Leserstimmen zu
Obwohl es dir das Herz zerreißt

Jenny Downham

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In Die Ungehörigkeit des Glücks wird vor allem das Thema Alzheimer und wie Angehörige mit dieser schwierigen Situation umgehen behandelt. Die Autorin ist das Thema sehr einfühlsam angegangen. Sie beschreibt viele kleine Situationen, die die Krankheit beeinflusst. Leider verliert sie sich aber oft in den Details und der Roman zieht sich in die Länge. Das ist auch schon mein größter Kritikpunkt. Es ist einfach langweilig erzählt. Es wird zwar versucht durch gezielt verstreute Geheimnisse Spannung aufzubauen, aber irgendwie kam bei mir nie Spannung auf. Tag ein Tag aus immer nur das Gleiche. Die Charaktere hätten jedoch ziemlich viel Potenzial und waren interessant gezeichnet, jedoch passten sie nicht in diese Geschichte. Durch einige Rückblenden in das Leben der Großmutter hat das Buch etwas an Tiefe bekommen. Jedoch war das ganze Aufarbeiten der Familienprobleme total langatmig. Es wird abwechselnd zwischen Mary's und Katie's Sicht gewechselt. Es dreht sich immer ums gleich. Katie's Probleme in der Schule und Mary's Problemen mit ihrem Gedächtnis. Das Buch gibt zwar einen guten Anstoß in Richtung Umgang mit solchen Menschen, jedoch bleibt sonst nicht viel hängen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, nur schafft es die Autorin nicht, die Spannungselemente wirklich spannend rüber zu bringen. Fazit Interessante Charaktere, aber ziemlich langweilig erzählt. Es wird gut beschrieben, wie sich der Alltag verändert, wenn man mit einer Person zusammenlebt, die Alzheimer hat. Jedoch verliert sich die Autorin in zu detaillierten Beschreibungen, die die Geschichte einfach nur langatmig erscheinen lassen.

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Mit wenig Erwartungen bin ich an "Die Ungehörigkeit des Glücks" heran gegangen. Dem zweiten Roman der Schauspielerin Jenny Downham, die mit "Bevor ich sterbe" einen weltweit verkauften Bestseller schrieb. Die Überraschung welch tiefgründige Geschichte sie geschrieben hat, war dafür umso größer. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen, die aus unterschiedlichen Gründen Distanz zueinander aufgebaut haben. Mary ist schon sehr jung schwanger geworden, hat ihre Tochter Caroline geboren und ist dann abgehauen. Caroline ist bei ihrer Tante aufgewachsen, hat den einige Jahre jüngeren Steven kennengelernt und mit ihm die Kinder Katie und Chris bekommen. Caroline ist alleinerziehend, ihr Mann hat eine neue Frau, ein weiteres Kind. Katie lernt brav, macht das, was ihre Mutter von ihr verlangt, denn eine gute schulische Bildung bewahren sie vor dem Schicksal einem Mann zum Opfer zu fallen und außerdem ist ihr Bruder Chris durch eine Erkrankung schon anstrengend genug. Katie muss das ausgleichen. Dann tritt unverhofft Mary in das Leben der kleinen Familie. Wirbelt mit ihrer "Blaupause", den Lücken in ihrem Gehirn, den Zeitsprüngen durch ihr Leben, alles durcheinander. Sie schwört Erinnerungen herauf, die vergessen werden sollten und zeigt Katie, dass das Leben alles andere als berechenbar ist. Die Schwierigkeit eine Bindung einzugehen, Nähe zuzulassen, anderen, aber vor allem sich selbst zu vertrauen, zieht sich durch die drei Generationen hindurch. Angefangen bei Mary, die so viel Feuer hat, dass jeder Junge die Sehnsucht verspürt sich an ihr zu verbrennen, und die erst sehr spät in der Lage ist eine realistische, echte Bindung einzugehen und erst dann in der Lage ist ein starkes Fundament zu bauen. Über Caroline, die ihr Leben lang Schuldgefühle in sich trägt und diese nicht loswerden kann, auch wenn sie zum größten Teil von ihr selbst konzipiert wurden. Bis hin zu Katie, die nicht so recht weiß, wer sie ist, was auch daran liegt, dass sie keine Wurzeln hat bzw. nicht kennt, so dass sie nichts hat, worauf sie bauen kann. Jenny Downham kann sehr gut mit Worten umgehen. Schreibt schöne, kluge Sätze. Konstruiert eine tiefgründige Geschichte, die nachdenklich stimmt und das in einem lockeren Erzählton, der dafür sorgt, dass ich regelrecht durch die Seiten fliege. Neben den sehr authentisch gezeichneten Personen (ich kann allerdings nicht einschätzen wie realistisch Marys Alzheimer Erkrankung dargestellt ist, weil ich mich damit nicht auskenne), mag ich ganz besonders das Ende. Es ist schön, aber es ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen, wir vergeben und vergessen und alle Probleme sind gelöst, weil Mary krank ist. Es gibt tiefsitzende Verhaltensmuster und die können nicht von einer Woche auf die andere gelöst werden, was Downham meines Erachtens gut herausarbeitet. Trotzdem oder gerade deswegen kann ich das Buch mit einem Lächeln schließen.

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https://sunnywonderbookland.blogspot.de/2017/09/rezension-zu-die-ungehorigkeit-des.html Autorin: Jenny Downham Verlag: C. Bertelsmann Verlag Seitenanzahl: 480 Preis: 11, 99 Euro erschienen am 22. Februar 2017 Inhalt Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück … Meine Meinung Nachdem ich de Klappentext von dem Buch gelesen habe, war ich begeistert. Es klingt nach einer tollen Geschichte, die so ganz anderes ist als alle, die ich bereits gelesen habe. Aber leider wurde ich gründlich enttäuscht. Katie macht eine schwere Zeit durch: erst küsst sie ihre beste Freundin Esme, die danach nichts mehr mit ihr zu tun haben will und dann müssen sie auch noch ihre Oma bei sich wohnen lassen, wobei ihre Mutter und ihre Oma ein sehr schlechtes Verhältnis zueinander haben. Einzig und allein Katie freundet sich mit ihrer Oma Mary an und lernt mit ihr umzugehen. Die Geschichte an sich ist zwar spannend, aber viel zu lang. Teilweise sitzt man einfach da und überfliegt einige Sätze in der Hoffnung, dass endlich mal was passiert und auch der Wechsel der Erzähler zwischen Katie und Mary und den verschiedenen Zeitebenen ist manchmal schwer zu nachzuvollziehen. Manchmal ist man sich am Anfang eines Kapitels gar nicht sicher, worum es jetzt überhaupt geht. Die Charaktere konnten mich auch überhaupt nicht überzeugen. Katie ist eine farblose Erscheinung, die keinen Mut hat und von der man auch kaum irgendwelche Eigenschaften erfährt. Obwohl sie die Hauptperson bleibt von ihr kein bleibender Eindruck. Auch ihre Versiertheit, was ihre sexuelle Orientierung angeht ist sehr farblos und nicht wirklich verständlich. Es macht eher den Eindruck, als würde sie keinem von beiden Geschlechter sonderlich zugetan und wirkt in der Handlung einfach erzwungen. Ihre Mutter ist auch ein Charakter, der einfach nur unsympathisch ist und die ganze Zeit nur genervt hat. Sie kann nicht anderes als meckern und macht das den ganzen Tag lang. Einzig allein Mary schafft es manchmal ein bisschen Schwung in die Geschichte zu bringen und die Kapitel, die ihre Vergangenheit behandelt sind mehr als interessant. An der Stelle schafft die Autorin es auch ihren geistigen und vergesslichen Zustand perfekt darzustellen, sodass man sich in sie hineinversetzen kann. Fazit Eine wunderbare Idee, die leider nicht gut umgesetzt wurde. Die Handlung zieht sich stellenweise extrem hin, bevor endlich mal etwas spannendes passiert. Die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen, da sie sehr farblos sind. Insgesamt 2 von 5 Sternen.

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Katie ist siebzehn Jahre alt und lebt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter zusammen. Eines Tages taucht plötzlich Mary auf die Oma von Katie. Ihre Mutter hatte jahrelang keinen Kontakt zu ihr. Doch nun ist Marys Freund bei einem Unfall gestorben und da sie Demenz hat, kann man sie nicht mehr alleine lassen. Doch was ist vorgefallen, da der Kontakt abgebrochen wurde? Ein Familiengeheimnis brennt darauf gelüftet zu werden. Ein Roman der die Geschichte von drei Generationen erzählt. Traurig, anrühren und sehr spannend

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Inhalt: Jahrelang hat Caroline ihrer 17-jährigen Tochter Katie die Großmutter vorenthalten. Zu viele Verletzungen, zu viele böse Worte waren zwischen den beiden gefallen. Doch nun taucht die alte Dame unvermittelt wieder in ihrem Leben auf und erinnert sich an fast nichts mehr: Mary leidet an Demenz. Was für Caroline einem Albtraum gleicht, weckt in Katie neue Hoffnung. Sie freundet sich mit ihrer Großmutter an und fügt in deren lichten Momenten wie bei einem Puzzlespiel ihre Familiengeschichte zusammen. Noch ahnt Katie nicht, was sie damit ins Rollen bringt. Es wird ein Sommer werden, der alles verändert

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Meine Meinung: Zuerst einmal möchte ich mich beim Bloggerportal und beim C.Bertelsmann Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken. Als Mary bei ihrer Tochter und ihren Enkeln einzieht, ist Caroline total dagegen. Denn sie denkt, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang im Stich gelassen hat. Katie findet ihre Großmutter dagegen total interessant und will viel aus ihrer Vergangenheit herausfinden, was aber nicht so einfach ist, denn Mary hat Demenz und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Aber Katie hat eine Idee, sie schreibt alles was Mary ihr erzählt in ein Buch. Die beiden lernen sich immer besser kennen und währenddessen versucht Caroline Mary loszuwerden und ruft in vielen Pflegeheimen an und sie macht sich sorgen um ihre Tochter, denn Mary verändert die schüchterne Katie. Denn auch Katie hat es nicht leicht in der Schule, sie wird von einer Mädchengruppe gemobbt, weil sie ihre ehemalige beste Freundin geküsst hat. Aber sie lernt ein besonderes Mädchen in einem Cafe kennen, in welches Mary und sie fast jeden Tag hingehen. Die Charaktere sind alle so einzigartig. Besonders Mary habe ich total ins Herz geschlossen. Fazit: Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich war mir anfangs nicht ganz so sicher, weil mir "Bevor ich sterbe" von der Autorin nicht besonders gefallen hat. Aber das habe ich wirklich verschlungen und kann es jedem empfehlen. Eins der schönsten Zitate: "Besser, geliebt und verloren, als überhaupt nie geliebt zu haben." -S. 174

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Am 22. Februar 2016 erschien "Die Ungehörigkeit des Glücks" von Jenny Downham beim C. Bertelsmann Verlag als Hardcover. Das Taschenbuch ist am 03. April 2017 beim cbt Verlag unter dem Titel "Obwohl es mir das Herz zerreißt" erschienen. Wenn ihr dieses Buch also lesen wollt, habt ihr die Möglichkeit, euch für euren Lieblingstitel zu entscheiden. Das Taschenbuch erhaltet ihr für 14,99€ und die Ausgabe als Hardcover ist für 19,99€ zu haben, dafür erwarten euch dann aber auch 480 Seiten. Katie ist 17, als sie erfährt, dass sie eine Großmutter hat. Bisher hat ihre Mutter Caroline dieses kleine Detail nämlich vor ihr geheim gehalten, denn Caroline und ihre Mutter sind in der Vergangenheit nicht besonders gut miteinander ausgekommen. Zwischen den beiden Frauen gab es viele Streitereien, bei denen sie sich gegenseitig sehr verletzt haben. Doch eines Tages findet Mary ihren Weg zurück ins Leben ihrer Tochter und ihrer Enkeltochter. Caroline stellt schnell fest, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt, denn Mary hat Demenz und deswegen viele Dinge vergessen. Während das für Caroline einem Albtraum gleicht, nutzt Katie die klaren Momente ihrer Großmutter, um sich mit ihr anzufreunden. Gemeinsam mit ihrer Oma ergründet Katie die Geheimnisse ihrer Familiengeschichte, über die ihre Mutter nicht mit ihr spricht. Doch dem jungen Mädchen ist nicht bewusst, was sie mit ihren Bemühungen alles ins Rollen bringt. Ich muss ja ehrlich zugeben, dass für mich bei diesem Buch das Cover tatsächlich sehr ausschlaggebend war, es mir ins Regal zu stellen. Abgesehen von der Thematik. Ich finde es total faszinierend, wie das Mädchen da auf der Seite liegt und den Leser aus ihren blauen Augen ansieht. Wegen des Covers gefällt mir auch das Hardcover deutlich besser als das Paperback.An diesem Punkt muss ich aber auch zugeben, dass ich das Buch nur mit auf Reisen hatte und dementsprechend den Schutzumschlag immer zu Hause im Regal stehen hatte. Bei mir gehen diese Schutzumschläge leider viel zu leicht kaputt... Aber auch der Teil zwischen den Buchdeckeln hat mich gefesselt. Jenny Downham versteht sich darauf, Charaktere zu schaffen, die man nur sympathisch finden kann. Da wäre Mary, die putzige Oma, der dank ihrer Krankheit nicht immer all ihre Erinnerungen zugänglich sind, was sie irgendwie noch niedlicher macht. Ach, wir lieben doch alle niedliche Großmütter! Vor allem, wenn sie so schöne Geschichten wie Mary erzählen. Am liebsten würde ich mir auch mal Tee und Kekse schnappen und mich zu ihr setzen und ihrer interessanten Lebensgeschichte lauschen. Dann wäre da noch Katie, die sich mit jeder Seite immer weiter entwickelt und am Ende des Buches ganz anders auf Dinge reagiert als noch zu Beginn. Sie macht einem Mut, dass es einem selber irgendwann genauso ergehen kann. Außerdem ist sie für ihren kleinen Bruder die perfekte große Schwester, denn sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihre kleine Familie und stellt auch schon mal ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Auch Caroline ist ein Teil dieser Familie. Sie war mir anfangs eher unsympathisch, denn sie hat Katie und Katies Bruder ziemlich herumkommandiert und bevormundet. Katie musste Kochen, Katie musste auf Chris aufpassen und Katie musste Sonderkurse belegen. Als gegen Ende aber ihre Beweggründe klar wurden, hat sich mein Bild von ihr geändert und ich konnte ihre Handlungen zumindest nachvollziehen. So sind sie alle auf ihre ganz eigene Art total sympathisch und mir während des Lesens ans Herz gewachsen. Dass mir die Personen so ans Herz gewachsen sind, war unter anderem dafür verantwortlich, dass mich diese sowieso schon so emotionsgeladene Geschichte an der einen oder anderen Stelle so richtig kalt erwischt hat. Das Buch ist eine emotionale Achterbahn. Man freut sich mit den Protagonisten, man leidet mit ihnen, man ist gemeinsam mit ihnen frustriert und man versucht mit ihnen zusammen alles zu ertragen. Stellt euch drauf ein, dass ihr beim Lesen Taschentücher brauchen werdet. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und sie leitet einen sehr sicher durch das Geschehen. Da Jenny Downham sich dazu entschieden hat, über Demenz zu schreiben, ist das Grundgerüst der Geschichte ziemlich ernst. Die Autorin versucht, nichts zu beschönigen. Sie schildert das Geschehen aus der Sicht von Katie, die alles von außen erlebt, und aus der von Mary, die das alles durchmachen muss. Der Leser erfährt, wie Katie sich fühlt, wenn ihre Großmutter vergisst, und wie es Mary ergeht, wenn sie nicht mehr weiß, wo sie ist und was vor sich geht. Ich finde, dass ihr das sehr gut gelungen ist, denn ich hab selber schon in der Rolle von Katie gesteckt und es ist wirklich nicht leicht. Doch Mary schildert ihre Lebensgeschichte auf eine so liebenswerte Weise, dass es dem Ganzen den Ernst etwas nimmt. Das Thema Demenz steht trotzdem noch im Vordergrund, ist durchgehend präsent und der aufmerksame Leser nimmt trotzdem noch was zu dem Thema mit. Ich finde es einfach gut gemacht, wie sie uns diese Krankheit näher bringt, die erst dadurch entstanden ist, dass wir Menschen immer älter und älter werden. Ich war einfach begeistert. Doch auch dieses tolle Buch hat einige Macken. Als erstes gab es viel zu viele Menschen mit Problemen. Da war nicht nur Mary mit ihrer Demenz, sondern auch Katies Bruder ist krank und Katie selber weiß auch nicht, was mit ihr los ist. Auch Caroline ist durch ihre Kindheit sehr vorbelastet und verhält sich in vielen Situationen dementsprechend. Für mich persönlich ergeben diese vier zusammen etwas viel Krise für eine Familie. An diesem Punkt hat die Autorin eindeutig übertrieben und der Familie zu viele Probleme aufgehalst. Carolines Probleme sind wichtig für die Geschichte, aber Katie hätte keine Probleme mit ihrer Persönlichkeit gebraucht und Katies Bruder hätte auch keine Probleme haben müssen. Dadurch, dass jede der Personen seine ganz eigenen Probleme hat, überschlagen sich in vielen Kapiteln die Ereignisse. Es geht vordergründig um Katie, Mary und Caroline, die immer mal wieder eine kleine Krise durchleben und das in einem ziemlich rasanten Tempo. Hin und wieder hatte ich als Leser das Gefühl, ich würde von den Ereignissen überrannt werden. Ich wurde an manchen Stellen einfach durch die vielen Ereignisse überfordert und fühlte mich verloren und alleingelassen. Ich hatte kaum das eine überstanden, da kam die Autorin schon mit der nächsten Katastrophe um die Ecke. Trotz allem muss ich diesem Buch 4/ 5 Sternchen geben, denn es hat mich begeistert, mich gefesselt und ich finde die Message einfach viel zu wichtig. Ich möchte euch dieses Buch also unbedingt ans Herz legen, denn ich hoffe, dass ihr dann mehr Verständnis für Demenz habt. Nicht jeder von uns, hat das Pech, einen Fall in der Familie oder im Bekanntenkreis zu haben, aber wenn man mal auf jemanden trifft, der erkrankt ist, ist man vielleicht nicht ganz so hilflos. Tut mir also den Gefallen und verschließt eure Augen nicht vor dieser Krankheit, denn die Medizin ermöglicht uns zwar ein langes, gesundes leben, aber gegen Demenz kann man noch nichts machen und wir werden noch eine ganze Weile damit umgehen müssen...

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Allgemeine Infos: Das Buch ,,Obwohl es dir das Herz zerreisst'' von Jenny Downham. Das Buch ist vorher schon unter dem Titel „Die Ungehörigkeit des Glücks“ bei C. Bertelsmann erschienen . Diese Neuauflage ist am 3.4.2017 im Cbt-Verlag erschienen, und hat 480 Seiten. Der Preis für das Taschenbuch beträgt in Deutschland 14,99 Euro. Klappentext: Jahrelang hat Caroline ihrer 17-jährigen Tochter Katie die Großmutter vorenthalten. Zu viele Verletzungen, zu viele böse Worte waren zwischen den beiden gefallen. Doch nun taucht die alte Dame unvermittelt wieder in ihrem Leben auf … und erinnert sich an fast nichts mehr: Mary leidet an Demenz. Was für Caroline einem Albtraum gleicht, weckt in Katie neue Hoffnung. Sie freundet sich mit ihrer Großmutter an und fügt in deren lichten Momenten wie bei einem Puzzlespiel ihre Familiengeschichte zusammen. Noch ahnt Katie nicht, was sie damit ins Rollen bringt. Es wird ein Sommer werden, der alles verändert. Zum Cover: Ich finde das Cover einfach super schön ! Die Farben gefallen mir sehr gut, und die Haare an der Seite finde ich auch echt cool. Außerdem mag ich die Anordnung der Schrift sehr gerne. Zum Inhalt: Die Idee der Autorin finde ich sehr gut, und auch toll umgesetzt. Die Charaktere sind alle sehr liebenswert, aber doch nicht perfekt. Das Thema Demenz finde ich sehr wichtig, und es wird in diesem Buch sehr schön und vorsichtig behandelt, zeigt aber doch alle schlimmen Seiten dieser Krankheit, was dem Leser, finde ich, die Geschichte sehr nah bringt. Eigentlich ist mein einziger richtiger Kritikpunkt, das leider anfangs noch keine richtige Spannung aufkam, sondern erst später, weshalb ich auch nicht die volle Anzahl an Sternen vergeben kann. Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir auch gut gefallen. Besonders gut fand ich, wie manche Dinge beschrieben wurden. Außerdem lässt sich alles relativ schnell lesen. Mein Fazit: Es ist eine sehr schöne, traurige Geschichte über wichtige Themen, die mir sehr gut gefallen hat, und definitiv zum Nachdenken anregt ! Wertung: 4/5 Sterne

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