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Verloren in Eis und Schnee Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow

Ungekürzte Lesung mit Nicolás Artajo, Gabrielle Pietermann, Reinhard Kuhnert

Ab 12 Jahren

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€ 16,99 [D]* inkl. MwSt.
€ 19,10 [A]* | CHF 23,90*
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Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8371-4338-6

NEU
Erschienen:  17.09.2018
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Zwei Geschwister in den Wirren des Zweiten Weltkriegs - von Davide Morosinotto!

Ihr dürft euch nicht verlieren!, hat die Mutter den Zwillingen Viktor und Nadja eingeschärft. Doch im überfüllten Bahnhof von Leningrad werden sie auseinandergerissen. Viktor findet sich im entlegenen Sibirien wieder. Obwohl er keinerlei Nachricht von seiner Schwester hat, spürt Viktor, dass sie noch lebt.

Er schließt sich einer Gruppe Jugendlicher an, mit denen er sich auf den gefährlichen Weg quer durch das verschneite Russland begibt. Währendessen hält Nadja sich in einer Festung auf einer Insel versteckt, auf der sich die Lage zuspitzt. Sie hat ihr Tagebuch dabei, in dem sie, ebenso wie ihr weit entfernter Bruder, ihre dramatischen Erlebnisse festhält.

Der beeindruckende Roman spielt in der Zeit der Belagerung Leningrads durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg. Mitreißend erzählt aus der Perspektive der beiden Geschwister und eines russischen Oberst.

Gabrielle Pietermann liest die Tagebücher von Nadja, Nicolás Artajo die von Viktor. Reinhard Kuhnert spricht Oberst Smirnow.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: ca. 8h 21)

Davide Morosinotto (Autor)

Davide Morosinotto wurde 1980 in Norditalien geboren. Bereits mit 17 Jahren veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte, die auf der Auswahlliste des renommierten italienischen Literaturpreises „Premio Campiello“ stand. Seitdem hat er über 30 Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, für die er zahlreiche Preise erhalten hat. Davide Morosinotto lebt als Autor, Journalist und Übersetzer in Bologna.


Sprecher

Gabrielle Pietermann, bekannt als Synchronstimme von Emma Watson und Sprecherin zahlreicher Hörbücher, u. a. von Disneys Die Schöne und das Biest, schlüpft in die Rolle von Nadja. Nicolás Artajo, Schauspieler und Hörbuchsprecher, liest eindrucksvoll den jungen Viktor. Seine Lesung von Die Zeit der Wunder wurde auf Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste gewählt. Reinhard Kuhnert, bekannt u.a. als Sprecher der Hörbücher von George R. R. Martins Das Lied von Eis und Feuer, übernimmt den Part des strengen Oberst, welcher die Tagebücher der beiden Geschwister aus Sicht der sowjetischen Partei beurteilt.

Übersetzt von Cornelia Panzacchi
Originalverlag: Thienemann HC

Hörbuch MP3-CD, 2 CDs, Laufzeit: ca. 8h 21 min

ISBN: 978-3-8371-4338-6

€ 16,99 [D]* | € 19,10 [A]* | CHF 23,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj audio

NEU
Erschienen:  17.09.2018

  • Leserstimmen

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Unglaublich spannend!

Von: danielamariaursula Datum: 25.09.2018

https://buchverzueckt.blogspot.de/

Leningrad 1941, die Stadt wird von den deutschen Truppen im zweiten Weltkrieg eingekesselt. Die Versorgungssituation wird immer schwieriger, daher sollen Kinder und Jugendliche aus der Stadt gebracht werden, mit speziellen „Kinderzügen“. Diese sollen die Kinder möglichst weit weg von den herannahenden deutschen Truppen in Sicherheit bringen. Die 12 jährigen Zwillinge Nadja und Viktor bekommen von ihrer Mutter eingeschärft, daß sich sich auf keinen Fall trennen dürfen, sondern immer zusammen bleiben müssen. Aber sie waren bisher stets zusammen, sie sind Zwillinge, niemals würden sie sich freiwillig trennen. Doch die Aufpasser am Bahnhof lassen ihnen keine Wahl, obwohl Geschwister zusammenbleiben sollen. Nadja steigt in den Zug Nr. 76 der schon bald den Bahnhof verlässt, aber nach nur wenigen Kilometer anhält und nicht mehr weiterfährt. Viktors Zug bringt ihn in eine Kolchose in Sibirien, wo die Kinder zu harter Arbeit angehalten werden, um sich ihren Unterhalt zu verdienen. Nadja's Zug voll mit Müttern mit ihren Babys und der ebenso schönen wie faszinierenden Anna, fährt nicht weiter. Irgendwann steigen alle aus, weil sie nach Tagen, die Enge nicht mehr aushalten und eine Katastrophe ereignet sich. Dennoch sind Nadja und Viktor stets überzeugt, daß er andere noch lebt und sie sich finden müssen. Ein harter Kampf um Leben und Tod beginnt auf ihrem weiten und mehr als abenteuerlichen Weg.

Ich hatte altersgerechte Einblicke in das Leben während des zweiten Weltkriegs erwartet, die man auch erhält, doch rückt dies etwas in den Hintergrund. Es ist vor allem eine sehr harte und sehr spannende Abenteuergeschichte. Sehr hart, aufgrund der Witterungsbedingungen im Winter, als auch wegen des erbarmungslosen Umgangs mit Kindern und Jugendlichen in Kriegszeiten. Während einige zusammen halten und das Beste in ihrem Charakter zeigen, offenbaren sich bei anderen innere Abgründe und Selbstsucht. Beide Geschwister werden auf ihrem Weg begleitet, wobei die Truppe, die sich Viktor bei seiner Flucht aus der Kolchose anschließt, wahnsinnig groß ist, viel zu groß und zum Teil erbarmungslos dezimiert wird. Das ist schon starker Tobak, das muß man auch verkraften, weshalb ich der Altersempfehlung ab 12 Jahren nur bedingt zustimme.
Wirklich interessant ist der Einfallsreichtum der Kinder und zum Teile ihre Loyalität. Nadja hat wirklich Glück mit ihren Begleitern, auf die sie sich verlassen kann und die sie begleiten, obwohl sie ja eigentlich nicht müssen. Doch Anna ist schon bald eine wahre Freundin für sie geworden und ihre Schachpartien für beide eine überlebensnotwendige kurze Flucht vor dem Wahnsinn um sie herum. Anders ist es bei Viktor, er wird schon bei der Flucht verraten und ausgerechnet sein Feind aus Schulzeiten, schließt sich ihm an. Ein Umstand den ihn wurmt und den er gerne ändern würde, während er über die Gesellschaft von Clara sehr froh ist, auch dann noch, als er ihr Geheimnis aufdeckt. Die Geschwister und ihre Begleiter brauchen unheimlich viel Mut, Kraft und Überlebenswillen, um sich mit Einfallsreichtum, den gegebenen Gefahren zu stellen, auf die sie immer wieder treffen. Auch von Verrat und Korruption lassen sie sich nicht klein kriegen und lassen sich vor allem nicht selbst korrumpieren. Sie gehen so weit sie sie müssen, doch gibt es Grenzen der Menschlichkeit, die sie selbst in Kriegszeiten, in Kenntnis der geltenden Gesetze nicht bereit sind zu überschreiten. Festgehalten wird die Geschichte in Schulheften, die sie mit in den Kinderzug nahmen, ursprünglich um für ihre Eltern ihr Schicksal festzuhalten.

So liest Nicolas Artajo die Tagebuchaufzeichnungen von Viktor. Er ist mir bereits aus einem anderen Hörbuch bekannt, hier gefiel er mir eindeutig besser. Er konnte mich richtig überzeugen, mit einer Stimme, der man in allen Lebenslagen den an den Herausforderungen heranreifenden Viktor abnimmt. Wenn er nicht gerade Hörspiele spricht, ist er als Schauspieler auch in TV-Produktionen und als Moderator bei Disney Channel aktiv.

Gabrielle Pietermann liest Nadjas Tagebuchaufzeichnungen. Sie ist einem großen Publikum als die deutsche Stimme von Emma Watson, Emilia Clarke (Game of Thrones), Selena Gomez und Anna Kendrick bekannt. Als Synchronsprecherin arbeitet sie übrigens bereits seit ihre 9. Lebensjahr und klingt immer noch frisch und unverbraucht.

Deutlich älter klingt hingegen Reinhard Kuhnert, der gegen Ende den gestrengen Oberst Smirnow spricht. Er ist als Synchronsprecher von Peter Coyote, André Dussolier und David Stratharin bekannt, neben seiner Arbeit als Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Liedtexter. Er klingt streng, aber nicht grausam, einfach nach militärischer Autorität.

Alle drei Sprecher konnten mich absolut überzeugen. Sie schaffen es eine wahnsinnige Spannung aufzubauen. So spannend, daß ich nicht weiß, ob das nicht für 12 jährige etwas viel ist, da Kinder spannungstechnisch noch nicht so abgebrüht sind. Das Hörbuch zum Vorgänger „Die Mississippi-Bande“ fand meine inzwischen 11-jähre Tochter große klasse, aber es ist deutlich weniger spannend und dramatisch, für mein Empfinden (Altersempfehlung ab 10 Jahren meine ich). Die Spannung und Grausamkeit ist jedoch nie Selbstzweck sondern trägt stets die Handlung. Das vorgenannte Kinderbuch wurde übrigens für den Deutschen Jugendliteraturpreis nomminiert. Hierbei handelt es sich um eine bearbeitete Hörbuchfassung, was ich als sehr angenehm empfinde. Denn auch trotz der großen Personenanzahl und der vielen für mich fremden Namen, hatte ich fast keine Zuordnungsprobleme (Viktor ist zeitweise mit 78 Personen auf der Flucht), ich hatte kein Bedürfnis nach einem Personenverzeichnis.

Dieser erbitterte Überlebenskampf in Kriegszeiten verdeutlicht hoffentlich Jugendlichen heutzutage, den unschätzbaren Wert des Friedens den wir haben und weckt Verständnis für das Leid der Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror.

Ein ganz toller historischer Jugendroman, der unglaublich spannend und emotional ist. 5 von 5 Sternen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei cbj audio für dieses fantastische Hörbuch.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch Download)

Eine gelungene Vertonung

Von: Janine Gimbel Datum: 07.10.2018

schreiblust-leselust.de/

Russland, 1941: Die Zwillinge Viktor und Nadja Danilow sind 13 Jahre alt, als der Krieg ihre Heimatstadt Leningrad erreicht. Denn von 1941 bis 1944 war Leningrad von den Deutschen belagert. Während der Vater der beiden Jugendlichen an die Front muss und die Mutter zu Hause helfen soll, werden die Zwillinge mit einem Zug aufs Land verschickt. Doch bereits an diesem Punkt ihrer Reise werden Viktor und Nadja voneinander getrennt. In Notizbüchern schreiben sie ihre Erlebnisse nieder und ihren Weg zurück zueinander. Viktor muss glauben, dass Nadja in ihrem Zug nahe Leningrad umgekommen ist, da dieser völlig ausbrannte. Aber er ist überzeugt, dass er es gespürt hätte, wenn Nadja gestorben wäre. Deshalb glaubt er der Zeitung nicht und setzt alles daran, Nadja zu finden.

Das Hörbuch wird durch drei Sprecher gestaltet. Reinhard Kuhnert liest einen Inspektor, der 1946 die Tagebücher der Geschwister vorgelegt bekommt, um herauszufinden, welche verfolgbaren Straftaten sie beinhalten. Er ist für die Rahmenhandlung verantwortlich und selbst er ist manchmal geschockt von den Dingen, die er zu lesen bekommt. Nicolás Artajo liest die von Viktor niedergeschriebenen Passagen der Notizbücher. Manchem ist er vielleicht als Schauspieler und Moderator aus dem Fernsehen bekannt. Es gelingt ihm sehr gut, Viktors Zwiespalt zwischen Verantwortung für sich selbst und die mit ihm gestrandeten Kinder und Jugendlichen und seiner Sehnsucht, Nadja zu suchen, in Szene zu setzen. Artajos Stimme kann man sehr gut über einen langen Zeitraum zuhören, ohne das Interesse zu verlieren. Die Stimme von Nadja ist Gabrielle Pietermann, die vor allem durch ihre Synchronsprechertätigkeit für Emma Watson bekannt sein sollte. Auch der Klang ihrer Stimme macht es leicht, dem Hörbuch zu folgen. Manchmal wechseln sich Viktor und Nadja vor allem zu Beginn des Romans sogar von einem Satz auf den anderen ab. Später sind meist längere Passagen von einem der beiden zu hören. Alein schon durch die unterschiedlichen Sprecher wird „Verloren in Eis und Schnee“ sehr abwechslungsreich.

Die Geschichte für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet, nicht zwangsläufig nur Mädchen, durchaus für beide Geschlechter, vielleicht sogar als Schulbuch, denn man kann sehr gut mit den Jugendlichen analysieren, was Nadja und Viktor denken und erleben. Zu jedem Zeitpunkt des Hörens ist klar, welchen Standpunkt die beiden einnehmen. Auch bekommt man geschichtliches Wissen über den II. Weltkrieg vermittelt. Die Verzweiflung der Menschen, ihre Hoffnungslosigkeit wird aus den Augen der beiden Jugendlichen beschrieben und anders als viele der Menschen sind sie nicht sofort mutlos, sondern gehen die Probleme mit ihrer jugendlichen Naivität an. Sie teilen ihr Essen, stellen ihre eigenen Bedürfnisse vor denen anderer zurück, sind rücksichtsvoll, verlieren aber dennoch nie ihr Ziel aus den Augen, das fehlende Geschwisterteil zu finden.

Ein gelungener Roman über ein Weltkriegsschicksal aus der Sicht zweier eng miteinander verbundener Jugendlicher. Hier kann man etwas lernen und wird gleichzeitig sehr gut unterhalten. Eine tolle Vertonung mit sehr abwechslungsreichen Sprechern.

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