Leserstimme zu
Zum Sterben schön

Spannende Unterhaltung zwischen Asche, Urnen und Särgen

Von: Das Echo vom Alpenrand
04.03.2016

Eine mutige Frauenärztin, immerhin verstößt sie gegen die ärztliche Schweigepflicht, bringt den Stein ins Rollen, indem sie kurzentschlossen mit Miriam, einer Freundin von Viktor, in dessen Bestattungsinstitut aufkreuzt um sich das letzte Opfer des Serienkillers anzusehen. Nachdem Viktor vor einiger Zeit schon einmal sein Talent als Detektiv beweisen konnte, ist es nicht besonders schwer ihn dazu zu überreden jetzt nach dem Killer der Floristinnen zu suchen. Die Suche gestaltet sich spannend, nicht zuletzt deshalb weil Viktor jetzt endlich einen Grund hat die Kommissarin, die er während seines ersten Falls kennengelernt hat, wieder einmal anzurufen. So geht es dann auch nicht nur um die Suche nach dem Mörder, sondern auch um das Privatleben der Protagonisten mit den dazugehörigen Themen wie Abhängigkeit und Sucht oder Autismus. Als am Ende plötzlich alle Fäden zusammenlaufen, wird es immer schwieriger zu unterscheiden, wer sich nur verdächtig macht und wer der tatsächliche Mörder ist. So gestaltet sich die Aufklärung des Falles nicht nur sehr turbulent, sondern ist am Ende auch eine ziemliche Überraschung. Fazit Ein Krimi, der sich dank seines flüssigen und klaren Schreibstils schnell liest und spannende Unterhaltung bietet. Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben und wirken, bis auf wenige verständliche Ausnahmen, sympathisch und glaubhaft. Für einen unterhaltsamen Leseabend absolut empfehlenswert.