Whisper Network

Roman

Hardcover
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Hättet ihr doch nur auf uns gehört, dann wäre das alles nicht passiert

Sloane, Ardie, Grace und Rosalita leiden seit Jahren unter ihrem Vorgesetzten Ames. Zu seinem Verhalten Frauen gegenüber gab es schon immer Gerüchte. Gerüchte, die die Firmenleitung stets ignorierte oder unter den Teppich kehrte. Aber jetzt soll Ames zum Geschäftsführer befördert werden. Allerdings haben die Zeiten sich geändert, und genug ist genug. Die vier Frauen wissen: Sie müssen Ames‘ Aufstieg unbedingt verhindern. Und wenn ihre Worte wie üblich nicht gehört werden, dann müssen sie eben handeln ...

»... was besonders beeindruckt ist Bakers Schilderung des Spagats, in dem sich diese hochqualifizierten arbeitenden Mütter befinden, die ständig so tun müssen, als gäbe es ihre Kinder gar nicht.«


Aus dem Amerikanischen von Astrid Finke
Originaltitel: The Whisper Network
Originalverlag: Flatiron
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27288-0
Erschienen am  30. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Spannende #MeeToo Lektüre

Von: MissErfolg

05.08.2020

„Ist doch ein Kompliment!“ – Sexismus im (Büro)Alltag, seid ihr damit vertraut? Da ist der Kollege, der mir in Meetings ständig ins Wort fällt. Oder der Mann, der mir erklärt, wie ich meinen Job machen soll, den ich schon seit Jahren ausübe. Oder all die unzähligen E-Mails mit der Anrede „Hallo Herr J.“, weil viele meinen Vornamen Berit nicht zuordnen können und bei einem IT-Unternehmen automatisch von einem Mann ausgehen – interessanterweise sind die Absender gleichermaßen männlich und weiblich. Vielen Frauen werden diese Situationen bekannt vorkommen. Diese Geringschätzung in den Geschlechterrollen hat einen Namen: in Studien nennt man das Subtilen Sexismus. Ganz so subtil geht es in Chandler Bakers Roman „Whisper Network“ nicht zu. Die US-Romandebütantin hat eigene juristische Kenntnisse und Erfahrungen von Frauen, die Übergriffen ausgesetzt waren, zu einem Thriller verarbeitet. Dabei gelingt es der Firmenanwältin, das Thema #metoo nicht zu trivialisieren – was vor allem an ihrer Erzählweise und den starken Charakteren liegt. Eine einfache Excel-Liste bringt alle in Aufruhr. Ihr Titel: BAD. Begrabscher in Dallas. Ihr Inhalt: Die Namen von Männern, die durch übergriffiges Verhalten aufgefallen sind. Jede Frau kann anonym neue Namen hinzufügen. Sloane, die in der Rechtsabteilung eines Sportbekleidungskonzerns arbeitet, setzt ihren Chef Ames auf die Liste. Mehr noch: Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Grace und Ardie verklagt sie den Vorgesetzen, der kurz vor der Ernennung zum Geschäftsführer der Firma steht, wegen sexueller Belästigung. Kurz darauf ist Ames tot. War es Mord oder Suizid? Nicht nur, dass die drei Frauen falscher Anschuldigungen bezichtigt werden – insbesondere die männlichen Kollegen haben Ames als korrekten Sportmann in Erinnerung – sie sehen sich überdies mit dem Vorwurf konfrontiert, den angehenden CEO in den Tod getrieben zu haben. Die Geschichte wird aus den Perspektiven dieser drei sehr unterschiedlichen Karrierefrauen erzählt. Mal zynisch, mal sarkastisch, mal humorvoll. Die Protagonistinnen sind solide ausgearbeitet, haben alle eine ganz eigene Stimme und wirken zu keinem Zeitpunkt der Erzählung besonders klischeehaft oder stereotyp. Das konfliktgeladene Umfeld und die sehr(!) realitätsnahe Umgebung haben den Thriller für mich zu einem ganz besonders spannenden Leseerlebnis gemacht und am liebsten würde ich das Buch gleich jeder meiner Kolleginnen ausleihen. Kleiner Wermutstropfen: Die abschließende Auflösung des Todesfalls hätte etwas eleganter ausfallen dürfen!

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Wichtiges Thema, etwas langatmig

Von: Buchbegeisterung

27.07.2020

Zum Inhalt: Bei Truviv steht die Vergabe der freigewordenen CEO Stelle an und es ist eigentlich schon klar, wer die Stelle bekommt. Sloane, Ardie und Grace sind mit der Wahl allerdings äußerst unzufrieden. Denn die Gerüchte, die in der Firma kursieren, werden von der Firmenleitung nicht ernstgenommen, vor allem deswegen, weil der Verursacher sexistischer Handlungen eben derjenige ist, der der neue CEO werden soll - Ames. Das können die Frauen auf keinen Fall zulassen und sie fühlen sich dazu verpflichtet zu handeln, damit nicht noch größerer Schaden entsteht. Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir im Allgemeinen wirklich gut gefallen. Die abwechslungsreiche Kapitelgestaltung fand ich besonders gut daran: Wir-Sprecher, dem Verhörbericht und der Erzählerperspektive von den verschiedenen Protagonisten macht die Geschichte sehr angenehm und flüssig zu lesen. Außerdem endet jedes Kapitel super spannend. Trotzdem zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge und die angeteaserte Spannung wird nicht wirklich aufgelöst. Vieles scheint nicht wirklich wichtig für die primäre Handlung und dadurch wird es sehr langatmig. Dazu kommt das Ende dann sehr überraschend aber auch meiner Meinung nach ein wenig überzogen. Dennoch ist die Thematik super wichtig und sie hat mich auch sehr bewegt, mich wütend gemacht und an eigene Situationen erinnert. Dieses Buch zeigt auf, was wirklich nicht in Ordnung ist und wie sehr das Thema Sexismus doch in unseren Alltag integriert ist. Mein Fazit zu Whisper Network ⭐⭐⭐

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Vita

Chandler Baker ist studierte Juristin und arbeitete unter anderem bei einer großen Sportfirma in Dallas. Mittlerweile ist sie als Firmenanwältin in Austin tätig, wo sie auch mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Kindern lebt. „Whisper Network“ stand gleich nach dem Erscheinen auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde von Lesern und Leserinnen wie von der Kritik gefeiert.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein rasant geschriebener Krimi, sehr unterhaltend, amüsant, witzig, spannend, aber gleichzeitig weiß-glühend vor Wut. Popkornkino mit einer klaren feministischen Message.«

»Chandler Baker ... fängt die subtilen Mechanismen ein, die Frauen kleinhalten, und erzählt von fünf Frauen, die beginnen, ihr eigenes Spiel zu spielen. Böse!«

Silvia Feist, Emotion (01. April 2020)

»Whisper Network hat mehrere packende Stimmen, manchmal sind diese zynisch oder sarkastisch, mitunter humorvoll, bisweilen nüchtern und manchmal schlicht verzweifelt.«

Wolfgang Hauptmann, Austria Presse-Agentur (12. April 2020)

»Mit Whisper Network hat die Anwältin Chandler Baker einen satirischen Thriller über das sexuelle Minenfeld am Arbeitsplatz geschrieben, der auch Frauen in die Pflicht nimmt.«

»Spannung pur – und ein zeitgemäßer Blick auf die Doppelbelastung von Müttern in Karrierejobs.«

Franziska Trost, Kronen Zeitung (18. April 2020)

»Chandler Baker verpackt mitreißend die wichtigsten Themen der MeTooÄra in einem spannenden wie geistreichen Roman.«

Kleine Zeitung (23. März 2020)

»Geistreich, aktuell!«

SUPERillu (08. April 2020)