Leserstimme zu
Wenn du mich fragst, sag ich für immer

Ich sage Ja. Einhundert Mal Ja!

Von: Madame Lustig
18.06.2016

Inhalt Suzie und ihr bester Freund Harry haben es sich beruflich zur Aufgabe gemacht, anderen Menschen dabei zu helfen, ihrem Partner den perfekten Heiratsantrag zu machen. Während die beiden also jeden Tag von der Liebe anderer umgeben sind und alles daran setzen, diesen ganz besonderen Moment unvergesslich werden zu lassen, haben die beiden im privaten Bereich so ihre Probleme mit der Liebe. Wo Harry sich eine Dame nach der anderen anlacht und für sich nicht an die Liebe glaubt, ist Suzie bis über beide Ohren unglücklich verliebt - in Harry. Als dieser dann aus Werbezwecken auf die Idee kommt, Suzie hundert Heiratsanträge zu machen, beginnt für die junge Frau eine harte Zeit. Denn so wundervoll Harrys Anträge auch sind, sie sind nicht echt ... So denke ich Seien wir mal ehrlich: so ziemlich jede glücklich Vergebene träumt irgendwann einmal davon, wie ihr Herzmann um ihre Hand anhält. Diese Träumereien gehen manchmal sogar so weit, dass die Herzdame zwar Ja sagt, vom Antrag jedoch ziemlich enttäuscht ist und das ihrem Liebsten, dessen Kopf beim Austüfteln des Antrags vermutlich kräftig geraucht hat, hinterher auch fein aufs Butterbrot schmiert. Das wars dann mit dem wundervollen, unvergesslichen Moment. Wäre es da nicht wunderbar, wenn man auf eine Firma zurückgreifen könnte, die die passenden Ideen hat und sich um alles kümmert? Zum Einstieg in die Geschichte gewährt uns Autorin Holly Martin nicht viel Zeit zum Vortasten, sondern lässt uns mitten in einen von Harrys Heiratsanträgen an Suzie hineinstolpern, wodurch ich nicht nur schon Herzchen in den Augen hatte bevor ich mich überhaupt richtig warm lesen konnte, sondern auch einen kleinen Vorgeschmack dessen bekam, was mich auf den folgenden Seiten erwarten würde. Dabei ist es Suzie, die den Leser in der Ich-Perspektive durch die Handlung führt und ihre Gefühls- und Gedankenwelt offenbart. Aber auch Harry bleibt nicht ewig ein Buch mit sieben Siegeln, gewährt er uns doch in regelmäßigen Blogeinträgen einen Blick auf seine Gedanken, Ideen und Beweggründe, ja, auch auf seine tiefsten Gefühle, was ich nicht nur sehr passend, sondern auch erfrischend fand. Suzie und Harry sind die zwei Namen, um die es sich während der gesamten Geschichte dreht und bei beiden handelt es sich um Charaktere, die man einfach gern haben und ins Herz schließen muss. Sie sind liebenswert, witzig, charmant, treue Seelen und jeder für sich völlig verloren und hilflos, wenn es um ihre eigene Gefühlswelt geht, was sie in meinen Augen gleich noch ein Tickchen sympathischer macht, als sie es sowieso schon sind. Man hofft und bangt mit ihnen, möchte sie in den Arm nehmen, ihr Händchen halten oder sie hin und wieder auch einfach nur mal ganz kräftig durchschütteln und ihnen die Augen für das öffnen, was sie auf Grund ihrer Begriffsstutzigkeit übersehen. Wie die Geschichte um Suzie und Harry ausgehen wird, ahnt man schon, bevor man überhaupt zu lesen beginnt, doch stört mich die Vorhersehbarkeit hier nicht im Geringsten. Das Buch lebt nicht von überraschenden Wendungen und zig Störfaktoren, sondern von einem stolprigen, mit Missverständnissen gespickten und doch zuckersüßen und romantischen Weg ans Ziel. Dabei sind die Handlungsorte so vielseitig, wie sie es bei einer Weltreise nur sein können. Als Leser begleiten wir Suzie und Harry quer über den Globus von einem Land ins andere, erleben Abenteuer, erfreuen uns an Sehenswürdigkeiten und den ausgefallensten Heiratsanträgen. Zusammengefasst heißt das Wenn du mich fragst, sag ich ich für immer ist eins dieser Bücher, auf die man sich bereits vor dem Lesen riesig freut, dessen Seiten man mit reihenweise Hachs und Ohs in sich aufsaugt und das dann viel zu schnell ausgelesen ist. Ich stelle es mir wahrlich schwierig vor, sich den einen perfekten, einzigartigen und auf die Herzdame (oder den Herzmann) abgestimmten Heiratsantrag aus dem Ärmel zu schütteln, weswegen ich vor Holly Martin, die sich für dieses Buch nicht nur nur einen und auch nicht zwei, sondern gleich hundert wirklich wundervolle Anträge aus dem Ärmel geschüttelt hat, nur den Hut ziehen kann.