Leserstimmen zu
Okay, Leute, kriegt euch wieder ein!

Hannah Moskowitz, Kat Helgeson

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Ich meine, es ist schon okay, aber ist es nicht seltsam, dass es auf einmal so persönlich wird? Ich weiß nicht. Ich schließe eigentlich keine Internetfreundschaften. Ich hoffe, das verletzt dich jetzt nicht allzu sehr, denn ich finde es gut, dass du mir das alles erzählt hast. Stefanie (Spitzname Finn) und Genevieve (genannt Gena) sind beide Fans der Serie UP BELOW. Beide sind in den denselben Fanfiktion-Foren aktiv. Aus einzelnen Nachrichten entsteht eine Freundschaft, die über das gemeinsam geteilte Interesse einer Serie hinausgeht. Nein, ich war noch nie auf so einem Treffen. Es gibt da eine Person, die oft dort ist und der ich nicht wirklich über den Weg laufen möchte. Das ist eine lange Geschichte, nichts Dramatisches, oder so. Auf einem Fantreffen lernen Gena und Finn sich persönlich kennen. Sie verstehen sich genauso gut wie es online der Fall war. Doch Gena gerät in ihrem Leben aus der Bahn. Hat ihre Freundschaft zu Finn Bestand? Dieses Buch ist anfangs ausschließlich in Mails, Nachrichten und Kommentaren verfasst. So wie Genas und Finns Freundschaft im Internet beginnt, lernst du auch nur diesen Teil ihres Lebens kennen. Dennoch wachsen dir die beiden ans Herz. Jedoch erschwert der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Anzeigen und Nicknames das Lesen. Es dauert etwas, bis du dich an diese Gestaltung gewöhnt hast. Mir gefällt an diesem Buch besonders, dass Gena und Finn auch außerhalb des Internets beide ein komplexes Leben führen, welches auch thematisiert wird. Diese Vielschichtigkeit macht dieses Buch für mich zu etwas sehr Lesenswertem. Ich empfehle dir, dieses Buch zu lesen, wenn du eine ungewöhnliche Freundschaftsgeschichte mit vielen Hintergründen lesen möchtest. Katrin Berszuck, 18 Jahre

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Okay, Leute, kriegt euch wieder ein klingt zunächst wie ein typisches Jugendbuch über das Fandasein und erinnert im ersten Moment an Fangirl von Rainbow Rowell. Je mehr Seiten verfliegen, desto deutlicher wird jedoch, dass das Buch auch ernste Themen behandelt. Es geht nicht nur um das Fandasein und die Bedeutung von Freundschaft, sondern auch um psychische Gesundheit und ein anderes wichtiges Thema, das ich hier nicht erwähnen werde, weil ich sonst spoilern würde. Die Autorinnen nehmen den Leser auf eine spannende Reise mit. Die Geschichte wird nur über Textnachrichten, E-Mails und Blogbeiträge erzählt, wodurch man eine besondere Nähe zu den Charakteren aufbaut. Sogar Gefühle schaffen es die Autorinnen dadurch zu vermitteln, wodurch die Geschichte den Leser auch emotional mitnimmt. Schrittweise wird beschrieben, wie sich Gena und Finn anfreunden und wie ihr Leben außerhalb der Online-Welt aussieht. Authentisch werden ihre Probleme geschildert, die die Charaktere nahbar wirken lassen und es ist schön zu sehen, wie viel Halt die Freundschaft ihnen gibt. Zunächst drehen sich ihre Gespräche um ihre Lieblingsserie und später reden sie auch über persönliche Themen. Anfangs dreht sich alles noch um das Fandasein und der Aufbau ihrer Freundschaft, doch nach einer Weile erwarten den Leser Überraschungen und ein ernster Plot-Twist. Das Buch wechselt von der lockeren Atmosphäre in eine Nachdenkliche und da man sich den Charakteren so verbunden fühlt, leidet man mit ihnen. Oft wünscht man sich, dass man ihnen das Leid nehmen kann. Auf die ernsten Themen werde ich nicht genauer eingehen, weil ich nicht spoilern möchte. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass sie sehr gut umgesetzt werden. Man merkt, dass sich die Autorinnen mit ihnen beschäftigt haben und ich finde, dass die Entwicklung der Charaktere realistisch wirkt. Besonders gelungen finde ich, dass während der Geschichte die Bedeutung von wahrer Freundschaft thematisiert wird und vor allem nach dem Plot-Twist gezeigt wird, wie diese aussieht. Das Einzige, das mich an der Geschichte etwas stört, ist das Ende. Es lässt nämlich leider einige Fragen offen und kommt etwas schnell. Ein rundes Ende hätte mir besser gefallen, aber es ändert nichts daran, dass ich die Geschichte abgesehen davon sehr gut gelungen finde. Fazit: Eine gelungene Geschichte mit einem überraschenden Plot-Twist über das Fandasein und die Bedeutung wahrer Freundschaft.

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