigenen Charm und das Düstere und Märchenhafte verschlingt den Leser vollkommen.

Cover:
Das Cover ist der Hammer. Geheimnisvoll und wunderschön gestaltet und absolut passend zur Geschichte.

Fazit:
Düster, geheimnisvoll, beängstigend und zugleich extrem faszinierend und fesselnd. Diese Geschichte hat einfach alles was ein Pageturner braucht. Eins meiner absoluten Lesehighlights.

Obwohl kein allzu großer Alice im Wunderland-Fan, dennoch absolut begeistert!

Von: Kate Rupp Datum : 17.02.2015

www.katesleselounge.de

„Dark Wonderland - Herzkönigin“ von A.G. Howard hat mich wahrlich überrascht und mir einige spannende und fantasievolle Lesestunden beschert.

Obwohl ich kein allzu großer Fan von Alice im Wunderland bin, wollte ich dennoch dieses Buch lesen und ich bin wirklich froh, dass ich „Dark Wonderland - Herzkönigin“ eine Chance gegeben habe. Ansonsten hätte ich eine wundervolle und äußerst unterhaltsame Geschichte verpasst.

„Dark Wonderland - Herzkönigin“ ist kein Buch um schnell zwischendurch zu lesen. Man muss sich auf die Geschichte und die Charaktere einlassen und dem Geschehen auch wirklich folgen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man den Faden verliert und in einem einzigen Wirrwarr landet. Denn die Geschichte ist unheimlich Fantasievoll und erfordert, dass der Leser mitdenkt. Ich musste so manche Passage erneut lesen, da ansonsten kein Sinn zu erkennen war in dem, was ich da las.

A. G. Howard hat wirklich eine blühende Fantasie. Sie hat der Geschichte um Alice im Wunderland ein völlig neues Kleid verpasst. Düster, ein wenig gruselig und auch einen Hauch Grunch und Punk. Der Einstieg war ein wenig verwirrend und verworren. Sobald der Knoten jedoch gelöst war, hat sich eine Geschichte voller Magie entfaltet.

Die vielen verschiedenen Charaktere, ob Mensch oder Fantasiewesen, waren auf ihre ganz besondere Art und Weise liebevoll gestaltet. Sie sind außergewöhnlich und stechen heraus, was wiederum deutlich für „Dark Wonderland - Herzkönigin“ spricht. Ich konnte wunderbar mit allen Figuren mitfiebern.

Auch die mittelschwere Portion Liebe und Romantik hat die Autorin in meinen Augen schmackhaft verpackt. Sie war zwar ein wesentlicher Teil der Geschichte, hat aber gleichzeitig nicht so viel Raum eingenommen. Eine ausgewogene Mischung, die für mich genau perfekt war.

Das Ende könnte schon als ein abgeschlossenes betrachtet werden, da größtenteils keine Frage mehr offen sind. Jedoch wird es noch zwei weitere Bände geben. Ich könnte nicht sagen, wie und ob die Geschichte unbedingt weiter gehen würde7müsste. Dennoch bin ich sehr gespannt, was sich A. G. Howard noch so hat einfallen lassen und werde daher den zweiten Band mit Sicherheit auch lesen.

Fazit
„Dark Wonderland - Herzkönigin“ von A.G. Howard ist kein Buch, welches sich so schnell weg lesen lässt. Man muss sich auf die Geschichte und die Charaktere einlassen, damit sie sich entfalten kann. Sobald dies geschehen ist, erhält man eine spannende und fantasievolle Geschichte, die aus der Masse heraus sticht und für außergewöhnlichen Lesegenuss sorgt.