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Charlotte Salomon „Es ist mein ganzes Leben“

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0721-8

Erschienen: 27.03.2017
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Die erste Biografie, die Charlotte Salomons intensive Bilder zum erzählerischen Ausgangspunkt nimmt

Anlässlich des 100. Geburtstags Charlotte Salomons am 16. April 2017 rückt eine neue Biografie erstmals die intensiven Bilder und damit die Selbstdarstellung der Malerin in den Mittelpunkt. Während sich zuletzt Literaten, Musiker und Dramaturgen von Salomon inspirieren ließen – ihr Leben war Stoff etwa von David Foenkinos' Roman, unter der Regie von Luc Bondy wurde eine Oper uraufgeführt - hat Margret Greiner die historischen Tatsachen hinter dem gemalten Tagebuch recherchiert. Daraus entwickelt sie mit großer Nähe zu Salomons Werk eine atmosphärische Erzählung vom kurzen tragischen Leben der Künstlerin.

"Überleben in Bildern" - Buchempfehlung auf deutschlandfunk.de

"Kein Opfer sondern Künstlerin" - Margret Greiner im Gespräch, deutschlandfunk.de

"Nur auf Pauspapier überlebte sie die Nazis" - Rezension auf welt.de

»In lebendigen Bildern erzählt Greiner die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Künstlerin, die gegen ihr Trauma anmalte.«

B.Z. am Sonntag, Claudia von Duehren (16.04.2017)

Margret Greiner (Autorin)

Margret Greiner studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg i.Br. und München. Viele Jahre arbeitete sie als Lehrerin und Journalistin. Sie hat sich immer wieder mit außergewöhnlichen Frauenleben beschäftigt, zuletzt erschienen die erzählten Biografien "Auf Freiheit zugeschnitten. Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts" und "Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth: Ich will mir selbst gehören". Margret Greiner lebt in München.

»In lebendigen Bildern erzählt Greiner die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Künstlerin, die gegen ihr Trauma anmalte.«

B.Z. am Sonntag, Claudia von Duehren (16.04.2017)

»Greiners Buch liest sich, auch wegen der zahlreichen Dialoge, wie ein Roman.«

Süddeutsche Zeitung, Eva-Elisabeth Fischer (24.04.2017)

»Die Münchner Autorin Margret Greiner nähert sich der ungewöhnlichen Künstlerin über die Bilder und verdichtet ihre Recherchen zu einer spannenden Biografie.«

Abendzeitung, Christa Sigg (03.05.2017)

27.06.2017 | 20:00 Uhr | Bad Soden

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Bücherstube Gundi Gaab
Platz Rueil Malmaison 1
65812 Bad Soden

Tel. 06196/62925, lesen@buecherstube-gundi-gaab.de

18.10.2017 | 15:30 Uhr | Münster

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Tibusplatz 1-7
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26.10.2017 | 19:30 Uhr | Konstanz

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Kulturzentrum am Münster
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Tel. 07531/598131

14.11.2017 | 20:00 Uhr | Hennef

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15.11.2017 | 20:00 Uhr | Friedberg

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Mit zahlreichen farbigen Abbildungen

ISBN: 978-3-8135-0721-8

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 27.03.2017

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Malen, um nicht verrückt zu werden

Von: YukBook Datum: 23.04.2017

www.yukbook.me

Wie schafft es eine Frau, die mehrere Suizide in der Familie und die Judenverfolgung miterleben musste, ihren Lebenswillen nicht zu verlieren und der Nachwelt ein autobiografisches Gesamtkunstwerk zu hinterlassen? Die Rede ist von Charlotte Salomon, und eine Antwort auf die Frage liefert uns Margret Greiner in dieser faszinierenden Roman-Biografie.

Vor ihrer Deportation malte Charlotte Salomon knapp zwei Jahre lang wie eine Besessene, um nicht verrückt zu werden, bannte rückblickend ihr gesamtes Leben auf Gouachen im expressionistischen Stil. So entstand ein gemalter Lebenszyklus von etwa 800 Bildern, angefangen mit ihrer Kindheit und dem großbürgerlichen Leben in einer jüdischen Berliner Familie. Margret Greiner vermittelt uns zunächst das Bild eines sehr lebhaften, trotzköpfigen und besitzergreifenden Mädchens, das nach dem Tod ihrer Mutter von diversen Kindermädchen erzogen wird, darunter eines, das ihre Lust auf das Zeichnen und Malen weckt.

Zwei Männern in ihrem Leben haben wir wohl zu verdanken, dass Charlotte ihrer Berufung als Malerin folgte: Einerseits ihrem Vater, der trotz anfänglicher Rückschläge fest an ihr Talent glaubte, bis Charlotte schließlich auf die Berliner Hochschule für die bildenden Künste zugelassen wurde; andererseits ihrer große Liebe zu einem Gesangslehrer, der fest davon überzeugt war, Charlotte würde etwas Außerordentliches vollbringen, und ihr zu mehr Selbstachtung verhalf.

Auch die Frauenfiguren, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielten, werden facettenreich charakterisiert – stets aus der Sicht von Charlotte. Ihr Hang zu starken Gefühlsausbrüchen zeigt sich besonders in der Beziehung zu ihrer Stiefmutter und gefeierten Opernsängerin, die sie abgöttisch verehrt. Paula Lindberg, von Charlotte liebevoll Paulinka genannt, schafft es, durch ihre überschwängliche und herzliche Art Charlottes Lebensfreude zu wecken. Im krassen Gegensatz dazu steht Charlottes Verhältnis zu ihren Großeltern, die nach Villefranche emigriert sind und mit denen sie nach Hitlers Machtergreifung eine qualvolle Zeit verlebt. Sie zieht sich schließlich in eine Pension in Saint Jean Cap Ferrat zurück, wo sie mit ihrem Lebensprojekt beginnt.

In kurzen Einschüben beschreibt Margret Greiner, wie Charlotte ein Ereignis in ihrem Leben oder einen Gemütszustand malerisch festhielt. Anhand der angegebenen Nummern kann man einen Teil der Gouachen im Buch, die übrigen auf einer Website betrachten. In dieser hervorragend recherchierten Biografie lässt die Autorin Charlottes Persönlichkeit und ihren Charakter so erspüren, als würden wir in einem Tagebuch lesen. Dabei verzichtet sie auf Sentimentalitäten und öffnet in einer bildreichen Sprache den Blick für Charlottes bewegendes Leben und ihre Bilderwelt.

Charlotte Salomon - Eine unglaubliche Kraft liegt in diesem Lebensprojekt

Von: Marina Büttner Datum: 16.04.2017

https://literaturleuchtet.wordpress.com/

Am 16.4.1917, also genau heute vor 100 Jahren wurde die Malerin Charlotte Salomon in Berlin geboren. Ihr Leben war kurz. Sie starb 1943 im Alter von 26 Jahren in Auschwitz-Birkenau. Nun ist ein biografisches Buch von Margret Greiner anlässlich dieses Jahrestages erschienen. Es enthält einen Bildteil, der die Lebensgeschichte von Salomon mit ihrer Malerei unterstreicht.

Charlotte Salomon wird als Tochter des Arztes Albert Salomon und Franziska Grunwald in Berlin geboren. Sie ist ein aufgewecktes, doch von starken Stimmungsschwankungen geprägtes Mädchen. Im Alter von acht Jahren begeht ihre schwermütige (aus heutiger Sicht depressive) Mutter Selbstmord. Bereits die Schwester von Franziska entschied sich in jungen Jahren für den Freitod. Charlotte wird nun von Kindermädchen und den strengen Großeltern betreut. Der Vater bemüht sich, ist aber ganz in seiner Arzttätigkeit absorbiert. Eines der Kindermädchen erweckt in Charlotte die Lust auf das Zeichnen und Malen. Fortan wird diese Neigung Charlotte ihr Leben lang begleiten.
Der Vater heiratet wieder: die berühmte Opernsängerin Paula Lindberg, mit der sich Charlotte glänzend versteht. Ihre erst schwärmerische Liebe wird der Gesangslehrer von Paula, Alfred Wolfssohn. Doch die guten Zeiten halten nicht lange an, denn die Nationalsozialisten werden immer machtvoller. Charlotte schafft es sogar an der Akademie der Künste einen Studienplatz zu bekommen, trotz ihrer jüdischen Herkunft. Doch die Gefahr spitzt sich zu. Charlottes Eltern schicken sie nachdem Albert verhaftet, doch wieder frei gekommen war, nach Südfrankreich zu den Großeltern, die dort bereits seit geraumer Zeit leben.
Doch auch dort ist niemand sicher. Charlottes Großmutter nimmt sich 1940 das Leben. Erst da erfährt Charlotte die Wahrheit über die Suizide in ihrer Familie. Kurz darauf bringt man sie und den Großvater ins Lager Gurs. Doch sie kommen wieder frei aufgrund des hohen Alters des Großvaters. Charlotte schafft es nur mithilfe der Malerei eine tiefe Krise zu überstehen, nachdem ein befreundeter Arzt sie anregt, die Ereignisse künstlerisch zu „verarbeiten“. So beginnt sie wie eine Getriebene mit ihrem Lebensprojekt „Leben? oder Theater?“, an dem sie fast zwei Jahre lang malt, die Schlüsselszenen ihres Lebens in Farbe festhält.

„Sie rettete sich in die Arbeit, malte unaufhörlich. Wenn sie malte, hatte sie keine Angst.“

Der Großvater stirbt. Sie lernt Alexander Nagler kennen, zieht zu ihm. Beide heiraten, werden aber 1943 verhaftet und nach Ausschwitz deportiert. Die schwangere Charlotte wird gleich nach der Ankunft ermordet, ihr Mann überlebt die Zwangsarbeit nicht.

Margret Greiner beginnt in ihrem Buch mit der Reise von Charlottes Eltern nach Südfrankreich im Jahr 1947. Beide konnten aus dem Lager Westerbork entkommen und haben überlebt. Sie entschließen sich, den Spuren ihrer Tochter zu folgen. Sie finden Charlottes Nachlass: er enthält über 1300 Gouache-Malereien, darunter das Projekt „Leben? oder Theater?“ mit 769 Blättern, aus denen sich ihr Leben nachvollziehen lässt. Darin versieht sie alle Personen mit neuen Namen und beschriftet die Bilder mit kurzen Texten. Aus heutiger Sicht wirken diese Blätter teilweise wie eine moderne Graphic Novel. Charlotte hatte sogar Musik und Gesang dazu angedacht.
Es ist wie ein Wunder, dass all die Bilder in einem Keller, aufbewahrt in einem Karton, erhalten blieben. Es ist unglaublich, welche Kraft aus Charlottes Bildern strömt und außergewöhnlich, wie sie dieses Werk in kürzester Zeit erschaffen konnte. Wie unfassbar, dass eine junge Frau, die aus eigener Kraft ihre Traumata bewältigte und trotz allem am Leben bleiben wollte, diesem grausamen Regime zum Opfer fiel.
Und dennoch, welch ein Glück, dass sie durch ihre Bilder für die Nachwelt lebendig bleibt … Ein Leuchten!

Vor einiger Zeit gab es bereits einen Versuch von David Foenkinos, das Leben Charlottes in einen Roman zu fassen – womit er meinem Empfinden nach deutlich scheiterte. Was er nicht schaffte, gelang Margret Greiner in jeglicher Hinsicht: Ihre Biografie über Charlotte Salomon wird der Malerin gerecht und versucht nicht in sprachlich besonders kreativer Form zu punkten. Das Buch erschien im Knaus Verlag. Eine Leseprobe gibt es hier

Charlotte Salomons Originalbilder befinden sich im Joods Historisch Museum in Amsterdam. Ein wunderbarer umfassender Bildspeicher ist diese Website mit den Malereien von „Leben? oder Theater?“:
http://www.charlotte-salomon.nl/collection/specials/charlotte-salomon/leben-oder-theater
Die Bildhinweise im Buch entsprechen der Nummerierung dieser Sammlung. Man kann also alles genau verfolgen und betrachten.

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