Leserstimmen zu
Ein Lied, so süß und dunkel

Sarah McCarry

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Sie und Aurora … das ist für immer! So unterschiedlich die Mädchen auch sind – Aurora zart wie das Sonnenlicht, sie so düster wie die Mitternacht –, ihr Leben ist ein einziger gemeinsamer magischer Rausch aus Partys, Musik und Kunst. Doch als Jack in ihr Leben tritt, ist es wie ein schmerzhaft schöner Riss in ihrem Traum. Dieser begnadete Junge, der die Menschen mit seinen Liedern betört, hat nicht Aurora gewählt, sondern die Freundin in ihrem Schatten. Doch dann taucht Minos auf, ein zwielichtiger Clubbesitzer, der Jack und Aurora einen teuflischen Pakt anbietet. Als die zwei gemeinsam nach L.A. verschwinden, kann nur sie die beiden vor ihrem Verderben bewahren … "Ein Lied, so süß und dunkel" ist der erste Band der "Metamorphoses"-Trilogie von Sarah McCarry. Bei diesem Roman weiß man eigentlich nie, woran man nun letztendlich ist. Alles scheint verworren und diffus. Schon der Einstieg gestaltet sich anders, als man es von anderen Romanen gewohnt ist. Der Leser erfährt zuallererst etwas über das Leben der Hauptprotagonistin und ihrer Freundin Aurora. Diese Beschreibung der Entwicklung geht über die Hälfte des Buches hinaus, sodass man als Leser Geduld aufbringen muss, um zum eigentlichen Kern der Geschichte vorzudringen. Zwar ist es für die Handlung wichtig, diesen Verlauf zu kennen, um den Sinn am Ende zu verstehen, dennoch hätte man hier und da etwas feilen können, um die Thematik besser herausfiltern zu können. Dementsprechend kommt die Spannung erst gegen Ende der Geschichte so richtig zum Tragen. Dieser Teil des Romans gefiel mir dann richtig gut, hätte aber etwas gestreckt werden können. So passen die Verhältnisse nicht zur eigentlichen Geschichte; Vorgeschichte: kaum Spannung und recht langatmig, Hauptteil und Ende: viel Spannungspotential vorhanden, aber viel zu kurz. Es ist durchaus ersichtlich, dass dieser Roman viel Potential besitzt, dieses aber nicht wirklich gut umgesetzt hat. Die meiste Zeit steckt der Leser zusammen mit den beiden Freundinnen in einem Drogenrausch und sucht den Sinn der Geschichte. Auch die Atmosphäre kommt nur halbherzig herüber. Die Ansätze von Düsternis und die Suche der Protagonisten nach ihrem Sinn des Lebens kommt nicht so zum Ausdruck, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Auch hier steckt viel verlorenes Potential. Positivstes Element von "Ein Lied, so süß und dunkel" war für mich der Schreibstil der Autorin. Wenn man einmal von den etlichen Beschreibungen eines Drogenrausches in jedweder Form absieht und das respektlose Verhalten und die dementsprechenden Fäkalwörter abzieht, dann besticht dieser Roman durchaus durch einen gewissen Zauber und eine poetische Sprache, die diesen Roman, wäre das Potential genutzt worden, zu einem Meisterstück hätten werden lassen. Das Ende ist dann recht offen und auch hier bleibt ein großes Fragezeichen stehen, welches wohl in den Folgebänden nicht aufgelöst werden wird, da sich diese um andere Personen drehen. Fazit: Viel verschenktes Potential in einer vielversprechend anmutenden Geschichte. Leider kommt die Spannung viel zu spät auf, auch wenn diese etwas über den zähen Start hinwegtäuschen kann.

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Sie und Aurora sind unzertrennlich, praktisch Zwillinge. Sie, deren Namen wir im Buch nicht erfahren ist 17 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung. Sie ist recht unscheinbar und hält sich meist im Hintergrund, kein Mensch der auffällt oder besonders hübsch ist. Aurora ist das komplette Gegenteil, abgesehen davon, dass ihr verstorbener Vater einmal ein berühmter Rockstar war, ist sie hübsch, polarisierend und für jeden Spaß zu haben. Die beiden Mädchen kennen sich seit ihrer Geburt und auch die Mütter der beiden waren früher einmal beste Freundinen. Was die beiden Mütter damals getrennt hat und warum sie heute nicht mehr miteinander reden erfahren wir erst zum Schluss des Buches. Nie hätten Sie und Aurora gedacht, dass sie jemals etwas trennen würde bis Jack auftaucht und Sie den Kopf verdreht. Jack spielt umwerfend gut Gitare und möchte damit Erfolg haben, doch leider lässt dieser auf sich warten. Bis Minos auftaucht und Jack und Aurora einen Packt vorschlägt, der nicht ganz ohne ist. Was Aurora mit dem Packt zutuen hat erfahrt ihr erst am Ende. Über Nacht verschwinden Jack und Aurora und nach wochenlangem inneren Kampf beschließt Sie sich in Los Angeles auf die Suchen nach den beiden zu machen. Was sie dabei erlebt raubt jedem Leser die Luft zum Atmen. Meine Meinung: Ein sehr düsteres Buch. Es versetzt einen in eine ziemlich dunkle und depressive Stimmung. Dennoch war es sehr interessant und ich wollte immer wissen wie es weiter geht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich dadurch recht flüssig lesen. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band. Mein Fazit: Ein etwas anderes Buch, dass ein Thema aufgreift, welches mir völlig neu ist. Sehr lesenswert auch wenn man hier keine literarische Hochleistung erwarten darf.

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Der Klappentext sowie das besondere Cover, machten mich direkt neugierig auf den Inhalt dieses Buches. Ich versprach mir von „Ein Lied so süß und dunkel“ eine bittersüße und mystische Geschichte um eine unbeschreiblich enge Freundschaft. Die Geschichte um Aurora und „sie“ wird von der namenlosen Protagonistin aus der Ich-Perspektive erzählt. Normalerweise fühlt man sich durch diese Perspektive, der Protagonistin schneller verbunden, doch dies war hier nicht der Fall. „Sie“ bleib für mich bis zum Ende hin blass. Ich hatte weder ein Bild vor Augen, noch konnte ich mich in „sie“ hineinversetzen. Nicht einmal ihr Verhalten konnte ich verstehen. Es war nicht so, dass ich „sie“ nicht mochte, sie lies mich einfach kalt und blieb für mich bis zum Schluss nur die Figur in irgendeinem Buch. Mit den anderen Charakteren sieht es noch übler aus. Aurora fand ich nervig, unter Jack konnte ich mir so gar nichts mehr vorstellen und Minos wurde mit der immer gleichen kurzen Beschreibung abgehandelt: Düster, tief liegende Augen, wie ein Totenkopf. Doch warum ließ mich auch dies kalt? Warum spürte ich die Düsternis nicht? Der Schreibstil an sich ist völlig in Ordnung. Er liest sich extrem einfach und schnell. Die Schriftgröße ist sehr groß gewählt und somit ist das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Die Handlung beginnt sehr schleppend. „Sie“ erzählt uns von Aurora und wie sehr sie sie liebt. „Sie“ erzählt uns von Parties auf die sie eigentlich gar nicht wollte, aber Aurora zuliebe mitging. „Sie“ verliebt sich Hals über Kopf - und wie es mir scheint ohne jeden Grund - in Jack und erzählt auch hier, wie sehr sie ihn liebt. Kurz: Sie erzählt viel, doch ich spüre nichts. Ich war fast durchgehend Beobachterin aus weiter, weiter Ferne. Doch berühren, geschweige denn mitreißen, konnte mich das Buch zu keiner Sekunde. Leider, denn ich wollte es wirklich mögen. Beim Lesen des Klappentextes hatte ich nicht das Gefühl, das zu viel verraten wird. Doch das Minos Jack und Aurora mit nach L.A. nimmt, geschieht erst auf den letzten hundert Seiten. Danach geht alles ganz schnell. Das Ende fand ich gar nicht so schlecht. Hier gab es ein wenig Originalität, ein wenig Überraschung. Am Gesamturteil ändert dies aber auch nicht mehr viel. Fazit: Eine gute Idee, deren Potenzial jedoch nicht ausgeschöpft wurde. Der Schreibstil war okay, die Charaktere nicht authentisch und die Handlung ziemlich platt. Lediglich das Ende konnte mich überraschen und daher erhält das Buch von mir zwei Sterne.

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Ich habe mir etwas Außergewöhnliches erhofft. Das habe ich zwar bekommen, aber zudem eine Geschichte, die mich emotional heruntergezogen und deprimiert hat.

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Sarah McCarrys "Metamorphoses"-Auftakt "Ein Lied, so süß und dunkel" ist mir bereits mehrfach empfohlen worden. Kein Wunder also, dass ich auf die Geschichte neugierig wurde und dieser unbedingt eine Chance geben wollte. Ich muss zwar zugeben, dass ich nicht unbedingt die höchsten Erwartungen hatte, allerdings hat es das Buch am Ende doch tatsächlich geschafft, dass ich es letztendlich mit einer gewissen Enttäuschung beendet habe. Der Schreibstil ist speziell, denn ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich vollkommen darauf einlassen konnte. Zwar schreibt die Autorin die Geschichte sehr spannend, allerdings war die Ich-Perspektive, die ich sonst so gerne mag, ein wenig irreführend, denn ich wusste lange nicht, um wen es sich dabei genau handelt, denn es wurde hier kein Name genannt, sodass die Figur für mich im ersten Moment nicht greifbar war und mir bis zum Schluss fremd blieb. Obwohl man die Gefühle und Gedanken der Ich-Erzählerin gut kennen lernt und diese oftmals schon sehr direkt sind, geht es hier hauptsächlich um Aurora, ihrer besten Freundin. Aurora und die Ich-Erzählerin können unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch fast schon eins. Aurora ist das beliebte, schöne Mädchen, das ständig auf Parties geht, Alkohol genießt und bei allen gern gesehen ist. Die Ich-Erzählerin wirkt dagegen immer etwas verschlossen und hält sich eher im Hintergrund, interessiert sich für Musik und Kunst und scheint nur unfreiwillig auf Parties zu gehen, da sie immer in Auroras Nähe sein möchte. Obwohl die Freundinnen sich gegenseitig brauchen, scheint hier eine Grenze überschritten worden zu sein, denn die Ich-Erzählerin scheint schon fast von ihr besessen zu sein. Dann gibt es da noch Jack, einen neuen Musiker, den die Mädchen auf einer Party kennen lernen und von denen sie beide fasziniert sind. Dies mag vielleicht alles spannend und interessant klingen, allerdings war mir vieles viel zu blass. Aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich ein gutes und spannendes Buch erwartet, was es auch definitiv hätte werden können, nur leider hat die Autorin das vorhandene Potential nicht genutzt. Der Schreibstil hätte von Anfang an zugänglicher sein müssen, die Figuren hätten mehr Tiefe haben sollen. Man kann der Ich-Erzählerin zwar nicht absprechen, dass sie nicht tiefgehende Gedanken hat, allerdings war ihr Handeln oftmals da genaue Gegenteil. Auch die vielen paranormalen Szenen hätten mehr ausgearbeitet werden müssen. So gibt es zwar häppchenweise immer wieder ein paar Details, allerdings waren diese nicht genug für mich, um das Buch zu einem wahren Pageturner zu machen. Etwas enttäuschend fand ich das Ende. Dies ist zwar an sich schlüssig, allerdings fehlen noch sehr viele Antworten, bei denen ich hoffe, dass ich diese bei der Fortsetzung "Dirty Wings", die bislang noch keinen deutschen Titel erhalten hat, bekommen werde. Außerdem war mir das Ende fast schon zu ruhig. Ich bin zwar nicht unbedingt der Typ Leser, die immer einen Mega-Cliffhanger brauchen, allerdings hätte ich hier eine Motivation gebraucht, um mich noch mehr auf eine Fortsetzung zu freuen. Die Covergestaltung sagt mir leider gar nicht zu. Ich habe bereits im Vorfeld das Originalcover gesehen und fand dies sehr schön, das deutsche Cover ist dagegen eine Enttäuschung, auch wenn ich die Mischung aus Schwarz und Pink immer ganz gern sehe. Die Kurzbeschreibung ist dagegen gelungen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Insgesamt ist "Ein Lied, so süß und dunkel" ein netter Auftakt der "Metamorphoses"-Trilogie, dessen Potential allerdings nicht ausgeschöpft wurde und auch gleichzeitig einige kleinere Schwächen besitzt, die besonders bei den Figuren anzumerken sind. Dennoch denke ich, dass ich auch eine Fortsetzung lesen würde - falls diese denn übersetzt wird.

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Aurora und sie. Zwei Freundinnen, so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Und doch verbunden aus tiefster Liebe. Als jedoch Jack und der zwielichtige Clubbesitzer Minos in ihre Leben treten, wird alles was sie je kannten auf eine harte Probe gestellt. Ein außergewöhnlicher, tiefsinniger und eigener Schreibstil, der den Leser durch eine Geschichte mit einer namenlosen Protagonistin führt. Stellenweise war ich mir unsicher, ob diese Story die Wirklichkeit zwischen den Zeilen darstellen soll, oder Paranormale Elemente inne hatte. Mehr dazu in meiner Videorezension.

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Erwartungen: Dieses Buch ist von der Aufmachung her wirklich gelungen, aber nicht nur wegen des Covers bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, sondern auch, weil der Inhalt sehr interessant klingt. Freundschaft und das Pure Leben scheinen demnach Mittelpunkt des Romans zu sein. Allerdings kein 0815 Leben, sondern ein Leben voller Kontraste, Partys, Liebe und vor allem Geheimnisse. Dieses Buch verspricht Spannung und mehr zu sein als ein einfaches Jugendbuch. Leseerlebnis: Die Charaktere in diesem Buch sind allesamt anders, als man es von normalen Büchern gewohnt ist. Aber beim Lesen bemerkt man ohnehin, dass dieses Buch alles andere als normal ist. Es fängt schon dabei an, das die Protagonistin aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, keinen Namen hat. Ihr Name ist genauso Abwesend wie ihr Vater und ihre positive Einstellung. Sie wirkt ziemlich düster, sehr nachdenklich und eindeutig abhängig von ihrer besten Freundin Aurora. Von den Hauptpersonen scheint sie aber noch die Vernünftigste zu sein. Aurora ist eine wirklich flippige Person für die das Leben eine einzige Party zu sein scheint. Ihr zum Teil merkwürdiges Verhalten schreibe ich mal den Bewusstseinserweiternden Substanzen zu, welche in diesem Buch ohnehin eine große Rolle spielen. Generell fehlt mir bei Aurora und auch bei den meisten anderen Personen die nötige Tiefe, wir sehen sie alle nur so, wie „Sie“ sie sieht und dieses Bild ist oftmals nicht das Aussage kräftigste. Kaum hat man angefangen dieses Buch zu lesen, kommt es einem vor, als würde man sich in einem wilden Strudel befinden. Man wird mitgerissen und umhergewirbelt, weiß bald schon nicht mehr, wo oben und unten ist. Man ist schlichtweg verwirrt von der Handlung, die so schnell voran schreitet, dass man fast ins Stolpern geraten könnte. Und auch wenn man teilweise nicht weiß, was jetzt Realität ist und was der Einbildung der Protagonistin entsprungen ist, so hat man doch irgendwie das Verlangen zu wissen, was da eigentlich vor sich geht. Man merkt irgendwie gar nicht, dass man schon viel gelesen hat, da es keine richtigen Kapitel gibt, sondern das Buch in einzelne Monate aufgeteilt ist. Der schreibstil ist so flüssig und leicht, fast beschwingt, dass man sich plötzlich wundert, dass schon wieder ein Monat rum ist und dann schaut man auf die Uhr und muss feststellen, wie spät es bereits in Wirklichkeit ist. Zu der Handlung an sich kann man gar nicht wirklich etwas sagen. Davon jeder sollte sich jeder selbst ein Bild machen, da es einen ohnehin so sehr verwirrt, dass es schwer ist den Inhalt geordnet und objektiv wieder zu geben. Fazit: Zwar sind die Charaktere in diesem Buch eindeutig nicht meine Favoriten, sie sind mir einfach zu alternativ-abstrakt-verwirrend, dafür hat mich der Schreibstil gefesselt und überzeugt, so dass mein Fazit nicht wirklich eindeutig ausfallen kann. Es fällt schwer, sich eine richtige Meinung zu dem Buch zu bilden. Es ist einfach anders und deswegen gut für jene, die von den einfachen Jugendbüchern gelangweilt sind. Man muss sich allerdings auch auf dieses Buch einlassen können. Ob ich mir auch den zweiten Band holen werde, weiß ich auch noch nicht sicher. Zum einen möchte man schon wissen, wie es weiter geht, aber irgendwie habe ich auch die Befürchtung, dass alles nur noch seltsamer und verwirrender werden könnte.

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Der Roman „Ein Lied, so süß und dunkel“ der amerikanischen Autorin Sarah McCarry ist der fesselnde, aber recht düstere Auftakt einer paranormalen Trilogie für junge Erwachsene. Im Amerikanischen trägt die Trilogie den Titel „Metamorphoses“ und ist offenbar eine Anspielung auf das klassische Werk „Verwandlungen“ des römischen Dichters Ovid, in denen er vielfältige Sagen aus der römischen und griechischen Mythologie zusammengestellt hat. Geschickt greift die Autorin in ihrem Roman die bekannte Orpheus-Sage und seinen spektakulären Gang in die Unterwelt zur Rettung von Eurydike auf, verfremdet sie und verwebt die verschiedenen Elemente gekonnt zu einer mitreißenden, zunehmend mysteriöser werdenden Geschichte rund um die beiden unzertrennlichen Teenager-Freundinnen Aurora und die namenlose Ich-Erzählerin. Angesiedelt ist die Handlung im Seattle der 1990ger Jahre mit seinem faszinierenden, bizarr morbiden Flair der unkonventionellen Grunge-Musikszene und ihren ungezügelten Drogenexzessen – das perfekte Setting für die düstere, mystische und sehr geheimnisvolle Geschichte. Die Autorin versteht es hervorragend, den Leser mit ihrem leicht, unglaublich bildhaften Schreibstil und wundervoll poetischen Formulierungen gefangen zu nehmen. Sehr viel versprechend und fesselnd ist bereits der Einstieg in die Geschichte, bei dem wir in die befremdliche Welt der beiden jugendlichen Hauptfiguren und ihren ungewöhnlichen Alltag und den ihrer sehr unkonventionellen, alleinerziehenden Mütter eintauchen. Sehr eindringlich zeichnet die Autorin ein Bild einer unerschütterlichen Freundschaft und tiefen Zuneigung der so völlig unterschiedlichen Charaktere und nimmt uns mit auf ihre gemeinsamen, nächtlichen Abenteuer bei exzessiven, rauschhaften Partys und Konzerten ganz nach dem Motto „SEX, DRUGS AND ROCK 'N' ROLL“. Hervorragend ist der Autorin die einfühlsame, vielschichtige Charakterzeichnung gelungen, die sie passend zum Handlungsverlauf bei einigen Figuren bewusst etwas rätselhaft und undurchsichtig hält. Sehr fesselnd sind die beiden Hauptfiguren Aurora und die Ich-Erzählerin angelegt: zwei unzertrennliche Freundinnen, die wie Schwestern aufgewachsen sind und dennoch kaum unterschiedlicher vom Charakter her sein könnten. Die wunderschöne, charismatische und unbesonnene Aurora auf der einen Seite, die allseits beliebt ist und als Tochter eines berühmten, früh verstorbenen Rockstars als strahlender Star stets im Rampenlicht steht. Als faszinierend dunkler Kontrast zur ätherischen wirkenden Aurora ist die eher bodenständige, unscheinbare Erzählerin mit ihrer sensiblen, verschlossenen Persönlichkeit angelegt. Als die Besonnenere der beiden fühlt sie sich stets für Aurora und ihr Wohlergehen verantwortlich und versucht sie zu beschützen. So lernen wir ihren Charakter im Laufe der Handlung immer besser kennen, ihre Leidenschaft zur Kunst, innere Stärke und bedingungslose Verbundenheit zu den Menschen, die sie liebt. Diese innige Beziehung der Freundinnen wird auf eine harte Probe gestellt, als der mysteriöse, attraktive und hoch talentierte Musiker Jack in ihr Leben tritt. Beklommen verfolgt man, wie sich die Stimmung allmählich immer mehr verändert und verdüstert und seltsame, mystische Figuren wie der ominöse Clubbesitzer Minos die Szene betreten. Hautnah bekommt man die unguten Veränderungen in der Freundschaft der Mädchen zu spüren, ihre schleichende Entfremdung und die sich daraus ergebenden tragischen Verwicklungen. Jacks herausragendes musikalisches Talent scheint finstere Mächte zum Leben erweckt zu haben und bringt langsam ihre Welt völlig aus den Fugen. Viel zu spät muss die Erzählerin erkennen, was hier wirklich auf dem Spiel steht und welche Rolle sie darin spielen soll. Geschickt verwebt McCarry in die realen Ereignisse immer häufiger bizarre, paranormale Elemente, die manchmal ins Surreale abzudriften scheinen, und lässt den Leser bisweilen im Unklaren, wie die beunruhigenden Geschehnisse einzuordnen sind. Dadurch schafft sie eine verwirrende, düstere und unglaublich spannungsgeladene Atmosphäre, der man sich einfach nicht entziehen kann, und die sich bis zum mitreißenden, sehr mystischen und völlig unvorhersehbaren Finale immer weiter steigert. Passend zur Gesamtstimmung des Romans ist das mit verschiedenen Deutungsmöglichkeiten etwas vage gehaltene, aber dennoch in sich abgeschlossene Ende dieses ersten Teils. Man darf gespannt sein, welche Aspekte aus diesem Teil in der Fortsetzung aufgegriffen und vertieft werden. Ich bin schon sehr neugierig, in welche Richtung sich der zweite Teil der viel versprechenden METAMORPHOSES -Trilogie entwickeln wird, in dessen Mittelpunkt die bewegte Vergangenheit der beiden Mütter steht. FAZIT Ein fesselnder, sehr außergewöhnlicher Auftakt einer paranormalen Trilogie für junge Erwachsene mit mythologischen Elementen, der uns in eine düstere, mystische und sehr geheimnisvolle Welt entführt! Empfehlenswert für alle, die eine interessante Lektüre jenseits der Mainstream-Unterhaltung suchen!

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