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Die Gestirne

Ungekürzte Lesung mit Sascha Rotermund

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€ 10,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2017-0

Erschienen: 09.11.2015
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"Der perfekte literarische Page-Turner." THE GUARDIAN
Ein Netz aus Glück und Schicksal

Neuseeland, zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die einer Serie ungelöster Verbrechen nachgehen: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheuerliche Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden. Mit der Stimme von Sascha Rotermund wird der Hörer hineingezogen in ein Geheimnis, wie mit Goldstaub bestreut und in Opium getränkt.

(Laufzeit: ca. 30h 43)

Hörbuch-Sprecher im Interview: Sascha Rotermund

Exklusives Special mit Leseprobe, Interview und Verzeichnis der handelnden Personen zum Magazin

Eleanor Catton (Autorin)

Eleanor Catton wurde 1985 in Kanada geboren und wuchs in Christchurch, Neuseeland, auf. Sie studierte Englisch an der University of Canterbury und Kreatives Schreiben an der Victoria University of Wellington. 2008 nahm sie am Iowa Writers’ Workshop teil. Bereits für ihren Debütroman "Anatomie des Erwachens" erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren gut 1000 Seiten starken zweiten Roman "Die Gestirne" wurde sie 2013 als jüngste Autorin aller Zeiten mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet. Eleanor Catton lebt in Auckland und unterrichtet Kreatives Schreiben am Manukau Institute of Technology.


Sascha Rotermund (Sprecher)

Sascha Rotermund, Jahrgang 1974, studierte Schauspiel in Hannover. Es folgten zahlreiche Engagements an Theatern von Bremen bis Berlin. Im Fernsehen war er u. a. in der ZDF-Serie Küstenwache und in der RTL-Comedy 4 Singles zu sehen. Seit 2003 ist Sascha Rotermund außerdem ein gefragter Hörbuchinterpret und Synchronsprecher und lieh seine Stimme u. a. Joaquin Phoenix, Christian Bale, Jon Hamm in Mad Men, Omar Sy in Ziemlich beste Freunde sowie Benedict Cumberbatch in Star Trek – Into Darkness.


Melanie Walz (Übersetzerin)

Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem "Zuger Übersetzer-Stipendium", 2001 mit dem "Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis" und 2015 mit dem Übersetzerpreis der Stadt München ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk.

Übersetzt von Melanie Walz
Originalverlag: btb HC

Hörbuch Download, Laufzeit: 1843 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2017-0

€ 10,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 09.11.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine Goldgräbersaga, bei der sich jede Seite lohnt

Von: Anne Schüßler Datum: 20.09.2017

anneschuessler.com

An einem Januar im Jahr 1866 trifft der Engländer Walter Moody in der Goldgräberstadt Hokitika in Neuseeland ein, wo er nicht nur seinen Bruder und seinen Vater, sondern auch sein Glück suchen will.

Sein Weg führt ihn ins nächstbeste Hotel, wo er unabsichtlich im Rauchzimmer eine Zusammenkunft von zwölf Männern der Stadt stört. Diese zwölf Männer, so erfährt Moody und damit der Leser nach und nach, sind hier zusammengekommen, um ein Rätsel zu lösen, das mit einem toten Einsiedler, einer opiumsüchtigen Prostituierten, einem verschwundenen Goldgräber, einem gefundenen Goldschatz, einer überraschenden Witwe, einem erpressbaren Politiker und allerlei mehr Seltsamkeiten zu tun hat.

Eines vorweg: Die Gestirne ist ein dickes Buch. Die knapp 1000 Seiten und die damit einhergehende rein physikalische Schwere des Buches waren nicht zuletzt der Grund, warum das Buch monatelang bei mir rumlag und ich mich nicht rantraute. Es musste erst ein Urlaub kommen, in dem ich mir vornahm, wenn ich sonst nichts schaffen würde, dieses Buch würde ich zu Ende lesen.

Tatsächlich ging es dann sehr schnell. Während man sich die ersten 50 Seiten noch in Sprache und Story einlesen muss, nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf, und dann ist man plötzlich mitten drin in den Verstrickungen von Hotitika und möchte eigentlich nicht mehr aufhören, bis man endlich weiß, wie alles mit allem zusammenhängt.

Die Zusammenhänge mit den Gestirnen werden zwar durch Titelüberschriften und Grafiken irgendwie verdeutlicht, tatsächlich hing ich aber zu sehr in der Geschichte fest, um mich damit näher zu befassen. So ist das Buch in mehrere Teile eingeteilt, die – genau wie die Kapitel – immer kürzer werden. Auch das trägt zum immer flotteren Lesetempo bei.

Sollte es also Leidensgenossen geben, die zögernd vor diesem Buch stehen und sich fragen, ob sich das Abtauchen in tausend Seiten Neuseeland-Goldgräber-Saga lohnen: Die Antwort lautet „Ja!“ Die Mühe lohnt sich und wird fürstlich belohnt. Mal abgesehen davon, dass Die Gestirne mittlerweile auch als Taschenbuch erschienen sind und das Buch damit zwar immer noch lang, aber wenigstens nicht mehr so schwer ist.

Eines der brilliantesten Bücher, die ich seit langer Zeit gelesen habe!

Von: Sarah Datum: 28.06.2016

folding-corners.tumblr.com/

Ich muss zugeben, dass "Die Gestirne", nachdem ich das Buch letzten Oktober vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten habe, wirklich monatelang bei mir im Regal stand, weil mich die hohe Seitenzahl derart eingeschüchtert hat, dass ich mich gar nicht richtig rangetraut habe. Vor etwas über einer Woche wurde das schlechte Gewissen dann doch zu groß, und ich habe endlich begonnen, das Buch zu lesen - zuerst in der Annahme, dass ich es mich wahrscheinlich über Wochen hinweg begleiten würde. Nun, da lag ich falsch - denn ich war schon von der ersten Seite an absolut begeistert und habe das Buch in einem Tempo gelesen, das mir selbst fast unheimlich war.

Eigentlich kann ich über dieses Buch wirklich nur positives sagen. "Die Gestirne" ist auf die bestmöglichste Weise mysteriös - man wird zusammen mit Walter Moody in die seltsamen Ereignisse, die sich kurz vor seiner Ankunft in Hokitika ereignet haben, hineingeworfen und weiß zunächst einmal gar nichts. Nach und nach wird einem dann die Geschichte enthüllt, wobei sich aber natürlich auch immer wieder neue Fragen auftun, und es dauert tatsächlich die gesamten tausend Seiten, bis wirklich jedes Puzzlestück am richtigen Ort sitzt. Genau wie Moody wird man fast gegen seinen Willen in die Geheimnisse der kleinen Goldgräbersiedlung gesogen und kommt dann einfach nicht mehr davon los. Diese leicht fantastisch angehauchte Kriminalgeschichte ist so wahnsinnig umfangreich und vielschichtig, dass ihr wohl keine Inhaltsangabe der Welt gerecht werden könnte - es ist wirklich einfach nur großartig.
Auch die Charaktere - von denen es in diesem Buch eine ganze Menge gibt, jeder mit einem anderen Bezug zu dem Fall und einer anderen Sicht auf die Dinge - sind Eleanor Catton wahnsinnig gut gelungen. In scharfen Worten umreißt sie jeden davon genau so, dass man sich sofort ein Bild seiner Persönlichkeit machen kann - und oft ist es kein besonders gutes. Sie schafft es nicht nur, dem Leser eine persönliche Beziehung zu jeder der handelnden Personen zu vermitteln, sondern auch, dass wirklich jede dieser Figuren wichtig für die Geschichte ist - so passiert es auch trotz der großen Anzahl an handelnden Personen auch nicht, dass man diese miteinander verwechselt. Im Grunde gibt es hier gar keine wirklich Nebenfiguren, sondern nur Protagonisten, und wenn auch nur einer von ihnen fehlen würde, dann würde die gesamte Handlung in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus. Dass Eleanor Catton sich beim Erzählen ihrer Geschichte so sehr auf die Charaktere stützt gibt dem Ganzen noch einmal eine ganz andere, eigene, Note - einfach wunderbar.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls wahnsinnig gut gefallen, sowie auch die Art, in der die Geschichte präsentiert wird. Die Sprache ist gleichzeitig alt und irgendwie steif, sowie aber auch wahnsinnig poetisch und wortgewaltig - einfach genauso zauberhaft wie die verschlungene, faszinierende Geschichte. Schon allein dafür lohnt es sich meiner Meinung nach, den Roman zu lesen.
Ich muss neben meinem überschwenglichen Lob allerdings zugeben, dass ich den astrologischen Aspekt des Buches nicht ganz verstanden habe. Zu Beginn eines jeden der zwölf Teilstücke gab es ein Diagramm mit Figuren und Sternzeichen, und zu Beginn jedes Kapitels wurde jeweils eine Planetenkonstellation genannt, ich kenne mich mit sowas aber um ehrlich zu sein einfach zu wenig aus, als dass ich daraus irgendetwas hätte ablesen können. Es hat dem Verständnis der Geschichte jedoch keinen Abbruch getan, weswegen ich mich auch nicht bemüht habe, mehr darüber herauszufinden - ich war einfach zu gebannt von der Geschichte, als dass ich nebenher noch hätte recherchieren wollen. Wer sich mit solchen Dingen jedoch auskennt, der hat daran jedoch bestimmt viel Spaß!

Alles in Allem kann ich einfach nur eine riesige Empfehlung für "Die Gestirne" aussprechen - den Booker-Preis hat Eleanor Catton meiner Meinung nach völlig zurecht für dieses Meisterwerk erhalten. Ich habe schon lange kein derart gutes und vor allem gut durchdachtes Buch gelesen. Die Geschichte ist wirklich brilliant, die Charaktere mehr als nur gut geformt, und der Schreibstil einfach fantastisch. Vor den 1040 Seiten muss man außerdem wirklich keine Angst haben - es wird nicht langweilig, kein Wort ist hier überflüssig, und als ich am Ende des Buches angelangt war habe ich mir ehrlich gewünscht, es wäre doppelt so lang gewesen. Ich bin mir sicher, dass ich noch lange über dieses grandiose Buch nachdenken werde!

Ich habe “Die Gestirne” als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür an den btb-Verlag!

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