Leserstimme zu
Ayla und das Lied der Höhlen

Wonnen, Herdfeuer & Lied der Mutter

Von: Julia Franck aus Hannover
23.08.2014

Wenn über 1100 Seiten nicht genug sind und man schon bei den letzten 300 Seiten denkt: Nein, nein, das Buch soll nicht bald vorbei sein! spricht es wohl für das Buch. Frau Auel bleibt ihrer gewaltigen, phänomenalen Reihe auch bei dem 6. Band treu. Ich habe einige Rezensionen schon vorher gesehen, bei denen das Buch nicht so gut wegkam, so dass ich mir schon Sorgen gemacht habe. Aber zum Glück umsonst! Ich fand diesen Teil der Reihe wieder einmal großartig! Ich kam gedanklich kaum von dem Buch los und musste ständig an den Plot und die Protagonisten denken. Gerade die haben es mir angetan. Vor allem Ayla ist so eine außergewöhnliche Frau. Klar ist sie manchmal zu perfekt. Sie kann alles, lernt alles, weiß alles und ist sowieso mega attraktiv etc. Eigentlich prädestiniert als ein Charakter, den man doof findet. Aber dadurch, dass ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken so detailliert beschrieben sind, kann man sich so in sie reinversetzen und alles nachvollziehen. Manchmal zu detailliert und ausschweifend sind die Höhlenwanderungen, Ausrüstungen und Kräuter meiner Meinung nach beschrieben. Da gibt es einige Längen. Natürlich verstehe ich, dass die Autorin die Höhlen genau beschreiben will, da sie diese extra besichtigt hat, aber manchmal wiederholte sich viel, dadurch haben einige Seiten leider nicht so viel Spaß gemacht wie die anderen. Wer prähistorische Romane mag, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Frau Auel legt dem Leser eine großartige, faszinierende Welt vor, in die man gerne abtaucht. Zu einem spannenden, interessanten Plot kommen wirklich gut recherchierte, authentische Fakten. Das macht so eine Freude beim Lesen! Leider ist dies wohl der letzte Band von Ayla. Ich finde es sehr schade, da Ayla, ihre Welt, die Beziehung zu Jondalar und die anderen Protagonisten noch so viel hergeben.