Leserstimme zu
Die Kuh, die weinte

Weise Lehren ohne erhobenen Zeigefinger

Von: Belana Hermine
05.05.2017

Inhalt Der Klappentext verspricht buddhistische Geschichten. Diese Versprechen wird allumfassend eingelöst. Es ist aber nicht eine einfache Aneinanderreihung von Geschichten. Ajahn Brahm berichtet vielmehr aus seinem Leben und in diesen Fluss webt er geschickt verschiedene, passende Geschichten ein. Gemäß der Wichtigkeit der Zahl 108 im Buddhismus wählte Ajahn Brahms 108 Geschichten bzw. Erfahrungen aus. Diese sortierte er 11 Schwerpunkten (z. B. Perfektion und Schildgefühle, Angste und Schmerz, Wut und Vergebung) zu. Jede Geschichte für sich ist verhältnismäßig kurz. Alle sind leicht lesbar geschrieben. Es scheint keine zu geben, aus der man nicht irgendetwas für sein eigenes Leben mitnehmen könnte. Subjektive Eindrücke Ich habe dieses Buch mit sehr viel Genuss gelesen. Hier steckt so viel Weisheit und Humor drin – es regt an, die Erfahrungen gleich für sich selbst auszuprobieren. Da ich mir aber 108 Weisheiten nicht mit einem Schlag merken kann, werde ich wohl immer wieder auf die Geschichten dieses Buches zurückgreifen. Ja, ich habe mich in vielen Geschichten selbst wiederentdeckt. Hin und wieder konnte ich sagen, dass ich ähnliche Erfahrungen gemacht hatte, wie sie die Geschichten erzählen. Viel öfter aber musste ich mir eingestehen, dass ich noch keine Lösungen gefunden hatte, nun aber einen Ansatzpunkt sehe, es beim nächsten Mal besser zu machen. Fazit Wer ohne erhobenen Zeigefinger gern weise Lehren hören/lesen möchte, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Man wird nicht mit Ratschläge verprügelt, sondern kann aus den Geschichten seine ganz eigene Konsequenz ziehen. Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses weise, aufschlussreiche Rezensionsexemplar.