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Was alles war

Ungekürzte Lesung mit Ulrike C. Tscharre

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Hörbuch CD ISBN: 978-3-8445-2538-0

Erschienen: 06.03.2017
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Wo schlägt das Herz einer Familie?

Dass sie adoptiert wurde, weiß Susa seit ihrer Kindheit. Es hat sie nie gestört, schließlich haben sich ihre Eltern ganz bewusst für sie entschieden, sie stets umsorgt und geliebt. Deshalb lässt sie die erste Begegnung mit ihrer leiblichen Mutter auch eher kalt. Doch das Treffen setzt etwas anderes in Bewegung: Plötzlich sehnt sich Susa danach, ihre Brüder und ihren biologischen Vater kennenzulernen. Verrät sie damit ihre Adoptiveltern? Die Frage, was Familie wirklich ausmacht, wird immer drängender.

Gelesen von Ulrike C. Tscharre.

(7 CDs, Laufzeit: 7h 37)

Annette Mingels (Autorin)

Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, wurde dort im Alter von zwei Wochen adoptiert. Sie studierte Germanistik und promovierte über Dürrenmatt und Kierkegaard. Danach arbeitete sie als Dozentin und Journalistin. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem drei weitere und ein Erzählband folgten. Nach Aufenthalten in Zürich und New York lebt Annette Mingels seit 2011 mit ihrer Familie in Hamburg.


Ulrike C. Tscharre (Sprecherin)

Ulrike C. Tscharre, geboren 1974, studierte neuere deutsche und englische Literatur und ließ sich danach an der Akademie für Darstellende Kunst in Ulm zur Schauspielerin ausbilden. Neben Rollen in den verschiedensten Theaterstücken spielte sie in vielen Fernsehproduktionen, wie z. B. dem Zehnteiler "Im Angesicht des Verbrechens" (Regie Dominik Graf) oder mehreren Episoden von "Tatort" und "Polizeiruf 110". Zudem wird sie im neuen Film "Werk ohne Autor" von Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck zu sehen sein. Im Hörverlag ist sie unter anderem in Henning Mankells "Wallander"-Reihe, in Annette Mingels "Was alles war" und im Hörspiel zu Frank Schätzings "Der Schwarm" zu hören.

22.09.2017 | 20:00 Uhr | Gottlieben

Lesung

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Mehr Infos

Bodman-Literaturhaus
Am Dorfplatz 1
8274 Gottlieben

10.10.2017 | 19:30 Uhr | Hamburg

Lesung

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Mehr Infos

Kulturforum Serrahn
Serrahnstraße 1
21029 Hamburg

Weitere Informationen:
Sachsentor - Buchhandlung GmbH
21029 Hamburg

Tel. 040/7246851, mail@sachsentorbuch.de

Hörbuch CD, 7 CDs, Laufzeit: 457 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2538-0

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 06.03.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

„Was alles war“ von Annette Mingels

Von: Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) Datum: 13.07.2017

mamahatjetztkeinezeit.ch/

Susa wurde als Kind adoptiert und wächst bei liebevollen Eltern auf, wählt eine akademische Karriere als Meeresbiologin und studiert das Leben von Wattwürmern. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer biologischen Mutter, die sie gerne kennenlernen würde. Sie treffen sich und bald darauf lernt Susa auch noch ihre biologischen Brüder kennen. Besonders zum älteren Cosmo fühlt sie sich hingezogen. In etwa zur selben Zeit lernt sie den Witwer Henryk und seine beiden Töchter kennen. Sie kommen sich nahe, verlieben sich, heiraten und Susa wird zur Ersatzmutter für die beiden Mädchen. Als sie selber schwanger wird und der kleine Leve zur Welt kommt, verändern sich nicht nur Susas Prioritäten sondern auch die Dynamik innerhalb der Familie. Alle bisherigen Selbstverständlichkeiten werden infrage gestellt: Wessen Karriere hat Vorrang, soll Susa wegen des Babys kürzer treten, wer sagt seine Vorlesungen ab, wenn der Kleine Fieber hat oder schlecht schläft? Susa weiss nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, nur dass sie sich alles ganz anders vorgestellt hat. Eine Reise in die USA zu ihrem biologischen Vater soll Klarheit bringen.
„Was alles war“ erzählt vom Alltag, wie ihn viele von uns selber erleben oder erlebt haben: Frau und Mann sind beide berufstätig und ihre berufliche Zukunft ist einigermassen klar. Sie verlieben sich, ziehen zusammen, teilen sich Erwerbsarbeit und Haushalt fair und gleichberechtigt. Sie gründen eine Familie und danach bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Die heutige Arbeitswelt – auch die der Universitäten – erlaubt nach wie vor kein wirklich gleichberechtigtes Familienleben und stürzt die Menschen täglich in innere Konflikte, wenn sie versuchen müssen, sich den Umständen anzupassen ohne sich selber dabei zu verleugnen oder zu verlieren. Weil die Autorin das Thema von der „Adoptions-Seite“ her angeht, entfallen für einmal die ganzen biologistischen Erklärungen und das Augenmerk liegt auf den Beziehungen innerhalb der Familie und zwischen der Familie und der (akademischen) Arbeitswelt.
Annette Mingels Schreibstil – so ganz ohne Anführungs- und Schlusszeichen – fand ich zu Beginn gewöhnungsbedürftig, als ich dann aber in der Geschichte drin war, zog mich das hohe Tempo mit. Mingels erzählt szenisch, dazwischen gibt es kaum Überleitungen und wie die Zeit vergeht (von Anfang des Buches bis zu seinem Ende sind es etwa vier Jahre), erfährt man eher so am Rande. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

Lebensmodelle im Wandel der Zeit

Von: Frau Goethe Datum: 18.06.2017

https://fraugoetheliest.wordpress.com

Susa wurde schon als Baby adoptiert und wuchs in einer liebevollen Familie auf. Zu ihren Eltern hat sie ein vertrauensvolles Verhältnis. Inzwischen ist sie erwachsen und hat eine eigene Familie. Ihr Mann Henryk ist verwitwet und hat aus dieser Ehe zwei Töchter. Ihr gemeinsamer Sohn ist noch ein Säugling. Das geregelte Familienleben erfährt kleine Schwankungen als Susa ihre leibliche Mutter Viola kennenlernt. Die freiheitsliebende Frau hält es nirgends länger aus und hat ihre vier Kinder zur Adoption freigegeben. Susa erfährt also nicht nur, wie ihre biologische Mutter ist, sondern dass sie auch noch drei Halbgeschwister hat. Viola überlässt ihr ebenfalls einen zerknitterten Brief ihres mutmaßlichen Vaters. Nun hat sie einen Namen und stellt Nachforschungen an.

Annette Mingels schreibt in ihrem fünften Roman über das Thema Familie und beleuchtet dabei verschiedene Verwandtschaftsbeziehungen. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, ob eine Bindung fester ist, wenn man zumindest die Hälfte der Gene teilt oder ob sich Bindungen durch den liebevollen Umgang miteinander entwickeln. Susa ist mit ihren Adoptiveltern immer offen mit dem Thema Adoption umgegangen und empfindet auch nicht das Gefühl des Ausgegrenztseins. Als sie nun ihre Halbgeschwister kennenlernt, sucht sie nach Gemeinsamkeiten und eben diesen natürlichen Gemeinsamkeiten.

Als erwachsener Mensch seine leiblichen Eltern kennenzulernen, bedeutet eine ganz andere Sicht auf das Verhältnis. Man ist unabhängig voneinander und kann sich auf die Eigenheiten des anderen konzentrieren. Susa sucht verständlicherweise etwas in ihrer Mutter, was sie sich als Kind immer vorgestellt hat. Die Autorin hat dieses Gefühl des Zögerns, eigentlich doch Wollens und dann die Erkenntnis nachfühlbar beschrieben, ohne dass ich als Leser eine vorgefertigte Meinung ausgezwungen bekam.

Gleichzeitig wird die moderne Patchworkfamilie vorgestellt, in der die Kinder nicht alle dieselben Elternteile haben. Henryk bringt zwei Teenagertöchter mit in die Ehe, die sich erst mal an Susa gewöhnen müssen. Sie müssen nicht nur den Verlust ihrer eigenen Mutter verarbeiten, sondern sich auch noch an Susa als jemanden gewöhnen, der Entscheidungen trifft. Als Leve geboren wird, nimmt er als gemeinsamer Sohn nochmal eine andere Stellung in der Familie ein. Die Familienstruktur mit allen Verpflichtungen gegenüber Kindern, Eltern und Beruf belastet die Beziehung von Susa und Henryk. Dies wird ebenfalls während des Lesens spürbar, aber gleichzeitig begibt man sich als Beobachter in eine unparteiische Position.

Die Geschichte lässt sich leicht lesen, allerdings hat es der Text durchaus in sich. Er weckt Emotionen, die dann auch mal eine Verschnaufpause fordern, was aber vermutlich auch mit den Erfahrungen des Lesers zusammenhängt. Das Buch handelt vom Suchen, Finden und Verlieren und welche Verantwortung man selber am Verlauf des Lebens hat. Die Hauptfiguren werden so deutlich erarbeitet, dass man das Gefühl hat, direkt in ihre Leben hineinzublicken. Auf knapp 300 Seiten drängen sich die Themen, bei denen man merkt, dass sich Mingels wirklich mit ihnen auseinandergesetzt hat. Der in leiser Tonart geschriebene Roman lässt sich nicht pauschal empfehlen, sondern wird wohl eher nach eigenen Interessen ausgewählt.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Jutta Goullon aus Flintbek Datum: 20.04.2017

Buchhandlung: Bücherstube Flintbek Inh. Jutta Goullon

Annette Mingels klammert nichts aus, nicht die Schwierigkeiten und auch nicht die Glücksmomente – ein ehrliches, lebensnahes Buch.

Sagenhaft

Von: Kathrin Allkemper am Rathaus aus Bottrop Datum: 22.03.2017

Buchhandlung: Humboldt Buchhandlung am Rathaus

Ein wunderschönes Buch, dass das Thema Patchworkfamilie mit viel Gefühl erzählt.

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