Ein Ihnen vertrauter Mensch hat sich das Leben genommen. Sie kämpfen gegen Ihre Fassungslosigkeit, innere Leere und Schuldgefühle.
Ohnmacht, Schmerz, Wut und gleichzeitig Sehnsucht sind quälende Begleiter Ihres Alltags geworden, und Sie suchen nach neuen Lebensperspektiven und einer heilsamen Form für Ihre Erinnerungen.
Dieses Buch und das von der Autorin entwickelte neue grafische Konzept, das Kaleidoskop des Trauerns, bringen Sie dazu, Ihren besonderen Verlust einzuordnen und Realität und Emotionen wieder in Einklang zu bringen.

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CHRIS PAUL

Chris Paul ist Soziale Verhaltenswissenschaftlerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Trauerberatung. Als Trainerin und Fachautorin setzt sie sich seit über 20 Jahren für die angemessene Begleitung trauernder Menschen ein. Sie leitet ein erfolgreiches Trauerinstitut und hat zahlreichen Bücher für Betroffene und Fachleute geschrieben.

Aus dem Vorwort

21 Jahre sind seit dem ersten Schreiben dieses Buches vergangen. Das ist eine lange Zeit. Vieles hat sich verändert. Die deutsche Gesellschaft geht heute anders mit der Todesart Suizid um als 1997, es gibt weniger Tabus. Menschen, die sich getötet haben, werden als »normale Menschen« wahrgenommen. Es gibt mehr Verständnis für psychische Krisen und Erkrankungen, mehr Hilfsangebote und weniger Ängste, sie auch anzunehmen. Die Angebote für trauernde Menschen sind um ein Vielfaches gewachsen. Die Unterstützung speziell für Suizidhinterbliebene durch den Selbsthilfeverein AGUS e.V. hat sich bundesweit eta-
bliert. Gleichzeitig entsteht eine neue Pathologisierung von Trauerprozessen, besonders Suizidhinterbliebene werden teilweise pauschal als traumatisiert und therapiebedürftig angesehen.
Ich selbst bin in diesen 21 Jahren von der Berufsanfängerin zu einer anerkannten Fachfrau geworden. Meinen eigenen Trauerweg bin ich weitergegangen mit den alten und mit neuen Verlusten. Auch darin hat sich vieles verändert. Manches ist gleichgeblieben. Die existenzielle Einsamkeit nach einem Suizid, der ich dieses Buch und meine gesamte Arbeit entgegensetze, habe ich manchmal wieder gefühlt. Ich nehme sie auch immer wieder in meiner Praxis für Trauerbegleitung wahr, wo immer noch Menschen nach einem Suizid (und nach anderen Todesarten) Unterstützung und Trost finden. Die große Frage nach dem »Warum« ist heute nicht weniger drängend und verzweifelt als vor 21 Jahren. Ich weiß nach wie vor keine allgemeingültige Antwort, aber meine Bereitschaft, vorurteilsfrei mit jedem einzelnen Menschen nach den individuellen Motiven, Gründen und Zusammenhängen zu suchen, ist ungebrochen. Ebenso wie meine Überzeugung, dass Schuldfragen nur ein Teil des Trauerweges sind, auch nach einem Suizid.
Verschiedenen KollegInnen haben mein Verständnis von Trauerprozessen geprägt. Da ist William Worden (USA) mit seiner Idee von Traueraufgaben statt Trauerphasen. Im Bereich des Einordnens von Erfahrungen ist das der international renommierte Psychologieprofessor Robert R. Neimeyer (USA). Sein Vater hat sich selbst getötet, als er noch ein Kind war, und Neimeyer spricht in seinen Fortbildungen ganz offen davon, wie sehr ihn das damals verstört hat und wie schwer es seiner Familie fiel, sich neu zu organisieren. Die Arbeit von Dr. Ruth-Marijke Smeding (CH, D) vor allem zu der wichtigen Zeit zwischen Tod und Bestattung hat mich beeinflusst. Schließlich die Arbeiten von Dennis Klass (USA) und Roland Kachler (D) im Bereich der bestärkenden inneren Verbundenheit mit Verstorbenen.
Als Ergebnis meines Lernens von KollegInnen und von meinen KlientInnen habe ich die ursprünglich in diesem Buch verwendete Struktur der Traueraufgaben nach Worden aufgegeben. An diese Stelle tritt das von mir entwickelte »Kaleidoskop des Trauerns«. Es ist eine einfache, vielseitig verwendbare Struktur, in der Trauernde sich ebenso widerfinden wie Fachleute. Seit der ersten Veröffentlichung des Trauerkaleidoskops in meinen Büchern »Ich lebe mit meiner Trauer« und »Wir leben mit deiner Trauer« 2017 habe ich sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Grund genug, die Überarbeitung des vorliegenden Buches ebenfalls so zu strukturieren.
Ich danke dem Gütersloher Verlagshaus, das vor 21 Jahre den Mut hatte, das erste deutschsprachige Selbsthilfebuch für Suizidtrauernde zu veröffentlichen. (Ganz besonders meiner damaligen Lektorin Christa Dommel, die vor zwei Jahren eine Langzeitfortbildung zur Trauerbegleiterin bei mir abgeschlossen hat.) Ich bin ebenfalls sehr dankbar für die Möglichkeit, diesen Titel zu aktualisieren und neu herauszubringen. (Mein Dank an Sigrid Fortkord, Christel Gehrmann und das ganze Team!)
Meine Hoffnung ist, dass dieses Buch noch vielen Menschen Mut zum Weiterleben geben wird.

jpg kaleidoskoop

Trauerwege sind anstrengend, unvorhersehbar und ganz individuell. Doch auf allen Trauerwegen setzen sich Menschen mit intensiven Gefühlen auseinander: Schmerz, Sehnsucht und Ohnmacht, aber auch Dankbarkeit und Liebe. Die Trauernden gestalten ihren veränderten Alltag neu, suchen Antworten auf das »Warum?« eines Todes und beschäftigen sich mit dem Sinn des eigenen Weiterlebens.
Chris Paul, eine der renommiertesten Trauerbegleiterinnen Deutschlands, präsentiert einen ganz neuen Ansatz: Ihr Kaleidoskop des Trauerns bietet ein lebensnahes, leicht verständliches Bild, in dem sich Trauernde auf ihren Trauerwegen erkennen können. Sie zeigt viele unterschiedliche Reaktionen und Gestaltungsmöglichkeiten eines Trauerweges. Die möglichen Stolpersteine werden anschaulich beschrieben und ihre Bewältigung kann mit den vielen alltagstauglichen Ideen zur Unterstützung gelingen.

»So schaffe ich es, mit meiner Trauer zu überleben«
»Jeder trauernde Mensch läuft seinen eigenen Weg im eigenen Tempo, Trauerprozesse sind kein Massenlauf mit der gleichen abgesteckten Wegstrecke für alle. Jeder Trauerweg ist individuell, verschieden von anderen Trauerwegen und doch unterwegs auf denselben Themenfeldern.«
Das von Chris Paul entwickelte Kaleidoskop des Trauerns hilft und unterstützt Sie auf diesem Weg. Die sechs Facetten des Trauerprozesses sind von Anfang an alle gleichzeitig präsent – sie formen ein Kaleidoskop, mischen und gewichten sich immer wieder neu.

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»Jeder trauernde Mensch läuft seinen eigenen Weg im eigenen Tempo, Trauerprozesse sind kein Massenlauf mit der gleichen abgesteckten Wegstrecke für alle. Jeder Trauerweg ist individuell, verschieden von anderen Trauerwegen und doch unterwegs auf denselben Themenfeldern.«
Das von Chris Paul entwickelte Kaleidoskop des Trauerns hilft Ihnen, den Weg gemeinsam mit Trauernden zu gehen. Die sechs Facetten des Trauerprozesses sind von Anfang an alle gleichzeitig präsent – sie formen ein Kaleidoskop, mischen und gewichten sich immer wieder neu.

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