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Tiefer Fall Ein Anna Kronberg Krimi

Gekürzte Lesung mit Esther Schweins

Kundenrezensionen (9)

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€ 9,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3017-1

Erschienen: 18.05.2015
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Für alle Sherlock Holmes Fans

1890. Anna Kronberg hat London auf der Flucht vor Scotland Yard verlassen. Eines Nachts wacht sie auf, mit einer Pistole an der Schläfe. Ihr Vater wird an einem unbekannten Ort gefangen gehalten und Anna muss sich auf ein gefährliches Spiel mit ihrem dämonischen Entführer einlassen. Mit Sherlock Holmes' Hilfe versucht die Wissenschaftlerin, ihn davon abzubringen, grausame biologische Waffen zu entwickeln …

Annelie Wendeberg (Autorin)

Dr. Annelie Wendeberg ist eigentlich Umweltmikrobiologin (UFZ, Leipzig; Adjunct Professor, Uppsala). Doch eines schönen Wintermorgens klappte sie die Augen auf und dachte sich: "Ich schreib mal was". Seither versucht sie, Forschung leicht verständlich und spannend in Blogs zu vermitteln. Des Nachts bringt sie Leute um. Auf dem Papier. Für den KiWi-Verlag. Annelie Wendeberg lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Grimma bei Leipzig. Auf Englisch ist bereits der zweite Band um Anna Kronberg und Sherlock Holmes erschienen.


Esther Schweins (Sprecherin)

Esther Schweins wurde mit der Comedy-Serie „RTL Samstag Nacht“ berühmt und beliebt. Danach spielte sie Hauptrollen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2002 ist sie als Moderatorin für die Magazine „Foyer” und „Theaterlandschaften” des ZDFtheaterkanals und 3sat tätig und führte Regie bei dem Theaterstück „Caveman“ (mit Kristian Bader). Als Synchronsprecherin lieh sie Prinzessin Fiona in den Kino-Welterfolgen „Shrek 1-4“ ihre Stimme. Ihr Talent für witzige Rollen zeigt sie auch als Hörbuchsprecherin: Mit viel Sinn für Ironie und unnachahmlich lasziv liest sie „Das geheime Tagebuch der Carla Bruni“ von Silke Burmester.

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 378 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3017-1

€ 9,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 18.05.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch CD)

Ein spannend erzählter Krimi aus einem ausgehenden 19. Jahrhundert

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 14.02.2016

www.hallo-buch.de

In ihrem zweiten Krimi stellt Annelie Wendeberg ihre pfiffige Ärztin Anna Kronberg zwischen den Meisterdetektiv Sherlock Holmes und den Oberverbrecher James Moriaty – zwei der bekanntesten Figuren der englischen Krimigeschichte, die sich bereits in zahllosen Büchern, Filmen und Hörspielen bekämpft haben, ohne dass es einen wirklichen Sieger gab. In “Tiefer Fall” stellt die Autorin die beiden Kontrahenten als Männer vor, die sich in einer Sache perfekt gleichen: eben in ihrem Bestreben nach absoluter Perfektion. Ihrer Heldin Anna Kronberg, die ihren Doktor – natürlich in Männerklamotten und unter falschem Namen – an einer angesehenen Londoner Universität gemacht hat, räumt sie den meisten Platz in der düster-beklemmenden Story ein. Von Moriaty gefangen gehalten, versucht Anna, ihre Forschungen selbst zu sabotieren, baut aber gleichzeitig ein ambivalentes Verhältnis zu ihrem Entführer auf. So ist “Tiefer Fall” kein klassischer who-done-it Krimi, sondern eine psychologische Studie über Entführung und Erpressung. Sehr spannend beschreibt Annelie Wendeberg auch die damals neuen technischen Errungenschaften wie die Elektrizität, das Wasserklosett oder die ersten Forschungen an biologischen Waffen. So spiegelt “Tiefer Fall” sehr authentisch die Atmosphäre des ausgehenden 19. Jahrhunderts in einer der aufregendsten Metropolen Europas wider – eine Stimmung, die die Schauspielerin Esther Schweins in ihrer lebendigen Lesung ganz hervorragend transportiert.

Kronberg gegen Moriarty

Von: Mikka Liest Datum: 08.08.2015

mikkaliest.blogspot.de

Wie schon den ersten Band, "Teufelsgrinsen", habe ich auch diesen zweiten Band wieder parallel gelesen und als Hörspiel gehört. Ich war erneut begeistert davon, wie großartig Esther Schweins die Charaktere zum Leben erweckt! Sie gibt jedem seine ganz eigene Stimme und Art zu sprechen, und so hört man direkt, ob da jetzt gerade Anna Kromberg, James Moriarty oder Sherlock Holmes zu Wort kommen. Besonders für Anna Kromberg ist sie in meinen Ohren einfach die Idealbesetzung, und bei ihrer Interpretation von Moriarty ist es mir öfter eiskalt über den Rücken gelaufen!

Der Titel des Buches, "Tiefer Fall", und die Tatsache, dass James Moriarty darin eine große Rolle spielt, verrät eingefleischten Fans von Sherlock Holmes natürlich schon einen Teil der Handlung, denn die Autorin findet hier für eine der Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle eine Neuinterpretation - und eine Vorgeschichte, die den Leser vieles in ganz neuem Licht sehen lässt.

Ich fand das sehr originell, einfallsreich und gut gelungen. Die Geschichte stellt über weite Teile der Handlung nicht Sherlock Holmes in den Mittelpunkt sondern Anna Kromberg, die dadurch wieder zeigen kann, wie genial und entschlossen sie ist, und wie sehr sie Holmes darin ähnelt, dass ihre überragende Intelligenz sie oft harsch, überlegen und schneidend arrogant macht...

James Moriarty entführt sie und versucht sie dazu zu zwingen, ihre medizinischen Kenntnisse in den Dienst der biologischen Kriegsführung zu stellen. Sie kann nicht offen gegen ihn kämpfen, da er ihren Vater als Geisel in seiner Gewalt hat, und so ist sie gezwungen, ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit ihm zu beginnen, eine Gratwanderung zwischen ihrem Abscheu vor Moriarty und ihrem widerwilligen Gefühl des Respekts für den eiskalten, aber brillanten Gegner. Bei dem Versuch, sein Vertrauen zu gewinnen, gerät sie in Gefahr, selber zu glauben, was sie ihm vorgaukelt - mit ungeahnten Folgen.

Annelie Wendeberg stellt Holmes und Moriarty als zwei Männer dar, die sich im Prinzip sehr ähnlich sind; beide sind rastlos, getrieben von einer problematischen Vergangenheit, scheinbar gefühlskalt und überheblich... Ein Quäntchen Gewissen, ein wenig Mitgefühl - mehr trennt sie nicht. Manchmal wichen sie mir zu weit von ihrer Darstellung in den Originalgeschichten ab, aber im Großen und Ganzen fand ich sie glaubhaft und überzeugend geschrieben.

Anna Kromberg ist in meinen Augen ein fabelhafter Charakter, eine ungewöhnliche, starke Frau, die Holmes und Moriarty von der Intelligenz her locker das Wasser reichen kann. Im Laufe dieses Buch verliert sie allerdings viel von ihrem Bravado und ihrer Stärke, und an einem Punkt der Geschichte musste ich das Buch erstmal zuklappen und weglegen...

Ich will hier noch nicht zu viel verraten, aber ich war erst nicht sicher, was ich von dieser Entwicklung halten sollte. Holmes würde es wahrscheinlich ein Drei-Pfeifen-Problem nennen: ich musste das Ganze erstmal sacken lassen und darüber nachdenken. Fand ich das jetzt glaubhaft? Fand ich es gut? Wollte ich das Buch an die Wand pfeffern oder ihm einen Ehrenplatz in meiner Sherlock-Holmes-Sammlung geben?

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nachvollziehen kann, warum Anna so handelt wie sie handelt. Sie ist etwa ein halbes Jahr lang die Gefangene von Moriarty und steht dabei ständig unter enormem Druck, und ich denke, ihre Entscheidungen sind ein Resultat ihrer dadurch verzerrten Wahrnehmung.

In "Tiefer Fall" passiert eigentlich recht wenig; die Spannung entwickelt sich langsam und resultiert eher aus dem psychologischen Hin und Her zwischen Anna und Moriarty - und Annas Versuch, sich dabei nicht selbst zu verlieren. Ich fand das Buch dennoch (oder gerade deswegen?) sehr interessant und packend!

Der Schreibstil ist glasklar, präzise und intelligent, was mir wieder sehr gut gefallen hat. In diesem Band wird allerdings mehr über die Gefühle der Protagonisten geschrieben als im letzten - was manche Holmes-Puristen sicher stören wird, mir aber gut gefallen hat. Achtung, Liebesgeschichte!

Fazit:
In diesem zweiten Band bekommt es Anna Kromberg mit James Moriarty zu tun, dem Erzfeind von Sherlock Holmes. Aber er will durch sie nicht etwa an den Meisterdetektiv herankommen, sondern braucht ihre Kenntnisse der Bakteriologie für schrecklich Zwecke... Monatelang hält er sie gefangen, und im Laufe dieser Zeit droht Anna, sich selbst zu verlieren.

Der zweite Band ist langsamer als der erste, mit überraschenden Entwicklungen, die unter Liebhabern der Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle sicher für Debatten sorgen könnten! Ich fand ihn dennoch spannend und lohnend, und ich freue mich schon auf den dritten Band.

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