Leserstimme zu
AMANI - Heldin des Morgenrots

Ein fantastisches Finale

Von: Luna
22.10.2018

Die Stadt Izman denkt, Ahmed ist tot. Doch eigentlich wurden er, Shazad und ein paar andere ins Gefängnis des Sultans gesteckt. Allein Amani, Jin, Hala und eine handvoll Rebellen bleiben zurück um der Wahrheit ins Auge zu sehen. Wie sollen sie die Rebellion weiter voran treiben? Was kann eine 17 - Jährige Demdji schon ausrichten? Die Antwort? So einiges! Hat der zweite Teil der Reihe für mich ein klein wenig geschwächelt schüttelt Alwyn Hamilton im Dritten alles aus dem Ärmel, was man sich nur wünschen kann. Bombastisches Wüstenfeeling, magische Begegnungen, brutale Kämpfe mit herben Verlusten und eine Schreibweise, die den Leser ans Buch fesselt und nicht mehr los lässt. Hat man ein Problem mit Amani zusammen bewältigt, zeigt sich eine Seite weiter schon die nächste Katastrophe. Die Spannung steigt unaufhörlich. Ich war so oft verzweifelt und hoffnungslos, da die Aussichten auf ein gutes Ende quasi gegen Null gingen. Und doch sprang immer wieder ein Funke Hoffnung in meinen Weg. Amani hat mit ihren Rebellenfreunden zusammen Ideen und Pläne, die einem fast die Augen aus dem Kopf fallen lassen. Auch wenn sie oft daran verzweifelt, dass sie eben nicht der besonnene Rebellenprinz oder die taktische Generalin ist, findet sie einen Weg. Sie stellt sich nicht nur dem Sultan entgegen, sondern auch den Djinn selbst. Mutig oder bescheuert? Findet es selbst heraus! Natürlich gibt es auch noch eine ganz ganz kleine Liebesgeschichte. Ich glaube, wir alle fiebern dem entgegen, was aus Jin und der jungen Demdji wird. Aber das läuft ziemlich im Hintergrund, was ich absolut in Ordnung finde. Der Blick liegt auf den Rebellenkämpfen. Auf den Rettungen ihrer Freunde und den versklavten, schlecht behandelten Bewohnern in diesem Teil der Wüste. Und leider häufen sich die Feinde mehr als man es sich zu Beginn denken würde. Ich wurde absolut mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Alwyn Hamilton hat im dritten Teil nochmal einen großen Entwicklungsschritt gemacht, was die Schreibweise angeht. Schon das erste Buch war der Wahnsinn aber im letzten Teil der Trilogie hat sie mich aus den Socken gehauen. Ob die malerischen Beschreibungen, die überraschenden Wendungen oder die Art der kleinen Geschichten, die so poetisch zwischendurch ein Leben einer besonderen Person zusammengefasst haben und dabei noch eine Lebensweisheit mitgeben, ich war hin und weg am Ende. Wer Djinn, die arabische Welt und Kämpfe um einen Thron mag, gespickt mit schlagfertigen Dialogen und gerissenen Szenen, ist hier absolut richtig.