Leserstimme zu
Das saphirblaue Zimmer

Drei Frauenschicksale die berühren

Von: Oma Inge
08.10.2017

Ein Haus in Manhatten mit einem geheimnisvollem Raum unter dem Dach - darum ranken sich drei Frauenschicksale. Olive, die 1892 in dem Haus der Familie Pratt als Dienstmädchen arbeitet und sich in einen der Söhne verliebt. Lucy, die Tochter von Olive, die 1920 versucht etwas über das Leben ihrer Mutter zu erfahren und sich in dem Haus einmietet (es ist inzwischen zu einer Pension geworden). Lucy, die Enkelin von Olive, die 1945 als Ärztin in dem zum Krankhaus umfunktionierten Haus arbeitet. Das Buch ist von drei Autorinnen geschrieben worden. Die Schreibstile passen aber wunderbar zusammen und es fällt fast gar nicht auf, dass drei Frauen an dem Buch geschrieben haben. Die Geschichte von Kate wird in der Ich-Form erzählt, die von Olive und Lucy aus der Erzähl-Perspektive. Die verschiedenen Zeitschienen wechseln und jedes Kapitel ist mit Namen und Jahreszahl überschrieben. So verliert man nicht den Faden. Auch die Umstände in denen die drei Frauen leben werden sehr gut dargestellt. Ich habe mit der immer überarbeiteten Olive gelitten. Habe Lucy die Daumen gedrückt, dass sie genug verdient um zu überleben. Kate muss sich als Ärztin besonders anstrengen um akzeptiert zu werden. Jede der drei Frauen begegnet ihrer großen Liebe, aber nicht alle finden ihre Erfüllung. Mehr möchte ich nicht verraten. Eigentlich fehlte mir nur ein Personenverzeichnis, welches mir das eine oder andere Mal geholfen hätte. Es waren, besonders am Anfang, doch sehr viele beteiligte Personen die ich erst kennenlernen musste. Das Buch hat einen flüssigen Schreibstil aber trotzdem muss man sich Zeit dafür nehmen. Die verschiedenen Zeitschienen erfodern doch etwas Konzentration.