Leserstimme zu
Das Erbe der Kriegsenkel

Das Erbe ist eine schwere Last, die es zur verflüchtigen gilt.

Von: Buchstabenschatz
14.09.2016

zum Inhalt Matthias Lohre betreibt nach dem Tod des Vaters Spurensuche. Warum waren die verstorbenen Eltern so wie sie waren? Was haben die Eltern im Krieg erlebt und warum prägt es ihn so sehr? Darf auch er sich als Kriegsenkel bezeichnen, obwohl der Vater nie an der Front war? Um sich von der Last der Schuld zu befreien , kehrt er zur elterlichen Heimat zurück und versucht zu verstehen, zu verzeihen und die verbuddelten Seelentrümmer zu einem befreiten Leben zusammen zu setzen. meine Meinung Als Stichpunkte fallen mir spontan ein: unausgelebte Trauer und Lebensbewältigung. Matthias Lohre gibt hier viel persönliches preis, sowohl sein eigenes unzufriedenes Leben und Unverständnis über seine scheinbar lieblose Kindheit, hinterlassen Fragen in seinem Kopf. Mit viel Gefühl begibt er sich auf Spurensuche, erfährt durch diverse Personen viele Zusammenhänge und versteht die Welt ein bißchen mehr. Er zeigt uns auf, das der Krieg auch Generationen später noch unser Verhalten prägt und wie wir uns davon befreien können. Ich habe mich an vielen Stellen selber wiedererkennen können. Ich fühle mich nun mit meinem 1977ger Jahrgang und einem 1940 geborenen Vater, auch als Kriegsenkel und beginne zu verstehen. Wir können noch so viel erfahren und verstehen lernen - wir müssen nur fragen. Die persönlichen Anekdoten finden, mit psychologischen Analysen,erzählenden Gesprächspartnern und vielsagenden Zitaten, eine Balance die nachwirkt. Ein wichtiges Buch das jeder lesen sollte, dem sein eigenes Leben oder das Verhalten von Familienmitgliedern und Freunden ein Rätsel ist. Wer Antworten finden will, kann sich hier einiges abgucken. Das Cover ist nicht aufringlich und hat den typischen Kriegskinder/Enkel Charme. Dafür gibt es von mir eine Extra Empfehlung und 5 ★★★★★