Leserstimme zu
Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen

Julie Kagawa entführt uns erneut nach Nimmernie

Von: Julia Mohr (Letters from Juliet)
06.05.2015

Meine Meinung Viele werden sich jetzt fragen, muss man die “Plötzlich Fee” Reihe von Julie Kagawa vorher gelesen haben. Nein! Ich habe davon schließlich auch nur den ersten Band gelesen (weiter kam ich nicht aus Zeitmangel). Da es allerdings um Meghans Bruder Ethan geht und die Geschichte an die “Plötzlich Fee” Reihe zeitlich anknüpft, werden einem manche Dinge bekannt vorkommen. Außerdem erfährt man letztendlich auch wie die Reihe ausgegangen ist. Fand ich jetzt nicht weiter schlimm, man kann die Bücher also in der Reihenfolge lesen wie man möchte. Ich lese lieber Bücher, die aus der Sicht einer Frau bzw. eines Mädchens erzählt werden, da ich mich damit natürlich besser identifizieren kann. Es war also für mich ziemlich ungewohnt ein komplettes Buch aus der Sicht eines Jungens zu lesen, aber das hat wirklich ganz gut geklappt. Er ist ein sympathischer Kerl, auch wenn er alles andere als nett zu seinen Mitmenschen ist. Das er dies nur macht, um sie nicht in Gefahr zu bringen, wissen sie natürlich nicht. Er hat gelernt, wie er sich vor den Feen schützen kann und versucht das Beste aus seiner Situation zu machen. Interessant fand ich seine Kampftechnik, endlich mal etwas anderes als diese 0-8-15 Kampfsportarten wie Karate oder Judo. Kenzie ist eines der beliebtesten Mädchen der Schule, wobei auch sie eine gewisse Distanz zu ihren Mitmenschen einhält. Trotzdem lässt sei bei Ethan nicht locker und versucht immer wieder mit ihm in Kontakt zu kommen. Auf der einen Seite ist sie ein süßes zerbrechliches Mädchen, auf der anderen Seite kann sie zur mutigen Amazone werden. Ein sehr schöner Gegensatz, dem Ethan nur schwer wiederstehen kann. Man erfährt recht wenig über sie, erst zum Ende hin lernt man sie richtig kennen, aber dafür sind dann wahrscheinlich die anderen Bände auch noch da. Todd, Ethans Mitschüler, gefiel mir überhaupt nicht und ich kann noch nicht mal sagen warum. Er hat mich halt einfach genervt und war ganz froh, dass er ziemlich schnell aus der Handlung verschwindet. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und für ein Jugendbuch genau richtig, wobei die Kapitel ein bisschen kürzer hätten sein können. Teilweise hätte ich mir auch gewünscht, Kenzies Gedanken zu erfahren. Diese beiden verschiedenen Sichtweisen hätten mir bestimmt gut gefallen, vor allem da für sie alles neu und fremd ist in der Feenwelt. Es tauchen immer wieder Wendung vor, wodurch die Geschichte nicht an Spannung verliert, wobei mir das ewige hin und her Reisen irgendwann etwas zu viel wurde. Es war sehr schön wieder in die magische Welt der Feen eintauchen zu können. Dieses fantastische hatte mich bei “Plötzlich Fee” schon total überzeugt und dabei bin ich kein Fantasy-Fan, eigentlich mache ich einen großen Bogen darum. Julie Kagawa schafft es mit ihren Büchern dann trotzdem mich zu verzaubern, auch wenn mir Meghans Geschichte besser gefallen hat. Fazit Julie Kagawa entführt uns erneut nach Nimmernie und kann sogar eine nicht-Fantasy-Leserin von ihrer magischen Welt überzeugen. Ich bin gespannt wie es weitergeht mit Ethan und freue mich schon auf die Fortsetzung. Absolute Empfehlung für alle Julie Kagawa Fans und Fantasyleser.