Leserstimme zu
Das Modehaus - Töchter der Freiheit

Die Mode im Wandel mit interessanten Frauencharakteren

Von: Nicole Lehmann
06.05.2019

Da ich Julia Kröhn an ihrer Lesung in Leipzig mit ihrem Buch "Das Modehaus" gehört hatte, war ich sehr gespannt. Julia Kröhn hat viel über den Schreibprozess erzählt und auch über die verschiedenen Modestile. Dabei hat man bemerkt, dass die Autorin sich sehr mit der Mode in den verschiedenen Epochen auseinandergesetzt hat. Das Buch mit dem wunderschönen Cover macht dann zusätzlich neugierig. Die Geschichte um drei Frauen während hundert Jahren ist interessant. Sehr detailreich erzählt die Autorin die Umgebung und man merkt, dass sie in Frankfurt zu Hause ist. Sie beschreibt die Winkel und Gassen sehr anschaulich. Als Leser fühlt man sich sehr nah beim Geschehen, was vor allem in der Kriegszeit sehr eindrücklich aber hart ist. Die drei Generationen von Frauen werden authentisch beschrieben. Jede Generation hat ihre eigene Familie und Freunde, Stärken und Schwächen und Probleme. Zudem kommt bei jeder Generation eine andere gesellschaftliche Struktur zum Zuge. Dies ist zwar sehr interessant zum Lesen, jedoch war dies für mich auch etwas schwierig. Die Kapitel sind jeweils mit dem Namen gekennzeichnet, so dass man als Leser jeweils weiss, in welcher Geschichte man sich befindet. Da es aber drei ganze Geschichten waren, inklusive Familien/Freunde etc., musste ich mich manchmal sehr anstrengen, dass ich nichts durcheinander brachte. Nichts desto trotz ist der Roman um das Bekleidungsgeschäft sehr gelungen. Es ist ein Buch, welches die Frau in den Mittelpunkt stellt. Die Männer sind zwar dabei, bleiben aber Nebendarsteller. Die Nebendarstellerin Alma wuchs mir richtiggehend ans Herz und ich freute mich jeweils sehr, wenn sie wieder irgendwo auftauchte. Auch gefiel mir die Ganze Geschichte der Mode. Der Wandel wurde gut recherchiert und interessant wiedergegeben.