Leserstimme zu
Die Natur-Apotheke

Tolle Tipps für die heilende Kraft der Kräuter

Von: danielamariaursula
19.06.2017

Das ganze Heilwissen der Kräuter-Liesel in 500 Rezepturen für die ganze Familie. Nach dem Credo: Mit Pflanzen heilen, schützen und stärken. Denn diese Rezepturen haben keine oder nur minimale Nebenwirkungen. Daher möchte die hessische Kräuter-Liesel ihr wertvolles Wissen weitergeben und mit allen Menschen teilen, die die Kraft der Natur bereits kennen oder kennenlernen wollen. Schon die Großmutter der Autorin wußte die Gaben der Natur heilend einzusetzen. Diesen Grundstock baute die Kräuter-Liesel während ihres langen Lebens aus. Ihr Foto zeigt sie trotz ihres Alters beneidenswert faltenarm. Ihre Schönheitstipps sollten also durchaus auch nicht überlesen werden. Wer wissen möchte, welches Kraut gegen welche Krankheit gewachsen und in welcher Form es anzuwenden ist, wird hier fündig. Egal ob Tinktur, Salbe oder Tee, Zutaten und Zubereitung und Anwendung sind klar und verständlich beschrieben. Ebenso das Konservieren von Heilpflanzen in Essig oder Öl. Kräutersäckchen können allein durch das Einatmen der ätherischen Öle helfen. Aussagekräftige ansprechende Fotos helfen die Kräuter zu erkennen und bestimmen. Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet, so daß jeder der es bei uns liegen sieht sofort zur Hand nimmt und beginnt zu blättern und zu lesen und weiter zu blättern und weiter zu lesen… Der Aufbau und die Gliederung sind klar und verständlich. Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn lässt die Struktur erkennen. Vorneweg sind Informationen zum Sammeln und Aufbewahren von Heilpflanzen, allgemeine Tipps zum gesunden Leben und der Stärkung der Abwehrkräfte, häufig auftretende Beschwerden und Krankheiten, und anschließend verschiedene Beschwerden nach den jeweiligen Beschwerdebildern und den betroffenen Körperteilen sortiert. Zuletzt kommen typische Kinderleiden und spezielle Krankheitsbilder. Zum Abschluß des Buches gibt zwei Schlagwortverzeichnisse, sowohl nach Art der Beschwerden und nach den Namen der Heilpflanzen gegliedert, was ich sehr hilfreich finde. Bisweilen hat man ein Kraut entdeckt und möchte wissen, was man alles mit diesem machen und wofür man es nutzen kann oder man hat ein Symptom und sucht Linderung. Hier weist die Kräuter-Liesel zu Recht darauf hin, daß die Ursache eines Symptoms auch in einem ganz anderen, entfernten Teil des Körpers liegen kann. Bisweilen ist es auch einfach eine Folge falscher Ernährung, sofern man sich nicht wie sie vollwertig und fleischfrei oder zumindest fleischarm ernährt. Sie empfiehlt täglich ein Glas Kefir für eine gesunde Darmflora. Mein Arzt schwört ebenfalls darauf, daß oftmals Störungen im Verdauungstrakt Ursache für diverse Beschwerden sind. Allerdings ist es schwierig einen Kefir Pilz zu bekommen, zu kaufen gibt es sie wohl nicht. Ich bin ja schon am Kauf von Melkfett gescheitert, um eine Ringelblumensalbe herzustellen. Mit der Schließung von Schlecker wurde wohl auch der Kauf von günstigem reinen Melkfett schwierig. Ich fand nun welches mit Ringelblumen. Naja, nun warten meine getrockneten Ringelblumenblüten noch immer auf ihren Einsatz, ich überzeuge mich derweil von der Wirksamkeit des fertigen Produktes. Bislang bin ich sehr angetan. Daher habe ich nun frische Ringelblumenblütenblätter in Bio-Sonnenblumenöl eingelegt und werde es zum Ölziehen nutzen. Diese beschriebene Methode hilft gegen Beschwerden im Mundraum wie z.B. Paradontose und Zahnfleischbluten. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber frei von Chemie und somit nicht krebsauslösend. Andere von mir erprobte Rezepturen kann ich nicht alle unbedingt beurteilen. Der Tee aus frischen Waldbeerblättern war wohl hilfreich gegen Frauenleiden, aber ob er krebsvorbeugend ist, lässt sich so schnell nicht feststellen. Ein anderes Problem bei dieser Rezension war, daß wir derzeit alle gesund sind. Aber das Ernten und Trocknen von Kräutern dauert eine Weile und ich bin zuversichtlich, daß bis zur Infektionszeit im Winter alle Teedosen gefüllt und beschriftet sind. Denn jetzt ist die beste Zeit Kräuter zu finden, auch wenn die Holunderblütenernte nun bereits abgeschlossen ist. Macht nichts, denn im Drogeriemarkt gibt es im Zweifel auch fertigen Holunderblütensirup. Wie hilfreich Holunderblütentee bei fiebrigen Infekten ist, bin ich aber schon gespannt herauszufinden. Ein paar Blüten habe ich dann ja doch noch gefunden. Ganz definitiv hilfreich waren die Tipps gegen Warzen: Schöllkrautmilch (gelb) kurz täglich auf die betroffene Hautstelle getupft und die Warzen verschwinden zusehends. Ähnlich effektiv ist wohl auch die Milch des Löwenzahns, aber da das Schöllkraut bei uns direkt vor der Tür wächst und besser half, als jedes Mittel aus der Apotheke oder Drogerie, sind wir dabei geblieben. Ich bin nur sehr froh, daß ich mich immer geweigert habe, diese herausschneiden zu lassen. Inzwischen sieht es bei uns aus, wie bei einer Kräuterhexe. Das Wäschetrockengestell wurde zum Kräutertrockner umfunktioniert. Solange ich keine Erkältung habe, kann ich die getrockneten Kräuter auch noch am Duft erkennen. Es ist ein sehr schönes Gefühl, nicht nur, weil die vermeintlichen Unkräuter im Garten gar nicht schlimm, sondern nützlich sind. Es ist aber auch wirklich gut, ein Nachschlagewerk mit guten Tipps gegen Fieber zu haben, ohne lästige Wadenwickel oder dem sofortigen Griff zum pharmazeutischen Fiebersenker. Mit 14,95 € ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für dieses wirklich ausführliche Werk wirklich unschlagbar und sollte in keinem Haushalt fehlen. Wer keine Zeit und keine Muße für die Herstellung eigener Tees und Salben hat, kann diese wie die Autorin selbst betont auch aus der Apotheke oder dem Reformhaus beziehen. Ich bin so begeistert von diesem Nachschlagwerk/Ratgeber, daß ich ihn in Zukunft sicher öfters verschenken werde.