Leserstimme zu
Der Kämpfer im Vatikan

Hau auf den Tisch Jorge

Von: Anke liest
14.12.2015

Ein Mensch alleine hat es erfahrungsgemäß schwer, eine Revolution loszutreten - und nichts anderes ist es ja, was Franziskus fordert - ein völliges Umdenken, ein Zurückfinden zu dem, was Kirche eigentlich sein sollte - eine Kirche, die nicht darauf bedacht ist, Schätze anzuhäufen, im Luxus zu leben, während gleichzeitig in Afrika Kinder verhungern. Der Mann macht den Mund auf und handelt sich dabei nicht gerade Sympathien bei seiner Kurie ein. Aber er bekommt Sympathien beim Volk, mehr vermutlich als viele Mächtige sich wünschen würden. Aber solche Jahrhunderte alte Strukturen niederzureißen, das funktioniert sicherlich nicht von heute auf morgen, zumal man mit dem Tausch des Papstes ja nicht gleich auch die gesamte Struktur ausgetauscht hat, die gesamte Bürokratie usw. Ob der Papst Erfolg haben wird - man würde es sich nicht nur für ihn, sondern auch für die Kirche wirklich wünschen.