Leserstimme zu
Die Überlebenden

REZENSION "DIE ÜBERLEBENDEN" // ALEXANDRA BRACKEN

Von: Michelle T.
19.10.2015

"Die ganze Welt wird dein Feind sein, Fürst mit tausendfachen Feinden, und wann immer sie dich fangen, werden sie dich töten. Aber zuerst müssen sie dich fangen, Gräber, Lauscher, Läufer, Fürst der schnellen Warnung. Sei schlau und voller Listen, und dein Volk wird niemals vernichtet werden." TITEL Der Titel passt sehr gut zur Geschichte und dessen Inhalt. Das Buch erzählt die Geschichte einer Überlebenden - Ruby - die verzweifelt versucht, in diesem Leben zurecht zu kommen. "Die Überlebenden" trifft den Nagel auf den Kopf. 2 | 2 Punkte COVER Auch das Cover finde ich sehr gelungen. Zuerst ist da der Fühleffekt, den man leider beim Betrachten eines Bildes nicht fühlen kann. Ich kann euch sagen, es ist ein ganz besonderes Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten, das Fühleffekt hat. So einzigartig. Das Cover gefällt mir aber nicht nur aus diesem Grund. Man sieht ein Mädchen, das am Eingang eines Tunnels steht. Vermutlich ist dieses Mädchen Ruby und der Tunnel stellt ihr Leben dar. Um frei zu sein, muss sie durch den Tunnel gehen. Doch dieser ist dunkel und voller Gefahren. So hätte ich es zumindest gedeutet, da im Zusammenhang mit der Geschichte kein Tunnel auftaucht. 2 | 3 Punkte INHALTSANGABE Die Inhaltsangabe finde ich zwar an einigen Stellen etwas plump und ungeschickt formuliert, im Großen und Ganzen jedoch sehr angenehm. Man erfährt die groben Züge der Geschichte und sogar einige Details. Diese halten sich jedoch in Grenzen, was ich sehr gut finde. 3 | 4 Punkte IDEE / THEMA Die Idee des Buches gefiel mir sehr gut. Zwar wirkte es auf mich wie eine Mischung aus Tribute von Panem, Maze Runner und "Die 5. Welle", aber im Großen und Ganzen fielen mir dann doch einige neue Aspekte auf, die das Ganze dann etwas Spannender machen. Das Thema des Buches gefiel mir auch gut und wurde sehr intensiv behandelt. 3 | 4 Punkte UMSETZUNG Die Umsetzung der kompletten Geschichte fand ich ebenfalls sehr gut. Aber dazu muss ich sagen, dass das Buch einige Wochen auf meinem Nachttisch gelegen hat, ehe ich es ausgelesen habe. Richtig packen konnte es mich erst nach ungefähr 200 Seiten. Es ist auch das erste dickere Buch, das ich seit langem gelesen habe, da ich sonst vor diesen "Wälzern" eher Angst habe. "Die Überlebenden" hat mir jedoch Mut gemacht, es auch mit anderen, dickeren Büchern zu versuchen. 3 | 4 Punkte SCHREIBSTIL Der Schreibstil war in meinen Augen sehr gelungen. Packend und abenteuerlustig beschreibt Autorin Alexandra Bracken die ein oder andere spannende Szene. Einfühlsame Gestaltung lässt sich auch wiederfinden. Zwar finde ich Bücher, die ein bisschen tiefer gehen, immer ein bisschen besser als solche, die es nicht gehen, aber "Die Überlebenden" braucht diesen Aspekt gar nicht - es konnte mich auch so packen und faszinieren. Locker und einfach rauscht man durch das Buch, sodass man die hohe Seitenzahl schnell vergisst und das Buch schnell durchgelesen hat, nachdem man diesen einen Moment erlebt hat, indem das Buch richtig, richtig, richtig spannend wird. 4 | 5 Punkte CHARAKTERE Ich mochte Ruby sehr gerne. Zwar hätte sie in meinen Augen etwas persönlicher sein können, aber so ging es mir im Grunde mit allen Charakteren. Zu, Liam und Chubs sind mir ebenfalls schnell ans Herz gewachsen, ebenso andere Charaktere, die kommen und gehen. Nette Figuren, mit denen man es gut und gerne aushalten kann. 2 | 3 Punkte GESAMTEINDRUCK Obwohl ich euch mit der Rezension sehr lange habe warten lassen, lässt sich über "Die Überlebenden" sagen, dass es einem entweder gefällt oder aber nicht. Ich gehöre definitiv zu jenen, denen das Buch supergut gefallen hat, auch wenn mir hier und da noch dies oder jenes gefehlt hat. Ich bin positiv gestimmt, dass die Autorin diese kleinen, kaum auffallenden Mängel im zweiten Teil geschickt wieder ausbügelt. Zwar ist die Geschichte nicht besonders tiefsinnig, strahlt aber eine dennoch eine gewisse Besonderheit aus. "Ich hatte plötzlich ein ganz komisches Gefühl, als hätte ich etwas verloren, das ich niemals richtig besessen hatte." 19 | 25 Punkte ~ Eine nette Geschichte, die man sicher nicht bereut, gelesen zu haben.