Ein anderer Kapitalismus ist machbar

Muhammad Yunus

Wie Social Business Armut beseitigt, Arbeitslosigkeit abschafft und Nachhaltigkeit fördert.

Wie kann eine Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus aussehen? Und welche Schritte müssen gegangen werden, damit diese neue Ordnung Wirklichkeit wird?
Muhammad Yunus entwickelt in diesem Buch die konkrete Vision einer neuen, postkapitalistischen Welt. Sein Denken setzt bei einer neuen Sicht vom Menschen an: Dieser ist eben nicht allein der auf Eigennutz ausgerichtete Homo Oeconomicus, dem es nur um die individuelle Profitmaximierung geht, sondern mindestens ebenso ein zutiefst soziales, am Gemeinwohl interessiertes Wesen. Wenn es gelingt, diesem Streben des Menschen Raum zu geben, dann ist das der Beginn einer zivilisatorischen Revolution.

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Yunus, Muhammad
© Nasir Ali Mamun

Muhammad Yunus

Muhammad Yunus wurde 1940 im heutigen Bangladesch geboren, er erhielt eine Ausbildung an der Dhaka University, studierte ab 1966 mit Hilfe eines Fulbright-Stipendiums an der Vanderbilt University (USA) und promovierte dort 1969 in Volkswirtschaftslehre. 1972 wurde er Professor an der Chittagong University in Bangladesch. Er ist der Begründer der Grameen Bank, der Erfinder des Mikrokredits und des Social Business-Konzepts für einen anderen Kapitalismus. Muhammad Yunus und die Grameen Bank erhielten im Jahr 2006 den Friedensnobelpreis.

Yunus ist Sprecher auf dem Global Social Business Summit

The GSBS is the worldwide leading forum for Social Business. It serves to spread awareness about Social Business, foster discussion and collaboration between practitioners and stakeholders, as well as present and conceive best practices.
The annual event is organized by the Nobel Peace Prize laureate professor Muhammad Yunus and his creative advisor Hans Reitz, and gathers experts from the private sector, civil society, governments and academia over a few days of meetings, forums and workshops.
The main topics of the GSBS 2018 will be Plastic & Circular Economy, Mobility, Solidarity, Sports & Social Business and Food & Its Value.

DAS VERSAGEN DES KAPITALISMUS

Den größten Teil meines Lebens habe ich mich für die Ärmsten eingesetzt, besonders für die Ärmsten unter den Frauen. Ich habe versucht, die Hindernisse zu beseitigen, auf die sie stoßen, wenn sie ihre Lebensbedingungen verbessern wollen. In meiner Heimat Bangladesch gründete ich darum 1976 die Grameen-Bank, die vor allem armen Frauen in den Dörfern mit Hilfe der sogenannten »Mikrokredite« Kapital zur Verfügung stellt. Seitdem haben Mikrokredite die unternehmerischen Fähigkeiten von mehr als 300 Millionen armer Menschen in aller Welt freigesetzt und ihnen geholfen, die Ketten der Armut und der Ausbeutung zu sprengen.
Diese Mikrokredite haben auch dazu beigetragen, die Defizite des traditionellen Bankensystems aufzuzeigen, das seine Dienste gerade denen verweigert, die sie am meisten brauchen – den Ärmsten der Welt.
Das Fehlen von Kapital ist aber nur eins von vielen miteinander verknüpften Problemen armer Menschen. Dazu kommen das Fehlen institutioneller Dienstleistungen, der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser, zu Sanitäreinrichtungen, zur Gesundheits- und Stromversorgung sowie unzureichende Bildung, schlechte Wohnverhältnisse, Vernachlässigung im Alter und vieles mehr. Und diese Probleme gibt es nicht nur in Entwicklungsländern. Auf meinen Reisen durch die ganze Welt habe ich festgestellt, dass Menschen mit niedrigem Einkommen selbst in den reichsten Ländern der Erde vielfach unter denselben Problemen zu leiden haben. Eine Tatsache, die Angus Deaton, Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften, zu folgendem Satz veranlasste: »Wenn du wählen müsstest zwischen dem Leben in einem armen Dorf in Indien oder im Mississippidelta oder einer Wohnwagensiedlung in einem Vorort von Milwaukee, dann weiß ich nicht, wer das bessere Leben hätte.«

Die zunehmende Konzentration des Reichtums

Die Sorgen armer Menschen in der ganzen Welt spiegeln ein weitaus größeres wirtschaftliches und soziales Problem wider: das Problem der wachsenden Ungleichheit, verursacht durch die fortschreitende Konzentration des Reichtums.
In der politischen Debatte ist diese Ungleichheit seit Langem ein heißes Thema. In den letzten Jahren wurden viele machtvolle politische und soziale Bewegungen und zahlreiche ehrgeizige Initiativen gestartet mit dem Ziel, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Aber obwohl schon viel Blut deswegen vergossen worden ist, so sind wir heute genauso weit von einer Lösung entfernt wie zu allen Zeiten. Ja, viele Daten zeigen im Gegenteil, dass sich in den letzten Jahrzehnten die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter geöffnet hat. Im selben Maße, wie die Wirtschaft wächst, wächst auch die Konzentration des Reichtums. Dieser Trend hat sich trotz aller nationalen und internationalen Entwicklungsprogramme und Maßnahmen zur besseren Einkommensverteilung fortgesetzt und sogar beschleunigt. Mikrokredite und andere Programme haben zwar vielen Menschen geholfen, sich aus der Armut zu befreien, gleichzeitig aber beanspruchen die Wohlhabendsten einen immer größer werdender Anteil am Reichtum der Welt.
Dieser Trend der ständig zunehmenden Konzentration des Reichtums ist gefährlich. Er bedroht den menschlichen Fortschritt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Menschenrechte und die Demokratie. Eine Welt, in der sich der Reichtum in den Händen einiger weniger konzentriert, ist auch eine Welt, in der die politische Macht von einigen wenigen kontrolliert und zum eigenen Vorteil eingesetzt wird.
Und was für die Reichtumskonzentration innerhalb der Länder gilt, gilt ebenso für das Verhältnis zwischen den Staaten: Der Reichtum der Welt konzentriert sich in einem halben Dutzend Ländern.
In dem Maße, wie die ungleiche Verteilung von Reichtum und Macht sich vergrößert, vertiefen sich aber auch Misstrauen, Verbitterung und Wut, sodass die Gefahr von sozialen Unruhen und bewaffneten Konflikten zwischen den Ländern wächst.
Oxfam, ein internationaler Verband von achtzehn Non-Profit-Organisationen, die sich für die Linderung der globalen Armut einsetzen, hat das Problem der wachsenden Reichtumskonzentration analysiert, und die von den Oxfam-Experten veröffentlichten Daten sind wahrhaft erschreckend.
Im Jahr 2010 berichtete die Organisation, dass die 388 reichsten Menschen der Welt mehr besaßen als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, die geschätzte 3,3 Milliarden Menschen umfasst. Schon damals wurden diese Daten mit Bestürzung wahrgenommen. Und zwischenzeitlich hat sich das Problem weiter zugespitzt. Im Januar 2017 gab Oxfam bekannt, dass die ultraprivilegierte Gruppe jener, deren Reichtum größer ist als der Gesamtbesitz der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung, inzwischen auf nur acht Menschen geschrumpft ist, während gleichzeitig die Zahl der Menschen, die der ärmeren Hälfte angehören, auf 3,6 Milliarden gestiegen ist.2 Die Gesichter dieser acht Menschen sind bekannt: US-amerikanische Wirtschaftsgrößen wie Bill Gates, Warren Buffett und Jeff Bezos, aber auch Männer aus einigen anderen Ländern, zum Beispiel Amancio Ortega aus Spanien und Carlos Slim Helú aus Mexiko.
Was geschieht mit dem sozialen Gefüge eines Landes, in dem eine Handvoll Menschen den Großteil des nationalen Reichtums kontrolliert? Wenn eine einzige Person einen gewaltigen Teil des Reichtums eines Landes allein in der Hand hält, was könnte diese Person daran hindern, diesem Land ihren Willen aufzuzwingen? Die Wünsche dieses Menschen werden implizit oder explizit zum Gesetz dieses Landes werden. Und das nicht nur in einem Land wie Bangladesch!
Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 in den USA betonte Senator Bernie Sanders, dass die reichsten 0,1 Prozent der US-Amerikaner genauso viel besitzen wie die untersten
90 Prozent – Daten, die vom unabhängigen National Bureau of Economic Research untermauert wurden.3 Er wies auch darauf hin, dass die Familie Walton, der die Supermarktkette Walmart gehört, mehr besitzt als die ärmsten 40 Prozent der US-Bevölkerung, was ebenfalls von unabhängigen Faktencheckern bestätigt wurde.4
Für ein Land ist es gefährlich, die Konzentration von so viel Reichtum und Macht in einigen wenigen Händen zuzulassen. Vielleicht ist es nicht überraschend, dass der Präsidentschaftswahlkampf in den USA mit der Wahl eines Mannes endete, der als Qualifikation praktisch nichts anderes vorzuweisen hatte als seinen großen persönlichen Reichtum.

Wie der Kapitalismus Ungleichheit hervorbringt

Viele spezifische Faktoren in den Strukturen der Finanzwelt und Politik der Gegenwart haben zum Problem der Reichtumskonzentration beigetragen. Doch der entscheidende Faktor ist: Dem gegenwärtigen Wirtschaftssystem wohnt ein grundsätzlicher Trend zur Konzentration des Reichtums inne. Gegen einen weitverbreiteten Glauben müssen wir feststellen, dass die reichsten Menschen nicht notwendigerweise böswillige Manipulatoren sind, die das System mit Hilfe von Schmiergeldern oder Korruption zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Vielmehr arbeitet das derzeitige kapitalistische System ganz von selbst zu ihrem Vorteil. Reichtum funktioniert wie ein Magnet. Der größte Magnet zieht die kleineren auf natürliche Weise an. Genau so funktioniert auch das heutige Wirtschaftssystem. Und die meisten Menschen unterstützen dieses System stillschweigend: Man beneidet die ganz Reichen, aber für gewöhnlich greift man sie nicht an. Im Gegenteil: Man ermutigt seine Kinder, reich zu werden, wenn sie einmal groß sind.
Im Gegensatz dazu ist es für arme Menschen – für Menschen ohne Magnet – schwer, auf irgendetwas eine Anziehungskraft auszuüben. Wenn sie es irgendwie schaffen, einen kleinen Magneten zu ergattern, müssen sie darum kämpfen, ihn auch zu behalten. Die größeren Magnete üben eine fast unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Die Konzentrationskräfte verändern unaufhörlich die Form der Reichtumskurve. Und diese Konzentrationskräfte wirken ausschließlich in eine Richtung. Auf der einen Seite reichen die Säulen der Reichtumsskala bis in den Himmel, während sie sich beim Rest der Bevölkerung kaum über das Niveau des Bodens erheben.
Eine solche Struktur ist nicht nachhaltig. Im Gegenteil, sowohl sozial als auch politisch ist sie eine tickende Zeitbombe, die alles zerstören kann, was wir in den letzten Jahren geschaffen haben. Und dennoch ist das die erschreckende Realität, die sich um uns herum etabliert hat, während wir mit unserem alltäglichen Leben beschäftigt waren und die Zeichen der Zeit nicht wahrgenommen haben.
Das ist nicht das, was die Verfechter klassischer Kapitalismustheorien uns zu erwarten lehrten. Seit der Entstehung des modernen Kapitalismus vor ungefähr 250 Jahren ist das Konzept des freien Marktes als natürliches Regulativ der Verteilung von Reichtum weithin akzeptiert. Man hat uns beigebracht, dass eine »unsichtbare Hand« den Wettbewerb garantiert, der zum Gleichgewicht der Kräfte auf den Märkten beiträgt und den gesellschaftlichen Nutzen erzeugt, an dem automatisch alle teilhaben. Von freien Märkten, die der Vermehrung der Gewinne dienen, erwartet man, dass sie einen besseren Lebensstandard für alle produzieren.
Zwar hat der Kapitalismus Innovationen und Wirtschaftswachstum gefördert. Aber in einer Welt von himmelschreiender Ungleichheit fragen immer mehr Menschen: »Produziert diese unsichtbare Hand tatsächlich Nutzen für alle in der Gesellschaft?« Die Antwort scheint klar. Irgendwie muss diese unsichtbare Hand eine starke Voreingenommenheit zugunsten der Reichsten haben – wie sonst könnte die heute schon enorme Reichtumskonzentration immer weiter zunehmen?
Viele von uns glaubten dem Satz: »Das Wirtschaftswachstum ist eine steigende Flut, die alle Boote emporhebt.« Doch dieser Spruch übersieht die verzweifelte Lage jener Millionen, die sich an lecke Flöße klammern oder gar keine Boote haben.
In seinem Bestseller Das Kapital im 21. Jahrhundert bietet
der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty eine umfassende Analyse der aktuellen Tendenz des derzeitigen Kapitalismus, die wirtschaftliche Ungleichheit zu vergrößern. Seine Diagnosen regten Debatten in aller Welt an. Piketty hat grundsätzlich Recht, was die Analyse des Problems angeht. Aber die von ihm vorgeschlagene Lösung, nämlich das Ungleichgewicht der Einkommen durch progressive Besteuerung auszugleichen, ist nicht auf der Höhe des Problems.
Wir müssen viel grundsätzlicher neu über Wirtschaft nachdenken. Und wir müssen endlich wahrnehmen, dass die neoklassische Sicht des Kapitalismus keine Lösung für die wirtschaftlichen Probleme bietet, mit denen wir heute konfrontiert sind. Der Kapitalismus hat beeindruckende technologische Fortschritte und gewaltigen Reichtum hervorgebracht. Doch dies ging einher mit massiver Ungleichheit und furchtbaren Menschheitsproblemen, die durch die Ungleichheit hervorgerufen werden. Wir müssen unseren unhinterfragten Glauben daran aufgeben, dass an persönlichen Gewinnen orientierte Märkte alle Probleme lösen. Stattdessen müssen wir einsehen, dass die Probleme der Ungleichheit nicht mit Hilfe der Ökonomie, wie sie gegen wärtig strukturiert ist, gelöst werden. Im Gegenteil, die Probleme werden, wenn alles bleibt, wie es ist, sehr schnell immer akuter werden.
Und dabei handelt es sich nicht um Probleme, die allein die »Verlierer« im Spiel des kapitalistischen Wettbewerbs betreffen, auch wenn diese Verlierer des kapitalistischen Wettbewerbs die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung darstellen. Nein, diese Probleme wirken sich aus auf die nationale und global soziale und politische Situation, den wirtschaftlichen Fortschritt und die Lebensqualität von uns allen. Sie betreffen auch diejenigen, die der reichen Minderheit angehören.
Die zunehmende Ungleichheit hat zu sozialen Unruhen, politischer Polarisierung und wachsenden Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen geführt. Sie ist der Hintergrund von so unterschiedlichen Phänomenen wie der Occupy Bewegung, der Tea Party Bewegung und dem Arabischen Frühling, dem Brexit-Entscheid Großbritanniens, der Wahl von Donald Trump und dem Anwachsen von rechtsgerichtetem Nationalismus, Rassismus und Gruppen von Wutbürgern in Europa und den USA. Menschen, die sich abgehängt fühlen und glauben, keine Zukunftsperspektive zu haben, werden zunehmend enttäuschter und wütender. In unserer Welt herrscht eine scharfe Trennung zwischen den Wohlhabenden und den Habenichtsen– zwei Gruppen, die außer dem Gefühl gegenseitigen Misstrauens, der Angst und Feindschaft wenig miteinander gemein haben. Dieses Misstrauen verstärkt sich in dem Maße, wie Informations- und Kommunikationstechnologien sich auch innerhalb der ärmsten Bevölkerungsschichten ausbreiten, sodass ihnen immer mehr bewusst wird, wie ungleich die Karten gemischt sind.
Diese Situation ist für niemanden angenehm, auch nicht für jene, die in den gesellschaftlichen Hierarchien ganz oben stehen. Können die Reichen und Mächtigen wirklich ihr Leben innerhalb von abgeriegelten Wohnbereichen genießen, wo sie sich vor der Lebenswirklichkeit der restlichen 99 Prozent verstecken? Macht es Spaß wegzusehen, wenn man auf der Straße den Armen und Obdachlosen begegnet? Ist es ihnen eine Freude, staatliche Instrumente wie Polizeikräfte und andere Zwangsmaßnahmen zu benutzen, um die unvermeidlichen Proteste derer zu unterdrücken, die in der Hierarchie ganz unten stehen? Möchten sie ihren Kindern und Enkeln wirklich eine solche Welt hinterlassen?
Ich glaube, dass die meisten Reichen diese Fragen mit »Nein!« beantworten.
Ich glaube nicht, dass reiche Menschen reich geworden sind, weil sie schlechte Menschen sind. Viele von ihnen sind gute Menschen, die einfach das bestehende Wirtschaftssystem genutzt haben, um auf der sozialen Leiter aufzusteigen. Und vielen von ihnen ist es unangenehm, in einer Welt mit einer scharfen Trennung zwischen Armen und Reichen zu leben.
Ein Indiz dafür sind die großen Geldsummen, die Menschen an Non-Profit-Organisationen oder durch Stiftungen für wohltätige Zwecke spenden. Jedes Jahr gehen Hunderte Milliarden Dollar an Wohlfahrtsverbände. Auch die meisten Konzerne zweigen als Ausdruck ihrer »sozialen Verantwortung« einen gewissen Prozentsatz ihrer Gewinne für Projekte im Dienste der Allgemeinheit und wohltätiger Organisationen ab, selbst wenn Gewinnmaximierung die unternehmerische Zielsetzung ist.
Darüber hinaus investiert praktisch jede Gesellschaft einen signifikanten Teil ihrer Steuereinnahmen für Soziales, also für Gesundheitsversorgung, für Lebensmittel- und Wohnungsbeihilfen und andere Formen von Unterstützung der Ärmsten. Diese Bemühungen sind zwar oft unzureichend und schlecht konzipiert. Aber allein die Tatsache, dass es sie gibt, zeigt, dass die meisten Mitglieder einer Gesellschaft sich verpflichtet fühlen, zur Reduzierung der extremen Ungleichheit beizutragen, in der so viele Millionen Menschen nicht die notwendigen Mittel für ein sicheres und erfülltes Leben haben.
Wohltätigkeit und Sozialprogramme sind gut gemeinte Bemühungen, um die vom kapitalistischen System verursachten Verwerfungen einzudämmen. Aber um das Problem wirklich zu lösen, muss das System als solches grundlegend verändert werden.

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