Wolfsegg

Roman

(7)
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Kraftvoll, archaisch, düster – ein Ausflug in die Abgründe der menschlichen Natur

Ein enges Tal irgendwo in den Bergen: Die 15-jährige Agnes, die so gern ein »Autoschrauber« hätte werden wollen, muss erfahren, wie brutal das Leben sein kann. Wenn die eigene Familie verachtet wird. Wenn jeder jeden kennt und mit jedem eine Geschichte hat. Da stehen dem Missbrauch die Türen weit offen, da wird vertuscht und betrogen, denunziert und getötet, ohne dass der Himmel ein Einsehen hätte. Als der Vater totgeschlagen und die Mutter elendig verreckt ist, hat Agnes nur noch einen Gedanken: Sie muss die »Kleinen«, Bruder und Schwester, vor dem Heim retten, in dem sie einst gelitten hat.

Peter Keglevics dramatischer Roman über Agnes und ein namenloses Tal in den Alpen ist eine Geschichte von alttestamentarischer Wucht – so zärtlich und so brutal erzählt, wie das wohl nur ein Österreicher kann.

»Wuchtig, intensiv und hoch spannend – das ist der neue Roman des österreichischen Autors Peter Keglevic: „Wolfsegg“.«

Ruhr Nachrichten, Andreas Schröter (28. August 2019)

Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60098-5
Erschienen am  19. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Salzburger Land, Österreich

Leserstimmen

Gewaltige Geschichte, die begeistert

Von: frau.r.liest

09.02.2020

Wow. Dieser Roman ist eine Wucht. Er greift dein Herz ganz fest, er quetscht es sogar ein bisschen - und lässt es wohl nie mehr ganz los. Und wenn ich gleich konkreter werde, was mich an #Wolfsegg so begeistert, mitgerissen und wütend gemacht hat, mag man vielleicht denken: Ist das nicht etwas viel für ein Buch? Nein, es ist in diesem Fall genau richtig. . . Da ist die gewaltige Kulisse, vor der Familie Waldner übel mitgespielt wird – ein österreichisches Dorf, durchwirkt von Gewalt, Argwohn und dem Zwang, sich unterzuordnen. Da sind die Alpen, die Geheimnisse erst verbergen und plötzlich schonunglos freigeben. Und da mittendrin ist die mutige, zupackende und doch sensible Agnes, älteste Tochter der Waldners und Dreh- und Angelpunkt dieser mächtigen Geschichte, die angesichts einer kranken Mutter und einem ständig abwesenden Vater den „Laden“ zusammenhält – und eigentlich genug damit zu tun hat, sich selbst nicht zu verlieren. Angesichts dessen, was ihr als Kind zugestoßen ist und wie man sie jetzt behandelt. . . Als Agnes ihre Eltern verliert und mit ihren kleinen Geschwistern vor dem Jugendamt in eine verborgene Hütte in den Bergen flieht, beginnt der Roman zu wirbeln. Wie ein Strudel wird alles offengelegt, was bisher nur angedeutet wurde, es türmt sich auf in all seiner Ekelhaftigkeit und eskaliert, aber sowas von. Doch selbst als Agnes am Ende Dinge tut, die meine kühnsten Erwartungen übersteigen, bin ich ganz bei ihr – und lasse sie auf Seite 317 nur schweren Herzens wieder los.

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Wolfsegg

Von: Myriade

21.01.2020

Wieder ein Buch, das ordentlich unter die Haut geht. Es ist der zweite Roman von Peter Keglevic, der TV- und Filmregisseur ist und sich immer wieder mit dem Thema „Leben in abgeschiedenen, ländlichen Provinzen“ befasst. So auch in diesem Roman, der in einem namenlosen, abgelegenen Tal spielt, irgendwo in einer gebirgigen Region Österreichs. Ausnahmsweise finde ich den Klappentext ziemlich gut und zitiere ihn daher. Der letzte Satz ist allerdings ein heftiges Klischee. „So ist das auf dem Land: Wenn jeder jeden kennt und jeder mit jedem eine Geschichte hat, da stehen Gewalt und Missbrauch die Türen weit offen, da wird vertuscht und betrogen, denunziert und getötet, ohne dass der Himmel ein Einsehen hätte. So geht es auch der Familie Waldner, die auf einem einsamen Häuslerhof wohnt, bis ein Unglück nach dem anderen sie heimsucht. Als der Vater brutal totgeschlagen (Anmerkung: tatsächlich wird er erschossen) und die Mutter erbärmlich verreckt ist (Anmerkung: sie stirbt im Schlaf an einer Krebserkrankung im terminalen Stadium), flieht die 15-jährige Agnes mit ihren beiden kleinen Geschwistern hoch hinauf in die Berge zum Wolfsegg. Durch die Eltern aufs Überleben vorbereitet, schlägt sie sich eine Zeitlang durch, doch die Vergangenheit lässt sich auch über der Baumgrenze nicht abschütteln. Peter Keglevics Drama über Agnes und ein namenloses Tal in den Alpen ist eine Geschichte von alttestamentarischer Wucht – so zärtlich und so brutal erzählt, wie das wohl nur ein Österreicher kann (Nun ja, Klappentexte …. )“ Es gibt noch ein paar Handlungstränge aus der Vergangenheit, die langsam auftauchen und wenn man sie aufzählt, könnte man meinen, dass es zuviel des Unglücks ist, das dieser Familie geschieht. Doch nein, dem Autor gelingt es, sehr plausible Zusammenhänge und Verknüpfungen herzustellen und die Geschichte glaubwürdig zu machen. Sehr gefallen hat mir die nüchterne, unverschnörkelte Sprache mit der Keglevic sein Sittenbild sehr präzise beschreibt. Es wäre ja schön, wenn man versichern könnte, dass die Figuren und die Handlung überzeichnet sind, dass es eine solche Anhäufung von Brutalität und Verlogenheit in einem kleinen Dorf gar nicht geben kann. Dazu müsste man aber verdrängen, was in den letzten Jahren und Jahrzehnten über mehr als ein Kinderheim und Internat ans Licht gekommen ist. Und so fürchte ich, dass es sich um eine Geschichte handelt, die so oder so ähnlich stattgefunden haben könnte, dass einige der überaus widerwärtigen Menschen, die in dem Roman vorkommen durchaus ihre Entsprechungen im wirklichen Leben haben könnten. Die Schlägertruppe aus dem Wirtshaus, der Bürgermeister, der alles verschleiern will … Die große Gefahr bei so einer Geschichte wäre es gewesen, die jugendliche Protagonistin Agnes als Gegenmodell, zur Heldin hochzustilisieren. Das passiert aber nicht. Sie wird von ihrem Autor tatsächlich liebevoll beschrieben als sehr starke aber auch sehr gefährdete junge Frau, die zu allem entschlossen ist um ihre jüngeren Geschwister vor dem Heim zu bewahren, in dem sie selbst eine Weile untergebracht war. Im Laufe der Handlung erinnert sie sich immer deutlicher an diese Zeit im Heim, die sie verdrängt hatte. Nicht ganz so gut hat mir das Ende gefallen, wenn es auch in der Handlung völlig plausibel ist. Hier hat es sich der Autor mit einem abrupten Ende etwas leicht gemacht. Interessanter aber auch schwieriger wäre es gewesen, die Geschwister in die Gesellschaft zurückzubringen und dann …. ja eben, das ist das Problem. Wie hätten alle diese Verstrickungen entwirrt werden können ? Weitere Geschehnisse aus dem Leben der drei Geschwister und auch der Eltern habe ich nicht erwähnt. Die Lektüre soll ja spannend bleiben und der Roman ist äußerst spannend …

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Vita

Peter Keglevic, geboren 1950 in Salzburg und gelernter Buchhändler, ist ein TV- und Filmregisseur, ausgezeichnet u.a. mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis. Das Leben in der abgeschiedenen, ländlichen Provinz gehört immer wieder zu seinen Themen (»Die Fremde und das Dorf«, 2014). »Wolfsegg« ist sein zweiter Roman.

Zur AUTORENSEITE

Events

14. Mai 2020

Lesung mit Peter Keglevic im Rahmen des Allgäuer Literaturfests

19:00 Uhr | Weiler-Simmerberg | Lesungen
Peter Keglevic
Wolfsegg

Pressestimmen

»Von allem etwas, vor allem aber ist Keglevics Roman bei aller Grausamkeit und allem Elend ein wunderschönes, sprachlich verzauberndes und ruhig erzähltes Buch.«

Badische Zeitung, Dominik Bloedner (07. Dezember 2019)

»Normalerweise macht ein Kritiker während des Lesens Notizen. Es war unmöglich, so tief war man in ‚Wolfsegg‘ drinnen.«

Kurier, Peter Pisa (07. September 2019)

»Schon ab den ersten Seiten stockt einem der Atem. Äußerst lesenswert!«

Bezirksblatt Telfs (A) (25. September 2019)

»Ein großer Geschichtenerzähler!«

»Mit dem heuer erschienenen Roman ‚Wolfsegg‘ […] beweist er erneut sein Gespür für packende Stoffe, die in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lassen.«

»Ein Buch, das mit jeder Zeile Herzklopfen bereitet.«

Stuttgarter Nachrichten/Stuttgarter Zeitung (13. November 2019)

»Eine kraftvolle kleine Heldin, deren Schicksal noch lange nachklingt.«

Kronen Zeitung (05. November 2019)

»Ob literarisch oder filmisch, Keglevic widmet sich immer wieder dem Erforschen von Abgründen des menschlichen Seins.«

3sat Kulturzeit (30. September 2019)

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