Leserstimme zu
Star Wars™ - Episode I - Die dunkle Bedrohung

Für jüngere Leser perfekt!

Von: Sarah
11.08.2016

3,5 Sterne Als begeisteter Star Wars Fan seit meiner frühesten Kindheit konnte ich natürlich nicht einfach daran vorbei gehen, als ich sah, dass die Bücher zu den Filmen im schicken neuen Design neu aufgelegt wurden. Ich hatte noch nie einen Roman der direkt nach einem Film geschrieben wurde gelesen, wollte das aber gerne mal ausprobieren - und schwupps war “Star Wars, Episode I: Die dunkle Bedrohung“ als Rezensionsexemplar angefragt. Mein erster Eindruck zu dem Buch war erst einmal positive Überraschung. Ich habe schon ein paar Star Wars Merchandising-Bücher gelesen, und obwohl ich immer Spaß daran hatte war es mehr der “Star Wars”-Aspekt, der mich das Buch mögen ließ, als dessen tatsächliche literarische Qualität. Der Beginn dieses Buches ist in dieser Hinsicht sehr vielversprechend, vor allem vom Schreibstil war ich angenehm beeindruckt. Ich fand es auch immer spannend, wann immer eine Szene beschrieben wurde, die so nicht im Film war - leider kommt das in der zweiten Hälfte des Buches fast gar nicht mehr vor. Ab dann ist das Buch tatsächlich nur noch eine reine Nacherzählung des Filmes, welchen ich inzwischen natürlich in- und auswendig kenne, sodass mir sogar aufgefallen ist, wenn die Wortwahl eines Charakters nicht hundertprozenig korrekt war. Das nimmt dem Buch natürlich einiges an Spannung und ich hätte es wirklich schön gefunden, wenn auch in der zweiten Hälfte ab und zu noch ein paar kleine Szenen vorgekommen wären, die so nicht im Film waren. Aber gut, es ist ja schließlich auch die Aufgabe eines “Romans zum Film”, diesen Film möglichst originalgetreu wiederzugeben. Auch hier gab es allerdings ein, zwei Dinge, die mich ein wenig gestört haben. Zum Beispiel werden hier bereits romantische Gefühle zwischen Anakin und Padmè angedeutet, die im Film zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht existieren. Wie auch? Padmè ist mehr mit der Rettung ihres Planeten beschäftigt als mit irgendeinem dahergelaufenen Sklavenjungen, egal wie nett er sein mag, und Anakin ist zu diesem Zeitpunkt erst neun Jahre alt. Gerede darüber, dass man später mal heiraten wird ist da komplett fehl am Platz, das Ganze wirkte so einfach nur lächerlich erzwungen. Davon mal abgesehen war auch die Überzetzung des Buches ins deutsche an manchen Stellen eher mangelhaft, vor allem was eigentlich feststehende Begriffe aus dem Star Wars Universum angeht. Warum aus Podrennen plötzlich Kapselrennen wurden oder warum Droidekas auf einmal Zerstörer-Droiden heißen ist mir immer noch nicht ganz klar. Hier hat sich mir die Frage gestellt, ob die Übersetzerin überhaupt jemals einen Star Wars Film gesehen hat. Alles in Allem war “Star Wars, Episode I: Die dunkle Bedrohung“ ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch, mehr aber auch nicht. Für ein Merchandising-Buch ganz gut, allerdings doch mit deutlichen Schwächen, seien diese nun dem Autor oder der Übersetzerin geschuldet. Die Bewertung fällt mir deshalb sehr schwer - vier Sterne sind eigentlich zu viel, drei fast zu wenig, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Empfehlen würde ich das Buch entweder absoluten Star Wars Fans, die - wie ich - einfach nie genug davon kriegen können, oder jüngeren Lesern, denen etwaige Schwächen des Buches eventuell noch nicht so auffallen und die deshalb einfach nur Spaß daran haben werden. Ich habe “Star Wars, Episode I: Die dunkle Bedrohung“ als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten - vielen Dank dafür an den Verlag!