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Buch des Monats

Sie mussten nach links gehen

Monica Hesse

Nach dem Krieg und vor dem Nichts: Ein jüdisches Mädchen sucht seinen Bruder
„Sie mussten nach links gehen“ ist auf meine Wunschliste gewandert, weil ich noch keinen Jugendroman gelesen habe, der die erschreckenden Geschehnisse nach der Befreiung eines Konzentrationslagers thematisiert, sondern nur über die Zeit in den verschiedenen Lagern. […] Drei Jahre nach der Befreiung aus dem KZ ist Zofia eine gebrochene junge Frau, die nur noch ein Ziel vor Augen hat: Sie will überleben und ihren Bruder finden. […] Zofias Geschichte hat mich demnach sehr berührt und obwohl sie eine gebrochene junge Frau ist, kann sie dem Leser so unfassbar viel geben. […] Durch Zofias Sicht erleben wir, wie chaotisch und düster das Leben nach dem Lager ist. Von Hoffnung und Sicherheit ist in diesem Roman keine Rede. […] Auf Zofias ereignisreicher Suche nach ihrem kleinen Bruder, lernen wir zahlreiche Nebencharaktere kennen, die ein ähnliches Schicksal wie Zofia teilen. […] Jeder Charakter hat eine eigene Geschichte, jeder kämpf mit eigenen Ängsten und geht wiederum anders mit der schwierigen Situation um. Es ist sehr berührend mitzuerleben, wie die Charaktere versuchen, sich gegenseitig Hoffnung zu schenken und aufzumuntern. […] Der Schreibstil von Monica Hesse geht unter die Haut. Sie schreibt sehr gefühlvoll, passt sich den Charakteren an, vermittelt eine spannungsgeladene Atmosphäre und kann die Gefühle und Gedanken von Zofia dem Leser sehr authentisch vermitteln. Ich bin begeistert und will dieses Jugendbuch nicht mehr in meinem Regal missen. Aufgrund der Thematik und weil Monica Hesse diese düstere und schmerzerfüllte Zeit so ehrlich und detailreich verpackt, muss dieser Roman eigentlich in jedem Bücherregal vorhanden sein.

Miss Letter – Marens Bücherwelt

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