Leserstimme zu
Das Blubbern von Glück

Wenn über die religiöse Ansicht eines Goldfisches diskutiert wird, weißt du, dass es ein gutes Buch ist.

Von: The Book & the Owl
03.01.2018

Dieses Buch hat mich wirklich abwechselnd zum Lachen und zum Weinen gebracht! Manchmal sogar beides zusammen. Dieses Buch steckt so voller Lebensfreude und Güte, dass ich am Ende vollkommen durch war – und nicht nur mit dem Buch an sich. Es passiert nicht wirklich viel und die Atmosphäre wechselt eher von blumig hin zu traurig, dann wieder zu strange und wieder hin zu blumig. Aber es geht hier drin auch nicht um die Spannung an sich, sondern um Verständnis und Hoffnung – Hoffnung auf Glück. »Hier geht es nicht um mich. Es geht auch um die anderen in meinem Leben – meine Mutter, meinen Vater, meine tote Schwester Sky, meine Brieffreundin Danielle, meinen reichen Onkel Brian, Erdferkel-Fisch und Douglas Benson aus einer anderen Dimension. Das sind die Menschen (mit Ausnahme von Erdferkel-Fisch, der ein Fisch ist), die mich geprägt haben, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Ich kann nicht über mein Leben berichten, ohne gleichzeitig über sie zu berichten. Ich stehe vor einer großen Aufgabe, doch ich bin zuversichtlich, dass ich ihr gewachsen bin.« Likes - Candice war die beste Protagonistin überhaupt. Sie ist und wird immer mein Cinnamon Bun bleiben. Sie trägt so viel Liebe in sich, auch wenn sie das oft nicht sehen und verstehen mag und sie findet in allen etwas Positives, auch wenn diejenigen es manchmal selbst nicht so wahrnehmen. - Die witzigen und quirligen Charaktere waren der Hammer. Vor allem, weil die Stadt Albright an sich immer als eher langweilig von Candice empfunden wird, passiert doch mehr als man denkt, denn schon allein die Menschen dort machen alles zu einem einzigartigen Erlebnis. - Der Schreibstil war topp. Nun ja, eigentlich mehr die deutsche Übersetzung. Ich habe das englische Original nicht gelesen. Shame on me. - Es gibt Erdferkel-Fisch. - Douglas ist der cuteste Boyfriend auf der ganzen WELT?! - Was für eine geniale Lehrerin ist Miss Bamford bitte? Warum waren meine Lehrer nicht so cool? - Der Titel hat doch tatsächlich serviert. - Das Ende war einfach toll und ich habe mich so für Candice gefreut! Sie hat so vielen Leuten das Glück wieder gebracht bzw. ihnen geholfen, es zu sehen, dass sie selbst auch verdient hat, etwas Glück zu haben. - Es ist wirklich toll, wie Jonsberg über Autismus geschrieben hat. Er hat unfassbar gemacht, hat aufgezeigt, dass diese Kinder nicht verrückt sind oder gar Freaks. Sie haben nur eine andere Wahrnehmung und meistens ist es die bessere. Hut ab, jetzt will ich eine Candice. 😛 Dislikes - Das Buch war zu kurz. - Es gibt keine Fortsetzung. - Aufgrund er oben genannten Erkenntnisse, musste ich mich in meine Ecke der Schande setzen und eine Stunde lang weinen. - Mein Leben ist kontinuierlicher Schmerz. Ich muss gestehen, dass ich nicht oft Bücher lese, in denen darüber diskutiert wird, welche religiösen Ansichten Goldfische haben oder in welchen die Väter die verzerrten Wahrnehmungen von Kindern dafür benutzen, ein neues ultimatives Computerprogramm zu entwickeln. Oder das ein 13-Jähriger beim Vater um die Hand seiner 12-Jährigen Tochter anhält. Das Blubbern von Glück war wirklich in mehr als nur einer Hinsicht eine echte Überraschung und etwas ganz besonderes. Candice Phee habe ich von Anfang an auf eine besondere Art und Weise gemocht. Sie war nicht ganz normal (so ihre Worte) und hatte offensichtlich die ein oder andere Zwangsstörung, die wahrscheinlich in die Richtung von Autismus ging. Ich jedenfalls bin davon ausgegangen. Es war einfach schön mit anzusehen, wie der Geist eines Autisten funktioniert, insbesondere der von Candice. Es war wirklich herzzerreißend, wie bei ihr Zuhause die familiäre Stimmung aussah, ebenso wie die Atmosphäre in der Schule. Selbst die anderen Kinder hatten Probleme und Candice hat sich denen zwar nicht mit dem größten Taktgefühl angenähert, aber mit dem Willen, sie alle wieder glücklich zu machen. Dafür hat sie viel riskiert, nicht zu letzt ihr eigenes Leben. Sie hat auf ihrem Weg den wundervollen Douglas kennengelernt, welcher von sich selbst behauptet, er komme aus einer anderen Dimension. Die beiden waren so verschroben zusammen, dass es wirklich schon süß war. Ebenso die Tatsache, dass sich die beiden ernsthaft darüber unterhalten haben, welche religiöse Ansichten ihre Goldfische haben könnten. Das Buch war auf eine banale Art und Weise witzig, traurig aber auch hoffnungsvoll zugleich. Ich habe es wirklich gern gelesen, doch die länge ist erschreckend kurz. Das ist wirklich schade, da ich gern mehr darüber erfahren hätte, wie sich alles entwickelt. Aber wer weiß? Jonsberg ist noch nicht tot, also könnte eine Fortsetzung immer noch passieren. Ich drücke jedenfalls die Daumen.