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Regengötter

Hackberry Holland (1)

Gekürzte Lesung mit Dietmar Wunder

Kundenrezensionen (21)

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3222-9

Erschienen: 14.09.2015
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Der König der amerikanischen Kriminalliteratur ist zurück.

„Ich bin hinter der alten Kirche in Chapala Crossing und habe gerade neun Leichen gefunden, die hier begraben wurden. Alles Frauen. Benachrichtigen Sie bitte das FBI und rufen Sie auch die Kollegen vom Brewster County und vom Terrell County an. Die sollen Unterstützung schicken.”

Der Geruch des Todes! Auf den Hinweis eines anonymen Anrufers hin, gräbt Sheriff Hackberry Holland hinter einer verlassenen Kirche die Leichen von neun Frauen aus, notdürftig mit einem Bulldozer plattgewalzt. Es handelt sich dem Anschein nach um illegale Einwanderer aus Asien, die in Texas nahe der mexikanischen Grenze als Prostituierte arbeiteten. Bei der Suche nach dem Anrufer gerät Holland mit Isaac Clawson von der Einwanderungs- und Zollfahndungsbehörde ICE aneinander. Nach dem Mord an seiner Tochter ist er auf seinem eigenen Rachefeldzug. Bevor sie den einzigen Tatzeugen, Pete Flores, und dessen Freundin Vikki Gaddis ausfindig machen können, befinden sich diese bereits auf der Flucht vor den eigentlichen Drahtziehern, zu denen Jack Collins — genannt Preacher— zählt, ein Psychopath, dem man besser nicht zu nahe kommt.

Dietmar Wunder ist die Idealbesetzung für Burkes vielschichtigen Roman voller zerrissener Charaktere zwischen sozialer Härte und Tragik.

HACKBERRY HOLLAND

Hackberry Holland

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

James Lee Burke (Autor)

James Lee Burke, 1936 in Louisiana geboren, wurde bereits Ende der Sechzigerjahre von der Literaturkritik als neue Stimme aus dem Süden gefeiert. Nach drei erfolgreichen Romanen wandte er sich Mitte der Achtzigerjahre dem Kriminalroman zu, in dem er die unvergleichliche Atmosphäre von New Orleans mit packenden Storys verband. Burke wurde als einer der wenigen Autoren zweimal mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. 2015 erhielt er für »Regengötter« den Deutschen Krimi Preis. Er lebt in Missoula, Montana.

www.jamesleeburke.com


Dietmar Wunder (Sprecher)

Dietmar Wunder leiht seit Jahren Hollywoodstars wie Adam Sandler, Cuba Gooding Jr. und Daniel Craig seine Stimme. Außerdem ist er als Synchronregisseur und -autor tätig und ein sehr gefragter Hörbuchsprecher.

Aus dem Amerikanischen von Daniel Müller
Originaltitel: Rain Gods (Simon & Schuster)
Originalverlag: Heyne

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 602 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3222-9

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 14.09.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Eine Hetzjagd durch das geschundene Herz Amerikas

Von: Lack Of Lies Datum: 17.05.2017

www.lackoflies.com

James Lee Burke - Regengötter
(Heyne Hardcore)

- Eine Hetzjagd durch das geschundene Herz Amerikas -

Dass man James Lee Burke, einen der besten US-amerikanischen Schriftsteller hierzulande neu oder zum Teil erstmalig aufgelegt hat, ist ein wahrer Glücksgriff, sind seine Krimi/Thriller doch stets komplexe, authentische und spannungsgeladene Geschichten mit stark gezeichneten Charakteren, viel Lokalkolorit und einem ganz speziellen, lebendigen Flair. Burke lebt seine intelligent aufgebauten, sowie eingängig geschriebenen Geschichten und tritt beim Leser ein unmittelbar einsetzendes und fesselndes Kopfkino los. Der Autor ergeht sich nicht erst hunderte von Seiten in orgiastischem Geschwafel, legt gleich von Anfang an deftig los und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Das mag auch der Grund dafür sein, dass seine Romane in der Regel bei Heyne Hardcore erschienen sind.

Der, gerade soeben dem Jugendalter entwachsene Trinker und Irakveteran Pete Flores und seine Freundin Vikki Gaddis geraten in Schwierigkeiten als sich Pete auf einen Auftrag mit dem Sadisten Hugo Cistranos und seinen Psychopathen-Freunden einlässt. Cistranos, von dem Nachtclubbetreiber Nick Dolan beauftragt, seinem Konkurrenten Arthur Rooney ein wenig Kopfzerbrechen zu bereiten, übertreibt bei seinem Auftrag, aufgrund eines telefonischen Missverständnisses allerdings komplett. In einem brutalen Gewaltexzess jagen die kranken Bastarde den neun jungen, teilweise noch jugendlichen, asiatischen Prostituierten des Konkurrenten das komplette Magazin einer Thompson Maschinenpistole in den Körper und verscharren selbige anschließend hinter einer Kirche in Chapala Crossing, nahe der Tex-Mex Grenze. Pete, der einen der Wagen fahren sollte, macht sich währenddessen aus dem Staub, tätigt einen anonymen Anruf bei der Polizei und fällt nicht zuletzt dadurch in des Soziopathen Jack Collins‘ Ungnade. Mit dem Profi-Killer und religiösen Spinner Jack "Preacher" Collins, der sich seine Moral hinbiegt wie es ihm gerade in den Kram passt, halst er sich und Vikki ein noch viel größeres Problem auf. Schnell kommt den gesamten Beteiligten das ICE, das FBI und nicht zuletzt Sheriff Hackberry Holland auf die Spur. Eine Hetzjagd durch das geschundene Herz Amerikas ist die Folge und für Vikki und Pete tut sich die Hölle auf.

Der abgeklärte Kriegsveteran und Sheriff mit dem etwas sonderbaren Namen Hackberry Holland wird zum Tatort berufen und entdeckt die neun Leichen notdürftig unter ein bisschen Erde verscharrt und mit einer Planierraupe platt gewalzt. Holland ist ein straighter, hartnäckiger Typ, mit festen Prinzipien, der jedoch ständig mit sich und seiner Vergangenheit im Clinch liegt. Immer wieder holen ihn seine Nordkorea Kriegstraumata, sowie der Rest seiner nicht so rühmlichen Vergangenheit ein und er lebt ein Leben voller Vorwürfe. Der raubeinige Witwer, der bereits weit über den Zenit des Lebens hinaus blickt, ist vielleicht ab und an etwas roh und hart zu sich selbst, hat aber eine durchaus liebenswerte Ader und ist sympathisch gezeichnet. Sheriff Hackberry Holland und seine Kollegin Deputy Pam Tibbs begeben sich bei der Suche nach Vikki und Pete und den psychopathischen Killern immer wieder in höchste Gefahr.

Bei dem, 1936 in Louisiana geborenen James Lee Burke geht es normalerweise um brutale, ungeschönte Gewalt. Man spürt die drohende Gefahr, die brütende Hitze und die zermürbende Verzweiflung. Trotz der 662 Seiten starken Story, die im Jahre 2009 unter dem Titel "Rain Gods" erschien, handelt es sich bei „Regengötter“ um einen komplexen, in sich stimmigen Plot, der gerade aufgrund seiner Beschreibungen des Banalen so echt und lebendig wirkt. Allein die etwas unpassenden Aktionen des Profi-Killers und religiösen Wirrkopfs Jack "Preacher" Collins sind etwas grotesk. Burke neigt in der Beschreibung der Handlungen und Aussagen seiner Protagonisten zu leichten Übertreibungen, die zwar auf-, aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Ansonsten auf durchgehend hohem Niveau angesiedelt, ist es ein, für das belletristische Genre vergleichsweise tiefgründiges Buch voller Sadismus, Gewalt und Tod. Mit seinen kaputten Charakteren zeugt das, hierzulande am 20.10.2014 erschienene "Regengötter" vom kranken, kalten Individualismus eines durch und durch verkommenen Landes. Burkes Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten, der Gefühle, Eindrücke und Gedankenwelten seiner Protagonisten, der jeweiligen Situationen in denen sie stecken, schaffen eine eindrückliche Atmosphäre, eine bildhafte Kulisse, sowie diese ganz spezielle, von Hitze und Gefahr geschwängerte Grundstimmung.

Meine Wertung: 84/100

More hard stuff @ www.lackoflies.com

Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Autor/James-Lee-Burke/p3691.rhd

Aus dem Amerikanischen von Daniel Müller
Originaltitel: Rain Gods
Originalverlag: Simon & Schuster
Paperback, Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-453-67681-7
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne Hardcore
Erschienen: 20.10.2014

Von: Renate Martin, Bücherspiegel  aus Wiesbaden Datum: 11.12.2016

https://buecherspiegel.wordpress.com/

Der Thriller „Regengötter“ von James Lee Burke kommt daher wie ein langer Ritt durch eine wüstengleiche Gegend. Es ist mein erster „Burke“, ich gebe es zu. Vielleicht kann ich dadurch aber noch unbeeindruckt vom lagen Schaffenswerk des Autors meine Meinung darlegen. Über 650 Seiten lang bewegt sich die Kriminalstory bis zum großen Showdown, schon lange nicht mehr habe ich ein solch umfangreiches Buch gelesen. Dabei hat es mich an vielen Stellen an einen Western erinnert, bei dem die großen Gegenspieler sich gegenseitig meucheln, bis nur noch zwei übrig bleiben und diese sich gegenüberstehen. So ist es zwar nicht ganz, aber das Gefühl ist präsent.
Worum es geht? Sheriff Hackberry Holland, ein alter Kriegsveteran, Witwer und ehemaliger Alkoholiker, findet hinter einer Kirche nach einem anonymen Anruf mehrere Frauenleichen auf, als er anfängt zu graben. Mehr oder weniger unterstützt von den Bundesbehörden macht er sich auf die Suche nach den Tätern. Dabei hilft ihm sein Chief Deputy Pam Tipps, eine Frau im besten Alter und schwer verliebt in Hackberry. Der anonyme Anrufer, der junge Kriegsveteran Pete, war Zeuge der Morde und muss mit seiner Freundin Vikki fliehen. Denn nun sind etliche hinter ihm und Vikki hinterher: der Sheriff, die Bundesbehörden, die wahren Mörder, die Auftraggeber, die Feinde der Auftraggeber. Wer hier nun wen ausspielen möchte ist schwer zu durchschauen.
Am schlimmsten aber ist der Mörder, ein Psychopath, Jack Collins – der Preacher, dessen christlich religiöse Wahnvorstellungen alle seine Untaten begründen sollen. Er steht zwischen verschiedenen Parteien, die ihn alle beauftragen wollen die jeweilige Gegenseite zu töten, und so macht er sich ans Werk. Allerdings nicht so, wie sich das alle wünschen …
Der Autor belässt es bei dem umfangreichen Werk auf eine überschaubare Anzahl von Protagonisten, von daher kann man der Story gut folgen. Mir gefällt, wie Burke an vielen Stellen die Finger in die Wunden dieses großen Landes legt, wenn er von den zahlreichen Angestellten großer Anwesen berichtet oder wie junge Soldaten ausgenutzt, verwundet und sich wie ausgespuckt auf der Straße wiederfinden. Die eigentlich nur Gutes tun wollten aber vom System dem großen Ganzen untergeordnet und geopfert werden.
Beim Lesen fällt einem eine gewisse Trägheit auf, was ich sehr wohl positiv meine, denn Burke lässt seinen Figuren Zeit sich zu entscheiden, welche Schritte sie als nächstes unternehmen wollen. Fast wie bei einem Schachspiel. Doch wie bei diesem Spiel wird nicht jeder Zug mit Glück belohnt und schwupps ist man Schachmatt oder wie hier der nächste Tote. Und man wird ebenfalls an Roadmovies erinnert, so oft, wie die Protagonisten in ein Auto steigen, um lange Fahrten zu unternehmen.
Allerdings werden auch in diesem Buch die Geschichten einiger Figuren nicht konsequent bis zum Ende verfolgt, was ich außerordentlich schade finde. Aber wer weiß, bei der Fülle von veröffentlichten Werken werden wir bestimmt wieder von ihnen lesen. Bei der Recherche über Burke fallen einem die immer wiederkehrenden Charaktere auf, wobei ein Cousin auch hier eine Rolle spielt, dem Burke eine eigene Reihe gewidmet hat. Die Rede ist von Billy Bob Holland.
Ich muss von daher kaum erwähnen, dass es unzählige Werke von Burke gibt, die man als Fan von ihm bestimmt alle lesen will. Auch bekam er sehr viele Auszeichnungen und einige seiner Bücher sind bereits verfilmt. Nachzulesen kann man das alles zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/James_Lee_Burke
Lesespaß für lange Abende, Nachmittage auf der Couch, am Strand und als Geschenk für Männer bestens geeignet.

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