Leserstimme zu
The Cage - Entführt

Distanziert und mittelmäßig

Von: Litis' fabelhafte Welt der Bücher aus Hannover
30.08.2017

Die Charaktere: Es findet ein Wechsel in der Erzählperspektive zwischen Lucky, Cora, Leon, Rolf, Nok und später auch Mali statt, wobei das Hauptaugenmerk auf Cora liegt. Jeder der Charaktere hat sein Päckchen zu tragen und die Gefangennahme einen Grund. Rolf ist wegen seiner Intelligenz da, Lucky wegen seiner Gerechtigkeit, Leon aufgrund seiner Stärke usw. usf. So wird jedem eine Rolle zuteil. Der Erzähler ist distanziert und berichtet emotionslos. Die Gefühle werden somit auch nicht ausreichend transportiert, obwohl es bei der Bandbreite an Personen angebracht gewesen wäre. Des Weiteren halte ich die Beweggründe von Cora nicht für nachvollziehbar. Sie handelt meines Erachtens vollkommen anders als man es erwarten würde, was eine Identifikation mit ihr schwierig macht. Die Story: Die Geschichte ist nicht ganz so interessant wie erwartet. Durch den Klappentext stellt man sich etwas anderes vor und erhält dafür eine Alien-Dystopie, die recht "mau" ist. Auch die schwelenden Liebesgeschichten Coras peppen das Ganze nur bedingt auf, denn sie bleiben unbefriedigend und unerfüllt. Der Schreibstil: Der Ausdruck ist leicht verständlich. Der Stil dagegen distanziert und trocken. Das Ende: Im letzten Drittel rast man dem Ende relativ schnell entgegen und der Abschluss kommt sehr abrupt. Fazit: Der 1. Band der Cage-Serie ist distanziert und emotionslos geschrieben, sodass die Charaktere blass wirken. Aber auch die dystopische Hintergrundgeschichte wertet dies nicht auf, da sie doch recht mittelmäßig ist. Auch das Ende überzeugt nicht. litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de