Leserstimme zu
Verlockung der Nacht

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Cat und Bones: Band 6

Von: Stephanie
29.03.2015

Das Buch “Verlockung der Nacht” besteht aus 384 Seite und wurde von Sandra Müller aus dem amerikanischen übersetzt. Die Übersetzung ist sehr flüssig und liest sich hervorragend, wenn auch nicht anspruchsvoll. Am besten haben mit die kleinen Episoden mit Ian, Spade und natürlich Bones gefallen, die darauf hindeuten, dass die drei schon einige Jahrhunderte hinter sich haben und dieses in ihrer Sprache deutlich machen. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen. Bisher hat mich jedes Buch über Cat und Bones verzaubert. Allerdings hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, dass Jeaniene Frost mit jeder Seite ein wenig mehr von ihrem eigentlichem Thema, dem Thema Vampire, abweicht. In diesem Buch stehen die Geister im Vordergrund. Cat, die von Marie Laveau die Macht über Geister und Zwischenwesen bekommen hat, muss einen Geist bannen. Bones steht ihr immer zur Seite. Nach und nach helfen auch Denise, Ian und Spade. Richtig toll fand ich die Idee, dass sich als Helfer die “Ghost Busters” finden ließen. Ich musste sofort an den Film denken und mein Kopf hat automatisch die passende Melodie hinzugefügt. Manchmal musste ich über mein eigenes Kopfkino lachen. In diesem Band hat Jeaniene Frost dem Buch das Medium Tyler hinzugefügt. Es war eine wirklich spritzige Person, die mich mit ihren Gedanken, die Cat und Bones hören könnten, häufig laut auflachen lassen hat. Sehr cool fand ich auch den bösen Geist Kramer. Er war sehr garstig und man hat alle Charaktere innerlich angefeuert diesem Geist das Handwerk zu legen. Als leidenschaftliche Historikerin habe ich selbstverständlich auch zum Hexenhammer (Malleus Maleficarum) recherchiert. Die Person Heinrich Kramer hat den Hexenhammer geschrieben, um die Verfolgung der Hexen während des Mittelalters zu legitimieren. Das ursprüngliche Werk wurde Auf Latein verfasst. Allerdings hat Jakob Sprenger eine deutsche Übersetzung angefertigt, die man bei googleBooks teilweise lesen kann. Wer sich für den Hexenhammer interessiert und ein wenig darin liest, wird viele Vorurteile und verquere Denkweisen finden. Diese Vorlage hat Jeaniene Frost aufgegriffen und in ihrem Buch verarbeitet. Ich finde, dass sie dies ganz wunderbar gemacht hat. Immer wieder gerät Cat mit Kramer aneinander. Die Wortgefechte und die daraus resultierenden Handlungen sind sehr spannend. Schade finde ich in diesem Buch allerdings, dass die Ehe zwischen Cat und Bones ziemlich kurz kommt. Ihre Leidenschaftlichen Intermezzi werden häufig durch Kramer unterbrochen, sodass ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, dass Jeaniene Frost keine Lust hatte eine kreative erotische Szene zu schreiben. Außerdem habe ich in diesem Buch Cats Zusammenarbeit mit den Behörden vermisst. Die Institution, die von Tate übernommen wurde nach Dons Tod, bekommt einen harten Gegner. Ich selber konnte damit nichts anfangen und mich hat die neue Leiter zunehmend verwirrt. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass Don mehr herausfinden kann und und die Leser nicht im Unklaren bleiben. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich musste es bis zur letzten Seite lesen. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich mir den nächsten Band besorgen und lesen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.