Leserstimme zu
Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord

very british

Von: BeautyPeaches
20.04.2015

Am Anfang bin ich auch hier wieder sehr schwer rein gekommen, obwohl auch im 5. Band der Wortwitz nicht zu kurz kommt. Aber es ist eben "very british" und kommt sehr trocken rüber. Abgesehen von den Personen des letzten Bands sind dieses Mal noch einige Dorfbewohner von Bishop's Lacey Mitwirkende in diesem Buch. Flavia ist, nachdem sie die Leiche gefunden hat, wieder voll in ihrem Element, steckt ihre Nase überall rein und versucht natürlich den Mordfall zu lösen, sehr zum Missfallen von Inspektor Hewitt. Und dabei konnte Flavia sogar noch Dinge in Erfahrung bringen, die sie bisher selbst nicht wusste. Der Umgang mit ihren Familienmitgliedern ist in diesem Buch wärmer und freundlicher, was vielleicht auch daran liegt, dass das Anwesen verkauft werden soll und keiner weiß, wie er mit umgehen soll. Dennoch sind auch hier wieder alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt und Flavia hat freie Bahn, um in aller Ruhe rum zu schnüffeln. Ich fand es ab dem Mordfall sehr interessant. Schnell konnte man vergessen, dass Flavia noch ein Kind ist. Miss Marple hat eine Erbin. Eine weitere neue Person ist Adam Sowerby. Er macht die Geschichte zudem noch interessanter, weil man anfangs noch gar nicht zuordnen kann, was hinter dieser Figur steckt. Ist er der, für den er sich ausgibt? Bis zum Schluss konnte man nur raten, wer hinter dem Mord steckt. Auch das Cover ist gut gewählt. In einem dunklen Blau gehalten mit Flavia im Mittelpunkt gefällt es mir noch besser, als das vom letzten Band und trifft haargenau die Geschichte. Obwohl es mir im Buchladen nicht ins Auge stechen würde, weil es eher einem Jugendbuch ähnelt, ist es das passende Design für diese Geschichte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in dieses Buch rein zu finden, konnte mich der Autor mit seiner Mischung aus Jugendkrimi und englischem Humor doch für dieses Buch begeistern und es gefällt mir sogar noch besser als Band 4.