Leserstimme zu
Von allen Seiten

Außergewöhnliche, spannende, humorvolle Geschichte!

Von: Madis.buecherwelt
09.08.2019

*unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar* ▫️"Von allen Seiten" von @torerenberg aus dem @Heyne.verlag▫️ ▪ ▪ Ben und Rikki, zwei Brüder, haben keine Lust mehr, bei ihrer psychotischen Mutter und ihrem geizigen, gewalttätigen Vater zu leben. Sie beschließen abzuhauen, um bei ihrem kriminellen Onkel Rudi und seiner "Gang" unterzukommen, die einen letzten großen Überfall planen wollen, um dann die kriminelle Vergangeheit steinreich hinter sich zu lassen. ▪ Der Schreibstil von Tore Renberg ist etwas außergewöhnlich, aber sehr angenehm. Er beschreibt unsagbar gut bildlich und sorgt mit der sehr viel verwendeten, etwas übertriebenen, Jugendsprache für eine total lockere und heitere Atmosphäre. ▪ Ich habe vom Klappentext zwar andere Schlüsse gezogen, wurde aber positiv überrascht. ▪ Durch den stetigen Sichtenwechsel, war immer Hochspannung angesagt und er zeigte, wie es im Inneren der vielen komplett verschiedenen Protagonisten aussah. ▪ Die Protagonisten.. hachja. Ich hab allesamt, auch durch den bereits erwähnten Sichtenwechsel, sehr in mein Herz geschlossen. Die Protas sind alle von Grund auf verschieden und trotzdem allesamt mehr als faszinierend. Besonders Ben. Mit Abstand der interessanteste Charakter, von dem ich in letzter Zeit gelesen habe. Er ist super intelligent, unberechenbar, schön und knallhart. ▪ Ich hatte am Anfang ein paar Probleme, was die Namen anbelangte, da die Geschichte in Norwegen spielt, aber das ist wahrscheinlich Gewöhnungssache. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man, während 2 Personen sprachen, häufig nicht wusste, wer was sagt, da es nicht mit Namen gekennzeichnet war und etwas für Verwirrung sorgte. Später legte sich das dann, weil ich einschätzen konnte, wie sich der jeweilige Protagonist ausdrückt. ▪ Ein tolles, erfrischendes Buch, dass einen gut zum schmunzeln bringen kann, jedoch auch andere, dunklere Seiten hat. 》LESEEMPFEHLUNG《 ▪ ▪ 4,9 von 5 Sternen🌟 ▪ Mein Lieblingszitat: ,,Ben fand, dass das Wort – lieben – wie abstrakte Poesie klang, und an manchen Tagen bedeutete es für ihn das Gleiche wie Horror, wie Säbel, wie Grab. Er erwischte sich oft bei dem Wunsch, nicht zu lieben. Fand es unwürdig. Schwach. Widerlich."