Leserstimme zu
Der Fall Kallmann

schwedische Sozialstudie

Von: Ecinev aus Frankfurt am Main
23.12.2017

Wer einen skandinavischen Krimi erwartet, sucht den hier vergebens. Auch ich hatte etwas anderes erwartet. In einzelnen Tagebuch-artigen Erzählsträngen von einzelnen Personen wird der Tod des Lehrers Kallmann erzählt. Leon Berger tritt nach dem tragischen Unfall seiner Frau und seiner Tochter die Stelle als Nachfolgers des verstorbenen Eugen Kallmann, Englischlehrer in K. an. Selbst noch in tiefer Trauer muss er doch wieder nach vorne schauen, während an der Schule noch immer Rätselraten um den Tod von Eugen Kallmann herrscht. Durch die einzelnen Abschnitte, jemals aus Sicht eines anderen geschrieben ist es mir sehr schwer gefallen einen durchgehenden roten Faden zu finden und vieles erschien mir zu langatmig. Es ist eher eine Sozialstudie zum Leben in einer schwedischen Kleinstadt als ein Krimi. Die gut 500 Seiten dieses Buches waren mir schlichtweg zu viel.